Martin R. Textor
 
Wirtschaft: Anhang
zu der Tabelle

Nach der Kreditklemme die Ölklemme?
Eine Gruppe von britischen Unternehmern warnte im "Guardian" davor, dass es schon in fünf Jahren zu einer Ölklemme kommen könne, verbunden mit einer neuen Preisexplosion. Fatih Birol, der Chefökonmom der Internationalen Energieagentur, kündigte schon letztes Jahr "Peak Oil" für 2020 an. Ende Januar sagte Thierry Desmarest, Vorstandsvorsitzender des französischen Ölkonzerns Total, auf dem Davoser Weltwirtschaftsforum, dass der Höhepunkt der Erdölförderung in den nächsten zehn Jahren zu erwarten sei.
Quelle: heise.de vom 10.02.2010

Gazprom erhöht Gaslieferungen nach Europa
Der russische Energiekonzern will seinen Anteil am europäischen Markt von derzeit 25% auf 32% im Jahr 2020 steigern. 2009 hatte Gazprom 664 Mrd. Kubikmeter Erdgas gewonnen; 2030 sollen es 885-940 Mrd. Kubikmeter sein.
Quelle: rian.ru vom 05.02.2010

Fachkräftemangel in Bayern
Nach der Studie "Arbeitslandschaft Bayern 2030" der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft und der Prognos AG werden in Bayern bis 2030 rund 1,1 Mio. Fachkräfte fehlen. Davon entfielen 330.000 auf Personen mit Hochschulabschluss und 760.000 auf Personen mit beruflicher Bildung. Besonders groß sei der Personalbedarf bei Unternehmensdienstleistern und im Gesundheitswesen. Hingegen würde er im Handel, im öffentlichen Dienst, in der Landwirtschaft sowie im verarbeitenden Gewerbe zurückgehen.
Quelle: mittelfranken.business-on.de vom 04.02.2010

Solarmodul-Recycling
Rund 130.000 Tonnen ausgediente Photovoltaik-Module müssen in Europa bis 2030 entsorgt werden. Viele Hersteller arbeiten bereits an Wiederverwertungsmöglichkeiten. Auch wird 2010 das Rücknahme- und Recycling-Modell von PV CYCLE in Deutschland eingeführt.
Quelle: Solarserver.de vom 29.01.2010

Wettrennen um neue Gasquellen in Europa
Alle großen Energiekonzerne suchen nach "Shale-Gas" (Schiefergas), z.B. in Niedersachsen, in Schweden, im Wiener Becken und in Polen - wo alleine zwischen 500 bis 700 Mrd. Kubikmeter Schiefergas vermutet werden. Dessen Förderung wird sich trotz technischer Fortschritte aber erst bei höheren Preisen rentieren.
Quelle: wienerzeitung.at vom 22.01.2010

2010-2050: die Zeit des Mangels
In den kommenden Jahren wird es infolge der Finanzkrise für Unternehmen und Verbraucher schwierig bleiben, Kredite aufzunehmen. Dies wird Wirtschaftswachstum und Konsum bremsen. Dann werden immer mehr Rohstoffe Mangelware werden: neben Nahrungsmitteln und Erdöl z.B. Antimon, Tantal und Zink. Dies wird zum einen durch die wachsende Weltbevölkerung und zum anderen durch das zunehmende Durchschnittseinkommen in Schwellenländern bedingt, wobei Letzteres zur verstärkten Nachfrage nach größeren Wohnungen, nach PKWs und technischen Geräten, nach höherwertiger Nahrung und besserer Gesundheitsvorsorge führen wird. Um die eigenen Ressourcen zu schützen, werden viele Länder protektionistische Maßnahmen treffen, was den Welthandel bremsen dürfte. Gleichzeitig werden aufgrund der steigenden Rohstoffpreise immer mehr Produkte recycelt werden, bis in den Jahren nach 2050 kein Abfall mehr entsteht. Da dank Nanotechnologie nahezu alles in seine Moleküle zerlegt werden kann und diese dann zu neuen Produkten zusammengefügt werden können, werden die Herstellungskosten immer niedriger werden. Es beginnt die Zeit nach dem großen Mangel...
Quelle: The Futurist vom Januar/Februar 2010

Die Folgen der Hyperkonnektivität
Die ständige Erreichbarkeit durch Internet und Smartphone sowie die Möglichkeit, auch von zu Hause aus Dateien auf dem Server der Arbeitsstelle bearbeiten zu können, bedingen, dass die Arbeitszeit immer mehr die Freizeit durchdringt - auch an den Wochenenden.
Quelle: The Futurist vom Januar/Februar 2010

Energieprognose 2009 von ExxonMobil
In einer Prognose für Deutschland bis 2030 geht ExxonMobil davon aus, dass das Bruttoinlandsprodukt 2009 in den nächsten 20 Jahren um jährlich 2% wachsen wird. Wegen der abnehmenden Bevölkerungsdichte und zunehmenden Energieeffizienz werde der Primärenergieverbrauch aber bis 2030 um etwa 15% sinken. Gleichzeitig werde der Anteil der erneuerbaren Energien um 76% steigen und der Anteil der Atomenergie um 73% sinken. Bei den fossilen Energieträgern würde Kohle zunehmend vom Erdgas zurückgedrängt werden. Bei den erneuerbaren Energien werde Biomasse eine führende Rolle übernehmen. Der Mineralölverbrauch werde bis 2030 um über 20% sinken, obwohl es dann etwa 46 Mio. PKW geben werde.
Quelle: motorzeitung.de vom 30.12.2009

IEA-Chef Tanaka: vor der Energiekrise
Der Leiter der Internationalen Energieagentur, Nobuo Tanaka, fordert Einschränkungen beim Verbrauch von Primärenergie - nicht nur wegen des Klimawandels, sondern auch um eine Energiekrise zu verhindern. Würden keine einschneidenden Maßnahmen getroffen, würden bis 2030 aufgrund des Ebergiehungers der Schwellenländer 40% mehr Öl, Kohle und Gas benötigt als heute. Der Ölpreis werde dann bei mindestens 115 $ liegen; die Industrienationen müssten dafür gut 2% ihres Bruttoinlandsproduktes aufbringen.
Quelle: spiegel.de vom 18.12.2009

VW will Nummer Eins werden
Bis 2018 will VW-Chef Martin Winterkorn der größte Autohersteller der Welt werden. Mit dem Einstieg bei Suzuki liegt ihm jetzt der indische Markt zu Füßen. Suzuki produziert günstige Kleinwagen und Zweiräder, die in den Schwellenländern besonders stark nachgefragt werden. Das halbstaatliche Joint Venture Maruti Suzuki hatte 2008 einem Anteil von 54% am indischen Automarkt. VW produziert aber auch selbst in Indien; als erster deutscher Autobauer nahm der Konzern sogar eine Vollproduktion auf: In Pune wird die gesamte Fertigung vom Presswerk über Karosseriebau und Lackiererei bis hin zur Montage erledigt.
Quelle: n-tv.de vom 09.12.2009

"Energieausblick 2030" von ExxonMobil
Der Konzern geht in seiner Prognose davon aus, dass 2030 der weltweite Energiebedarf rund 35% höher als 2005 sein wird. Bei Entwicklungsländern wird sogar mit einer Zunahme um rund 65% gerechnet, während der Energiebedarf in OECD-Ländern insbesondere wegen Effizienzsteigerungen konstant bleiben dürfte. Fossile Energieträger werden weiterhin den Hauptanteil des weltweiten Bedarfs decken; Wind- und Solarkraft sowie Biokraftstoffe werden 2030 trotz Steigerungsraten von knapp 10% pro Jahr nur einen Beitrag von rund 2,5% zur Gesamtenergie leisten.
Quelle: businesswire.com vom 18.12.2009

Mehr Atomkraftwerke
In 12 Staaten werden derzeit 45 AKWs gebaut; weitere 112 befinden sich in 25 Ländern in Planung. So wird damit gerechnet, dass der Anteil der Atomenergie weltweit von derzeit 16% auf rund 30% im Jahr 2030 steigen wird. Etwa 40% der bekannten Uranreserven befinden sich in Australien, also im Gegensatz zu vielen Erdölvorräten in einer sicheren Region.
Quelle: The Futurist vom November/Dezember 2009

2030 deutlich weniger Erwerbspersonen in NRW
Dann werde es laut Statistisches Landesamt nur noch 8,1 Mio. Erwerbspersonen geben - etwa 800.000 weniger als 2005. Dabei wird davon ausgegangen, dass die Menschen künftig länger arbeiten, junge Menschen früher in die Arbeitswelt eintreten und mehr Frauen erwerbstätig sind werden. Falls diese Voraussetzungen nicht eintreten, würde die Zahl der Erwerbspersonen sogar auf 7,5 Mio. sinken.
Quelle: bild.de vom 12.11.2009

190 Dollar für ein Fass Rohöl
Laut Internationaler Energieagentur wird der Erdölbedarf bis 2030 jährlich um 1,5% zunehmen und dann 105 Mio. Barrel am Tag betragen. Der Ölpreis soll bis 2015 auf 100 $ und bis 2030 auf 190 $ je Fass steigen. Damit würden sich die Energieausgaben in der EU auf 500 Mrd. $ verdoppeln.
Quelle: spiegel.de vom 10.11.2009

Vertikale Bauernhöfe
Professor Dickson D. Despommier von der Columbia University schlägt vor, Nutzpflanzen mitten in den Städten in Hochhäusern mit durchsichtigen Wänden und Decken zu züchten. Dies könnte ohne Erde in Hydrokulturen oder in aeroponischen Systemen (hier werden die frei liegenden Pflanzenwurzeln in regelmäßigen Abständen von einem Sprühnebel von Nährstofflösung benetzt) erfolgen. In einem vertikalen Bauernhof könnte die 10- bis 20-fache Menge an Pflanzen wie auf einer gleich großen Farm geerntet werden, zumal auch mehrere Ernten im Jahr möglich sind. So könnte ein 30-stöckiger Bauernhof von der Größe eines Straßenblocks rund 50.000 Menschen versorgen. Zudem würden die Pflanzen Sauerstoff liefern.
Quelle: World Future Review vom Oktober/November 2009

Logistikexperten erwarten tiefgreifende Veränderungen
Im Rahmen einer Studie von PricewaterhouseCoopers gaben knapp 70% der befragten Experten und Manager an, dass im Jahr 2030 Emissionen in jedem Glied der Lieferkette gemessen und einem Verursacher zugeordnet werden können. Auch werde eine zunehmende Sensibilisierung der Verbraucher für Nachhaltigkeit laut 60% der Befragten dazu führen, dass diese dann regionalen Produkten den Vorzug geben werden. Rund 58% der Experten glauben, dass aufgrund der steigenden Transportpreise Arbeits-, Wohn- und Freizeitstätten näher aneinander rücken werden, und 46% erwarten eine generell geringere individuelle Mobilität als heute. Beim Güterverkehr gehen 50% der Befragten von einem weiter steigenden Anteil der Straßentransporte aus. Eine Mehrheit rechnet für 2030 mit der Existenz intelligenter Verkehrsleitsysteme, einer Automatisierung der Transportmittel und einer Konzentration der Transportkapazitäten (z.B. durch "mega trucks" und gigantische Containerschiffe).
Quelle: mittelstandsblog.de vom 21.10.2009

Windkraft hat mehr Potenzial als Schiffbau
Mit einem Investitionsvolumen von mehr als 50 Mrd. Euro bis 2030 wird sich die Windkraftindustrie zu einem der wichtigsten Wirtschaftsfaktoren im Norden entwickeln - schon heute sind hier mehr Beschäftigte zu finden als im Schiffbau.
Quelle: newsticker.welt.de vom 17.10.2009

Erdwärme versorgt Unterhaching mit Wärme und Strom
In der Region zwischen Schwäbischer und Fränkischer Alb und dem Nordrand der Alpen lassen sich in einer Tiefe von 1.500 bis 5.000 Metern große Erdwärmeressourcen erschließen. Dies beweist das geothermische Kraftwerk in Unterhaching, das mittlerweile 3.000 Haushalte mit Fernwärme versorgt und in naher Zukunft etwa 6.000 Haushalte mit Strom beliefern soll. Derzeit sind in der Region mehr als 100 geothermische Erlaubnisfelder erteilt worden.
Quelle: bine.info vom 15.10.2009

Erdgasverbrauch wird weiter steigen
Die Internationale Gasunion rechnet mit einem Wachstum der weltweiten Nachfrage nach Erdgas von heute 3.000 Mrd. Kubikmeter pro Jahr auf 4.300 Mrd. Kubikmeter im Jahre 2030, was einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum von 1,8% entspricht. Der CO2-Ausstoß werde im Vergleich zu 2005 um 50% zunehmen. Dennoch sei Erdgas der sauberste fossile Brennstoff, da bei der Verbrennung im Vergleich zur Kohle 40-50% weniger CO2 anfällt. Auch entstehen kaum andere Schadstoffe wie etwa Feinstaub oder SO2.
Quelle: nzz.ch vom 10.10.2009

Kuwait: Erdölproduktion stagniert
Die kuwaitische Regierung wird seine Ölproduktion nicht wie geplant bis 2020, sondern wegen personeller Engpässe erst bis 2030 von derzeit drei auf vier Mio. Barrel pro Tag steigern.
Quelle: zeit.de vom 06.10.2009

Biotreibstoff auf Zellulose-Basis
Laut einer Studie des Landwirtschaftsministeriums können die USA mindestens 1,3 Mrd. Tonnen von Zellulose erzeugen, ohne dass dies auf Kosten der Lebensmittelproduktion gehen würde. Der aus in der Forst- und Landwirtschaft anfallenden Abfällen und aus Energiepflanzen produzierte Treibstoff könnte etwa den halben derzeitigen Bedarf an Benzin und Diesel abdecken.
Quelle: World Future Review vom August/September 2009

Markt für Zukunftstechnologien
Der Siemens-Konzern schätzt, dass der Weltmarkt für aus Naturstoffen erzeugten Materialien (z.B. Biodiesel, Bioplastik) von 2005 bis 2020 um jährlich 8%, der Markt für erneuerbare Energien um 7%, der Markt für Wassermanagementsysteme um 6%, die Märkte für Technologien zur Steigerung der Energieeffizienz und für alternative Antriebe um 5% und der Markt für Müllverwertungsanlagen um 3% pro Jahr wachsen werden.
Quelle: Fortune vom 28.09.2009

Kabinett will Windpark-Bau auf See beflügeln
Bundesbauminister Wolfgang Tiefensee erwartet, dass es im Jahr 2030 rund 30 Windparks in der Nordsee und 10 in der Ostsee geben wird. Diese könnten mehr als 12 Mio. Haushalte mit Strom versorgen. Zusammen mit den am Land installierten Anlagen würde der Anteil des Windstroms am Stromverbrauch auf über 25% steigen.
Quelle: focus.de vom 14.09.2009

Greenpeace: Atomenergie kostet Staat dreistelligen Milliardenbetrag
Die Atomenergie hat den deutschen Steuerzahlern bisher 165 Mrd. Euro gekostet - und bis 2040 würden weitere 92,5 Mrd Euro an Kosten anfallen. Dies wird in einer von Greenpeace in Auftrag gegebenen Studie des Forums Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (FÖS) prognostiziert. Der Subventionseffekt für die Atomkraft entspreche etwa zwei Dritteln des aktuellen Strompreises - so würden die Bürger doppelt zahlen: über den Strompreis und mit Steuergeldern.
Quelle: epochtimes.de vom 03.09.2009

China wird zur Rohstoffgroßmacht
Alleine seit Jahresbeginn stieg die Volksrepublik für knapp 20 Mrd. $ in Rohstoffunternehmen in Australien, Peru, Angola und anderen Ländern ein - 2008 waren es mehr als 29 Mrd. $. Auch hortet das Land Rohstoffe - seit Jahresbeginn hat China z.B. rund acht Millionen Pfund Uran zur sofortigen Lieferung gekauft und ist inzwischen mit einem Anteil von rund 25% der wichtigste Akteur auf dem Spotmarkt. Zum einen soll die Nuklearenergiekapazität durch laufenden Projekte auf 15.360 Megawatt verdoppelt werden, wofür mehr Uran benötigt wird. Zum anderen wird mit einem Anstieg des Preises für Uranium-Oxid-Konzentrat gerechnet, da die weltweite Nachfrage ansteigen und ab 2011 mit einem jährliches Defizit von 2-4% der Gesamtnachfrage bei der Produktion gerechnet wird.
Quelle: ftd.de vom 13.08.2009

Dossier Schienen weg in Ostdeutschland
In einer neuen Studie des Innovationszentrums für Mobilität und gesellschaftlichen Wandel (InnoZ) und des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung (WZB) wird empfohlen, insbesondere in Ostdeutschland von der zu wenig ausgelasteten Schiene auf Busse oder Kleinbusse umzusteigen. In sehr dünn besiedelten Regionen könnten Kinder mit Sammeltaxis zur Schule gebracht werden. So würde das Verkehrsaufkommen bis 2030 in weiten Teilen Ostdeutschlands, aber auch im Zentrum der Republik sowie im Saarland, in Schleswig-Holstein und in Teilen Baden-Württembergs, um bis zu 50% zurückgehen, in den Boomregionen Hamburg, Rhein-Main, Stuttgart und München aber um 20 bis 35% zulegen. Die Forscher rechnen damit, dass der motorisierte Individualverkehr sich stärker verteuern wird als das Reisen mit dem Zug, da es in 5-10 Jahren eine Pkw-Maut auf allen Straßen außerhalb der Städte geben und der Ölpreis bis 2030 auf 250 $ je Barrel steigen wird. So werde die Schiene sowohl bei Gütern als auch bei Personen Marktanteile gegenüber der Straße gewinnen. Durch neue Bezahlsysteme für Tickets, z.B. per Handy, könnte das Bahnfahren noch attraktiver werden.
Quelle: ftd.de vom 24.07.2009

Kaufen oder leasen - der Akku macht den Unterschied
Um den Verkauf von Elektroautos anzukurbeln, sollten die Akkus nur verleast werden. Dann könnten Elektroautos laut einer Studie von Thomas Becker, Universität von Kalifornien in Berkeley, rund 7.500 $ weniger kosten als Autos mit herkömmlichem Antrieb. Bei einem solchen Preismodell könnten 2030 bereits knapp zwei Drittel der in den USA verkauften Autos Elektroautos sein. Zudem würden die Ölimporte um 3,7 Mio. Barrel pro Tag zurückgehen. Hinzu kämen Einsparungen von bis zu 205 Mrd. $, weil durch Autoabgase verursachte Krankheiten seltener würden. Und falls Energie aus erneuerbaren Quellen genutzt würde, sänken die Treibhausgasemissionen um 62%.
Quelle: golem.de vom 14.07.2009

Umsätze weltweit bekannter Konzerne steigen
Je höher das Pro-Kopf-Einkommen in Entwicklungs- und Schwellenländern wird, umso mehr Menschen werden anstatt lokal hergestellter Produkte Waren von Unternehmen wie Coca-Cola, Nike, McDonalds usw. kaufen.
Quelle: The Futurist vom Juli/August 2009

Mit Lichtgeschwindigkeit in den Urlaub fliegen
Ungefähr die Hälfte der Menschheit träumt laut der Tourismusexpertin Romy Bittner von einer Weltraumreise. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt geht davon aus, dass ein Kurztrip ins All im Jahr 2030 circa 20.000 Euro kosten wird. Nach dem Jahr 2035 dürfte auch ein Aufenthalt in einem Weltraumhotel möglich sein.
Quelle: welt.de vom 12.07.2009

Eon setzt voll auf erneuerbare Energien
Bis zum Jahr 2030 will der Konzern den Anteil von Wind-, Sonnen- und Wasserkraft von 13 auf 36% steigern. Dann sollen Gas mit 31%, Kohle mit 22% und Kernkraft mit 11% folgen.
Quelle: tagesspiegel.de vom 29.06.2009

Wirtschaftswachstum durch Fachkräftemangel begrenzt
Laut Prognos wird die deutsche Wirtschaft in den Jahren 2011 bis 2015 mit 1,2% pro Jahr wachsen. Danach lasse die Dynamik nach. So werde es bis 2025 rund 3 Mio. Menschen im erwerbsfähigen Alter weniger geben. Während heute die Wirtschaft 9 Mio. einfach Qualifizierte benötigt, werden es 2030 nur noch 8 Mio. sein. Im gleichen Jahr werden 5,5 Mio. gut ausgebildete Arbeitnehmer fehlen.
Quelle: dowjones.de vom 14.06.2009

Das Ende des Industriezeitalters
John Michael Greer geht in dem Buch "The Long Descent" davon aus, dass Erdöl, Erdgas, Kohle und Uran nur sehr bedingt durch andere Energieträger ersetzt werden können. Je mehr die Förderung in den kommenden 150 Jahren zurückgehen wird - bei gleichzeitig steigender Weltbevölkerung -, umso mehr werde die De-Industrialisierung fortschreiten und zu einem kontinuierlich geringer werdenden Lebensstandard führen. Es käme somit zu einer Zurückentwicklung zu wenig technisierten lokalen Kulturen.
Quelle: World Future Review vom April/Mai 2009

ITK: Energiebedarf verdreifacht sich
Elektronische Geräte, darunter fast 1 Mrd. Handys und 2 Mrd. Fernseher, machen derzeit rund 15% des weltweiten Stromverbrauchs in Privathaushalten aus. Laut einer Studie der Internationalen Energieagentur wird sich deren Energiekonsum bis 2022 verdoppeln und bis 2030 verdreifachen. Deshalb müsse der Strombedarf der Geräte erheblich reduziert werden.
Quelle: connect.de vom 13.05.2009

Agrarchemiebranche versprüht Optimismus
Da die Weltbevölkerung bis 2030 gegenüber 1995 um 40% steigen wird, muss im gleichen Zeitraum die Getreideproduktion um 50% zunehmen. Dies ist laut FAO nur möglich, wenn beim Anbau 37% mehr Mineraldünger eingesetzt wird, weil sich die Ackerfläche nur um maximal 7% erweitern lasse. Der Industrieverband Agrar (IVA) rechnet in den kommenden Jahren mit Rekordumsätzen bei Mineraldünger, Pflanzenschutzmitteln und Saatgut.
Quelle: welt.de vom 06.05.2009

30 Prozent der Zeitungen und Zeitschriften werden nicht überleben
Dies prognostiziert der Zukunftsforscher Matthias Horx: Es gäbe derzeit einfach zu viele Zeitungen und Zeitschriften, und das Internet verändere die Mediengewohnheiten in Richtung "on demand": So erfolge der Mediengebrauch zunehmend aktiv und individualisiert, wollen Leser "mitschreiben".
Quelle: persoenlich.com vom 20.04.2009

Ausbau der EU-Stromnetze erfordert Investitonen in Höhe von 20 Mrd. Euro
Ein Internationales Konsortium unter Beteiligung der Deutschen Energie-Agentur hat die Integration von Off- und Onshore-Windenergie in das europäische Energiesystem bis zum Jahr 2030 untersucht. Auch wegen der schweren Prognostizierbarkeit der einzuspeisenden Windenergie würde es in den kommenden Jahren zu einem verstärkten grenzüberschreitenden Energieaustausch kommen. Dies würde aber die derzeitigen Netze überlasten, die somit dringend ausgebaut werden müssten.
Quelle: euwid-energie.de vom 03.04.2009

Elektroautos erwartet langes Nischendasein
Nach einer Analyse der Unternehmensberatung McKinsey werde es bis 2020 weltweit 750.000 reine E-Autos und 3,8 Mio. mit einem kleinen Verbrennungsmotor als Zusatzantrieb geben - während die Bundesregierung bis dahin mit 1 Mio. Elektroautos alleine in Deutschland rechnet. Selbst wenn viele Autobauer 2010 schon erste Elektoautos anbieten werden, würde der Verkauf laut McKinsey zunächst schleppend verlaufen, da die neue Batterietechnik immens teuer sei und die Infrastruktur zum Laden von E-Autos fehle. Außerdem käme es bei der Stromerzeugung zu einem hohen CO2-Ausstoß. Eine bessere Ökobilanz werde eher über die Optimierung der Verbrennungsmotoren erreicht. Der CO2-Ausstoß neuer Autos könne so von 170 Gramm je Kilometer im Jahr 2008 auf 95 Gramm im Jahr 2030 gesenkt werden.
Quelle: FTD.de vom 02.04.2009

Technologien treiben den Bedarf nach High-Tech-Rohstoffen
In einer Studie im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie wurden knapp 100 Zukunftstechnologien dahingehend analysiert, welche Rohstoffe für sie in welcher Menge voraussichtlich im Jahr 2030 benötigt werden.
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Zukunft der Arbeitswelt 2030
In 15 Jahren werden Dienstleistungstätigkeiten wahrscheinlich einen Anteil von 85 bis 90% der Stellen ausmachen. Um sie gut ausfüllen zu können, benötigen Mitarbeiter laut Prof. Christian Dormann von der Universität Mainz Emotionskontolle (Fähigkeit zur Regulation der eigenen Gefühle) und Selbstmanagement (Übernahme von Verantwortung, Setzen eigener Ziele, Treffen von Entscheidungen). Die Aufgaben würden zu komplex, als dass Vorgesetzte noch alles kontrollieren könnten; die Mitarbeiter brauchen also große Freiräume. Diese Fähigkeiten werden in durchorganisierten BA-Studiengängen aber nicht vermittelt und in deutschen Betrieben zu wenig gefördert. Nur wer sie habe, könne aber auf Dauer psychisch gesund bleiben.
Quelle: idw-online.de vom 17.03.2009

