Martin R. Textor
 
Umwelt
Zeitraum Neue Entwicklungen

2010-2019

  • CO2-Emissionen steigen um 3,5% pro Jahr
  • Ozon-Werte nehmen um 6% pro Jahrzehnt zu
  • mehr Wetterkatastrophen wegen Klimawandels
  • 43.000 Quadratkilometer Wald werden pro Jahr abgeholzt
  • Waldsterben an der Westküste der USA und Kanadas setzt sich fort
  • Umweltverschmutzung und -zerstörung nehmen in Asien, Afrika und Südamerika stark zu (z.B. immer mehr Abwasser und Müll, mehr saurer Regen, Wasserverschmutzung durch Chemikalien)
  • jedes Jahr sterben etwa 50.000 Spezies wegen Habitat-Zerstörung aus
  • Umweltschutz wird immer mehr zu einem Anliegen der gesamten Bevölkerung - weltweit
  • zunehmende Wasserknappheit in Afrika, Nordchina, Australien, den USA (westlich des Mississippi) und dem Nahen Osten: Dürren mit Ernteausfällen; Gefahr von bewaffneten Konflikten um Wasserrechte

2020-2029

  • 2020: Folgen des Klimawandels: 75 bis 250 Mio. Menschen leiden unter Wassermangel
  • bewässerte Flächen versalzen zunehmend (2020: 20%, 2050: 50% aller Flächen)
  • 2025: Ozonschicht über Europa und Nordamerika vollständig wiederhergestellt
  • Great Barrier Riff ohne Leben
  • viele Inseln der Malediven unter Wasser
  • Kilimandscharo schneefrei

2030-2039

  • 2030: globaler CO2-Ausstoß um mehr als 40% gestiegen
  • 2030: Verbrennung von Kohle für zwei Drittel der CO2-Emissionen verantwortlich
  • 2030: Kosten des Klimawandels liegen laut EU weltweit bei über 100 Mrd. Euro
  • mehr tropische Wirbelstürme, Tornados, Hitzewellen und andere extreme Wetterereignisse
  • 2030: rund 55% des Amazonas-Regenwaldes zerstört
  • viele Gletscher verschwunden; mehr Bergrutsche, da Felsen nicht mehr durch Permafrost stabilisiert werden
  • Arktis im Sommer eisfrei
  • Aralsee ausgetrocknet
  • Rückgang der landwirtschaftlichen Produktion weltweit um 2-6% (in China sogar um 12%)

2040-2049

  • Pegel der Nord- und Ostsee viel höher als heute; Sturmfluten laufen höher auf
  • Urlaubsstrände am Mittelmeer überschwemmt
  • viele Südseeinseln überflutet
  • Deutschland: trockenere und heißere Sommer, Gefahr von Wasserknappheit (Ernteeinbußen, Stromausfall mangels Kühlwassers für Kraftwerke); niederschlagsreichere und wärmere Winter, Gefahr von Überschwemmungen
  • Deutschland: kein kommerzieller Wintersport mehr in Lagen unter 1.000 Metern
  • EU: Zunahme der Sterblichkeit um 1-4% pro Grad der Erwärmung: Kreislaufkollaps, Herzinfarkt, Schädigung der Bronchien und der Lunge durch Ozon usw. treten häufiger auf

2050-2059

  • 2050: CO2-Emissionen um mehr als 50% gestiegen
  • 2050: Durchschnittstemperatur um bis zu zwei Grad gestiegen
  • Anstieg des Meeresspiegels um einen halben Meter bedroht 136 Millionenstädte und Sachwerte von mehr als 18 Billionen Euro
  • Abschmelzen der Himalaya-Gletscher: 1 Mrd. Menschen leiden unter Wassermangel; weniger landwirtschaftlich nutzbares Land
  • 2050: Rückgang der landwirtschaftlichen Produktion weltweit um 5-11%
  • Südasien: Mais-, Weizen- und Reisernte wegen des Klimawandels um 10-17% gesunken (1,6 Mrd. Asiaten durch Hungersnöte gefährdet)
  • Dürren bestimmen das Klima in Südeuropa, Irak, Afghanistan, Australien, Kalifornien und anderen Ländern; viele Waldbrände
  • in Europa mehr Infektionskrankheiten durch Erreger, die früher nur in subtropischen Regionen vorkamen
  • etwa 30% der Amphibien, 23% der Säugetiere und 12% der Vögel sind ausgestorben oder vom Aussterben bedroht
  • Aussterben von Pflanzenarten; rund 70% aller Korallenriffe sind zerstört
  • 2050: alle Meere leer gefischt (kein kommerzieller Fischfang mehr möglich)
  • 2050: der Regenwald ist weitgehend abgeholzt
  • bis 2050 etwa 200 Mio. Klimaflüchtlinge
  • bis 2059 könnten sich die volkswirtschaftlichen Kosten des Klimawandels in Deutschland auf 800 Mrd. Euro summiert haben

2060-2100

  • 2080: Temperatur ist um 2,8 Grad gestiegen
  • 2080: 70 Mio. Afrikaner durch Fluten aufgrund des steigenden Meeresspiegels gefährdet
  • 2080: Weinanbau in Großbritannien; in Südeuropa statt Rebflächen Dattelpalmen, Agaven und Weizenfelder
  • 2100: Durchschnittstemperatur um 4-7 Grad gestiegen
  • 2100: der Meeresspiegel ist um mehr als einen Meter gestiegen: bis zu einem Viertel der Erdbevölkerung von Überflutung betroffen (große Teile von Bangladesch, Indien, Sri Lanka, China, Vietnam und den USA unter Wasser)
  • Norddeutschland: Sommer um bis zu 5 Grad wärmer, Sommerniederschlag um bis zu 40% niedriger als 2009; Sturmfluten um mehr als 1 Meter höher
  • Süddeutschland: 30 zusätzliche Tage mit über 30 Grad im Schatten; milde Winter mit mehr Niederschlägen und schweren Stürmen
  • 2100: etwa die Hälfte aller Spezies ausgestorben

Anhang