Lohn der Angst
Rund 130 Mrd. $ wurden 2007 mit Sicherheitsdienstleistungen und -techniken verdient - im Jahr 2015 werden es laut einer Studie des Hamburgischen WeltWirtschafts-Instituts (HWWI) und der Berenberg Bank fast doppelt so viel sein. Schlüsseltechnologien sind "biometrische Sensorsysteme und Sensoren, unbemannte Fahrzeuge sowie die Authentifizierung von Personen." Zunehmend werden Wohnungseigentümer, Mitarbeiter von Unternehmen und Besitzer von PCs, Handys usw. anhand biometrischer Muster identifiziert. Der 3D-FastPass von L-1 Identity Solutions kann Menschen auch mit Abstand anhand von 40.000 Datenpunkten am Körper erkennen. Wohlhabende in Mittel- und Südamerika lassen sich Funk-Chips einpflanzen, um nach einer Entführung wieder gefunden zu werden.
Quelle: sueddeutsche.de vom 10.03.2009

Ölpreis von 200 Dollar in drei bis fünf Jahren möglich
Laut Ronald Stöferle, Öl-Analyst der Erste Group, sei das Fördermaximum außerhalb des OPEC-Kartells und vermutlich auch bei sechs OPEC-Staaten bereits überschritten. Auf dem derzeitigen Preisniveau seien neue Funde nicht mehr rentabel erschließbar. Deshalb würden Investitions- und Explorationsprogramme aufgeschoben. Hinzu käme, dass private Öl-Konzerne in der Vergangenheit ihre Gewinne nicht für Exploration und Förderung, sondern für Aktienrückkäufe oder Dividenden verwendet hätten. Bei einer konjunkturellen Erholung würde es rasch zu einer Ölknappheit und rasant steigenden Preisen kommen.
Quelle: derstandard.at vom 17.02.2009

Weltweiter Energieverbrauch steigt bis 2030 um 45 Prozent
Dies erwartet die Internationale Energie-Agentur - trotz Weltwirtschaftskrise. China und Indien werden ihren Energieverbrauch mehr als verdoppeln. Der Stromverbrauch wird weltweit um knapp 80% zunehmen. Die wichtigsten Energiequellen werden Öl, Kohle und Gas sein; bei erneuerbaren Energien werden keine markanten Anstiege erwartet.
Quelle: fair-news.de vom 10.02.2009

Klimakrise als Motor für die Baukonjunktur
Die Deutsche Bank (DB) Research prognostiziert, dass die Baubranche bis 2030 jedes Jahr Aufträge im Wert von 3-10 Mrd. Euro für die energetische Sanierung von Wohngebäuden erhalten wird. Dazu kämen Aufträge für den Einbau von effizienteren Heizungen und von Solaranlagen. Hiervon dürften vor allem kleinere Unternehmen profitieren. Wie hoch das Auftragsvolumen letztlich ausfalle, hänge aber von den (zukünftigen) gesetzlichen Anforderungen an die Energieeffizienz von Gebäuden und von den staatlichen Fördermitteln ab. Ferner werden Gewerbeimmobilien, Schulen oder Krankenhäusern energetisch zu sanieren sein. Zudem werden Wetterextreme und die von ihnen verursachten Bauschäden zunehmen, sodass mehr Aufräum- und Reparaturarbeiten anfallen werden. So beschere der Klimawandel der Baubranche bis 2030 zusätzliche 340 Mrd. Euro Umsatz.
Quelle: nachrichten.finanztreff.de vom 07.02.2009

Die größte Systemtransformation der Geschichte
Weltweit gesehen, geht laut Prof. Fredmund Malik, Verwaltungsratspräsident des Management Zentrums St. Gallen, die Entwicklung hin zu einer Gesellschaft, deren wichtigstes Merkmal ihre extreme Komplexität ist - der "Komplexitätsgesellschaft". Sie wurde durch die Globalisierung beschleunigt. Auf herkömmliche Weise können hyperkomplexe und ultradynamische Systeme nicht verstanden werden, wie z.B. der Kollaps des Risikomanagements in den Banken oder die negativen Folgen von rein am Aktienkurs und an kurzfristigen Gewinnen orientierte Unternehmensstrategien beweisen. Statt dessen würden kybernetische Regulierungssysteme zur Steuerung der Märkte benötigt. "Würden zum Beispiel die Automobilunternehmen dieselben Funktionsprinzipien auch auf sich selbst anwenden, die sie in ihren intelligenten Autos verwenden, wäre bereits ein Neuanfang gemacht." Auch die Politik müsse sich von dem Parteienkalkül befreien und Lösungsvorschläge für Probleme nur danach beurteilen, ob sie richtig oder falsch sind. Da die Zukunft in der Wissensgesellschaft liegt, müssten auch die brachliegenden Leistungspotentiale aktiviert werden: Intelligenz, Kreativität und relevante Information werden aufgrund der weit verbreiteten Resignation und Demotivation zu wenig genutzt.
Quelle: faz.net vom 23.01.2009

Deutschland braucht jährlich bis zu 400 000 neue Wohnungen
Laut dem Eduard Pestel Institut werden zu wenig Wohnungen gebaut. Die Folge: kaum bezahlbare Mieten und fehlende altersgerechte Wohnungen. Pro Jahr müssten bis 2025 durchschnittlich 200.000 bis 250.000 Wohnungen erstellt werden, um den Bedarf zu decken. Dazu kämen weitere 150.000 bis 200.000 Wohnungen als Ersatz für nicht sanierungsfähige Wohnungen der 1950er-, 60er- und 70er-Jahre.
Quelle: welt.de vom 13.01.2009

Die Designwirtschaft
Inzwischen gibt es die ersten 3-D Drucker ("Fabber"), die Gegenstände herstellen, indem sie nach einem vorgegebenen Design Schicht auf Schicht aufeinander drucken und dabei die in den Druckerpatronen vorhandenen Pasten, Puder oder flüssigen (Kunst-) Stoffe nutzen. Fabber können bereits Bürostühle, Skulpturen, Knochenimplantate - und sich selbst - herstellen. Das billigste Gerät (Fab@Home) kostet derzeit nur 2.400 $ (zerlegt). Erwartet wird, dass in ca. 20 Jahren die meisten Privathaushalte 3-D Drucker haben und damit Kleidung, Spielsachen, Ersatzteile, Modeschmuck u.a. selbst herstellen. Die Designs können entweder gekauft (z.B. schon jetzt bei der Firma Ponoko) oder mit Hilfe von CAD/CAM Software erstellt werden. Im letztgenannten Fall können ganz individuelle Produkte hergestellt werden. Selbst wenn die Druckerpatronen relativ teuer sein sollten, könnte doch viel Geld gespart werden, weil weniger Material und Energie benötigt werden (z.B. keine Verpackung, kein Transport). Auch Menschen in ärmeren Länder könnten Gegenstände billig mit 3-D Druckern herstellen - oder Designs liefern. Firmen, die mit Fabbern relativ leicht herstellbare Produkte vertreiben, werden jedoch Verlierer dieser Entwicklung sein.
Quelle: The Futurist Januar/Februar 2009, S. 42-47

Müssen die Prognosen revidiert werden?
Bis vor kurzem glaubte man, dass China, Indien, Russland und andere Schwellenländer auf dem Wege seien, die bisherigen Wirtschaftsmächte abzulösen. Die Wirtschaftskrise zeigt jedoch, dass sie viel anfälliger reagieren als die USA und Westeuropa. So stürzten nicht nur die Währungskurse ab (im Gegensatz zum US $), sondern auch die Aktienkurse. Während in den USA die Kurse um etwa 40% sanken, fielen sie in Russland um über 70%, in China und Indien um jeweils 62% und in Brasilien um 59%. In China stehen schon 3.000 Fabriken vor der Insolvenz; 3 Mio. Arbeiter haben bereits in den Küstenregionen ihren Arbeitsplatz verloren. Iran und Russland erleben aufgrund des Verfalls der Energiepreise schwere Wirtschaftskrisen. Laut der Weltbank dürfte sich das Wachstum der Schwellenländer 2009 auf 4,5% abschwächen; rund 70 Mio. Menschen würden wieder verarmen. Nach dem World Economic Forum in Davos kann die USA hingegen auch im kommenden Jahrzehnt im internationalen Konkurrenzkampf mithalten. So ist sie bei Zukunftstechnologien wie der Mechatronik oder Nanotechnologie führend. Auch gibt sie 2,6% des Bruttoinlandsproduktes für Hochschulen aus; Europa im Durchschnitt nur 1,2 und Japan 1,1%.
Quelle: welt.de vom 31.12.2008

Systematische Zukunftsarbeit macht Mittelständler erfolgreicher
Setzen Unternehmen Szenarien, Road Maps oder andere Werkzeuge der Zukunftsforschung ein, erreichen sie laut der von Z_punkt durchgeführten Initiative "Corporate Foresight im Mittelstand" einen höheren Innovationsgrad: Sie entwickeln eher radikal neue Produkte und Geschäftsmodelle, anstatt Herkömmliches nur zu verbessern. Positiv wirke sich ein klares Zukunftsbild, die Fokussierung auf dauerhafte Entwicklungen und die Festlegung klarer Verantwortlichkeiten für die Sammlung und Auswertung zukunftsrelevanter Informationen aus. Auch sollten möglichst viele Mitarbeiter an Corporate Foresight beteiligt werden.
Quelle: doit-online.de vom 16.12.2008

Biomasse wird in der EU zur Massenware
In den kommenden Jahrzehnten dürften in Europa weniger Erdöl und Kohle importiert werden, dafür aber mehr Holzpellets. Während 2000 überhaupt noch keine Pellets eingeführt wurden, wird es 2010 schon 5 Mio. Tonnen Importpellets geben. 2025 sollen allein in Rotterdam bis zu 20 Mio. Tonnen Pellets angeliefert werden.
Quelle: derstandard.at vom 04.12.2008

Russland und China im Strudel der Finanzkrise
In China ist das Wirtschaftswachstum unter 10% gefallen und wird im nächsten Jahr nur noch 7,5% betragen. In Russland könnte die Wachstumsrate 2009 sogar unter 2% fallen. China hat deshalb ein Konjunkturprogramm von 460 Mrd. Euro aufgelegt und will statt des Exports (wie bisher) nun vor allem die Binnennachfrage stärken. Russland hat Währungsreserven bereit gestellt, um den Rubel zu stützen.
Quelle: derwesten.de vom 30.11.2008

Einheitlicher europäischer Luftraum spart Geld
Belgien, Deutschland, Frankreich, Luxemburg, die Niederlande und die Schweiz wollen sich an einem gemeinsamen europäischen Luftraum beteiligen. So soll die Flugsicherung nicht mehr entlang der Landesgrenzen, sondern entsprechend der Verkehrsströme organisiert werden. Damit könnte die vorhergesagte Verkehrszunahme um 50% bis 2018 besser bewältigt werden. Die CO2-Emissionen würden infolge direkterer und damit kürzerer Flugwege um rund 220 kg pro Flug zurückgehen. Bis 2025 wird mit Einsparungen von rund 7 Mrd. Euro gerechnet.
Quelle: tagesanzeiger.ch vom 20.11.2008

Landwirtschaftliche Produkte werden teurer
Laut einer Studie von OECD und FAO werden von 2008 bis 2017 vermutlich die Preise für Rinder- und Schweinefleisch um 20%, von Zucker um 30%, von Weizen und Mais um 40-60%, von Butter und Ölsaaten um bis zu 60% und von Pflanzenölen um bis zu 80% ansteigen. Immer mehr Lebensmittel werden in Schwellenländern produziert werden; in armen Ländern werden immer mehr Menschen bis zu 50% ihres Einkommens für die Ernährung ausgeben.
Quelle: Future Survey vom 11.11.2008

Gigantische Leerstandswelle befürchtet
Laut den sieben ostdeutschen Mitgliederverbände im Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen müssten aufgrund des Bevölkerungsrückgangs bis 2020 im Ostteil des Landes bis zu 1,4 Millionen leerstehende Wohnungen abgerissen werden. Deshalb wurde eine staatliche Förderung des Rückbaus von 60 Euro je Quadratmeter Wohnfläche gefordert.
Quelle: faz.net vom 27.10.2008

Zunehmende Erwerbsbeteiligung kompensiert demografischen Effekt
Das Angebot an Arbeitskräften wird laut einer DIW-Studie aufgrund der zunehmenden Erwerbsbeteiligung von Älteren und Frauen bis zum Jahr 2025 weitgehend konstant bleiben. Bis 2050 dürfte dann die Zahl der Erwerbspersonen mit dem Ausscheiden der "Baby-Boomer" aus dem Arbeitsmarkt von rund 43 Mio. auf knapp 34 Mio. zurückgehen.
Quelle: BildungsSpiegel.de vom 01.10.2008

Erhebliche Wirtschaftsprobleme: düsteres Bild vom Osten
Knapp zwei Jahrzehnte nach der Wiedervereinigung sind Wirtschaft und Arbeitsmarkt in den neuen Ländern deutlich schlechter entwickelt als in Westdeutschland. Laut dem Bericht zur Deutschen Einheit lag die Wirtschaftsleistung pro Einwohner 2007 bei rund 70% des Westens. Die Arbeitslosigkeit ist mit 12,7% mehr als doppelt so hoch. Viele Regionen verlieren massiv an Einwohnern - die Bevölkerungszahl in ländlichen Gebieten wird bis 2025 um mehr als 20% abnehmen. Eine Angleichung der Lebensverhältnisse ist frühestens innerhalb der nächsten zehn Jahre möglich, falls z.B. die im kommenden Jahr auslaufenden Investitionszulagen bis 2013 verlängert werden.
Quelle: n-tv.de vom 24.09.2008

Ifo warnt vor Vergreisung deutscher Firmen
Als Folge der Bevölkerungsentwicklung in Deutschland werden die Belegschaften immer älter werden. So wird die Zahl der Erwerbsfähigen im Alter zwischen 20 und 30 Jahren bis 2030 voraussichtlich um rund 2,5 Mio. auf nur noch 7,4 Mio. zurückgehen. Ihnen werden voraussichtlich ca. 15,9 Mio. Personen im Alter zwischen 50 und 65 Jahren gegenüber stehen. Wenn die Innovationskraft der Unternehmen erhalten bleiben soll, muss laut Ifo mehr in die Weiterbildung für Ältere investiert werden. Beispielsweise könnte man selbst 50-Jährigen noch ein Studium ermöglichen.
Quelle: FTD.de vom 01.09.2008

Frauen und Akademiker: Hoffnungsträger für ein vitales Gründungsgeschehen
Damit die Anzahl der Unternehmensgründungen in Deutschland auch im Jahre 2050 auf ähnlich hohem Niveau wie heute rangiert, müsste sich in den nächsten 42 Jahren der Anteil der Frauen, die den Schritt in die Selbständigkeit wagen, um sechs Prozentpunkte erhöhen und die Anzahl der Hochschulabsolventen müsste um zehn Prozentpunkte ansteigen. Passiert dies nicht, ist ein deutlicher Rückgang des Gründungsgeschehens in Deutschland absehbar. Denn aufgrund des demografischen Wandels wird die Gruppe der Erwerbspersonen, aus der die meisten Gründerpersönlichkeiten hervorgehen - die Gruppe der 30- bis 45-Jährigen - schrumpfen und sich somit die Gründungsdynamik verlangsamen. Dies hätte voraussichtlich sinkende Beschäftigungszahlen und eine geringere Innovationskraft der gesamten Volkswirtschaft zur Folge. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim... In den vergangenen Jahren wurden im Durchschnitt etwa 250.000 Unternehmen pro Jahr gegründet. Aufgrund des demografischen Wandels würde diese Zahl bis 2050 bei ansonsten unveränderten Rahmenbedingungen auf rund 195.000 zurückgehen.
Quelle: Auszug aus der ZEW-Pressemitteilung vom 04.08.2008

Kabinett beschließt Masterplan gegen Verkehrsinfarkt
Bis 2025 soll der Güterverkehr auf der Straße um 70% zunehmen. Um den drohenden Verkehrsinfarkt abzuwehren, hat das Kabinett ein umfassendes Maßnahmenpaket geschnürt. So sollen die Baustellen-Zeiten verkürzt, Verkehrsleitsysteme ausgebaut, die Maut-Regeln verschärft und mehr Überholverbote für Lastwagen vorgesehen werden.
Quelle: focus.de vom 16.07.2008

Fachgeschäfte klar im Vorteil
Auf der SÜFFA 2008 werden neue Trends im Fleischerfachgeschäft aufgezeigt. So wird eine neue Hinwendung zum Fachgeschäft und zur Bedientheke erwartet, da der Genuss für immer mehr Menschen fester Lebensbestandteil werde. Handwerklich hergestellte Lebensmittel würden sich hervorragend eignen, um persönliches Wohlbefinden, Fitness und innere Balance herzustellen. So könnten neue computergestützte Ladenwaagen auch die Nährwertangaben von Produkten einblenden. Nach dem Discounterboom würde wieder die Nachfrage nach der Wurst vom Metzger oder dem Brötchen vom Bäcker zunehmen. Der Wunsch nach Luxusgenuss würde sich beispielsweise bei "Cook and Chill"-Fertiggerichten zeigen, die frisch zubereitet sind und auch so schmecken. Auch würden vermehrt regional erzeugte Produkte nachgefragt - und Fleischerfachgeschäfte verarbeiten und vermarkten Fleisch von Tieren aus der "Heimat". Je mehr das industrielle Wirtschaften und das Profitstreben der Großmärkte in Misskredit geraten, umso mehr kann das Handwerk von den von ihm verkörperten traditionellen Werten wie Gemeinsinn, Ehrlichkeit, Anstand und Benehmen profitieren. Erfolg versprechend seien eine Kombination aus besonderer Kundennähe, einenm guten Service, demonstrierter Frische, gesunden Lebensmitteln, Angeboten mit hohem Grad an Convenience und komfortablen Verzehrmöglichkeiten.
Quelle: meat-n-more.info vom 23.06.2008

China auf dem Weg zum Gipfel
Mit jährlichen Steigerungsraten von rund 10% ist China inzwischen die drittgrößte Wirtschaftsmacht geworden. Eine UN-Kommission berechnete, dass 2006 ein Drittel des weltweiten Wachstums auf die Volksrepublik entfiel. Produktion und Ausfuhr von Billigprodukten spielen eine immer geringere Rolle - inzwischen sind mehr als 50% der chinesischen Exporte Investitionsgüter. Die größte Bedeutung für die Ausfuhr haben Maschinen, elektronische Produkte und Textilien. In den letzten 30 Jahren stiegen die Pro-Kopf-Einkommen von 300 auf rund 2.000 US-Dollar. Laut McKinsey werden sich die verfügbaren Mittel städtischer Haushalte von 2005 bis 2025 verfünffachen.
Quelle: Welt.de vom 22.06.2008

Die Asiaten sind eine Riesen-Chance für uns
Laut Stephan Scholtissek, Deutschland-Chef der weltweit größten Unternehmensberatung Accenture, werden die Inder oder Chinesen in Zukunft billige Autos nach Deutschland liefern - und dafür hochwertige Fahrzeuge importieren. So verkaufte z.B. Audi vom Mittelklasse-Modell A6 mehr PKW in China als in Deutschland. Dort ist die Mittelschicht auf 80 Mio. Menschen gewachsen. Im Jahr 2020 werden es wahrscheinlich sogar 700 Mio. sein - mehr als in Amerika und Europa zusammen. Zwei Drittel aller neuen Jobs werden in Asien entstehen, und zwar vor allem höherwertige und gut bezahlte. Diese Arbeitnehmer seien bereit, für deutsche Premium-Produkte einen erheblichen Aufpreis zu zahlen. Aber auch deutsche Produkte außerhalb der Luxus-Klasse könnten in Asien einen Absatz finden. Beispielsweise wird der Spirit-Computertomograf von Siemens in China gebaut und vertrieben, aber auch von deutschen Krankenhäusern gekauft. Das sichert Siemens-Jobs in Forschung, Marketing und Vertrieb. Und Infineon hat einen Chip für Billig-Handys herausgebracht, der in Asien hergestellt wird, aber von deutschen Ingenieuren entwickelt wurde.
Quelle: div-blickpunkt.de, ohne Datum

Zunehmende Kaufkraft in den Schwellenländern
Derzeit entspricht die Kaufkraft der E-7-Länder (China, Indien, Brasilien, Russland, Indonesien, Mexiko, Türkei) 65% der Kaufkraft der G-7-Staaten (USA, Japan, Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Italien und Kanada); 2050 wird sie doppelt so groß sein. Das BIP in den E-7-Länder wird im Durchschnitt mit 6,4%/Jahr deutlich schneller wachsen als dasjenige der G-7-Staaten mit 2%. Aber auch andere Schwellenländer hätten hervorragende Wachstumschancen, meint PricewaterhouseCoopers, z.B. Vietnam (9,8% reales Wachstum) und Nigeria (8,0%). China werde die USA voraussichtlich bereits im Jahr 2025 als global führende Wirtschaftsmacht ablösen. Indien könnte bis 2050 den dritten Platz und Brasien den vierten Platz einnehmen. Europäische Einzelhandelsunternehmen, Dienstleistungsunternehmen aus dem Energiemarkt und solche aus der Gesundheits- und Medienbranche könnten sich neue Geschäftsstandorte in Schwellenländern erschließen. Hersteller von Massenwaren und Unternehmen mit hohem Energie- und Rohstoffverbrauch gingen hingegen schwierigen Zeiten entgegen.
Quelle: Swiss-Press.com vom 02.04.2008

Weiter steigende Preise für Agrarrohstoffe?
Da die Vorräte vieler Agrarrohstoffe auf historische Tiefs gesunken sind, immer häufiger extreme Wetterereignisse die Ernte beeinträchtigen, das Wasser knapp wird, die Weltbevölkerung immer weiter wächst, mehr Menschen Fleisch essen und immer mehr Biosprit produziert wird, steigen die Preise vieler Agrarrohstoffe. Dieser Trend könnte sich bis 2050 fortsetzen. Allerdings hat bisher eine effizientere Produktion die steigende Nachfrage wettmachen können, und in Zukunft könnten gentechnisch veränderte Pflanzen höhere Erträge bringen - auch in Regionen, in denen sie bisher nicht angebaut werden konnten. Laut der Deutschen Bank würden bisher nur 1,6 Milliarden Hektar von etwa vier Milliarden für die Landwirtschaft geeigneten Hektar genutzt. Effizienzgewinne und neue Anbaugebiete könnten den Trend steigender Agrarpreise bremsen.
Quelle: FTD.de vom 25.03.2008

Positiver wirtschaftlicher Ausblick für Vietnam bis 2050
Die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft Pricewaterhouse Coopers (PwC) erwartet bei den Schwellenländern das stärkste Wachstum mit im Schnitt jährlich 9,8% in Vietnam. Auch in der Landeswährung wäre Vietnam nach dieser Studie mit 6,8% auf dem Spitzenplatz.
Quelle: Handelsblatt.com vom 11.03.2008

BMBF-Wettbewerb Gesundheitsregionen der Zukunft
Die Gesundheitswirtschaft ist mit rund 4,3 Mio. Menschen die größte Wirtschaftsbranche in Deutschland. Nach Schätzungen des Instituts für Arbeit und Technik in Gelsenkirchen könnten bis zum Jahr 2020 bis zu 800.000 zusätzliche Arbeitsplätze in der Gesundheitswirtschaft entstehen. Deren Rolle als Wachstumsmarkt mit einer sehr hohen Exportquote wurde bislang nur wenig wahrgenommen. Obwohl in Deutschland die Gesundheitswirtschaft entlang der Wertschöpfungskette traditionell stark in Forschung, Entwicklung und Verwertung innovativen Wissens fragmentiert ist, werden mittlerweile in einer wachsenden Zahl von Gesundheitsregionen integrative Ansätze verfolgt. Der BMBF-Wettbewerb "Gesundheitsregionen der Zukunft" setzt an dieser Stelle an und will existierende und entstehende Gesundheitsregionen bei ihrer Profilbildung unterstützen. Ziele des Wettbewerbs sind die Erschließung der Potenziale einer Region für Innovationen im Gesundheitswesen durch Forschung und Entwicklung, die nachhaltige Stärkung der regionalen Wertschöpfungsketten in der Gesundheitswirtschaft und die Verbesserung der Gesundheitsversorgung durch Steigerung von Qualität und Effizienz von Prozessen im gesamten Bereich der Gesundheitswirtschaft. Im Ergebnis soll der Wettbewerb aufzeigen, wie Verschränkungsprozesse zwischen Dienstleistungen und Gesundheitsversorgung sowie der Health Care Industrie (Pharmazeutische Industrie, Medizintechnik und Biotechnologie) optimal gestaltet und wie durch die Kooperation regionaler Partner prozess- und produktorientierte Innovationen im Gesundheitswesen angestoßen werden können.
Quelle: http://www.gesundheitsforschung-bmbf.de/de/1845.php

Druck aus China - die Zukunft der Automobilindustrie
Laut dem Asienkenner Frank Sieren steht der Siegeszug der Chinesen in der Automobilbranche kurz bevor. Jahrelang hätten ihnen vor allem die Deutschen gelehrt, wie man Autos baut. Nun tun die Chinesen dies immer häufiger in eigenen Fabriken: Im Jahr 2004 hatten die chinesischen Hersteller im eigenen Land einen Marktanteil von 10,5%; heute liegt er schon bei 25% - ebenso viel wie alle europäischen Hersteller zusammen. In wenigen Jahren wird wahrscheinlich der "Weltvolkswagen" aus China kommen - schon jetzt werden von dort aus viele Autos in die Entwicklungsländer Asiens, Afrikas und Südamerikas exportiert. Die günstigen und robusten chinesischen PKW sind leicht zu reparieren. Deutsche Firmen wie VW, Opel, Ford, BMW oder Daimler-Chrysler haben hingegen in diesen Ländern mit Problemen zu kämpfen, da deren Autos zu kompliziert und zu teuer sind. Sie könnten in Zukunft weitere Marktanteile verlieren. Allerdings könnten viele mittelständische Zuliefererbetriebe vom Boom in China profitieren - vor allem falls es zu dem prognostizierten steilen Anstieg der chinesischen Investitionen in Deutschland kommen sollte.
Quelle: OPPT.de vom 17.01.2008

Öl oder Wasser - was versiegt zuerst?
Heute werden weltweit 86 Millionen Fass Rohöl pro Tag verbraucht; in 30 Jahren werden es doppelt so viel sein. Die Hälfte der steigenden Nachfrage kommt aus Indien und China. Seit 2004 ist China mit 10% des Weltverbrauchs zweitgrößter Konsument nach den USA. Die bekannten Erdöl-Reserven haben sich seit 1980 verdoppelt, liegen aber oft an unzugänglichen Orten oder lassen sich schlecht fördern.
Aber auch der Wasserverbrauch steigt dramatisch an - doppelt so schnell wie die Weltbevölkerung. Der Pro-Kopf-Verbrauch liegt in den Industrieländern zwischen 5.000 und 8.000 Litern. Viele Länder förderten in großem Umfang Wasser aus fossilen Quellen - in Saudi-Arabien, Australien und Spanien sind diese schon erschöpft. Wasser könnte schneller als Öl aufgebraucht werden - insbesondere wenn mehr Biokraftstoffe produziert würden: Die Herstellung von nur einem Liter Bioethanol benötigt 4.560 Liter Wasser. Indien und China müssen schon Getreide importieren, weil das Wasser für den Anbau fehlt.
Quelle: FAZ.net vom 15.01.2008

84 Prozent mehr Lkw-Verkehrsleistung bis 2025 prognostiziert
Laut einer neuen Studie des Bundesverkehrsministeriums wächst der Lkw-Verkehr in Deutschland schneller als angenommen. So werde die Fahrleistung bis 2025 um 40% und die Verkehrsleistung (beförderte Tonnen mal zurückgelegte Wegstrecke) um 84% steigen. Die Kohlendioxidemissionen werden um 19% auf 57 Millionen Tonnen zunehmen.
Quelle: ORF.at vom 07.01.2007

Festanstellung war einmal
Der Wirtschaftspublizist Günter Ogger prognostiziert in seinem neuen Buch "Die Abgestellten", dass das Zeitalter der Festangestellten mit Kündigungsschutz, Tarifgehalt und Extraleistungen wie Betriebsrente zu Ende gehe. Zwei Millionen Arbeitnehmer wären seit 1990 entlassen worden; jeder zweite Büroarbeitsplatz sei z.B. durch Fachkräfte in Fernost oder flexible Leiharbeiter gefährdet. Der Anteil der Festangestellten an allen Beschäftigten werde bis 2050 von jetzt 77% auf bis zu 30% sinken. Die Zukunft werde risikoreicher sein: Immer mehr Menschen müssten Teilzeitjobs oder befristete Stellen annehmen oder Freiberufler werden.
Quelle: Welt.de vom 09.12.2007

EU versucht in Afrika an Boden zu gewinnen
In den letzten Jahren ist die EU beim Wettlauf um die Ressourcen Afrikas gegenüber China und den USA ins Hintertreffen geraten: Beispielsweise besuchte der chinesische Präsident Hu 2006 17 afrikanische Länder und gewährte dem Kongo einen Kredit von 5 Mrd. $. Die Bemühungen um die Gunst der afrikanischen Staaten haben sich gelohnt: Beispielsweise deckt China bereits 32% seines Erdölbedarfs in Afrika. Natürlich sind auch europäische Länder wie Frankreich in Afrika politisch aktiv, können aber mit China und den USA nicht mithalten. Deshalb wird die EU nach dem ersten Afrika-Gipfel im Jahr 2000 nun einen zweiten in Lissabon durchführen. Neben Themen wie Migration, Frieden, Sicherheit, Demokratie und Menschenrechte wird es auch um den Handel gehen. Noch ist die EU mit 215 Mrd. EUR (2006) Afrikas größter Handelspartner...
Quelle: Die Presse vom 06.12.2007

Atomstrom-Anteil wird weiter zurückgehen
Laut einer von den Europäischen Grünen in Auftrag gegebenen Studie hat die Zahl der weltweit in Betrieb befindlichen Atomkraftwerke abgenommen: in den letzten fünf Jahren um 5 auf 439 AKW. Derzeit sind 12 Reaktoren in Bau. Gegenwärtig werden 16% der Energie weltweit durch Atomkraft erzeugt. Um den Status Quo aufrecht zu erhalten, müssten 192 Reaktoren bis zum Jahr 2025 errichtet werden. Das sei aufgrund der langen Vorlauf- und Bauzeiten nicht möglich; zudem würden in den kommenden Jahren viele alte AKW geschlossen.
Quelle: derStandard.at vom 21.11.2007

Golf-Emirate wollen in die erste Liga
Ob Studium, Operationen, Einkauf oder Museumsbesuch: Die Elite des Orients soll dafür nicht mehr nach Europa oder in die USA reisen müssen. Die Vereinigten Arabischen Emirate haben das "Dubai Knowledge Village" mit 20 Zweigstellen internationaler Hochschulen geschaffen, die das Studieren im Westen überflüssig machen sollen. Heute gibt es knapp 10.000 Studenten; 25.000 sollen es werden. Für Freizeit und Shopping bieten die Emirate nahezu alles, was lange nur im Westen zu finden war: riesige Shopping-Centers, moderne Luxushotels, Ski- und Rodelbahnen, hervorragende Dienstleistungen, edle Restaurants und demnächst sogar eine Formel-1-Strecke. Dubais Fluggesellschaft Emirates will spätestens 2012 der größte Anbieter von Langstreckenflügen sein. Die Healthcare City, die 350 Kliniken, Praxen und Krankenhäuser neben Schönheitsfarmen, Wellnesszentren und Fünfsternehotels umfassen wird, soll einmal 35.000 Patienten versorgen. In Abu Dhabi soll ab 2012 Kunst und Kultur auf Weltniveau angeboten werden: Vorgesehen sind neben Theater- und Konzertgebäuden auch Zweigstellen des Guggenheim-Museums und des Louvre. Drei Millionen Besucher werden erwartet. "Die Emirate sind ein Beispiel dafür, dass auch Araber eine Vision haben und sie brillant umsetzen können", sagte ein Investmentbanker in Dubai.
Quelle: Welt.de vom 11.11.2007

Der Fachkräftemangel nimmt zu
Nach einer Umfrage des Hamburger Marktforschungsinstituts Psephos haben 59% aller Unternehmen derzeit freie Stellen, für die sie keine geeigneten Bewerber/innen finden. Da Aufträge liegen bleiben, büßten 12% von ihnen bis zu 5% Jahresumsatz ein, weitere 12% bis zu 10% und jedes 20. Unternehmen sogar mehr als 10%.
Bundesweit blieben 2006 nach einer Umfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) 48.000 Ingenieurstellen unbesetzt. Alleine der Maschinenbau könnte rund 10.000 Stellen zusätzlich schaffen, wenn es mehr Fachkräfte gebe. Der deutschen Volkswirtschaft entgingen auf diese Weise jährlich mindestens 3,5 Milliarden Euro an Wertschöpfung.
Ferner sei problematisch, dass die Qualität der Bewerber/innen um Ausbildungsplätze sinke: Einer Erhebung des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) zufolge verfügt ein Viertel aller Schulabgänger nicht über ausreichende Kenntnisse im Rechnen und Schreiben. Beim gerade veröffentlichte OECD-Bildungsbericht rutschte Deutschland im weltweiten Vergleich von Rang 10 auf Rang 22 ab. Da das Angebot an Arbeitskräften demografisch bedingt abnimmt, seien große Anstrengungen notwendig, um alle jungen Menschen (besser) zu qualifizieren.
Quelle: WirtschaftsWoche Heft 44 vom 31.10.2007

Ostseehäfen platzen aus den Nähten
Laut der Seeverkehrsprognose 2025 der Bundesregierung werden die Häfen Rostock und Lübeck in etwa 15 Jahren gemeinsam den Tonnageumschlag haben wie heute der Hafen Hamburg. In Rostock wird der Umschlag von 23 Mio. Tonnen auf knapp 60 Mio. Tonnen steigen.
Quelle.: MVregio.de vom 18.10.2007

Nord/LB sieht Herausforderungen für Handelsimmobilien
Die schrumpfende und gleichzeitig alternde Bevölkerung wird direkte negative Auswirkungen auf den Umsatz haben und zu einer anderen Nachfragestruktur führen. So sinke laut der Nord/LB mit zunehmendem Alter aufgrund des geringeren Einkommens das Konsumniveau, während sich gleichzeitig die Ausgaben z.B. in Richtung Gesundheit verlagern würden. Die Stadt Duisburg hätte mit 46.000 qm die meiste überflüssige Einzelhandelsfläche, gefolgt von Berlin (42.000 qm), dem Landkreis Göttingen (39.000 qm), dem Landkreis Recklinghausen (35.000 qm) und der Stadt Essen (30.000 qm). Hingegen bestehe noch ein Bedarf im Landkreis Rhein-Sieg (51.000 qm), in Hamburg (34.000 qm), im Landkreis München (33.000 qm) und in den Landkreisen Rhein-Erft und Borken (jeweils 31.000 qm). Für Einzelhandelsimmobilien seien in der Zukunft lange Wege aufgrund der eingeschränkten Mobilität nachteilig. Deshalb sei bei den großen Einzelhandelsketten schon jetzt ein Trend zurück in die Innenstadt festzustellen. Zudem werden neben der reinen Warenpräsentation auch immer mehr gastronomische Angebote und Freizeitmöglichkeiten erwartet.
Quelle: Immobilien Zeitung vom 04.10.2007

Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck setzt auf Braunkohle
Mindestens bis 2050 wird Braunkohle zur Energiegewinnung benötigt, da bis zu diesem Zeitpunkt höchstens 50% der benötigten Energie aus regenerativen Quellen erzeugt werden können. Allerdings darf ab 2020 kein Kraftwerk mehr ohne moderne CO2-Abscheidung in Betrieb gehen. Nach Plänen des Energiekonzerns Vattenfall sollen im Spree-Neiße-Kreis weitere 700 Mio. Tonnen Braunkohle gefördert werden.
Quelle: ad-hoc-news.de vom 21.09.2007

Neue Anforderungen an die Jobs von heute und morgen
"Wissensarbeiter" und Führungskräfte fühlen sich zunehmend durch IT belastet: Sie verbringen mehrere Stunden pro Woche mit dem Sichten und Beantworten von E-Mails, die zudem im Verlauf des ganzen Tages eintreffen und immer wieder den Arbeitsfluss unterbrechen. Aber auch bei anderen Berufen stellt die zunehmende Informationsüberflutung immer größere Anforderungen an das Wissensmanagement. Selbst bei Berufen wie der des Automechanikers werden zunehmend Elektronik- und IT-Kenntnisse sowie ein Grundvokabular in Englisch benötigt, da viele Programme in dieser Sprache abgefasst sind.
Die von Arbeitnehmern verlangte und von ihnen vielfach auch gewünschte Flexibilität bei den Arbeitszeiten wird in Zukunft noch größer werden. Von ihnen wird immer mehr Kreativität verlangt werden. Hier kann sich positiv auswirken, wenn möglichst unterschiedliche Menschen zusammenarbeiten - einer der Unterschiede mit dem größten Potenzial ist jener zwischen Jung und Alt.
Da Innovationszyklen einander immer schneller folgen - derzeit innerhalb von fünf bis sieben Jahren -, kommt dem lebenslanges Lernen eine große Bedeutung zu. Die meisten Tätigkeiten lassen sich nur noch in der Kooperation mit anderen erledigen - mit Kolleg/innen und mit anderen Unternehmen, Forschungseinrichtungen usw. Heute müsse man sein Wissen mit seinen Partnern teilen, um damit zu größeren Wertschöpfungen zu kommen. Das verlangt von der Softwareindustrie, dass sie in Zukunft einerseits durch gemeinsame Standards den Austausch von Daten erleichtert und andererseits für mehr Sicherheit in der vernetzten Welt sorgt.
Quelle: Computerwelt.at vom 22.08.2007

Indiens Wirtschaft boomt
Seit 2002 verzeichnet Indiens Wirtschaft ein durchschnittliches Wachstum von 8% pro Jahr. Wichtigster Wachstumsmotor ist der Konsum insbesondere der neuen Mittelklasse - ein knappes Fünftel der Bevölkerung. Zudem sind 50% der rund 1,15 Milliarden Inder unter 25 Jahre alt. Bereits 2025 könnte Indien das bevölkerungsreichste Land der Erde sein.
Mächtige Konzerne treten immer mehr als Konkurrenten auf den Weltmarkt auf und übernehmen auch Unternehmen im Westen - wie der Stahlkonzern Mittal Steel die Firma Arcelor. Auch die Forschungsleistung wird besser: Zum Beispiel berichtete das "manager magazin", dass indische Töchter von US-Unternehmen schon seit Jahren mehr Patente als die größte Forschungsorganisation der Welt (Bell Labs) anmelden würden.
Die Schattenseiten des Wachstums sind Inflations- und Überhitzungsprobleme. Die Geld- und Kreditmengen wachsen mit 25%, Löhne und Immobilienpreise steigen kräftig an. Außerdem fehlen intakte Straßen, Flughäfen und öffentliche Nahverkehrssysteme. Strom und Telefon funktionieren nur in Metropolen. So müssten laut der indische Regierung bis 2012 Infrastrukturprojekte mit einem Volumen von 500 Milliarden Dollar realisiert werden.
Nach Angaben der deutsch-indischen Handelskammer sind mittlerweile ca. 3.950 deutsche Firmen in Indien aktiv. Auch verlagern deutsche Unternehmen zunehmend Arbeitsplätze - vor allem im IT-Bereich - nach Indien (wo ein Software-Programmierer nur ein Sechstel dessen erhält, was in Amerika oder Europa zu verdienen ist), hinken aber den amerikanischen Firmen weit hinterher. So werden Letztere bis 2015 noch rund 3 Millionen Stellen nach Indien verlagern.
Quelle: yeald.de vom 19.07.2007

Russlands Wirtschaft soll 2050 die Deutschlands überholt haben
Russland wird im Jahr 2050 wirtschaftlich Großbritannien, Deutschland und Frankreich hinter sich gelassen haben, prognostiziert die amerikanische Investmentbank Goldman Sachs. PricewaterhouseCoopers-Experten widersprechen, da Russland vor einer Verlangsamung des Wirtschaftswachstums stehe. Russlands BIP werde 2050 bestenfalls mit dem von Frankreich vergleichbar sein. Russlands Vizepremier Sergej Iwanow ist zuversichtlich, dass das jährliche Wirtschaftswachstum nicht unter 7% liegen wird. Dadurch würde Russland bereits 2020 in die Top 5 aufsteigen.
Quelle: RIA Novosti vom 18.07.2007

Überdurchschnittliches Wachstum im afrikanischen Flugverkehr
Aufgrund des soliden Wirtschaftswachstum durch den boomenden Tourismus und des expandierenden innerafrikanischen Flugverkehrs rechnet Airbus bis zum Jahre 2025 mit einer Zunahme des Flugverkehrs um rund 5,4% pro Jahr und einer Verdopplung der afrikanischen Verkehrsflugzeugflotte auf mehr als 1.000 Maschinen.
Quelle: Focus online vom 28.06.2007

Russland will 10-12% am Flugzeugmarkt
Russlands Vize-Premier Sergej Iwanow verkündete bei einem Besuch des Woronescher Flugzeugwerkes, dass die russischen Flugzeugbauer bis 2025 ihren Anteil am Weltmarkt für Passagier- und Transportflugzeugen von 1% auf 10-12% steigern sollen. Dieses strategische Ziel erfordere bedeutende Anstrengungen und eine Modernisierung der Produktionsstätten.
Quelle: Russland-aktuell vom 20.06.2007

Güterverkehr in Deutschland wird sich bis 2050 verdoppeln
Laut einer Studie des Baseler Progtrans-Instituts habe der Güterverkehr heute nahezu ein Ausmaß erreicht, das im Bundesverkehrswegeplan 2003 erst für 2015 vorhergesagt werde. Er werde sich bis 2050 nochmals verdoppeln, wobei der Straßentransport seinen großen Vorsprung auf lange Sicht halten, die Bahn aber die höchsten Wachstumsraten verzeichnen werde.
Quelle: live-pr.com vom 08.06.2007

Trends für die Senioren von morgen
Im Jahr 2050 wird mehr als die Hälfte der deutschen Bevölkerung älter als 55 Jahre sein. Die Senioren werden laut einer Analyse der Deutschen Bank anders konsumieren als die Älteren von heute. Da sie sich jünger fühlen werden, wird auch ihr Konsumverhalten "'jünger" sein: Sie dürften mehr Geld für Unterhaltung, Wellness, Bildung, Reisen sowie Gesundheits-, Finanz- und Versicherungsleistungen ausgeben und voraussichtlich mehr in Hightech investieren. Allerdings sollten sich die Geräte leicht bedienen lassen. Auch die Automobilindustrie wird zunehmend Funktionen in Fahrzeuge einbauen, mit denen Ältere bequemer fahren: rückenfreundliche Sitze, Fahrerassistenzsysteme usw. Die Versicherungsbranche wird zunehmend spezielle Senioren-Policen verkaufen, die bei einem Unfall oder einem sonstigen Unterstützungsbedarf bestimmte Dienstleistungen finanzieren (z.B. Kochen, Einkäufe, Wäsche, Wohnungsreinigung).
Quelle: Stern.de vom 23.05.2007

Demografischer Wandel als Chance
EU-weit wird sich der Anteil der über 65-Jährigen an der Bevölkerung bis 2050 auf etwa 30% verdoppeln. Der Anteil der über 80-Jährigen wird sich im selben Zeitraum sogar auf über 11% verdreifachen.
Nach Angaben des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung geben die über 65-Jährigen in Deutschland für ihren Privatverbrauch rund 228 Milliarden Euro im Jahr aus. Bis 2020 soll der Konsum auf etwa 274 Milliarden Euro und bis 2050 auf ca. 309 Milliarden Euro klettern.
Unternehmen sollten sich auf diese wachsende Konsumentengruppe einstellen und ihre Produkte an die Bedürfnisse von Senioren angepassen. Die EU plant, im Zuge des 7. Forschungsrahmenprogramms die Entwicklung von Dienstleistungen und Gütern für ältere Menschen zu unterstützen.
Quelle: Augsburger-Allgemeine.de vom 17.05.2007

G8 - die erste Liga der Weltwirtschaft?
In der G8 sollen die acht führenden Wirtschaftsnationen der Welt vertreten sein. Aber dazu gehört ein Land wie Italien schon lange nicht mehr. Zudem sind Abschluss-Erklärungen der meist informellen Treffen der Staats- und Regierungschefs wie z.B. zur Entschuldung armer Länder bedeutungslos, da gemachte Versprechungen später nicht eingefordert werden könnten.
Zudem fehlen Länder wie Brasilien, Russland, Indien und China in diesem Gremium. Laut einer Studie der Investmentbank Goldman Sachs könnten schon 2050 diese Nationen zu den vier dominierenden Wirtschaftsmächten der Welt werden, mit einem Großteil der Welt-Industrieproduktion. China, dann eine 20-Mal größere Wirtschaftsmacht als heute, hätte sogar die USA überholt.
Quelle: DW-World.de vom 13.05.200

Indien wächst zum globalen Absatzmarkt
Bis 2025 wird sich das Pro-Kopf-Einkommen Indiens verdreifachen. Bis dahin wird sich die indische Mittelschicht von derzeit 50 auf 583 Mio. Menschen mehr als verzehnfachen, werden rund 23 Mio. Inder der reichen Oberschicht angehören. Davon könnten laut der Marktanalysen von McKinsey & Company auch deutsche Unternehmen profitieren. Bisher sei Indien für Unternehmen im Sinne von Produktionsauslagerungen interessant - in naher Zukunft aber auch als Konsumentenmarkt. 62% des Konsums werden 2025 auf urbane Gebiete und nur noch 38% auf den ländlichen Raum entfallen. Ein Boom wird vor allem in den Bereichen Transport, Nahrung, Telekommunikation, Bildung, Erziehung und Gesundheit erwartet.
Quelle: Pressetext.ch vom 07.05.2007

Megatrends
Laut dem weltbekannten Zukunftsforscher John Naisbitt werden die USA die Welt in den kommenden Jahrzehnten dominieren. China wird weiter boomen, Indien jedoch nicht - dort gehe das Wachstum nur vom IT-Sektor aus. Europa sei hingegen auf dem Weg "zu einer Art Erlebnispark für reiche Asiaten und Amerikaner". Der Nationalstaat sei als wirtschaftliche Einheit überholt; wichtiger seien die Umsätze der weltweit operierenden Großkonzerne.
Quelle: Spiegel-online vom 24.04.2007

Erdöl und -gas aus Kasachstan
Kasachstans Wirtschaft boomt - seit 2000 wächst das Bruttoinlandsprodukt jährlich um mehr als neun Prozent. Dieses Wachstum basiert vor allem auf dem Rohstoffreichtum: Öl und Erdgas machen 60 bis 70% der kasachischen Exporte aus. Das Kaschagan-Feld im Westen des Landes birgt weltweit eines der größten Ölvorkommen. Ein Fünftel aller Öl- und Gasvorkommen lagert im Kaspischen Raum.
2006 förderten kasachische Unternehmen 65 Millionen Tonnen Erdöl. Bis 2015 sollen es 170 Millionen sein. Russische, amerikanische, chinesische und jüngst auch indische Unternehmen konkurrieren um die begehrten Rohstoffe. So hat vor einem Jahr China auf eigene Kosten eine 3.000 Kilometer lange Erdölpipeline von Zentralkasachstan in die westchinesische Provinz Xinjiang gebaut; bald soll eine Erdgasleitung hinzu kommen. Die EU interessiert sich aber erst seit kurzem für Kasachstan. Sie möchte die Energie-Abhängigkeit von Russland reduzieren und plant schon den Bau einer Pipeline, die an Russland vorbei durch die Türkei laufen soll. Laut Angaben der türkischen Gasgesellschaft Botas könnten 2025 bereits 15 Prozent des europäischen Gases aus Zentralasien strömen.
Quelle: DW-World.de vom 31.03.2007

Energy Watch Group: Die Reichweite der Kohle wird deutlich überschätzt
Ungeachtet der großen Risiken für das Klima wird der Anteil der Kohle an der Energieversorgung deutlich ausgeweitet. Doch dieser Weg könnte in eine Sackgasse führen: Die Energy Watch Group hat erstmals die internationalen Statistiken über die Kohlereserven analysiert. Fazit: Vermutlich ist deutlich weniger Kohle verfügbar als weithin angenommen.
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Braunkohle-Abbaggerung bis mindestens 2090
Die Abbaggerung in den Lausitzer Braunkohlegebieten soll voraussichtlich bis Ende des Jahrhunderts weitergehen. Das geht aus einer Studie für die brandenburgische Landesregierung hervor. Demzufolge sollen nach dem Ende der bisherigen Fördergebiete im Jahre 2050 zwei neue Tagebaue erschlossen werden, deren Kapazitäten 40 Jahre reichen.
Quelle: berlinerumschau.com vom 31.03.2007

China will grossen Flugzeugtyp entwickeln
Die chinesische Regierung hat Pläne zur Entwicklung eines grossen Flugzeugtyps gebilligt. Das Programm hat das Ziel, der Vorherrschaft von Boeing und Airbus im rasch wachsenden chinesischen Luftfahrtgeschäft ein eigenes Produkt entgegenzusetzen.
Quelle
: baz.ch, ohne Datum

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Wirtschaft benötigt zu viel Wasser
Bleiben Effizienzgewinne beim Wirtschaftswachstum aus, würde der jährliche weltweite Wasserverbrauch von heute 4.500 auf 6.900 Kubikkilometer im Jahr 2030 ansteigen - zwei Fünftel über der sicher verfügbaren Wassermenge. Neben Landwirtschaft, Industrie und den Haushalten benötigt vor allem der Energiesektor viel (Kühl-) Wasser. So würden umgerechnet 42 Liter Wasser pro Tag und Person verdunsten - und auf den großen Wasserflächen vor Staudämmen sogar rund 100 Liter (USA).
Quelle: nachhaltigkeit.org vom 12.02.2010

Kupfer: keine Engpässe trotz steigender Preise
Obwohl die Preise für Kupfer von 1.815 $ im Jahr 1990 auf mehr als 7.300 $ (Anfang 2010) stiegen, wird mit einer Verknappung des Rohstoffs in absehbarer Zeit nicht gerechnet. Die auf 480 Mio. Tonnen geschätzten Reserven würden noch 30 Jahre reichen; hinzu kämen Ressourcen von fast 4 Mrd. Tonnen auf dem Land und am Meeresgrund.
Quelle: zeit.de vom 09.02.2010

Jobwelt der Zukunft
In der globalisierten Dienstleistungs- und Wissensgesellschaft wird es keine Stechuhren, Betriebszugehörigkeiten von 20 oder 30 Jahren und feste Arbeitszeiten mehr geben, berichteten Referent/innen auf einer Tagung der Max-Planck-Gesellschaft und der Europäischen Akademie für Frauen in Politik und Wissenschaft (EAF). Arbeitnehmer/innen werden zwischen festen, freiberuflichen und befristeten Stellen wechseln, verdienen mal mehr, mal weniger. Es wird mehr Arbeit nach Hause gebracht und am Abend oder am Wochenende erledigt. Über das Smartphone ist man immer erreichbar. Die Mitarbeiter müssen bereit sein zu lebenslangem Lernen. Da gute Arbeitskräfte knapp sind, können sie ihren Arbeitgebern mehr abverlangen: Kaffeeservice am Schreibtisch, kostenlose Massagen, Kinderbetreuung usw. Mehr Frauen werden in Führungspositionen sein, da sie pragmatischer denken und effizienter arbeiten, Sitzungen straffer leiten, volatile Investitionen meiden, langfristig planen und besser mit Geld umgehen würden. Potenzielle Führungskräfte gäbe es genug - schon jetzt ist mehr als die Hälfte der Hochschulabsolventen weiblich.
Quelle: sueddeutsche.de vom 31.01.2010

Die Kohledämmerung
Die Kohle wird knapp - und zwar schneller, als erwartet. So lagen die Schätzungen der weltweit abbaubaren Steinkohlelager 2005 um 15% unter denen von 1987. Sechs Staaten verfügen über 85% der Kohlereserven (USA, Russland, Indien, China, Australien, Südafrika). Bisherige Schätzungen gingen davon aus, dass die Kohlevorräte noch mehr als 140 Jahre reichen würden. Zwischen 2000 und 2006 stieg der Kohlebedarf aber weltweit um 35%. Weil die Kohle in den kommenden Jahrzehnten die Förderrückgänge bei Erdgas und Erdöl ausgleichen soll, könnte "Peak Coal" bereits 2025 erreicht werden - von da an würde die abgebaute Menge kontinuierlich abnehmen - bis 2100 um die Hälfte.
Quelle: focus.de vom 15.01.2010

Elektromobile: Chinesen fordern die etablierten Autokonzerne heraus
Der chinesische Batterie-Spezialist BYD will bereits 2010 ein eigenes Elektroauto in den USA auf den Markt zu bringen. BYD ist einer der größten Hersteller von Lithium-Ionen-Akkus und wird vom Milliardär Warren Buffett unterstützt, der einen Anteil von 10% am Unternehmen kontrolliert.
Quelle: handelsblatt.com vom 13.01.2010

Das Jahrzehnt des kreativen Kapitalismus
Laut dem Zukunftsforscher Matthias Horx ist es höchste Zeit für Kapitalismus 3.0. Den läuten die führenden Schwellenländer ein, die zunehmend an Macht und Einfluss gewinnen, aber auch einem Technologie- und Exportland wie Deutschland Märkte bieten, auf denen es seine Güter verkaufen kann. In einem Superzyklus, der bis 2040 andauern wird, werden 2 bis 3 Mrd. Menschen in den Wohlstand aufsteigen. Davon werde Deutschland aber nur profitieren, wenn es sich in Richtung eines "kreativen Kapitalismus" weiterentwickelt. Dazu gehörten mehr Innovation, mehr Bildung, mehr Kreativität, besserer Service, nahtlose Logistik, mehr Lebensqualität und ein "grünes Energienetz".
Quelle: finanzen.net vom 12.01.2010

Flüssig verschifft: gigantische Erdgas-Mengen auf Reise
Immer mehr Erdgas wird verflüssigt und dann verschifft - bis 2030 könnte ihr Anteil um durchschnittlich 6% im Jahr wachsen. Mehr als 320 Tanker transportieren derzeit Erdgas, heruntergekühlt auf minus 162 Grad Celsius. Dabei schrumpft das Volumen des Erdgases auf ein Sechshundertstel. Weltweit entsteht eine gigantische Infrastruktur, zumal ab 3.000 km der Schiffstransport konkurrenzfähig ist.
Quelle: spiegel.de vom 04.01.2010

Bald droht Arbeitskräftemangel in Deutschland
Nach einer Studie der Prognos AG sollen schon im Jahr 2015 dem Arbeitsmarkt fast 3 Mio. Kräfte fehlen, davon gut 1 Mio. Fachkräfte mit Hochschulabschluss, 1,3 Mio. Beschäftigte mit Berufsausbildung und rund 550.000 Arbeitskräfte ohne Berufsausbildung. Bis 2030 werde die Fachkräfte-Lücke auf gut 5 Mio. anwachsen. So drohe ein Wohlstandsverlust von 3,8 Billionen Euro. Dem Mangel könnte begegnet werden, wenn die Erwerbsbeteiligung der Frauen gesteigert wird sowie Lebens- und Wochenarbeitszeit verlängert werden.
Quelle: tagesspiegel.de vom 22.12.2009

Aufseher verschonen Banken
Der für Bankenaufsicht zuständige Baseler Ausschuss, dem Notenbanker und Aufseher aus 27 Industrie- und Schwellenländern angehören, legte keine festen Quoten und auch keine Spannbreiten fest - etwa für die maximal erlaubte Verschuldung von Banken oder die Zusammensetzung ihres Kernkapitals. Schärfere Regularien seien nicht vor Ende 2010 zu erwarten; erst solle eine Studie abgewartet werden. Die neuen Regeln werden nicht vor Ende 2012 in Kraft treten, wobei es wahrscheinlich noch lange Übergangsregelungen geben wird. Auch in der vom EU-Parlament verabschiedeten Kapitaladäquanzrichtlinie wird den Banken erlaubt, zehn Jahre lang so weiterzumachen wie bisher; die Übergangsregelungen gehen bis 2040.
Quelle: wissen.de vom 17.12.2009

Rückenwind für Strom vom Meer
Bis 2030 sollen 37 Windparks vor Schleswig-Holsteins Küsten gebaut werden, davon neun in der westlichen Ostsee. Dann sollen 25.000 Megawatt Energie erzeugt werden, mit denen mehr als 20 Mio. Haushalte mit Strom versorgt werden könnten. Das Bundeskabinett hat nun eine Rechtsverordnung für den Bau von Windparks in der Ostsee erlassen und damit Planungssicherheit geschaffen. Windenergieanlagen sollen möglichst flächensparend angeordnet werden; die Nabenhöhe der Windräder darf 125 Meter nicht überschreiten.
Quelle: ln-online.de vom 10.12.2009

Siemens: Markt für Windkraft wächst enorm
Der Technologiekonzern erwartet, dass der Windenergiemarkt weltweit von heute rund 30 Mrd. Euro auf über 200 Mrd. im Jahr 2030 wachsen wird. Siemens möchte innerhalb von zwei Jahren zu den drei führenden Anbietern aufrücken.
Quelle: bild.de vom 09.12.2009

Arbeitskräfteangebot in Hessen 2030 deutlich niedriger
Dann wird es laut Statistisches Landesamt mit 2,82 Mio. um 10,4% niedriger als 2005 sein. Bei Männern dürfte der Rückgang mit rund 12% stärker ausgeprägt sein als bei Frauen mit 8%. Bis 2030 wird die Bevölkerung in Hessen um 5% auf 5,8 Mio. Einwohner abnehmen - rund 2,84 Mio. Hessen werden dann älter als 50 Jahre sein.
Quelle: ad-hoc-news.de vom 18.11.2009

Strom-Kapazitätsüberschuss bei Laufzeitverlängerung
Da der Stromverbrauch bis 2030 nicht weiter ansteigen werde, hat eine Studie im Auftrag der HSE AG ergeben, dass ohne Atomausstieg und im Falle des Baus der sich derzeit im fortgeschrittenen Planungsstadium befindlichen Kraftwerke bereits im Jahr 2020 mit einem Überschuss von 10 GW zu rechnen sei.
Quelle: verivox.de vom 17.11.2009

Große Erdölreserven vermutet
Michael Lynch vom MIT Center for International Studies geht davon aus, dass die Erde rund 10 Billionen Barrel an Erdöl enthält, von denen rund 35% gefördert werden könnten. Bisher wurden 1 Billion Barrel verbraucht. Die noch förderbaren 2,5 Billionen Barrel dürften noch mehrere Jahrzehnte lang reichen.
Quelle: World Future Review vom Oktober/November 2009

Spielt die Internationale Energieagentur "Peak Oil" herunter?
Nach Insiderquellen würden die zukünftigen Erdölfördermengen von der IEA zu hoch angesetzt, berichtet der Guardian. Dies geschehe zum einen, um Panik auf den Märkten zu verhindern, und zum anderen auf Druck der USA, die einen Machtverlust befürchte, wenn sie nicht mehr den Zugang zum Öl kontrollieren würde. So setze die IEA eine Fördermenge von 105 Mio. Barrel für das Jahr 2030 an, während viele in der Behörde von höchstens 90 bis 95 Mio. ausgehen würden.
Quelle: heise.de vom 11.11.2009

Experten fordern den Senioren-Arbeitsmarkt
Da 2030 fast jeder dritte Deutsche über 65 Jahre alt sein wird, empfielt die Arbeitsgruppe "Altern in Deutschland", der 23 Wissenschaftler aus unterschiedlichen Disziplinen angehören, dass sich Deutschland zu einer Gesellschaft weiter entwickeln müsse, in der Arbeit bis ins hohe Alter dazugehört. In Zukunft werden auch über 65-Jährige Geld verdienen müssen - oder wollen -, um ihren Lebensstandard zu halten. Dafür sei ein grundsätzlich neues Verständnis von beruflicher Entwicklung nötig: Weiterbildung müsse über die gesamte Lebensspanne hinweg eine zentrale Rolle spielen, so dass auch Ältere hoch qualiziert sind und bei Bedarf die Tätigkeit wechseln können. Zudem müsse die Lohnpolitik so geändert werden, dass Arbeitnehmer nicht mehr automatisch mit jedem Berufsjahr mehr verdienen, und die Zuverdienstgrenze für Rentner sollte angehoben werden.
Quelle: spiegel.de vom 25.10.2009

Endlager Schacht Konrad
Ab 2014 soll das Endlager bei Salzgitter für schwach- bis mittelradioaktive Abfälle in Betrieb gehen. Dann können in Tiefen von 800 bis 1.300 Metern bis zu 300.000 Kubikmeter Müll gelagert werden. Die Kapazität würde bis ca. 2040 reichen.
Quelle: mz-web.de vom 21.10.2009

Kernenergie auf dem Rückzug
Laut einer Prognos-Studie werde die Zahl der Kernkraftwerke bis 2020 um 22% und bis 2030 um 29% schrumpfen. Nur ein Bruchteil der weltweiten Neubaupläne könnte angesichts von Finanzierungsproblemen und politischer Instabilität realisiert werden - während immer mehr AKWs altersbedingt abgeschaltet werden müssten.
Quelle: focus.de vom 14.10.2009

Stromverbrauch wächst weiter
In Westeuropa wird der Strommarkt zwischen 2010 und 2015 um 2,1% pro Jahr wachsen, in Russland um 4,1% und in China um 6,5%, prognostizieren die Roland Berger Strategy Consultants.
Quelle: presseportal.de vom 13.10.2009

Weltgasunion rechnet mit Preisanstieg erst 2011
In Europa, Russland ausgenommen, werde die Erdgasförderung in den nächsten 20 Jahren von 320 auf 130 Mrd. Kubikmeter zurückgehen. In allen anderen sieben Förderregionen der Erde werde die Fördermenge hingegen von 2.953 Mrd. (2006) auf gut 4.400 Mrd. Kubikmeter (2030) steigen. Der Gaspreis werde erst ab 2011 wieder steigen, 2015 aber noch unter dem Rekordpreis des Jahres 2008 liegen.
Quelle: greenpeace-magazin.de vom 06.10.2009

Geschenke für die Atomindustrie
Die von der Koalition aus CDU/CSU und FDP vorgesehenen Laufzeitverlängerungen für Atomkraftwerke könnten laut Öko-Institut zu zusätzlichen Gewinnen der vier großen Energieversorger RWE, Eon, EnBW und Vattenfall von 61 Mrd. Euro führen. Die Landesbank Baden-Württemberg geht hingegen nur von 38 Mrd. Euro aus. Diese Gewinne sollen nach Vorstellung der Koalition wieder investiert werden, insbesondere in Forschung und Ausbau der Erneuerbaren Energien.
Quelle: freitag.de vom 03.10.2009

"Atomisierte" Märkte überwinden
Das Internet umfasst eine zunehmende Zahl kleiner und kleinster Märkte. Für Unternehmen wird es immer wichtiger, die Treue von Kunden zu erlangen, damit diese weiterhin auf ihrer Website einkaufen, auch neue Produkte erwerben und die Website weiterempfehlen. Hingegen wird es immer schwieriger werden, neue Kunden zu gewinnen; werden einmalige Käufe an Bedeutung verlieren. Deshalb werden Unternehmen zunehmend interaktive Elemente in ihre Websites einbauen, Anfragen zulassen und schnell beantworten, Kundenkommentare bzw. Feedback integrieren, Newsletter verschicken, RSS-Feeds zum Abonnement anbieten sowie E-Mails nach Einkäufen versenden. Auch werden sie immer häufiger versuchen, auch unabhängig von ihrer Website im Internet präsent zu sein und die Diskussion über ihre Produkte in sozialen Netzwerken, Blogs und Online-Foren zu überwachen und zu beeinflussen. Ferner werden sie selbst in sozialen Netzwerken präsent sein und dort z.B. Online-Groups gründen, werden sie anderen Websites Artikel zur Verfügung stellen, Videos z.B. bei YouTube präsentieren, das Online-Radio nutzen und auf anderen Websites Werbung schalten (z.B. durch Google AdWords oder Affiliate-Programme).
Quelle: World Future Review vom August/September 2009

Der Osten Deutschlands verödet - trotz bester Infrastruktur
Aus den neuen Bundesländern ziehen immer mehr junge Menschen weg - bis zum Jahre 2050 wird die Bevölkerung (einschließlich die Berlins) auf unter 9 Mio. fallen. Nach einer Studie des Innovationszentrums für Mobilität und gesellschaftlichen Wandel wird der Verkehr im Ballungsraum München oder in der Region um Stuttgart bis 2030 um bis zu 15% zunehmen, in Regionen Sachsen-Anhalts, Mecklenburg-Vorpommerns oder Brandenburgs aber um bis zu 50% zurückgehen. Andreas Knie, Geschäftsführer des Innovationszentrums, kommentiert: "Da passt auch die Infrastruktur nicht mehr. Ganz grob kann man sagen, dass bis zum Jahre 2030 nur rund ein Drittel der Landschaften und Städte eine bedarfsgerechte Versorgung mit Straßen und Schienen hat. Ein weiteres Drittel ist völlig unterversorgt, weil die Mengen an Personen und Gütern mit den bestehenden Schienen- und Straßeninfrastruktur nicht zu bewältigen sind und hohe Staukosten entstehen. Ein weiteres gutes Drittel ist dagegen völlig 'überversorgt' mit modernen Straßen, Schienen, Kanälen und Flughäfen". Dazu gehöre auch Berlin mit seiner stagnierenden Bevölkerung. "Wer die vielen Autobahnen, Bundes- und Landesstraßen in den neuen Ländern benutzen und wer in die Züge einsteigen soll, bleibt genauso ein Geheimnis wie die Frage, wer den dann fertiggestellten Großflughafen benutzen soll".
Quelle: tagesspiegel.de vom 28.08.2009

Fehlende Arbeitskräfte in Bayern
Nach einer Studie im Auftrag der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft werden dem bayerischen Arbeitsmarkt 2030 rund 1,5 Mio. Erwerbstätige fehlen (darunter 350.000 Akademiker). Bereits in sechs Jahren könnten 130.000 Hochschulabsolventen mehr beschäftigt werden, als zur Verfügung stehen dürften.
Quelle: morgenpost.de vom 16.08.2009

Anstieg des Energieverbrauchs um 45% bis 2030
Im World Energy Outlook 2008 der Internationalen Energieagentur (IEA) wird von einem Anstieg des weltweiten Primärenergieverbrauch um durchschnittlich 1,6% pro Jahr ausgegangen. China und Indien werden für knapp über die Hälfte des Anstiegs verantwortlich sein. Der Anteil der Nicht-OECD-Länder am Primärenergieverbrauch wird bis 2030 von 51 auf 62% steigen. Das größte Wachstumspotenzial bei der Öl- und Gasförderung wird im Nahen Osten, in Afrika, in der kaspischen Region, in Brasilien und in Kanada (Ölsand) vermutet. Die Verbraucherländer werden von einer kleiner werdenden Anzahl fördernder Länder abhängig sein, welche die Preise in die Höhe treiben sowie die Produktion einschränken könnten, um die Rohstoffe länger zu erhalten.
Quelle: ftd.de vom 29.07.2009

Der intelligente Arbeitsplatz 2030
Für Johnson Controls Global Work Place Solutions wird die Zusammenarbeit räumlich getrennter Teams immer mehr zum Standard werden. Zum einen leben die Mitarbeiter oft an verschiedenen Orten, zum anderen sind viele freie Mitarbeiter in zeitlich begrenzten Verträgen von zuhause aus tätig. So tritt neben das "reale" das "virtuelle" Büro, das Kommunikationstechnologien wie 3D-Videokonferenzen nutzt. Unternehmen werden damit zu Netzwerken, deren räumlich verstreute Mitglieder sich unabhängig von Raum und Zeit austauschen.
Quelle: visavis.de vom 16.07.2009

Keine globale Renaissance der Atomkraft
Siemens-Chef Peter Löscher rechnet bis 2030 mit 400 neuen Kernkraftwerken. Doch das ist unwahrscheinlich: Der atomaren Wiedergeburt stehen ein Mangel an Personal und Produktionsstätten, das ungelöste Problem der Endlagerung, der Aufstieg erneuerbarer Energien und explodierende Kosten entgegen. Heute gibt es acht Atomreaktoren weniger als 2002. Das Durchschnittsalter der 436 Atomreaktoren weltweit liegt bei 25 Jahren - viele von ihnen werden in den kommenden Jahrzehnten abgeschaltet. Aber nur 48 Atomreaktoren sind der IAEA als "im Bau" gemeldet - 13 schon seit mehr als 20 Jahren. In Deutschland schlossen zwischen 1997 und Ende 2002 nur zwei Studenten ein Studium der Atomtechnik ab. Seitdem studieren wieder mehr junge Menschen entsprechende Fächer - der jährliche Bedarf an 900 Ingenieuren und Atomtechnikern wird aber auf absehbare Zeit nicht gedeckt werden können. Dasselbe gilt für andere hoch entwickelte Länder - und erst recht für Schwellenländer.
Quelle: welt.de vom 11.07.2009

BGR-Studie "Energierohstoffe 2009"
In der Studie der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe wird davon ausgegangen, dass die Weltvorräte an Erdöl, Erdgas, Kohle und Uran die Energieversorgung auch in den kommenden Jahrzehnten sicherstellen werden. Allerdings werde Erdöl mit einem aktuellen Anteil an der Primärenergie von einem Drittel seine Rolle als wichtigster Energieträger verlieren, da schon in den kommenden Jahren ein Produktionsmaximum erreicht wird. Bei der Nutzung nicht-konventioneller Quellen wie Ölsande und Ölschiefer sowie durch eine bessere Entölung der Lagerstätten könne die Erdölförderung aber von derzeit 4 auf 4,7 Gigatonnen (Gt) pro Jahr bis 2030 gesteigert werden. Kohle würde hingegen noch über viele Jahrzehnte ausreichen; sie könne auch verflüssigt werden. Allerdings würden die Kosten für Energieträger schon vor 2020 deutlich steigen.
Quelle: l-iz.de vom 25.06.2009

OECD sieht Chancen und Herausforderungen für zukünftige Bioökonomie
Die Biotechnologie könnte 2030 bis zu 2,7% des Bruttoinlandsprodukts (BIP) in den Industrieländern und einen noch größeren Anteil in den Entwicklungsländern beitragen (heute: unter 1%) - falls Barrieren wie rechtliche Hemmnisse, fehlende Investitionen, mangelnde soziale Akzeptanz usw.beseitigt würden. Laut dem OECD-Bericht wird die Biotechnologie eine immer größere Rolle in der Industrie, in der Landwirtschaft und im Gesundheitswesen spielen. Die EU investiert derzeit rund 1,9 Mrd. EUR in die Schaffung einer europäischen Bioökonomie.
Quelle: cordis.europa.eu vom 09.06.2009

Weltraumwirtschaft
Falls die weltweiten, mit der Erforschung und Nutzung des Weltalls verbundenen Aktivitäten weiterhin mit 14 bis 16% pro Jahr (wie zwischen 1999 und 2005) zunehmen sollten, wird ihr Wert von 180 Mrd. $ (2005) auf 46 Billionen $ im Jahr 2046 steigen. Sollte die Wachstumsrate auf durchschnittlich 6,6% pro Jahr sinken, wären es 2 Billionen $ im Jahr 2050.
Quelle: World Future Review von April/Mai 2009

Gut gelaunte Finanzwelt
Der Internationale Währungsfonds warnt, dass weltweit rund 4 Billionen Dollar abgeschrieben werden müssten. In der Euro-Zone sind es fast einer Billion Dollar - davon seien aber erst 17% wertberichtigt. Die Bundesregierung will nun diverse Bad Banks gründen, die den Ramsch der Kreditinstitute übernehmen sollen. Die Kosten werden bei mindestens 100 Mrd. Euro liegen. Diesen Betrag sollen die Banken über 20 Jahre zurückzahlen. Dazu müssten sie bis 2030 Rückstellungen von 5 bis 10 Mrd. Euro pro Jahr bilden. Weil es aber für die Banken schwierig sein dürfte, die entsprechenden gigantischen Profite zu erzielen, wird wohl der Steuerzahler die Kosten aufbringen müssen. Hier zeigt sich wieder, was den Kern dieser Finanzkrise ausmacht: Die Gewinne werden privatisiert und die Verluste sozialisiert.
Quelle: taz.de vom 11.05.2009

Prognose zur Erdölförderung revidiert
Die Erdölproduktion könnte im Jahr 2014 nur 101,4 Mio. Barrels pro Tag umfassen - rund 7,6 Mio. Barrels weniger als Cambridge Energy Research Consultants (CERA) noch vor einem halben Jahr prognostizierten. Der Grund: Aufgrund des niedrigen Ölpreises wären viele Vorhaben zur Erschließung neuer Erdölvorkommen verschoben worden. So würde in den nächsten Jahren weniger Erdöl als erwartet auf den Markt kommen - und die Preise werden steigen, insbesondere wenn die Wirtschaft wieder boomen sollte.
Quelle: Fortune vom 27.04.2009

Zukunft der Energiegewinnung
In den kommenden zwei Jahrzehnten wird die Erdölproduktion in vielen Ländern zurückgehen. Zudem wird immer mehr Erdöl von den Förderländern selbst verbraucht oder für zukünftige Generationen zurückgehalten werden. Neue Ölquellen, wie z.B. im Alaska National Wildlife Refuge, können den Ausfall nicht kompensieren oder können - z.B. in der Tiefsee - nur unter hohen Kosten erschlossen werden. Hydrogen und Ethanol aus Mais werden keine Alternativen für Erdöl sein, da für ihre Produktion fast genauso viel Energie benötigt wird wie sie liefern. Das effizienter herzustellende Ethanol aus Zuckerrohr wird weitgehend in Brasilien und anderen es produzierenden Ländern verbraucht werden. Palmöl ist eine Umweltkatastrophe, da für Plantagen immer mehr Urwald zerstört wird. Als Alternativen zum Erdöl bleiben somit die Verflüssigung von Kohle, die Nutzung von Wind etc., die Erzeugung von Ethanol und Biodiesel aus Algen sowie die Nutzung von Abfall und Abwasser zur Energiegewinnung.
Quelle: The Futurist, März/April 2009

Bei der Entwicklung alternativer Antriebstechnologien viel Zeit verloren
Laut Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee ist der KfZ-Verkehr auf Mineralölbasis nicht zukunftsfähig. Nach einer Studie der OECD wären die Vorräte an Erdöl bis 2035 sowie an Erdgas und Uran bis 2040 fast komplett aufgebraucht. Deutschland habe wertvolle Zeit bei der Entwicklung alternativer Antriebstechniken verloren. Deshalb würden jetzt sowohl der Brennstoffzellen- als auch der Elektroantrieb mit jeweils 500 Mio. Euro pro Jahr gefördert. Aber auch die Optimierung der herkömmlichen Motoren und die Weiterentwicklung der Bio-Kraftstoffe würden unterstützt. Tiefensee hofft, dass regenerative Energieträger bis 2030 die Hälfte aller Antriebe stellen werden. Auch könne es nicht immer noch mehr Autos in Deutschland geben, müssten neue Nutzungs- und Eigentumskonzepte für PKW entwickelt werden.
Quelle: l-iz.de vom 01.04.2009

Geschäft mit Enzymen
Steen Riisgaard, Präsident und CEO der dänischen Firma Novozymes, stellt Enzyme für die Produktion des Treibstoffs Bioethanol her. Er sieht einen großen Bedarf voraus, denn im Jahr 2020 will China 20-25% seines Treibstoffbedarfs durch Bioethanol abdecken; die USA wollen nach Vorstellung der Demokraten 25% des Bedarfs bis 2030 erreichen. Novozymes wird 2010 Bioethanol auch aus landwirtschaftlichen Abfällen herstellen können. Diese zweite Generation sei nahezu CO2 neutral; bei der ersten würden zwischen 48 und 59% eingespart.
Quelle: handelsblatt.com vom 28.02.2009

Europäischer Geothermie-Verband formuliert Ziele für 2030
Als Ausbauziele für den Geothermie-Sektor werden ein Anteil von 5% an der Gesamtstromproduktion in Europa und von 3,5% im Wärmebereich genannt. Geothermie stünde rund um die Uhr und das ganze Jahr über zur Verfügung.
Quelle: euwid-energie.de vom 18.02.2009

Die Grauzone
Die Wirtschaft hat die Zielgruppe der Senioren für sich entdeckt: die "Silver Economy". Schon heute stammt jeder dritte Euro, der in Deutschland privat ausgegeben wird, von einem Menschen über 60 Jahre - und deren Zahl wird bis 2030 auf voraussichtlich 28 Mio. Menschen ansteigen. Michael Cirkel vom Gelsenkirchener Institut Arbeit und Technik (IAT) erwartet, dass bis 2020 die Zahl der Arbeitsplätze, die sich mit der Pflege oder mit Dienstleistungen und Produkten für ältere Menschen beschäftigen, um 800.000 wachsen wird. Die Wirtschaft interessiert sich vor allem für die "Best Ager", die relativ fitten, meist gut situierten Senioren. Für sie werden besondere Wellness-Angebote konzipiert, werden Gesundheit, Bildung und Kultur als Lifestyle inszeniert. Die Autoindustrie passt zunehmend ihre PKW den Bedürfnissen von Senioren an, während die Bauindustrie ebenerdige Bungalows baut und vorhandene Wohnungen von Barrieren befreit. Arbeitnehmer, die in der Seniorenwirtschaft tätig sind, müssten sich aber von Klischees und überholten Vorstellungen über alte Menschen lösen.
Quelle: tagesspiegel.de vom 15.02.2009

Mehr Versorgungsrisiken bei Strom
RWE-Chef Jürgen Großmann fordert einen nationalen Energieplan, in dem alle Energieträger - auch die Kernkraft - berücksichtigt werden. Wenn die erneuerbaren Energien 35% des Energiebedarfs bis 2030 decken sollen, dann würden in erheblichem Umfang Stromspeicher benötigt. So müsse z.B. die Unzuverlässigkeit der Windkraft ausgeglichen werden: "Nehmen Sie den aktuellen Winter. Der Januar war eiskalt, es gab wenig Wind. Von den Windrädern mit ihrer Gesamtkapazität von 23.000 Megawatt waren teilweise weniger als 800 Megawatt am Netz". Generell würden die Versorgungsrisiken zunehmen: "Bei Gas machen wir uns immer weiter von Angeboten eines einzigen Anbieters abhängig, und der Abbau von Braunkohle wird durch die neuen CO2-Bestimmungen bestraft".
Quelle: sueddeutsche.de vom 10.02.2009

400 Atommeiler bis 2030
Da Siemens weltweit den Bau von 400 Atomkraftwerken mit einem Auftragswert von rund einer Billion Euro erwartet, sucht das Unternehmen die Kooperation mit der russischen Staatsholding Rosatom und deren zivilem Arm Atomenergoprom. Nach seinem Ausstieg beim AKW-Bauer Areva wird aber das Nuklear-Know-how nebst Patenten und Personal an die französische Firma übergehen. So will sich Siemens auf konventionelle Technik konzentrieren, die in der Wertschöpfung etwa ein Drittel eines AKW ausmacht, und eventuell Nuklear-Wissen einkaufen.
Quelle: fr-online.de vom 05.02.2009

Frauen sind ein "Mega-Trend"
Laut dem Zukunftsforscher Matthias Horx prägen Frauen 60-70% aller Einkaufsentscheidungen. Dennoch werden ihre Vorstellungen bei Marketing- und Innovationsentscheidungen kaum berücksichtigt. Ähnliches gelte für neue Zielgruppen wie die "CommuniTeens" (die mit dem Internet aufgewachsene Generation), die "Latte-Macchiato Familien", "Spätkinderkrieger", "Tigerladies" und die "Silverpreneure". Anstatt sich an ihren Bedürfnissen zu orientieren, würden die meisten Unternehmen noch immer von homogenen Massenmärkten ausgehen.
Quelle: persoenlich.com vom 23.01.2009

Perspektiven für stürmische Zeiten
Klaus Kofler, Gründer der Innovations- und Zukunftsforschung Trends & Wege, setzt auf Open Innovations: Innovatoren integrieren z.B. Kunden, Mitarbeiter und weitere Stakeholder in Unternehmensentwicklungen, wobei sie auch das Web 2.0 nutzen. Kofler beklagt den mangelnder Weitblick und Wahrnehmungsdefizite, bedingt durch die heute geforderte Flexibilität und das hohe Arbeitstempo. So entstehe ein Tunnelblick. Auch müsse der Zwang zur Kontrolle minimiert werden.
Quelle: csr-news.net vom 16.01.2009

Die globale Entwicklung der Landwirtschaft
Manfred Kern von der Bayer Crop Science AG ist der Meinung, dass die Welt im Jahr 2025 in der Lage sein wird, 8 Mrd. Menschen zu ernähren - dank Saatgutoptimierung, krankheits-, schädlings- und herbizidresistenter Pflanzen und neuer Transportmöglichkeiten. Zwei Drittel aller Nahrungsmittel würden bald in Asien benötigt, wo durch die Ausbreitung von Mega-Cities immer mehr Ackerboden verloren ginge. Aber auch durch den wachsenden Bedarf an Ethanol ergäben sich für Landwirte gute Absatzchancen.
Quelle: mainpost.de vom 12.01.2009

Wie alte und junge Manager lernen
Wenn die geburtenstarken Jahrgänge in Rente gehen, werden Unternehmen viele erfahrene Manager verlieren - und die übrig gebliebenen werden sich bewusst machen müssen, dass die jüngeren einen anderen Lern- und Arbeitsstil haben als sie: Während ältere Manager sich vor allem durch Kurse und das Lesen von Fachtexten weitergebildet haben und eher verbal kommunizieren, bevorzugen jüngere Menschen zunehmend das informelle und handlungsorientierte Lernen, nutzen das Internet und ihr (dortiges) Netzwerk von Kontakten. Auch kommunizieren sie mehr mit Hilfe visueller Informationen. Manche jüngere Manager ziehen Instant Messages Arbeitstreffen vor oder teilen ihre Erkenntnisse lieber über Blogs, Wikis und Podcasts mit als durch Präsentationen. Der Erfahrungsaustausch und die Weiterbildung am Arbeitsplatz müssten deshalb zunehmend aus einer Mischung von Veranstaltungen, Training, direkter Anleitung, Simulationen, Spielen, Konferenzen, Blogs und schriftlichen Informationen bestehen, empfiehlt der Conference Board in einem neuen Report.
Quelle: The Futurist Januar/Februar 2009, S. 6-7

Bayern: 915.000 Wohnungen fehlen
Diesen Bedarf gibt das Forschungsinstitut Empirica für den Zeitraum bis zum Jahr 2025 an; knapp ein Drittel entfalle auf die Region München. Da 2008 bis einschließlich August nur 24.082 Wohnungen genehmigt wurden, ist in vielen Großstädten auf Dauer mit einem ungedeckten Bedarf und steigenden Kosten zu rechnen. Insbesondere in ländlichen Regionen im Norden Bayerns sinken hingegen die Quadratmeterpreise, sind Mieten relativ stabil.
Quelle: sueddeutsche.de vom 07.01.2008

Erdgas ist nicht unendlich
Laut der Association for the Study of Peak Oil and Gas (ASPO) wird die weltweite Gasförderung etwa 2025 das Fördermaximum erreichen. Erdgas wird somit knapper und treurer werden.
Quelle: n-tv.de vom 06.01.2009

Die graue Revolution
In den kommenden fünf bis zehn Jahren werden mehr als 20% der Arbeitnehmer in den Dax-Konzernen in Rente gehen. Die Wirtschaft muss sich sowohl auf ältere Mitarbeiter als auch auf ältere Konsumenten einstellen. Letztere werden sicherlich andere Konsumgewohnheiten als heutige Rentner haben, also z.B. mehr die Kommunikationstechnologie nutzen und im Internet einkaufen. Während sich viele Branchen schon darauf vorbereiten, haben sich die meisten Unternehmen noch nicht auf die sinkenden Arbeitnehmerzahlen eingestellt. Erst allmählich stellen sie fest, dass sie zu früh älteren Angestellten gekündigt oder sie verrentet haben. So haben einige Unternehmen Probleme, ihre Großrechner programmieren zu lassen, da junge Mitarbeiter die alten Programmiersprachen nicht mehr an der Universität gelernt haben. Auch auf dem Bau fehlen schon Vorarbeiter mit ausreichend Erfahrung. Im Verkauf lassen sich viele ältere Kunden lieber von älteren Verkäufern beraten, und in der Produktentwicklung können ältere Mitarbeiter leichter die Wünsche älterer Kunden erkennen. Dennoch wird wenig in die Weiterbildung älterer Arbeitnehmer investiert. So nahmen 2005 nur 27% der über 54-Jährigen an Weiterbildungsmaßnahmen teil.
Quelle: manager-magazin.de vom 12.12.2008

Atomkraft: Uran am Ende
Falls weltweit kein einziges neues Atomkraftwerk mehr gebaut werde, reicht der Kernbrennstoff laut dem Lobbyverband "Deutsches Atomforum" nur noch für gut 60 Jahre.
Quelle: stern.de vom 04.12.2008

Transport per Binnenschiff soll wachsen
Der Hamburger Senat geht davon aus, dass der Gütertransport auf der Elbe bis 2050 verfünffacht werden könnte. Der Bund wird die Elbe bis zum Jahr 2010 auf eine Tiefe von 1,60 Metern durchgängig schiffbar machen.
Quelle: welt.de vom 29.11.2008

Auto-Land Indien
Bis 2015 soll die Zahl der PKW in Indien von derzeit knapp 1,3 Mio. auf 4 Mio. steigen. Spätestens 2025 wird Indien die drittgrößte Macht in der globalen Autoindustrie sein. Zu den Produzenten gehören allerdings auch etablierte westliche und östliche Hersteller wie Suzuki, Hyundai, Skoda, VW und Renault. Tata Motors wird seinen Marktanteil von derzeit knapp 20% aber stark erhöhen, zumal er mit dem Nano (1.700 Euro) und dem Maruti 800 (3.350 Euro) die billigsten PKW produziert.
Quelle: kleinezeitung.at vom 31.10.2008

NEA sagt drastischen Anstieg der Atomenergie voraus
Die Zahl der Atomreaktoren weltweit könnte bis zum Jahr 2050 von derzeit 439 Reaktoren auf 1.400 steigen. Das prognostizierte die zur OECD gehörende Atomenergie-Agentur (NEA). Bis 2050 würde sich der gesamte Energiebedarf verdoppeln und die Nachfrage nach Strom sogar um 150% zunehmen. Der Anteil der Atomenergie an der Stromproduktion würde bis dahin von derzeit 16% auf 22% ansteigen. Bei starken Widerständen der Bevölkerung könnte es 2050 aber auch nur 600 Atomreaktoren geben.
Quelle: focus.de vom 16.10.2008

Breiter Gang zur Kasse
Im Jahr 2050 werden 23% der Deutschen über 65 Jahre alt sein. Darauf stellen sich bereits heute viele Geschäfte ein. So ist der Zugang ohne Schwellen und Stufen möglich, sind die Gänge so breit, dass niemand mit seinem Rollator oder Gehwagen irgendwo anecken kann, werden größere und damit besser lesbare Preisschilder verwendet. Auch wird es in Zukunft immer häufiger einen Lieferservice geben, wie er z.B. bei vielen Apotheken schon üblich ist. Einkaufszentren mit vielen Geschäften und Dienstleistern verkürzen die anfallenden Wege.
Quelle: haller-kreisblatt.de vom 30.09.2008

Demographie revolutioniert die Touristik
Laut dem Institut für Tourismus- und Freizeitforschung der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) in Chur wird sich die touristische Nachfrage der über 65-Jährigen bis 2050 vervierfachen. Darunter werden "700 Euro-Rentner", "WOOPie" (well-off-old-people), gesunde und kränkelnde Personen, lebenslange Partner sowie Todesfall- oder Scheidungs-Singles sein. Die Senioren wünschen keinen Erholungsurlaub, da sie sich das ganze Jahr hindurch der Gesundheit widmen können, sondern suchen nach Kulturgenuss, nicht alltäglichen Bildungsangeboten bzw. unbeschwerter Geselligkeit. Daneben gäbe es Senioren, die alles bereist und erlebt haben und nun Urlaubsquartiere suchen, wo sie sich "daheim" fühlen, und solche, die an mit ihren Eltern bereiste Urlaubsziele der Kindheit zurückkehren - oft in Gesellschaft ihrer Enkel. Die künftige touristische Angebotsgestaltung müsse alle diese Typen älterer Touristen berücksichtigen.
Quelle: vol.at vom 08.09.2008

Neue Kohlekraftwerke geplant
Derzeit sind in Deutschland 19 neue Kohlekraftwerke im Genehmigungsverfahren und weitere 5 konkret geplant. Mindestens 10 weitere Kohlekraftwerke wurden von den Konzernen angekündigt. Viele sollen an Wasserstraßen oder an der Küste entstehen. Weil die Bundesregierung bis 2018 aus der Steinkohleförderung aussteigen will, müssen Kraftwerke in Zukunft per Schiff mit Kohle aus Südafrika, Indien oder Australien versorgt werden. In Brandenburg soll higegen weiterhin die eigene Braunkohle verstromt werden. Dazu will Vattenfall drei neue Tagebaue aufschließen. Dann könnte aber im Jahr 2030 in der Lausitz so viel Kohlendioxid produziert werden, wie dann der deutschen Industrie insgesamt noch zustehen dürfte - außer es gelingt bis dahin, das CO2 zu verflüssigen und in tiefen Gesteinsformationen zu lagern. Ob dies gelingen wird, ist fraglich: "Wir haben bislang ein Endlager-Problem mit dem Atommüll. Künftig haben wir dann zwei Endlagerprobleme", urteilt Christoph Bautz, der Sprecher der Aktion Campact.
Quelle: taz.de vom 16.08.2008

Langsamer wachsende Ölförderung in Russland erwartet
Laut dem Ministerium für Wirtschaftsentwicklung soll die Ölgewinnung von 490,7 Mio. Tonnen im Jahr 2007 um 9% auf 535 Mio. Tonnen im Jahr 2020 steigen. Danach wird der Umfang der Ölförderung bis 2025 stabil bleiben. Der Export soll bis 2015 von 258,4 Mio. auf 265 Mio. Tonnen steigen und dann bis 2031 auf 245 Mio. Tonnen zurückgehen.
Quelle: de.rian.ru vom 06.08.2008

Autobahnen sollen breiter werden
Bis 2015 sollen schätzungsweise 50% mehr LKWs auf deutschen Straßen fahren als heute, 2025 sogar fast doppelt so viele. So planen die Verkehrsminister der Länder, die Standstreifen von Autobahnen häufiger als bisher für Lastwagen freizugeben. Auf diese Weise könne deren Kapazität kostengünstig um bis zu einem Drittel erweitert werden. Allerdings müssten dafür Autobahnen mit Verkehrsleitsystemen ausgestattet und vielerorts die Standstreifen verbreitert werden. Bisher sind jedoch nur 1.300 von 12.200 Kilometern Autobahn mit Anlagen zur Verkehrsbeeinflussung ausgestattet, könnte nur auf 210 Kilometern der Standstreifen kurzfristig freigegeben werden. Die Ausrüstung einer Autobahnstrecke mit solchen Anlagen kostet bloß eine Viertelmillion Euro pro Kilometer, die Verbreiterung und Befestigung des Standstreifens mindestens eine weitere halbe Million Euro. Beides ist somit viel preiswerter als der Bau weiterer Fahrspuren. Der stellvertretende Vorsitzende des Verkehrsausschusses im Bundestag, Hettlich (Grüne), und der ADAC meinten jedoch, dass langfristig manche Autobahnen auf sechs oder sogar acht Spuren ausgebaut werden müssten. Auch wäre der Standstreifen als Sicherheitsbereich nötig, z.B. für Pannenfahrzeuge, Polizei- und Krankenwagen.
Quelle: Welt.de vom 02.07.2008

Zukunft "Umwelttechnik"
Der Elektrokonzern Siemens will sein Geschäft mit Umweltprodukten jährlich um 10% steigern; 2011 sollen mit Windkraftanlagen, Hybridantrieben u.a. rund 25 Mrd. Euro erwirtschaft werden. Derzeit wird mit Umwelttechnik bereits ein Viertel des Konzernumsatzes erzielt. Aber auch General Electric will diesen Bereich ausbauen und 2010 mit entsprechenden Produkten 25 Mrd. Dollar erwirtschaften.
Quelle: manager-magazin.de vom 23.06.2008

Auf dem Weg in eine multipolare Welt
Accenture-Deutschlandchef Stephan Scholtissek sieht eine "multipolare Welt" voraus, in der alte und neue Wirtschaftsmächte miteinander wetteifern. Schon jetzt fließen die Kapitalströme in beide Richtungen, kaufen chinesische oder mexikanische Unternehmen amerikanische oder deutsche Firmen auf. Bald werde es zu einem Kampf um qualifizierte Mitarbeiter kommen, weil den alternden Gesellschaften die Fachkräfte ausgehen und der Nachwuchs in Ländern wie China, Indien und Brasilien auch in ihrer Heimat attraktive Jobangebote vorfinden. "Die Zeiten, in denen multinationale Unternehmen in den Schwellenländern hauptsächlich einfache Arbeiten zu geringen Kosten ausführen ließen, gehen bereits wieder zu Ende", meint Scholtissek. Bei der Wissensproduktion werde China schon in zwei Jahren bei den Investitionen in Forschung und Entwicklung Westeuropa überholt haben. In 2025 oder 2050 werden Hochtechnologiestandorte und Innovationszentren über den ganzen Globus verbreitet sein. Deutschland wird hier nur mithalten können, wenn der Erfindergeist konsequent gefördert wird, Premiumsegmente besetzt und Produktinnovationen gezielt auf die Bedürfnisse vor Ort ausrichtet werden. Der Staat müsse Bildung und Ausbildung stärken sowie Grundlagenforschung und Unternehmertum fördern.
Quelle: FTD.de vom 06.06.2008

2050 gibt es keinen Fisch mehr
Auf der neunten UN-Konferenz über biologische Vielfalt wurde berichtet, dass es 2050 keine kommerzielle Fischerei mehr geben werde, falls die Überfischung nicht gestoppt wird. Damit wäre eine Milliarde Menschen ihrer einzigen Proteinquelle beraubt.
Quelle: Welt.de vom 20.05.2008

Ölreserven bald erschöpft?
Die Produktion in den derzeit ausgebeuteten Erdölfeldern fällt jährlich um 8%. Daher müssen fortwährend neue Lagerstätten erschlossen werden - doch sowohl die technischen und geologischen Probleme als auch die politischen Hindernisse werden immer größer. Gleichzeitig wächst die weltweite Nachfrage nach Öl um 1,5% pro Jahr. So sind Konflikte um die letzten Öl-Reserven vorprogrammiert.
Quelle: Presseportal.de vom 22.05.2008

Knappe Kohle
In vielen Ländern, inkl. Deutschland, werden neue Kohlekraftwerke gebaut. Ab 2020 oder 2025 soll Kohle dank der Technik zur Abscheidung der Treibhausgase "sauber" sein. Beispielsweise will RWE Dea in Schleswig-Holstein das CO2 in einer Tiefe von 2.500 Metern speichern. Da die Kraftwerke aber woanders entstehen (sollen), müsste das verflüssigte CO2 per Pipeline durch das Land gepumpt werden - und das dürfte ziemlich teuer werden. Durch die energieaufwendige Abscheidung, die Verflüssigung und den Transport könnte zudem der Wirkungsgrad der Kraftwerke um 10 bis 15% sinken.
Hinzu kommt, dass die Kohlepreise rasant steigen (seit Januar 2007 um über 100%), da in den letzten sechs Jahren der Kohleverbrauch weltweit um 30% zugenommen hat. Setzt sich diese Entwicklung fort, würden die Kohlevorräte in China noch bis etwa 2045 reichen, in den USA bis 2025. Zudem ist vielerorts die beste Kohle bereits abgebaut. Wenn die Technik zur Abscheidung der Treibhausgase endlich funktioniert, könnte also kaum noch Kohle auf dem Weltmarkt erhältlich sein. Außerdem entsteht bei der Verbrennung der Kohle auch Ruß, der als Feinstaub eingeatmet wird und in der Atmosphäre zur Erderwärmung beiträgt.

Quelle: Heise.de vom 25.03.2008

Studie: Osteuropa im Aufwind
Laut der ETLA (The Research Institute of the Finnish Economy) wird die Wirtschaft in Zentral- und Osteuropa bis zum Jahr 2050 mit durchschnittlich 3,7% stärker wachsen als im westlichen Europa mit 1,9%.
Quelle: cash-online.de vom 25.03.2008

Tiefensees Masterplan: Mehr Schienentransporte
Um zunehmenden Staus und wachsendem Güterverkehr auf den deutschen Straßen zu entgehen, will Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee mehr Transporte auf die Schiene umlenken. Dies rechne sich ab einer Entfernung von 200 Kilometern. Eine zentrale Steuerungsrolle wird der Lkw-Maut zukommen, die in den kommenden Jahren erhöht werden soll. Wenn nicht umgesteuert werde, würde der Straßengüterverkehr zwischen 2004 bis 2025 um 79% und der Straßengüterfernverkehr um 84% ansteigen. Das würde sich der Verkehr durch sein Wachstum selbst lahmlegen.
Quelle: n-tv.de vom 14.03.2008

Blick in die Kristallkugel? Eine neue Studie des Supply Management Institute (SMI) untersucht die Zukunft der Logistik-Dienstleistungsbranche im Jahr 2025
Im Jahr 2025 hat sich das Energieproblem weltweit dramatisch zugespitzt. Viele Rohstoffvorkommen sind versiegt und können nur als Sekundärrohstoffe wieder gewonnen werden - gut für die Boombranche Entsorgungswirtschaft. Viele Schwellen- und Entwicklungsländer konnten aufgrund ihres Rohstoffreichtums wirtschaftlich aufholen. Knapp die Hälfte der Bevölkerung Asiens und Afrikas lebt in Städten und profitiert in hohem Maße von der Globalisierung.
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Energie aus dem Osten: Wie abhängig ist Deutschland?
Deutschland bezog 2004 34% der Erdöleinfuhren und 42% der Erdgasimporte aus Russland. Bis 2025 werden die Anteile auf voraussichtlich 40% (Erdöl) bzw. 55-60% (Erdgas) ansteigen. Deutschland ist damit im Vergleich zu anderen europäischen Staaten besonders abhängig von Russland.
Quelle: eurosduvillage.com vom 13.02.2008

Personenverkehr wird weiter zunehmen
Laut der "Prognose der deutschlandweiten Verkehrsverflechtungen 2025" wird die Verkehrsleistung im motorisierten Individualverkehr von 887,4 Mrd. (2004) auf 1029,7 Mrd. Pkm (2025) ansteigen (plus 16,0%), im Eisenbahnverkehr aber von 72,6 auf 91,2 Mrd. Pkm (plus 25,6%) und im Luftverkehr sogar von 48,7 auf 103,0 Mrd. Pkm (plus 111,5%). Beim öffentlichen Straßenpersonenverkehr wird hingegen mit einem Rückgang von 82,7 auf 78,7 Mrd. Pkm (minus 4,8%) gerechnet. Dasselbe gelte für den Fahrradverkehr (Rückgang von 30,4 auf 29,0 Mrd. Pkm, minus 4,6%) und den Fußwegverkehr (Rückgang von 38,8 auf 36,2 Mrd. Pkm, minus 6,7%). Zu dem Anstieg der Verkehrsleistung würden vor allem Urlaubsreisen (plus 41,0%), private Fahrten (plus 25,5%) und Geschäftsreisen (plus 25,3%) beitragen.
Quelle: www.bmvbs.de/Anlage/original_1024631/ Verkehrsprognose-2025-Kurzfassung.pdf

City-Maut gegen den Verkehrsinfarkt?
Im Ruhrgebiet droht der Verkehrsinfarkt. Laut Landesverkehrsminister Wittke (CDU) wird auf den schon jetzt hochbelasteten Transitstrecken zwischen Rhein und Weser bis 2015 der Güterverkehr um 64% und der Personenverkehr um 20% zulegen. Deshalb werden der sechsspurige Ausbau der A 40, ein intelligentes Leit- und Informationssystems für alle Verkehrsträger, eine regionale City–Maut für Autos und Laster, die Aktivierung der alten Schienenverbindung "Eiserner Rhein" nach Antwerpen und ein Ausbau des Wasserstraßen-Netzes zwischen den Duisburg und Dortmund diskutiert. Ferner könnte das Zug-, Straßen-, U-Bahn- und Bus-Netz ausgebaut werden, wobei das unproduktive Nebeneinander von 25 eigenständigen Verkehrsgesellschaften als Hinderungsgrund gesehen wird. In London oder Paris werde der öffentlichen Nahverkehr viel intensiver genutzt.
Quelle: DerWesten.de vom 14.01.2008

Strom aus der Wüste für Europa
Die Trans-Mediterranean Renewable Energy Cooperation (Trec) propagiert einen Stromverbund zwischen Europa, Nordafrika und dem Nahen Osten, bei dem solarthermische Kraftwerke in den Wüsten Energie produzieren und mit Hilfe eines auf Gleichstrom basierenden Hochspannungsnetzes nach Europa exportieren. Durch dieses Netz könnte auch der Strom fließen, der im Norden Europas mittels Wind- und Wasserkraft erzeugt wird.
Europa könnte etwa 700 Terawattstunden Strom pro Jahr aus den solarthermischen Wüstenkraftwerken beziehen, was etwa 15% des für das Jahr 2050 prognostizierten Bedarfs entspräche. Um auch den Eigenbedarf zu decken, müssten in den Wüstenregionen solarthermische Kraftwerke mit einer Leistung von rund 500 Gigawatt gebaut werden, wofür eine Fläche von 10.000 Quadratkilometern benötigt werde. Die Investitionskosten werden mit 400 Milliarden Euro veranschlagt.
Quelle: NZZ.ch vom 09.01.2008

MV pumpt Millionen in Straßen und Häfen
Der Umschlag in den Seehäfen soll sich bis 2025 verdoppeln. Deshalb fördert Mecklenburg-Vorpommern bis 2013 mit 70 Mio. Euro den Ausbau von Kai- und Gleisanlagen. Weitere 90 Mio. Euro wollen die Hafengesellschaften aufbringen. Ferner gibt es 155 Mio. Euro (2008) für den Weiterbau der A 14 sowie für Bundes- und Landesstraßen.
Quelle: Ostsee-Zeitung.de vom 31.12.2007

Beschäftigungsexpansion bis 2020
Nach Modellrechnungen des IAB Nürnberg wird die Zahl der Erwerbstätigen von 2005 bis 2020 um gut 1,7 Millionen steigen und in den fünf Jahren danach um rund 0,5 Millionen sinken. Die Beschäftigungsgewinne werden sich aber ausschließlich auf Westdeutschland beschränken. Der Arbeitskräftebedarf im verarbeitenden Gewerbe wird weiterhin massiv abnehmen und im Dienstleistungsgewerbe zunehmen, insbesondere bei den unternehmensbezogenen Dienstleistungen.
Quelle: BildungsSpiegel.de vom 24.12.2007

Deutsche Technik ist in Kanada gefragt
Deutsche Unternehmen können im freihandelsorientierten Kanada von den niedrigen Markteintrittsbarrieren und den im Vergleich zu den USA deutlich geringeren Unternehmenskosten profitieren. Gefragt sind z.B. Produktionsmittel, da der kanadische Maschinenbau wenig entwickelt ist. Aber auch die Nachfrage nach Umwelttechnik wächst, z.B. für die Drosselung der Schadstoffemissionen bei der Verarbeitung von Bitumen und Ölsand, für die Erzeugung von Wind- und Solarenergie sowie für die Herstellung energieeffizienter Maschinen und Haushaltsgeräte. In all diesen Bereichen sind schon deutsche Unternehmen aktiv und profitieren z.B. von den hohen Stromabnahmepreisen in Ontario, die dazu beitragen sollen, dass bis 2015 die Kapazität der Windkraftenergie auf 10.000 Megawatt (MW) und bis 2025 die der Solarenergie auf 20.000 MW gesteigert wird.
Quelle: Handelsblatt.com vom 13.12.2007

Pilotenmangel bremst die Weltwirtschaft
Derzeit gibt es weltweit 260.000 Piloten - von denen viele in den kommenden Jahren in Rente gehen werden. Die IATA, die 250 Linienfluggesellschaften repräsentiert, schätzt den Bedarf an neuen Piloten auf 17.000 pro Jahr - 3.000 mehr als derzeit ausgebildet werden. Neben einer Verkürzung der Ausbildungszeiten ist nun vorgesehen, dass Flugkapitäne erst mit 65 in Rente gehen sollen. Die IATA geht bis 2010 von einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum des Luftverkehrs von rund 5% aus.
Quelle: Welt.de vom 09.12.2007

Das Hotel ist tot, es lebe das Hospitality-Konzept
Eine Auftragsstudie des Gottlieb-Duttweiler-Instituts, die beim 125-Jahr-Jubiläum des Branchenverbandes Hotelleriesuisse vorgestellt wurde, ergab, dass sich Hotels in der Zukunft nicht nur auf Übernachtungs- und Verpflegungsangebote beschränken dürfen, sondern zunehmend persönliche Kontaktpflege und "Hospitality" bieten müssten. Dienstleistungen wie Essen, Wellness, Sport, Unterhaltung könnten von externen Anbietern erbracht werden. Ferner müssten sich Hotels auf mehr ältere Kunden sowie auf Touristen aus China und Indien einstellen.
Quelle: nzz.ch vom 24.11.2007

Hafenbetreiber fordern Lkw-Spur auf Autobahnen
In den ersten acht Monaten dieses Jahres ist die Zahl der Container in Hamburg um 15% und in Bremen/ Bremerhaven um 12% gegenüber dem gleichen Zeitraum im Jahr 2006 gestiegen. Bis 2025 soll sich der Containerumschlag vervierfachen: auf 45 Mio. Standardcontainer im Jahr. Dieser Boom bringt die deutschen Seehäfen in Not: Mangels ausreichender Straßen und Schienen haben sie zunehmend Schwierigkeiten, die Container aus den Häfen ins Hinterland zu bringen.
Deshalb fordert Detthold Aden, Präsident des Zentralverbands der Deutschen Seehafenbetriebe, dass auf Autobahnen zu bestimmten Zeiten eine oder zwei Spuren nur noch für den Lkw freigegeben werden sollten. Und die Bahn soll ihren Personenverkehr zu einigen Tageszeiten so legen, dass Güterzüge Vorrang haben.
Die Hafenbetriebe werden bis in das Jahr 2012 hinein 3,2 Mrd. Euro für die Erweiterung der Umschlagsanlagen und die Bundesländer 4,3 Mrd. Euro für neue Hafenbecken und Kaimauern ausgeben, während der Bund rund fünf Mrd. Euro für die Hafenanbindung sowie für die Vertiefung von Elbe und Weser eingeplant hat. Aber auch neue Wege werden eingeschlagen: So geht der größte deutsche Hafenbetrieb, die Hamburger Hafen- und Logistik AG (HHLA), an die Börse, um durch den Verkauf von 30% der Anteile bis zu 1,5 Mrd. Euro zu erlösen.
Quelle: Welt.de vom 02.11.2007

US-Anti-Atom-Bewegung erstarkt
Ein Senatsentwurf des neuen US-Energiegesetzes enthält Kreditgarantien für die Nuklearindustrie - neben der Förderung erneuerbarer Energien und höheren Standards für Energieeffizienswerte. Die Nuclear Regulatory Commission rechnet mit bis zu 32 Neuanträgen für den Bau von Atomkraftwerken innerhalb von zwei Jahren. Weil der Bau von Atomkraftwerken extrem teuer ist, hat die Atomindustrie schon beim Energy Policy Act von 2005 Steuererleichterungen, Billigkredite und andere Subventionen für die Nuklearenergie durchgesetzt. Diese Entwicklung hat einer neuen Anti-Atombewegung ins Leben gerufen, die schon 120.000 Unterschriften gesammelt haben soll. Allerdings sind laut einer Gallup-Umfrage vom März diesen Jahres 53% der Amerikaner für Nuklearenergie.
Quelle: taz.de vom 24.10.2007

Spediteure fahren immer öfter auf XXL ab
Aufgrund des florierenden Welthandels müssen immer mehr Güter auf der Straße, im Wasser und in der Luft transportiert werden.. Klarer Sieger ist die Seeschifffahrt, die mit über 95% am interkontinentalen Handel beteiligt ist. So wuchs der Seehandel mit Containern in den vergangenen Jahren um mehr als 10% pro Jahr. Es werden deshalb immer mehr und immer größere Schiffe benötigt. 4100 Vollcontainerschiffe sind derzeit weltweit unterwegs; in den nächsten drei bis vier Jahren sollen 1500 dazukommen. Dabei wird auch an den Umweltschutz gedacht; z.B. will Beluga noch in diesem Jahr einen gleitschirmartigen Zugdrachen einsetzen, mit dem die Treibstoffkosten je nach Windverhältnissen um 10-35% gesenkt werden könnten.
Der Güterverkehr auf Straße und Schiene wuchs allein im Jahr 2006 um rund 7%. Die von Spediteuren gewünschte Zulassung von Gigaliner von– 25 Metern Länge und bis zu 60 Tonnen Gewicht wurde aber nicht genehmigt.
Auch die Luftfahrtindustrie entwickelt immer größere Transportmittel, sowohl für den Passagier- als auch für den Gütertransport. Laut Boeing waren 2006 rund 1790 Frachter im Einsatz, 2025 sollen es 3560 sein.
Quelle: Tagesspiegel vom 17.10.2007

Agrarprodukte werden teurer werden
Bis Ende 2009 könnten laut den Rohstoffexperten der Deutschen Bank der Preis für Mais um 100% steigen - und der von Weizen um 80%. Agrarrohstoffe werden aus folgenden Gründen immer teurer werden: (1) Die Weltbevölkerung steigt rasant: bis 2050 von derzeit sechs Milliarden auf über neun Milliarden. (2) Je größer der Wohlstand in Schwellenländern wie China und Indien wird, umso mehr werden qualitativ hochwertige Nahrungsmittel gekauft. Heute verbrauchen Chinesen mit rund 20 kg doppelt so viel Milchprodukte wie im Jahr 2000. (3) Der Klimawandel wird zunehmend zu Hochwasser und Dürreperioden führen - und damit zu Ernteausfällen. (4) Die Anbaugebiete für Agrarprodukte sind nicht beliebig erweiterbar. (5) Für den zunehmenden Fleischverbrauch wächst der Anteil der Anbauflächen von Futterpflanzen auf Kosten des Anteils für Getreide. (6) Immer mehr Land wird für die Erzeugung von Biosprit genutzt.
Quelle: Handelsblatt.com vom 24.09.2007

Dubai: Gesundheitsstadt der Superlative
In ein paar Jahren soll eine zwei Quadratkilometer große Gesundheitsstadt Tausende arabische und internationale Patienten versorgen. Renommierte Kliniken aus Nordamerika und Europa haben sich schon angesiedelt. Laut McKinsey werden sich die Gesundheitsausgaben in Bahrain, Kuwait, Oman, Katar, Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten bis 2025 auf 60 Mrd. $ verfünffachen. Schon heute litten in den Golfstaaten mehr Menschen an Krankheiten wie Diabetes oder Fettleibigkeit als im Rest der Welt. In der Gesundheitsstadt sollen aber auch Patienten aus Nordafrika und der indischen Mittelschicht behandelt werden. Dazu muss Dubai aber besser als die Konkurrenz in Indien, Ägypten und anderen afrikanischen Ländern sein.
Quelle: FTD.de vom 20.09.2007

Leichte Zunahme des Erwerbstätigenzahl
Nach Berechnungen des Statistischen Landesamts wird die Zahl der Erwerbspersonen in Baden-Württemberg bis zum Jahr 2015 um rund 430.000 auf 5,91 Mio. ansteigen und dann bis zum Jahr 2025 auf 5,53 Mio. zurückgehen. Der Anteil von über 50-jährigen Arbeitnehmern würde bis 2025 von derzeit gut 25% auf voraussichtlich 35% ansteigen. Obwohl es aufgrund der zunehmenden Erwerbsbeteiligung - insbesondere bei Frauen - in den nächsten Jahren zu keinem Arbeitskräftemangel kommen werde, könnten dennoch bald gut qualifizierte Fachkräfte fehlen, da die Globalisierung und der damit steigende internationale Konkurrenzdruck immer höhere Qualifikationen verlangen.
Quelle: ka-news 2007 vom 13.09.2007

J.D. Power Asia Pacific meldet: asiatisch-pazifischer Raum wird Europa als weltgrössten regionalen Fahrzeugmarkt 2009 übertreffen
So werden die Fahrzeugverkäufe 2007 voraussichtlich um mehr als 7% steigen und damit 28,1% der globalen Nachfrage ausmachen. Im Jahr 2009 werden wahrscheinlich 23 Millionen Fahrzeuge verkauft werden, verglichen mit 22,7 Millionen in Europa. Stetig steigende Einkommen ermöglichen es immer mehr Verbrauchern, vor allem in China und Indien, ein Auto zu kaufen.
Für 2014 werden Verkäufe in Höhe von 31,9 Millionen Einheiten oder 36% des gesamten Weltmarktes für PKW und Transporter für den Asien-Pazifik-Raum prognostiziert. Bei der gegenwärtigen Wachstumsrate erwarten J.D. Power and Associates, dass China die Vereinigten Staaten als weltgrössten Absatzmarkt für Neufahrzeuge im Jahr 2025 überholen wird.
Quelle: Juraforum.de vom 23.08.2007

Die Nachfrage nach Wohnungen sinkt
Das Statistische Landesamt Baden-Württembergs beziffert den Bedarf bis 2010 auf jährlich 28.000 Wohnungen, danach nur noch auf jeweils 22.000 Einheiten - 2006 wurden noch 37.000 Wohnungen bezugsfertig. Zudem werde die durchschnittliche Größe der Haushalte weiter sinken, da die wachsende Zahl der Älteren häufiger als Single lebt. Die Wohnungsprognose basiert auf einer Fortschreibung der Bevölkerungsentwicklung.
Quelle: stimme.de vom 18.07.2007

Chinesisch bald zweitwichtigste Welthandelssprache
Was sind die wichtigsten Sprachen der Welt im Hinblick auf wirtschaftliche Bedeutung sowie entsprechende berufliche Perspektiven? Und welche Fremdsprachen lohnt es sich am meisten zu lernen, wenn man in Deutschland lebt? Das Steinke-Institut in Bonn hat zwei Sprachenindizes entwickelt. Der erste, der Steinke-Sprachenindex, ermittelt das auf das Jahr 2025 fortgeschriebene Bruttosozialprodukt aller Länder der Welt und rechnet dieses auf die betreffenden Sprachen um. Und der zweite, der Steinke-Außenhandelssprachenindex, nimmt das Außenhandelsvolumen von Deutschland als Basis für die Frage, welche Fremdsprachen gerade für Deutsche am wichtigsten sind oder in Zukunft noch wichtiger werden.
Zu den wichtigsten Ergebnissen des Steinke-Sprachenindex zählen folgende: Englisch wird auch im Jahre 2025 mit großem Abstand die wichtigste Fremdsprache sein, deren Erlernen für die Karriere unabdingbar sein wird. Auf Rang zwei folgt dann schon Chinesisch. Es folgen auf den Rängen drei bis zehn Japanisch, Spanisch, Deutsch, Französisch, Italienisch, Russisch, Portugiesisch und Koreanisch. Gemessen am Bedeutungszuwachs von heute bis 2025 sind ferner u.a. folgende Sprachen stark im Kommen: Türkisch, Hindi, Polnisch, Rumänisch, Persisch, Thai und auch Vietnamesisch.
Zu den wichtigsten Ergebnissen des Steinke-Außenhandelssprachenindex gehören folgende: Wie schon beim Steinke-Sprachenindex wird Englisch auch auf lange Sicht mit großem Abstand die wichtigste Fremdsprache für die Bürger Deutschlands sein. Chinesisch wird an Bedeutung stetig wachsen und fast mit Französisch gleichziehen. Zu den wichtigsten elf Fremdsprachen gehören auch vier osteuropäische: Russisch, Polnisch, Tschechisch und Ungarisch. Viel wichtiger als man ahnen könnte, ist Niederländisch (inklusive Flämisch) auf Rang 4, was allerdings dadurch relativiert wird, dass man sich mit überproportional vielen Niederländern und Flamen auch auf Deutsch oder Englisch unterhalten kann. Spanisch wird bald mit Italienisch zumindest gleichziehen, und auch die etwas "exotischeren" Sprachen Arabisch, Türkisch, Japanisch und Koreanisch werden an Wichtigkeit zunehmen.
Quelle: Pressemitteilung des Steinke-Instituts vom 16.07.2007

Ältere nutzen zunehmend das Internet, konsumieren und reisen viel
Die Generation 50+ verjüngt mental: Sie hat Vertrauen in neue Technologien, nutzt immer häufiger das Internet und ist mit einem Anstieg von knapp 80% in den vergangenen fünf Jahren die am stärksten anwachsende Gruppe der Online-Shopper. Dabei stehen Medikamente, Gesundheitsprodukte, Computerzubehör, Heimwerkerbedarf und Online-Banking besonders hoch im Trend.
Laut einer Studie des Marktforschungsunternehmens AC Nielsen tätigt die Generation 50+ rund zwei Drittel der Konsumgüterumsätze. Sie verreist doppelt so oft wie der deutsche Durchschnitt und gibt rund 15% mehr für Reisen aus als die 30- bis 39-Jährigen.
Quelle: Pressemitteilung der Platinnetz GmbH auf live-PR.com vom 26.06.2007

Anstieg der Konsumnachfrage Älterer bis 2050
Bis zum Jahr 2050 wird sich der Anteil der Haushalte Älterer an den gesamten Konsumausgaben in Deutschland von derzeit 32% auf 42% erhöhen. Zu diesem Ergebnis kommt das DIW Berlin in seinem aktuellen Wochenbericht 23/2007. Langfristig sinkende Einwohnerzahlen und die Veränderung der Struktur der Haushalte lassen die Bedeutung Älterer nicht nur für die Inlandsnachfrage insgesamt, sondern auch in allen Konsumgütergruppen in Deutschland steigen. Haushalte von älteren Personen fragen nicht grundsätzlich andere Güter und Dienste nach als Haushalte von Jüngeren, jedoch unterscheidet sich ihre Zusammensetzung deutlich.
Trotz sinkender Bevölkerung wird die Zahl der Privathaushalte bis 2020 um rund 2 Mill. zunehmen und erst nach 2040 unter das heutige Niveau fallen. Im Jahr 2050 wird nahezu die Hälfte aller Haushalte (45%) von Älteren gebildet. Allein demographisch bedingt steigen die gesamtwirtschaftlichen Konsumausgaben bis 2020 auf 1023 Mrd. Euro und gehen dann auf 935 Mrd. Euro im Jahr 2050 unter das Ausgangsniveau zurück. Hier schlagen sich die geringen Einkommen der Rentnerhaushalte nieder. Werden darüber hinaus auch Einkommenssteigerungen (zugrunde liegende Annahme 1,5% reales Wachstum) und Veränderungen im Konsumverhalten berücksichtigt, verdoppeln sich die Konsumausgaben insgesamt bis 2050. Dabei kommt es zu einer merklichen Verschiebung in der Struktur der konsumierten Güter und Dienste. Den prozentual höchsten Zuwachs kann insgesamt gesehen die Gesundheitspflege verbuchen, hier verdreifachen sich die Ausgaben. An Bedeutung gewinnen neben der Gesundheitspflege vor allem Güter und Dienste in den Bereichen Freizeit, Beherbergung und Bildung (+110% bis rund +130%). Dagegen werden in der gesamtwirtschaftlichen Konsumstruktur die Gütergruppen Nahrung und Bekleidung an Bedeutung verlieren und nur noch 12% des gesamten privaten Verbrauchs ausmachen. Die Unternehmen stehen damit vor der Herausforderung, ihre Produkte rechtzeitig den spezifischen Anforderungen der "neuen" Konsumentenschicht anzupassen.
Quelle: Pressemitteilung von DIW Berlin vom 06.06.2007

Großer Bedarf an Jets
Bis 2025 soll laut Airbus der weltweite Bedarf an neuen Flugzeugen inklusive Frachtfliegern auf rund 22.660 mit einem Gesamtwert von 1773 Mrd. Euro anwachsen. Allein der Bedarf der europäischen Fluglinien wird auf 441 Mrd. Euro geschätzt.
Quelle: WienerZeitung.at vom 10.05.2007

Kritik an Kurzsichtigkeit von Managern
Familienbetriebe seien für Zukunftsforschung viel aufgeschlossener als Manager, die oft ihre Jobs wechseln. Laut Gereon Klein vom St. Galler Zentrum für Zukunftsforschung seien viele mittelständische Unternehmen seit Generationen in Familienbesitz und haben Interesse, das Knowhow an den eigenen Nachwuchs weiterzugeben. Deshalb beschäftigen sie sich mit Forschung und Planung viel intensiver als die großen und börsengesteuerten Konzerne, in denen eine kurzfristiges Denken vorherrschen würde.
Quelle: salzburg.ORF.at vom 08.05.2007

Kräftiges Wachstum deutscher Seehäfen erwartet
Bis zum Jahr 2025 wird sich laut der Seeverkehrsprognose des Bundesverkehrsministeriums der Umschlag deutscher Seehäfen im Vergleich zu 2004 mehr als verdoppeln. Davon würden vor allem Hamburg und Bremerhaven profitieren - der Hamburger Hafen könnte etwa 50% des Umschlags von Rotterdam erreichen und beim Containeraufkommen sogar Rotterdam den Rang streitig machen. Das durchschnittliche Wachstum in den deutschen Häfen wird mit 4,6% pro Jahr deutlich höher sein als in den Häfen von Amsterdam, Rotterdam, Zeebrugge und Antwerpen. So lägen die deutsche Häfen näher bei den Wachstumsmärkten in den osteuropäischen Staaten.
Quelle: Die Neue Epoche online vom 01.05.2007

Neue Aufsteiger: BRIC-Länder und "Next-Eleven"
Vor fünf Jahren wurde in einer Studie der Goldman Sachs Global-Research-Abteilung zum ersten Mal die Frage stellte, wie die Welt im Jahr 2025 bzw. im Jahr 2050 aussehen wird, wenn die Schwellenländer wie i den letzten Jahren weiterwachsen. Insbesondere den BRIC-Länder - Brasilien, Russland, Indien und China - wurde das Potenzial zugesprochen, die führenden Wirtschaftsnationen schon in einigen Jahrzehnten einzuholen. Ein Resümee fünf Jahre nach derStudie zeigte: Keines dieser vier Länder liegt unter den prognostizierten Wachstumsraten. Russland, Indien und China sind sogar deutlicher gewachsen als prognostiziert. Sie haben von der Globalisierung, dem globalen Wachstum, ihrem Rohstoffreichtum und dem wachsende Handel untereinander profitiert.
In Zukunft werden aber auch die "Next-11" eine große Rolle spielen: Ägypten, Bangladesch, Indonesien, Iran, Mexiko, Nigeria, Pakistan, die Philippinen, Südkorea, die Türkei und Vietnam. Bereits heute verzeichnet Vietnam die höchsten Wachstumsraten nach China. Auch auf die Philippinen verzeichnen seit mehr als zehn Jahren durchschnittliche Wachstumsraten von rund 4%. Bis zum Jahr 2025 könnten die Einkommen eines größeren Teils der Bevölkerung in den meisten N-11-Staaten die 3.000-US-Dollar-Marke für primären Konsum überschreiten. Die Folge wäre ein deutlicher Anstieg des gesamtwirtschaftlichen Verbrauchs.
Quelle: n-tv.de vom 10. April 2007

Russland will mit Ostsibirien-Pipeline Anteil am Asien-Markt erhöhen
Mit der Inbetriebnahme der neuen Ölpipeline von Ostsibirien zum Pazifik kann Russland seinen Anteil am asiatischen Ölmarkt auf 6,5% steigern. In Ostsibirien und in Jakutien sollen gegen 2015 jährlich etwa 40 Millionen Tonnen Öl gefördert werden. Bis 2025 soll die Förderung auf 80 Millionen Tonnen steigen. Dafür müssten bis 2020 jedoch etwa 102 Milliarden Dollar in die Ölproduktion investiert werden.
Quelle: RIA Novosti vom 13.03.2007

Wirtschafts- und Konsumtrends im Jahr 2025
Das Schweizer Gottlieb Duttweiler Institut (GDI) veröffentlichte im "GDI Radar 1.07" folgende Trends:

  • Marktpotenzial: Nischenmärkte sind die Massenmärkte von morgen, denn wer Nischenprodukte kauft, fühlt sich als "master of the youniverse".
  • Kundenvertrauen: Das Vertrauen der Kunden in Hersteller, Händler und Expertenwissen nimmt stetig ab, während das Vertrauen in Meinungswissen aus dem Internet steigt.
  • Männer: Wer Männerwünsche und -gewohnheiten untersucht, wird neue Märkte erkennen.
  • Firmen: Verlässlichen Partnerschaften, Vorsprung an Kreativität, Mut zum gesunden Risiko auch gegen den Mainstream, Bereitschaft zu sozialer Innovation, Schaffung von Werten, deren Erhaltung sich lohnt, kennzeichnen das zukünftige "Über-Geschäft".
  • Mode: Mode, Accessoires und Technik verschmelzen auch auf dem Massenmarkt zur High-Tech-Kleidung. Kunden gestalten ihre Wunsch-Produkte online. Gegentrend: exklusive Produkte, Mitgliedern von Communities vorbehaltene Produkte und "altmodische" Handarbeit.
  • Shopping-Hot-Spots: Bahnhöfe und Flughäfen statt Shopping-Center und grüne Wiese. Ladenformate von morgen: Popup- und Guerilla-Stores und (Premium) Factory-Outlets. Internationale Handelsketten gelten als die absoluten Gewinner.
  • Werbung: Unternehmen kommunizieren mit ihren Konsumenten "auf Augenhöhe" über Kanäle wie Podcast oder Blogs, YouTube, MySpace, Friendster oder Xanga. Hits, grossen Volumen und Umsätze verlieren an Bedeutung.

Quelle: MittelstandsBlog vom 06.03.2007

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In die Infrastruktur investieren
Die OECD schätzt den globalen Bedarf an Infrastrukturinvestitionen bis 2030 auf 41.000 Mrd. $. Allein für die Modernisierung der weltweiten Elektrizitätsversorgung würden zwischen 2020 und 2030 pro Jahr über 240 Mrd. $ und für die globale Wasserversorgung über 1.000 Mrd. $ anfallen. Laut Weltbank wird derzeit mehr als die Hälfte der weltweiten Infrastrukturgelder in den Schwellenstaaten ausgegeben. Da dort die Verstädterung rasant zunimmt, wird bis 2020 mit Infrastrukturmaßnahmen in Höhe von 21.700 Mrd. $ gerechnet.
Quelle: vdi-nachrichten.de vom 12.02.2010

Energie von der Resterampe
Laut Internationaler Energieagentur könnten aus 10% der weltweiten Abfälle aus der Land- und Forstwirtschaft 125 Mrd. Liter Diesel bzw. 170 Mrd. Liter Ethanol pro Jahr hergestellt werden, womit reichlich 4% des weltweiten Kraftstoffverbrauchs im Transportsektor gedeckt werden könnten. Konkurrierende Nutzungen gäbe es aber weiterhin - nicht mehr mit der Nahrungsmittelproduktion, sondern hinsichtlich der Verwendung von Abfällen zur Düngung oder zum Heizen in Entwicklungsländern.
Quelle: neues-deutschland.de vom 10.02.2010

Airbus erwartet grosse Nachfrage aus Asien
Der Flugzeughersteller erwartet für den asiatisch-pazifischen Raum ein Wachstum des Passagierverkehrs von durchschnittlich 5,9% und im Cargoverkehr von 6,3% pro Jahr. Insgesamt 8.000 neue Passagier- und Frachtflugzeuge sollen bis 2030 von asiatischen Fluggesellschaften benötigt werden - ein Dittel des weltweiten Bedarfs. Die Aufträge hätten einen Wert von 1,2 Billionen $.
Quelle: fliegerweb.com vom 03.02.2010

Enormes Wachstum bei Windkraft
Im Jahr 2009 wurden 952 neue Windenergieanlagen mit einer Leistung von 1.917 Megawatt in Deutschland installiert - ein Plus von 15% gegenüber dem Vorjahr. Jedoch kann nur ein Anteil der Windkraft am EU-Energiemix von 15% in 2020 und 25% in 2030 erreicht werden, da die Produktionskapazitäten der Hersteller begrenzt sind und viele Anlagen exportiert werden. Auch können die Stromnetze noch nicht den ganzen im Norden Deutschlands eerzeugten Windstrom nach Süden transportieren (wo die Nachfrage groß ist), sodass schon jetzt Windkraftanlagen immer wieder außer Betrieb genommen werden müssen.
Quelle: euractiv.de vom 28.01.2010

60 Mrd. Euro Entlastung für Verbraucher bis 2030 möglich
Dies erwartet eine Studie der Forschungsinstitute R2B und EEFA für den Fall, dass die Laufzeit der 17 deutschen Atomkraftwerke auf 60 Jahre verlängert wird. Außerdem könne die deutsche Industrieproduktion im Jahre 2030 um rund 14 Mrd. Euro höher ausfallen, was einem Beschäftigungseffekt von rund 62.000 neuen Arbeitsplätzen entspräche. Schließlich könnten Millionen Tonnen CO2 eingespart werden.
Quelle: rp-online.de vom 16.01.2010

Vor der Nahrungsmittelkrise
Jedes Jahr müssen 79 Mio. Menschen mehr ernährt werden, während gleichzeitig 3 Mrd. bestrebt sind, mehr Fleisch- und Milchprodukte zu essen - und damit die Ressourcen immer stärker beanspruchen: Für einen Nordamerikaner wird etwa viermal so viel Getreide wie für einen Inder benötigt, der sich überwiegend vegetarisch ernährt. Zudem wird in den USA bereits die Hälfte des Getreides für die Herstellung von Ethanol benötigt. Gleichzeitig geht weltweit immer mehr Land durch Erosion und Bebauung verloren, sinken die Grundwasserspiegel, wird immer mehr Wasser für die Versorgung der wachsenden Stadtbevölkerung benötigt. So werden insgesamt 400 Mio. Menschen mit Wasser aus schwindenden Quellen versorgt. Reichere Länder, die nicht genug Nahrungsmittel produzieren, schließen langfristige Lieferverträge ab (z.B. Ägypten mit Russland) oder pachten Ackerland in anderen Staaten (z.B. Libyen in der Ukraine, Saudiarabien im Sudan). Die sich abzeichnende Nahrungsmittelkrise kann nur vermieden werden, wenn es in mehr Regionen Nordamerikas und Europas gelingt, zwei Ernten pro Jahr einzufahren, wenn anstatt einer unkontrollierten Wasserzufuhr mehr Sprinkler und Tröpfchenbewässerung eingesetzt werden und wenn die Produktion von Ethanol aus Getreide reduziert wird. Da Düngemittel immer teurer werden, müssten mehr Nährstoffe recycelt werden, und da Diesel immer mehr kostet, die Transportwege verkürzt werden - in den USA werden im eigenen Land hergestellte Lebensmittel im Durchschnitt 1.500 Meilen weit transportiert.
Quelle: The Futurist vom Januar/Februar 2010

Kohle, das neue schwarze Gold
Obwohl Kohle für etwa 40% der weltweiten CO2-Emissionen verantwortlich ist, schätzt die Internationale Energie-Agentur (IEA), dass sie im Jahr 2030 rund 29% des globalen Energiebedarfs abdecken wird (2006: 26%). Analysten rechnen damit, dass ihr Preis schon 2010 um 23 bis 38% steigen wird. Vor allem China importiere immer mehr Kohle.
Quelle: tagesanzeiger.ch vom 28.12.2009

Öl ist ein wichtiger Rohstoff für die Industrie
Sollte bis 2020 das Maximum der Ölfördermenge erreicht werden, wie nun die Internationale Energieagentur prognostiziert, wird dies nicht nur die Autofahrer treffen, sondern auch die chemische Industrie - für sie ist Erdöl die mit Abstand wichtigste Rohstoffquelle. Fast alle Produkte basieren auf Kohlenstoff. Konzerne wie BASF suchen schon jetzt nach Alternativen. Gedacht wird an Erdgas, Kohle und nachwachsende Rohstoffe. Der Bayer-Konzern fordert, "einen höheren Anteil des Rohöls für die chemische Industrie zu verwenden" anstatt es "einfach zu verfeuern".
Quelle: rp-online.de vom 15.12.2009

Ab 2020 wird das Öl knapp
Die Internationale Energieagentur (IEA) hat ihre Prognosen nach einer Analyse von 800 Ölfeldern revidiert. Nun wird davon ausgegangen, dass 2020 das Maximum der konventionellen Ölförderung erreicht sein wird und dann die geförderte Menge stetig abnehmen werde - sofern keine großen Ölvorkommen mehr entdeckt würden.
Quelle: bbv-net.de vom 14.12.2009

Elektroauto-Boom treibt Preise für Lithium nach oben
Dieser wichtige Rohstoff für Batterien ist ein relativ knappes Gut, bei dem die Nachfrage das Angebot langfristig deutlich übertreffen dürfte. Dies könnte zu erheblichen Preissteigerungen bei Lithium führen, prognostizieren Wissenschaftler vom Hamburgischen WeltWirtschaftsInstitut.
Quelle: abendblatt.de vom 15.12.2009

Das Auto wird elektrisch
Im Jahr 2050 werden mit weltweit 200 Mio. fast viermal so viele PKW wie heute (55 Mio.) produziert werden. Spätestens dann werden nur noch Elektroautos mit Batterien oder Wasserstoffzellen sowie Hybridmodelle gebaut werden. Aber schon in den kommenden Jahren wird es neben dem Tesla Roadster erste Modelle geben: Mitsubishi i-MiEU (2009), Chevrolet Volt, Citroen C-Zero, Fisker Karma, Nissan Leaf, Peugeot Ion und Toyota Prius III (alle 2010), Opel Ampera und die drei Renault-Modelle Twitzy, Fluence und Kangoo Z.E. (2011). Deutsche Autohersteller sind hier kaum vertreten: Von den für 2015 prognostizierten 1,3 Mio. Elektroautos weltweit werden voraussichtlich 56% von Renault-Nissan, 19% von GM, 8% von Mitsubishi und 3% von Daimler (inkl. Smart) sein.
Quelle: ADAC Motorwelt vom Dezember 2009

Gesundheitswesen: Vom Kostenfaktor zum Jobmotor
Nach einer Studie der Unternehmensberatung Roland Berger im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums könnten im Gesundheitsbereich bis 2030 rund zwei Mio. neue Jobs geschaffen werden. Während 2005 etwa jeder Siebte in der Gesundheitswirtschaft beschäftigt war, soll es dann jeder Fünfte sein. Der Anteil der Gesundheitswirtschaft am BIP könnte von derzeit 10% auf fast 13% wachsen. Vor allem die Bereiche Gesundheitstourismus, Fitness/ Wellness und Bioprodukte würden an Bedeutung gewinnen. Die Kosten für den Gesundheitsmarkt würden um 67% wachsen.
Quelle: pressetext.at vom 28.11.2009

Neue Biotreibstoffe in Produktion
Der Konzern DuPont wird ab dem Jahr 2011 Ethanol aus Zellulose sowie Butanol aus Mais und Zuckerrohr produzieren. Butonal hat mehr Energie als Ethanol, kann Benzin beigemischt werden, lässt sich durch Pipelines pumpen und verbrennt relativ "sauber".
Quelle: Fortune vom 23.11.2009

Mecklenburg-Vorpommern verliert bis 2030 jede dritte Erwerbsperson
Wie das Statistische Amt in Schwerin mitteilte, gehört das Land neben Sachsen-Anhalt und Thüringen zu den drei Bundesländern mit dem stärksten Rückgang an erwerbsfähigen Menschen.
Quelle: ostsee-zeitung.de vom 13.11.2009

Große Potenziale für Bauwirtschaft bei Geothermie und Offshore-Windkraft
In einem von Deutsche Bank Research veröffentlichten Gutachten wird davon ausgegangen, dass bis 2030 im Bereich der Geothermie mit einem Bauvolumen von 25 Mrd. Euro und beim Ausbau der Offshore-Windkraftanlagen in Nord- und Ostsee sogar mit einem Investitionsvolumen von über 80 Mrd. Euro zu rechnen sei. Seitens der deutschen Bauwirtschaft wurde berichtet, dass der Anteil der neu errichteten Wohngebäude, die vorwiegend geothermisch beheizt werden, von weniger als 1% (2000) auf 18,5% (2008) zugenommen habe.
Quelle: finanznachrichten.de vom 06.11.2009

Mehr Kreativität - mehr Wachstum
In einer Studie der Jungunternehmervertretung der Wirtschaftskammer Österreich und des METIS Instituts für ökonomische und politische Forschung wird Kreativität als "Prozess, der zu Innovation führen kann, aber nicht zwingend muss", definiert. Sie hänge u.a. von Qualifikation, Weiterbildung, Humankapital, Innovationskraft und Investitionsgrad ab. Könnte Kreativität bis 2030 um 10% gesteigert werden, würde dies das österreichische Bruttoinlandsprodukts um 691 Mrd. Euro für den Zeitraum 2008 bis 2030 erhöhen. Um dies zu erreichen, müsse beim Potenzial der Menschen angesetzt (mehr Bildung, Wissen und Horizonterweiterung durch Jobrotation oder Auslandspraktika) und ein kreativitätsförderndes Umfeld geschaffen werden.
Quelle: diepresse.com vom 24.10.2009

Trends zu Konsum und Arbeit bis 2030
Die Hälfte der Europäer erwartet, dass sich das Arbeitsleben stark verändern wird: Der Trend gehe zum Zweit- und Drittjob; man werde mehrere Arbeitgeber haben und müsse 2030 bis zum 75. Lebensjahr arbeiten. 29% der Befragten gehen davon aus, dass in Zukunft Gesundheitskosten einen Großteil der Konsumausgaben ausmachen werden; 25% wollen teure Konsumgüter lieber leasen statt kaufen.
Quelle: vnr.de vom 16.10.2009

Arbeitskräftemangel trotz Millionen Arbeitsloser
In den kommenden 10 Jahren wird die Zahl der Stellen für wenig qualifizierte Arbeitnehmer weiter zurückgehen. Hingegen werden weiterhin Arbeitskräfte mit (natur-) wissenschaftlichen und technischen Abschlüssen gesucht werden, aber auch Mitarbeiter für den Bildungs-, Gesundheits- und Pflegebereich. Trotz einer Arbeitslosenquote von 9,4% (Mai 2009) können in den USA mehr als 1 Mio. Stellen mangels hoch qualifizierter Bewerber nicht besetzt werden - diese Zahl könnte bis 2020 auf 12 bis 14 Mio. anwachsen, da viele Wissenschaftler, Techniker und Ingenieure aus der "baby boom"-Generation in Rente gehen werden. Der Nachwuchs fehlt, weil in den letzten Jahren nur wenige Studenten diese Fachgebiete gewählt haben - sie studierten lieber Finanz- und Wirtschaftswissenschaften. Auch bleiben zu viele junge Menschen ohne Schul- bzw. Berufsabschluss; andere erwerben zu niedrige Qualifikationen. Ähnliches gilt für Europa, Russland, Japan und Südkorea, wo die Situation noch durch die sinkenden Geburtenraten verschärft wird. So haben weltweit 30% aller Unternehmen trotz Wirtschaftskrise offene Stellen. Der Wirtschaft in den USA, in Europa und in Ostasien wird es auch immer schwerer fallen, Stellen mit Immigranten zu besetzen, da hoch qualifizierte Chinesen, Inder usw. in ihren Heimatländern immer bessere Berufschancen haben.
Quelle: The Futurist vom September/Oktober 2009

Neue Ölfelder entdeckt
In den vergangenen Wochen wurde vor der Küste Afrikas das Venus-Feld gefunden, das sich mehr als 1.000 Kilometer von Sierra Leone bis Ghana zieht. Vor der brasilianischen Küste wurden die Erölfelder Guará und Tupi sowie vor der mexikanischen Küste das Tiber-Feld entdeckt. In der der ersten Jahreshälfte 2009 summierten sich die Funde auf schätzungsweise 10 Mrd. Barrel Öl. Das ist jedoch nicht viel: Bei einem weltweiten Verbrauch von 85 Mio. Barrel pro Tag reicht diese Menge für nur etwas mehr als 100 Tage.
Quelle: faz.net vom 03.10.2009

Die neuen Gastarbeiter: osteuropäische Pflegefachkräfte
Laut NRW-Sozialminister Karl-Josef Laumann kann der Anstieg der Zahl von Pflegebedürftigen mittelfristig nicht ohne den Einsatz von osteuropäischem Pflegepersonal bewältigt werden. In NRW gäbe es derzeit rund 485.000 Pflegebedürftige - schon 2010 werden es 540.000 und 2040 sogar rund 700.000 sein. Aber auch ältere erwerbslose Menschen könnten zu Pflegefachkräften umgeschult werden.
Quelle: epd.de vom 06.09.2009

"Peak oil"
Mit diesem Begriff wird das Maximum der weltweiten Ölförderung bezeichnet. Der Höhepunkt der heimischen Ölförderung wurde bereits in vielen Ländern erreicht: in den USA im Jahr 1970, in Syrien und Indien 1995, in Venezuela 1998, in Großbritannien 1999, in Norwegen 2001 und in Russland 2007. Etwa seit 1980 wird weltweit weniger Öl entdeckt als gefördert. Wie viel Öl noch da ist, weiß aber niemand - zumal die Opec-Staaten zu hohe Schätzungen abgeben, da sich hier der erlaubte jährliche Export an den noch vorhandenen Ressourcen bemisst. In Saudi-Arabien, das 13,5% des globalen Erdöls liefert, wird schon Wasser in Erdölquellen eingepresst - auf diese Weise wird aus erschöpften Feldern das Letzte herausgeholt. Deshalb geht Jörg Schindler von Ludwig-Bölkow-Systemtechnik davon aus, dass die Ölreserven des Nahen Ostens um 300 Mrd. Barrel zu hoch angegeben werden. Für ihn wurde "peak oil" schon längst überschritten, muss die Welt bereits im Jahr 2030 mit weniger als der Hälfte des heute geförderten Öls auskommen. Die deutsche Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe sieht "peak oil" hingegen erst 2020 kommen.
Quelle: sueddeutsche.de vom 29.07.2009

Der zukünftige Qualifikationsbedarf in Baden-Württemberg
Trotz der gegenwärtigen Wirtschaftskrise werden laut einer Studie der Prognos AG im Jahr 2015 rund 280.000 und bis 2030 voraussichtlich 500.000 Erwerbstätige in Baden-Württemberg fehlen, davon 200.000 Hochschulabsolventen und 230.000 Personen mit beruflichen Bildungsabschlüssen. Nach Sektoren differenziert werden im Verarbeitenden Gewerbe 2030 rund 80.000 Personen und in den Dienstleistungsbranchen 370.000 Personen fehlen. Durch Weiterbildung und Umschulung könnte die Lücke bis 2030 um ca. 250.000 Personen verringert werden, aber auch durch längere Wochenarbeitszeiten und höhere Erwerbsbeteiligung. Produktionsnahe Tätigkeiten werden von über 25% im Jahr 2000 auf 19% im Jahr 2030 abnehmen, die wissensbasierten Tätigkeiten jedoch von 18% auf rund 25% zunehmen. So ist mit einer stärkeren Nachfrage nach höheren Qualifikationen zu rechnen.
Quelle: proplanta.de vom 23.07.2009

EFET sieht bis 2030 große Lücke bei Gasspeichern
In Deutschland können derzeit in 46 Speicheranlagen 20 Mrd. cbm - knapp ein Viertel des Jahresverbrauchs - gespeichert werden. Bis 2016 sollten die Speicherkapazitäten um rund 8,7 Mrd. cbm auf ein Drittel des Jahresverbrauchs erhöht werden. Auf diese Weise könnten laut dem Verband der Europäischen Energiehändler die saisonale Flexibilität und Versorgungssicherheit besser gewährleistet werden. So sei zu bedenken, dass die europäische Eigenproduktion zurückgehe bzw. die Importabhängigkeit zunehme und die wachsende Nutzung von Wind- und Solarenergie mehr flexible Gaskraftwerke voraussetze. Bei seiner Prognose geht der Verband von einer durchschnittlichen Wachstumsrate der europäischen Gasnachfrage bis 2030 von rund 1,8% pro Jahr aus.
Quelle: dowjones.de vom 12.07.2009

Rohstoffe: die kommenden Boommärkte
Vor allem die Schwellenländer Asiens werden einen immer größer werdenden Bedarf an Industriematerialien wie Metalle, Beton, Asphalt, Öl und Gas haben. Laut BHP Billiton wird z.B. die Gesamtkupfernachfrage von 2008 bis 2032 rund 680 Mio. Tonnen betragen - seit 1900 wurden bisher nur 608 Mio. Tonnen weltweit gefördert. McKinsey & Company schätzen, dass alleine in China 5 Mrd. Quadratmeter neuer asphaltierter Strassen, 170 neue Massentransportsysteme und 40 Mrd. Quadratmeter Wohn- und Geschäftsfläche in 5 Mio. neuen Gebäuden gebaut werden müssen. Auch die Nachfrage nach Weizen, Gerste, Soja, Mais, Reis und Co. wird in den kommenden Jahren weiter zunehmen - zum einen wegen des Wachstums der Weltbevölkerung und zum anderen durch den zunehmenden Fleischverbrauch, der sich bis 2050 verdoppeln wird. Alleine in China stiegt der Verbrauch an Schweinefleisch zwischen 1993 und 2005 von 24 auf 34 kg pro Person - wobei zur Erzeugung eines Kilos Schweinefleisch fünf Kilo Getreide benötigt werden.
Quelle: financial.de vom 05.07.2009

Windenergie: Optimismus in der Krise
Aufgrund der Finanzkrise verlangsamt sich der Ausbau von Windparks in Deutschland. 20 bis 30 Mrd. Euro werden allein die bis jetzt genehmigten Einrichtungen kosten - und dreimal so viele Anlagen werden nötig sein, wenn die Bundesregierung ihr Ziel erreichen will, bis 2030 ca. 15% des Strombedarfs vom Wind erzeugen zu lassen. Allerdings wollen sich jetzt die großen Energieversorger mehr engagieren, da sie hohe Einnahmen aus Kohle- und Atomstrom erzielt haben. Allein die RWE-Tochter Innogy will jährlich 1,1 Mrd. Euro in erneuerbare Energien investieren.
Quelle: nordsee-zeitung.de vom 17.06.2009

Eon will grüner werden
Der Düsseldorfer Konzern möchte bis 2030 rund 36% des Stroms durch erneuerbare Energien bereitstellen, dreimal so viel wie heute. Die Ökoinvestitionen werden deshalb zwischen 2009 und 2011 von 15% auf ein Viertel erhöht. In Magdeburg weihte der Konzern seine erste Solar-Fabrik und in Südfrankreich sein erstes Solarkraftwerk ein.
Quelle: sueddeutsche.de vom 05.06.2009

Prognos-Studie: Bis zum Jahr 2030 wird die Arbeitskräftelücke auf 5,5 Millionen Personen klettern
Spätestens beim nächsten Aufschwung wird der Fachkräftemangel wieder thematisiert werden. Vor allem Arbeitsplätze für Fachkräfte und Akademiker können dann nicht besetzt werden. Die Prognos AG empfiehlt deshalb den Unternehmen, ihre Mitarbeiter gezielt fortbilden und sie flexibler einzusetzen.
Quelle: personalpraxis24.de, abgerufen am 28.05.2009

Abschied vom patriarchischen System
Der Zukunftsforscher Horst W. Opaschowski erwartet, dass immer mehr Frauen erwerbstätig werden. "Und wenn die Qualifizierungsoffensive der Frauen weiter anhält, können 2030 die Männer im Erwerbsprozess erstmals zur Minderheit werden". Aufgrund der hohen Qualifikation vieler Frauen könnten die Karrierechancen für Männer geringer werden. Bis 2030 werde die Wirtschaft vom patriarchalischen System Abschied nehmen. Zugleich würden die Chancen älterer Arbeitnehmer steigen: "Die Best Ager werden als unverzichtbare Mitarbeiter wieder entdeckt und sind nicht mehr nur als Kunden und Konsumenten interessant. Die Wirtschafts- und Arbeitswelt kann von der doppelten Erfahrung – der Lebens- und der Berufserfahrung der Älteren – profitieren. Gelassenheit und Beständigkeit halten wieder mehr Einzug in das Arbeitsleben". Immer mehr Arbeitnehmer würden dann auch selbst bestimmen wollen, wann sie in Rente gehen. "Die Beschäftigten wollen einerseits mehr Geld zum Leben haben, aber auch im Alter weiter gebraucht werden".
Quelle: der-bote.de vom 03.05.2009

Steinkohleverbrauch wächst weiter
Von etwa 4,3 Mrd. Tonnen Steinkohleeinheiten im Jahr 2006 wird der weltweite Verbrauch bis 2030 auf circa 7 Mrd. t ansteigen. Nach Schätzungen von Experten werden die Welt-Kohlereserven noch für etwa 120 bis 125 Jahre reichen.
Quelle: ratschlag24.com vom 28.04.2009

Die große grüne Jobmaschine
In Deutschland wird derzeit jede dritte Solarzelle und fast jedes zweite Windrad produziert. Der Bundesverband Erneuerbare Energien erwartet 2010 einen Umsatz von rund 5 Mrd. Euro und bis 2020 eine Million Beschäftigte in der "Boombranche des 21. Jahrhunderts" (Unternehmensberatung Roland Berger), zu der auch die Ökoberufe gezählt werden.
Quelle: PROKON Rundbrief Mai 2009

Die Industrialisierung der Finanzbranche
Viele Fachleute gehen davon aus, dass die Automatisierung, Digitalisierung, Internetisierung und die Nutzung Digitalen Geldes bei Banken weiter voranschreiten werden. Im Jahr 2018 werden Banken viele Prozesse und Aufgaben ausgelagert haben und gemeinsame Abwicklungszentren nutzen. Die FutureManagementGroup AG ergänzt, dass die damit verbundene Standardisierung von Finanzprodukten die Wettbewerbsdifferenzierung erschweren werde. Deshalb müsse die persönliche Beratung der Kunden intensiviert und auf diese vermehrt direkt zugegangen werden - nicht nur in den Filialen, sondern auch an anderen Orten, im Büro bzw. in der Wohnung von Kunden oder auf medialen Kommunikationswegen. Die gegenwärtige Finanz- und Wirtschaftskrise mit ihrem Kostensenkungsdruck werde die Industrialisierung der Banken beschleunigen, aber auch zu einer Konsolidierung regional agierender Banken wie Sparkassen und Genossenschaftsbanken führen.
Quelle: offenes-presseportal.de vom 02.04.2009

Engpass Atomreaktorkessel
Viele Energiekonzerne haben angekündigt, neue Kernkraftwerke bauen zu wollen. Allerdings kann derzeit nur Japan Steel Works die benötigten 600 Tonnen schweren Reaktorkessel aus einem Guss liefern. Die Kapazität des Unternehmens ist aber auf höchstens fünfeinhalb Reaktoren im Jahr begrenzt. Die Wartezeit liegt schon jetzt bei vier bis fünf Jahren. So ist unwahrscheinlich, dass bis 2030 die geplanten knapp 200 neuen AKW gebaut werden können.
Quelle: FTD.de vom 31.03.2009

Autos fahren noch lange mit Mineralöl
Nach einer Studie des Ölkonzerns Shell werden im Jahr 2030 noch mehr als 80% der Autos in Deutschland mit konventionellen Kraftstoffen betrieben werden. Der Verbrauch und die CO2-Emissionen im PKW-Segment werden aber zurückgehen. Der Diesel-Anteil im Fahrzeugbestand werde weiter zunehmen (von 11. Mio auf bis zu 20 Mio. Diesel-PKW im Jahr 2020). Maximal 15% der Neuzulassungen 2030 werden für Elektroautos sein. Der PKW-Bestand werde von derzeit 47 auf 49,5 Mio. Autos im Jahr 2030 wachsen, da einerseits Senioren immer rüstiger und somit auch länger mobil sein werden und da andererseits immer mehr Frauen ein eigenes Auto haben wollen.
Quelle: dradio.de vom 12.03.2009

Umweltministerium sieht Chance auf 900.000 Jobs in Ökobranche
Die Staatssekretärin Astrid Klug geht davon aus, dass die Zahl der im Umweltsektor Beschäftigten von 1,8 Mio. Personen im Jahr 2006 auf 2,7 Mio. im Jahr 2030 um 900.000 ansteigen könnte. "Die Leitmärkte der Zukunft sind grüne Märkte," erklärte sie.
Quelle: de.reuters.com vom 24.02.2009

Infrastrukturprojekte - die Zukunft
Zu den größten Nutznießeren der aktuellen milliardenschweren Konjunkturprogramme gehört die Infrastruktur (Straßen, Flughäfen, Telekommunikation, Strom-/ Wasserversorgung, Entsorgung). Die OECD taxiert den weltweiten Investitionsbedarf bis 2030 auf 70 Billionen Dollar.
Quelle: welt.de vom 20.02.2009

Wie wird sich die Arbeitswelt bis 2030 verändern?
Professoren der TU Darmstadt und der Universität Mainz haben in der Studie "Zukunft der Arbeitswelt 2030" ermittelt, dass sich Unternehmen stärker mit den veränderten Wertehaltungen und Lebensweisen der arbeitenden Menschen befassen müssten. So hätten viele Führungskräfte und Beschäftigte Probleme mit der zunehmenden Vermischung von Beruf und Privatleben, würden die Raten an psychischen Erkrankungen und Fällen von "Workaholismus" steigen. Auch müsse berücksichtigt werden, dass es neben den erfolgreichen "Selbstmanagern" - die aufgrund immer komplexerer Aufgaben zunehmend mehr Entscheidungs- und Handlungsspielräume haben, an ihren Aufgaben wachsen und psychosozial gesund bleiben - bei weitem mehr Arbeitnehmer gibt, die Schwierigkeiten mit ihrem "Emotionsmanagement" haben: Sie haben das Gefühl, von der Arbeit zerrieben zu werden. Laut den Forschern wird das papierlose Büro vorerst ein Mythos bleiben. Allerdings werden vermehrt z.B. Kugelschreiber eingesetzt werden, die das elektronische Abbild des auf Papier Geschriebenen an ein Computernetz funken oder Kommandos bei der elektronischen Hintergrund-Verarbeitung auslösen können.
Quelle: idw-online.de vom 09.02.2009

Mehr Alte - weniger Rendite
In den kommenden Jahrzehnten könnte es zu einem deutlichen Rückgang der Renditen an den Kapitalmärkten kommen - ja, sogar eine "Kapitalmarktschmelze" (ein Zusammenbruch der Märkte) ist nicht auszuschließen. Da die Zahl der Erwerbstätigen sinkt, gehe zum einen die Kapitalproduktivität zurück, was sich auf Einkommen und Renditen negativ auswirken dürfte. Zum anderen könnten - insbesondere vor dem Hintergrund sinkender gesetzlicher Renten - immer mehr Rentner ihre Aktien oder Zinspapiere verkaufen. Aufgrund der abnehmenden Zahl der Erwerbstätigen, die ihrerseits für das Alter sparen, könnte es dann mehr Verkäufer als Käufer geben - die Wertpapiere müssten dann billiger verkauft werden.
Quelle: welt.de vom 01.02.2009

Europa droht Gasknappheit
Laut der EU-Kommission wird der jährliche Erdgasbedarf bis 2025 um 86 Mrd. Kubikmeter wachsen. Da die Eigenproduktion der EU-Länder sinke, müssten dann anstatt 58% rund 81% des benötigten Gases importiert werden. Die bisher geplanten Pipeline-Projekte könnten nur einen Teil der erwarteten Versorgungslücke schließen.
Quelle: welt.de vom 24.01.2009

Wie Deutschlands Energieversorgung unabhängiger werden kann
67% der Rohstoffe für die Energieerzeugung in Deutschland werden im Ausland für mehr als 80 Mrd. Euro gekauft. Laut den Energieexperten der Unternehmensberatung A.T. Kearney könnte durch den Umstieg auf eine nachhaltige, CO2-arme Energieerzeugung bei Strom, Wärme und Verkehr die Abhängigkeit vom Ausland reduziert werden. Zudem könnten langfristig 500.000 Arbeitsplätze entstehen.
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Immer weniger Deutsche - Arbeitswelt verändert sich dramatisch
Im Jahr 2050 werden 6 Mio. Arbeitnehmer weniger in Deutschland leben - und ihr Durchschnittsalter wird von derzeit 42 auf 48 Jahre steigen. Diese Entwicklung wird laut Werner Eichhorst vom Forschungsinstitut zur Zukunft der Arbeit dramatische Auswirkungen auf die Arbeitswelt haben: So werden die Menschen immer länger arbeiten müssen - auch über das 69. Lebensjahr hinaus. Sie dürfen dann nicht mehr damit rechnen, dass sie mit zunehmendem Alter automatisch mehr Geld verdienen, denn schon jetzt sind ältere Arbeitnehmer vielen Unternehmen zu teuer. Dafür dürften aber die Arbeitsbelastungen entzerrt werden - z.B. durch mehr Pausen, eine gesunde Ernährung und Fitnessangebote. Eine zunehmende Zahl der Deutschen wird wahrscheinlich auch daheim arbeiten können und entsprechend der erledigten Aufträge bezahlt werden. "Der Arbeitnehmer wird in gewisser Weise Unternehmer", meint Werner Eichhorst. Dem sich vermutlich weiter verstärkenden Fachkräftemangel wird durch eine erleichterte Zuwanderung und attraktivere Arbeitsbedingungen für Ausländer begegnet werden. Die Wirtschaft wird aber auch mehr in die Förderung gering qualifizierter Arbeitssuchender investieren und mehr Frauen Vollzeit beschäftigen.
Quelle: dw-world.de vom 11.01.2009

Neue Erdgas-Pipelines sollen zu mehr Unabhängigkeit führen
Die mehr als 7 Mrd. EUR teure Ostsee-Pipeline soll die Abhängigkeit von Transitländern wie der Ukraine verringern. Mit dem Bau wurde 2005 begonnen, er soll 2011/12 beendet werden. Die 8 Mrd. EUR teure Nabucco-Pipeline soll ab 2013 Gas aus den kaspischen Erdgasvorkommen nach Österreich transportieren, später auch aus iranischen, ägyptischen und irakischen Gasquellen. Die Galsi-Pipeline soll von Algerien nach Italien verlaufen und 2012 fertig sein. Die Medgaz-Pipeline wird ab Mitte 2009 Gas von Algerien nach Spanien transportieren.
Quelle: n-tv.de vom 06.01.2009

Entspannung der Schifffahrtsmärkte für Ende 2009 prognostiziert
Das Institut für Seeverkehrswirtschaft und Logistik rechnet für 2009 wohl mit einer Nachfragedelle im globalen Containerverkehr - nur mit einem Anstieg von 3-4% -, geht mittelfristig aber von Wachstumsraten um 6% pro Jahr aus. So könne sich im Hamburger Hafen der Umschlag von Containern bis zum Jahr 2025 mehr als verdreifachen.
Quelle: fondsdiscount.de vom 06.01.2009

Beschäftigtenzahl im Pflegesektor verdreifacht sich bis 2050
Der Pflegebereich wird in Zukunft ein Jobmotor sein: Die Zahl der Vollzeitbeschäftigten soll laut einer Prognose des Instituts der deutschen Wirtschaft von derzeit einer halben auf bis zu 1,6 Mio. im Jahr 2050 ansteigen. Unter Berücksichtigung einer jährlichen Produktivitätssteigerung von 0,5% wären es immerhin noch 1,2 Mio. Pflegejobs. Auch die Zahl der Heimplätze wird sich auf rund 2 Mio. nahezu verdreifachen. Der Grund für diese Entwicklung sei die wachsende und besonders häufig auf Hilfe angewiesene Altersgruppe der über 80-Jährigen, die im Jahr 2050 fast dreimal so groß sein dürfte wie 2005.
Quelle: focus.de vom 16.12.2008

Stromversorgung für Elektroautos auch ohne neue Kraftwerke
Wenn bis 2050 rund 8 Mio. Elektroautos im innerstädtischen Liefer- und Personenverkehr genutzt werden, könnte laut einer Studie des Fraunhofer Instituts für System- und Innovationsforschung der zusätzliche Strombedarf von jährlich 10 bis 15 Terrawattstunden ohne neue Kraftwerke gedeckt werden. Würden aber alle 45 Mio. Autos elektrisch betrieben, wären acht Kohlekraftwerke mittlerer Größe nötig. Bei Elektroautos beträgt die Gesamtemissionsbilanz rund zehn Gramm CO2 pro gefahrenem Kilometer, bei Autos mit Verbrennungsmotor sind es im Schnitt 200 Gramm.
Quelle: focus.de vom 08.12.2008

Verknappung des Erdöls
Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) berichtete, dass die weltweit wirtschaftlich zu fördernden Ölreserven Ende 2007 auf 163,5 Mrd. Tonnen sanken. So könnte das Maximum der Erdölförderung bereits 2020 erreicht sein. Dann wäre die Hälfte des gesamten förderbaren Erdöls verbraucht.
Quelle: presseportal.de vom 03.12.2008

Ostseeschifffahrt gerät ins Dümpeln
In Mecklenburg-Vorpommern sollte nach Prognosen der Güterumschlag in den Häfen bis 2025 um 50% wachsen. Die sich anbahnende Rezession führt aber schon jetzt zu Bremsspuren. Der Verband Deutscher Reeder spricht sogar von einer schweren Krise, die anstehe.
Quelle: neues-deutschland.de vom 26.11.2008

Polyurethan-Markt in China
Das Unternehmen Bayer rechnet damit, dass sich China bis 2025 zum größten Polyurethan-Markt der Welt entwickeln wird. Polyurethan wird z.B. in der Automobil-, Bau-, Geräte- und Möbelindustrie benötigt, insbesondere für die Wärmedämmung (Senkung des Energieverbrauchs).
Quelle: process.vogel.de vom 10.11.2008

Kosten für den öffentlichen Nahverkehr werden weiter steigen
Nachdem die Kosten von 1993 bis 2003 um real 40% zugenommen haben, werden sie bis 2025 um weitere 40% wachsen. Dies prognostizierte Walter Hell vom Institut für Mobilitätsforschung in Berlin. Generell würden die Ausgaben für Mobilität bis 2025 um 1,6% pro Jahr steigen.
Quelle: FR-online.de vom 23.10.2008

Automobilkrise belastet Aluminiummarkt
Der starke Verkaufsrückgang in der Automobilindustrie dürfte bewirken, dass 2008 und 2009 die Zunahme des globalen Aluminiumverbrauchs, der 2007 37,246 Mio. Tonnen betrug, ins Stocken gerät. Langfristig wird aber laut einer Studie von McKinsey bis 2015 der globale Bedarf an Aluminium 64 Mio. Tonnen und 2025 sogar 93 Mio. Tonnen betragen.
Quelle: financial.de vom 06.10.2008

Immobilienkrise: Paulsons weitsichtige Investition
Für 700 Mrd. $ will der amerikanische Finanzminister Henry Paulson unterbesicherte Hypotheken kaufen. Das sind 2.300 $ für jeden Bürger. Allerdings werden zwischen 2010 und 2050 schätzungsweise 130 Mio. Menschen in den USA einwandern und knapp 45 Mio. zusätzliche Häuser und Wohnungen nachfragen. Das bedeutet eine Zusatznachfrage im Wohnungssektor von 13 Billionen $. Dann können die hinter den Hypotheken stehenden Häuser verkauft werden - und das Finanzministerium kann einen großen Gewinn aus den ja ungemein günstig eingekauften Wohnungen ziehen.
Quelle: FAZ.net vom 26.09.2008

Die Welt ohne Erdöl: So ändert sich unser Essen
Lebensmittel, die per Flugzeug nach Deutschland geschafft werden, dürften teurer werden - aber auch Fleisch, weil die Herstellung des Tierfutters so viel Energie verschlingt. Da Dünger und Pestizide teuer werden, werden auch heimisches Getreide, Obst und Gemüse mehr kosten. Zudem muss die Landwirtschaft zunehmend Bioenergie liefern, deren Produktion in Konkurrenz zur Erzeugung von Nahrungsmitteln steht. So werden die Menschen wieder mehr Lebensmittel aus der Region essen, weil der Transport zum Supermarkt weniger kostet - und für alle Lebensmittel mehr Geld zahlen.
Quelle: bild.de vom 08.07.2008

Zukunftsfähigkeit deutscher Regionen
Das Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung hat die Zukunftsfähigkeit von 285 europäischen Regionen anhand von 24 Kriterien bewertet. Deutsche Landstriche finden sich erst auf Platz 18 (Oberbayern), 38 (Freiburg) und 42 (Stuttgart, Tübingen). Ganz am Ende der Liste steht Leipzig - Ostdeutschland hat im Gegensatz zu Tschechien und Slowenien oder den Hauptstadtregionen von Ungarn und der Slowakei den Anschluss an den Westen nicht geschafft. Berlin verzeichnete zwischen 2000 und 2005 kein Wachstum der Wirtschaftskraft, während in anderen Ländern die Metropolen zumeist die dynamischsten Zentren sind.
Quelle: PR-inside.com vom 21.08.2008

Nahverkehr nimmt auch bei sinkender Einwohnerzahl zu
Bis 2012 erwartet die Landesweite Verkehrsservicegesellschaft (LVS) bei unverändertem Angebot eine Nachfragesteigerung beim Bahnverkehr in Schleswig-Holstein um 7% gegenüber heute, bis 2025 um etwa 16%. Bei weiterem Ausbau des Nahverkehrs sind nach Einschätzung der LVS bereits bis 2012 16% und bis 2025 sogar 27% mehr Nachfrage möglich. Vor allem bei Strecken wie Kiel - Hamburg und Lübeck - Hamburg wachse die Nachfrage wegen insgesamt längerer Wege zur Arbeitsstelle oder zur Schule (aufgrund der Zusammenlegungen von Schulstandorten) weiter.
Quelle: welt.de vom 30.07.2008

Globalisierungs-Prognose: Darum wird Europa gewinnen
Laut einer Studie des Wirtschaftswissenschaftlers Fritz Breuss wird Europa seinen gegenwärtigen Weltmarktanteil nicht verlieren, sondern von derzeit 42,1% auf rund 43% (2050) steigern - trotz der von Wirtschaftsvertretern kritisierten hohen Sozialstandards und niedrigen Ausgaben für Forschung und Entwicklung. Dazu würde der stetig wachsende Binnenmarkt beitragen, in dem rund drei Viertel des gesamten Handels stattfindet (inkl. assoziierte Staaten, Efta und Türkei). Beim externen Handel lag die EU 2006 bei 16,4%; die USA und China kamen nur auf je 10,7%. Der Erfolg der EU beruht laut Breuss auf der Ausweitung des Binnenmarkts und auf der Abfederung sozialer Härten. Dennoch bleibe der Druck auf die Löhne durch die Globalisierung bestehen und dürfte die Einkommensschere weiter auseinander gehen.
Quelle: DiePresse.com vom 27.07.2008

Mittelständische Unternehmen unter Veränderungsdruck
Gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung hat das Zukunftsforschungsunternehmen Z_punkt erstmals empirisch untersucht, wie Mittelständler systematisch Zukunftsarbeit betreiben und welchen Bedarf an strategischer Vorausschau sie haben. Die Untersuchung zeigte: Mittelständler in Deutschland stehen unter Veränderungsdruck. Vielen der befragten Unternehmen fehlen derzeit jedoch die richtigen Instrumente für eine systematische Zukunftsorientierung - weshalb sie das für sie selbst und für Deutschland wichtige Innovationspotenzial nicht voll entfalten können. Die Befragung von mehr als 100 kleinen und mittelständischen Unternehmen ergab, dass 81% in den nächsten drei bis fünf Jahren Umbrüche in ihren Märkten und 74% im Unternehmensumfeld erwarten - was den Foresight-Bedarf entsprechend erhöht. Die großen Konzerne bauen bereits seit Mitte der 1990er Jahre eigene Kapazitäten der vorausschauenden Unternehmensplanung auf. Der Mittelstand hat hier Nachholbedarf.
Quelle: Auszüge der Pressemitteilung von Z_punkt vom 01.07.2008

British Energy akzeptiert vermutlich Übernahmeofferte von EDF
Electricite de France hat sein Angebot auf rund 14 Milliarden Euro aufgestockt. EDF könnte bei einer Übernahme Atomkraftwerke des französischen Typs EPR an sechs britischen Standorten bauen. Ferner würden die alten AKW von British Energy unterhalten. Die Abbruchkosten für die 18 Reaktoren, die bis 2025 stillgelegt werden sollen, in Höhe von 25 Mrd. Euro soll aber die britische Regierung tragen.
Quelle: FinanzNachrichten.de vom 09.06.2008

Neue Kernkraftwerke kaum zu finanzieren
Die Nuclear Regulatory Commission rechnet damit, dass in den USA der Bau von rund 30 AKW beantragt werden wird. Allerdings werden davon nur einige wenige gebaut werden, da die Kosten inzwischen auf 10-18 Mrd. $ geschätzt werden und diese nur bei sehr hohen staatlichen Subventionen aufgebracht werden dürften.
Quelle: The Nation vom 12.05.2008

Hunger-Schock: Warum Lebensmittel für viele zu teuer sind
In vielen Städten sind Lebensmittel unbezahlbar geworden. Schon werden Aufstände von Hungernden in Haiti, Mexiko, in Staaten rund um die Sahara und in Indonesien gemeldet. Der Grund: Die Preise steigen wöchentlich. So ist Reis auf dem Weltmarkt in den letzten zwei Monaten um 75% und Weizen um 120% teurer geworden. Bei Mais sieht es ähnlich aus. Zudem sind die weltweiten Getreidelager auf dem tiefsten Stand seit 25 Jahren.
Seit Beginn des dritten Jahrtausends ist die landwirtschaftliche Produktion eher gefallen als gestiegen. Heute stehen weniger als 0,11 Hektar Ackerfläche pro Person zur Verfügung; 1970 waren es noch 0,18 Hektar. Zudem wird ein immer größerer Anteil der Ackerfrüchte nicht gegessen, sondern zu Biosprit weiterverarbeitet oder zur Erzeugung von Fleisch, Eiern und Milch verwendet. Um aber ein Kilo Schweine- oder Hühnerfleisch herzustellen, benötigt ein Landwirt zwei Kilo Mais, Soja oder Weizen, beim Rind sind es schon sechs Kilo. Für die Herstellung von einem Kilo Getreide werden außerdem 1.500 Liter Wasser und von einem Kilo Rindfleisch 5.000 bis 20.000 Liter gebraucht - Wasser wird aber immer knapper. Die Nachfrage nach Fleisch soll sich bis zum Jahre 2025 verdoppeln, der Bedarf an Milch um 70% steigen. Und würde die Produktion von Biosprit bis zum Jahr 2020 verdoppelt, so würde dies den Preisanstieg bei den Nahrungsmitteln fast verdreifachen. Schon ein Drittel der Maisernte in den USA wird zu Biosprit verarbeitet - vom Äquivalent zweier Tankfüllungen könnte sich ein Mensch ein Jahr lang ernähren...
Quelle: Welt-online vom 11.04.2008

Auch in Zukunft noch mehr Autoverkehr
Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) hat für das Institut für Mobilitätsforschung (Ifmo) eine Studie ausgearbeitet, nach der die Verkehrsleistung der privaten Haushalte bis 2025 um 13% wachsen wird: von 900 Mrd. Kilometer (2003) auf 1.015 Mrd. Längere Strecken würden in Zukunft vor allem die einkommensstarken Schichten, Singles, kinderlose Paare und Senioren zurücklegen; die Verkehrsleistung von Alleinerziehenden und Familien mit Kindern würde hingegen zurückgehen. Die Verkehrsleistung in der Freizeit soll von 398 auf 453 Mrd. und im beruflichen Rahmen von 204 auf 241 Mrd. Kilometer zunehmen. Die Zahl der PKW auf 1.000 Einwohner werde von 540 (2003) auf 615 (2025) steigen.
Quelle: heise.de vom 07.04.2008

Vor der Erdöl-Versorgungskrise
Die Internationale Energie-Agentur (IEA) warnt vor einer weltweiten Krise bei der Ölversorgung. Selbst wenn alle neuen Ölförderprojekte realisiert werden, fehlen in den kommenden Jahren 12,5 Mio. Barrel pro Tag, rund 15% des Weltölbedarfs. Die Erdölpreise dürften somit weiter steigen. Zudem wird in wenigen Jahrzehnten das Öl "definitiv" zu Ende sein.
Quelle: n-tv.de vom 07.04.2008

Shell glaubt nicht mehr an sinkende Preise
Auf mittlere bis lange Sicht rechnet das Shell-Management mit Engpässen in der Versorgung und damit steigenden Preisen. Bis 2025 werde die Energienachfrage um 50% steigen und müsse weiterhin zu 80% mit Gas, Öl und Kohle gedeckt werden. Allerdings werde immer weniger Gas und Öl aus konventionellen Quellen kommen (ab 2013 nur noch 30% anstatt der derzeit 60%), dafür mehr aus der Verflüssigung von Erdgas in Regionen ohne Pipelines (30% statt 10%) und aus Bohrungen am Meeresboden (25% statt 10%). Dazu baut Shell gerade an der Bohrplattform Perdido, die Öl aus einer Tiefe von knapp drei Kilometern saugen kann. In fünf Jahren sollen weitere 10% der Produktion aus GTL bestehen, einer Art Diesel, der aus Erdgas gewonnen wird und bisher keine Rolle spielt. Investiert wird auch in die Erzeugung von Biokraftstoffen, die aus Abfällen oder Algen gewonnen werden.
Quelle: networld.at vom 22.03.2008

Russland will Flugzeugabsatz versechsfachen
Bis 2015 sollen jährlich Flugzeuge im Wert von 14 Mrd. $ verkauft werden; 2025 sollen es jährlich 25 Mrd. $ sein. Der Marktanteil bei Passagierflugzeugen soll dann 10% betragen, bei Kampfflugzeugen soll er dem der EU und der USA entsprechen.
Quelle: emfis.de vom 04.03.2008

70% des US-Strombedarfes könnten aus Sonne kommen
Die US-Energieforscher Ken Zweibel, James Mason und Vasilis Fthenakis sind der Auffassung, dass rund 70% der Elektrizität und 35% des Gesamtenergiebedarfs bis 2050 durch Solarenergie gedeckt werden könnten, wenn im Südwesten der USA Solarkraftwerke auf ca. 80.000 Quadratkilometern errichtet würden. Dazu müsste die Regierung in den nächsten vier Jahrzehnten rund 400 Milliarden US-Dollar (270 Mrd. Euro) investieren - weniger als in diesem Zeitraum voraussichtlich für Agrarsubventionen ausgegeben würden.
Quelle: oe24.at vom 26.02.2008

Verkaufen im Community-Zeitalter: Social Commerce
Klassisches E-Commerce wird in Zukunft gegenüber Social Commerce an Bedeutung verlieren - der Orientierung an shoppingerfahrenen Online-Nutzern, die nicht in irgendwelchen Katalogen herumklicken wollen, sondern auch im Internet nach Shopping-Erlebnissen, Spaß, Thrill und sozialer Interaktion suchen. Amazon und Ebay haben gezeigt, wie man User aktiv einbinden kann; andere Web-Unternehmen bauen jetzt darauf auf. So werden in der Zukunft vor allem solche Verkaufskonzepte erfolgreich sein, die den Austausch zwischen Peers, Usern, Konsumenten und Produzenten fördern. Durch den nutzergetriebenen Handel wird ein digitaler Weltbasar entstehen.
Quelle.: openPR.de vom 11.02.2008

Arbeitsmarkt: Entwarnung für 2025
Laut einer Langfristprognose des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) wird die Zahl der in Deutschland beschäftigten Arbeitnehmer im Jahr 2025 etwa auf dem heutigen Niveau liegen. Zwar schrumpft das so genannte Erwerbspersonenpotenzial um mehr als zwei Millionen, doch werde dieser Rückgang durch eine Halbierung der Zahl der Arbeitslosen und der Menschen in der "Stillen Reserve" kompensiert - sofern deren Qualifikationen dem Bedarf entsprechen. Ansonsten drohe Massenarbeitslosigkeit bei gleichzeitigem Fachkräftemangel.
Im Verarbeitenden Gewerbe wird die Beschäftigung bis 2025 weiter massiv abgebaut. Es bleibt aber weiterhin bedeutsam, da die Bruttowertschöpfung auch in Zukunft überdurchschnittlich wachsen wird. Bei den Dienstleistungen werden deutliche Zuwächse erwartet, insbesondere bei unternehmensbezogenen. Dies läge am anhaltenden Prozess des Outsourcing. Aufgrund der Alterung der Gesellschaft würde auch die Beschäftigung im Gesundheits- und Sozialwesen zunehmen. Beschäftigungsgewinne werden aber nur für Westdeutschland erwartet; in Ostdeutschland bleibt der gegenwärtige Stand gewahrt.
Quelle: FR-online.de vom 18.01.2008

Berufliche Weiterbildung: Informationstechnik gewinnt zunehmend an Bedeutung
Nach dem Trendbarometer auf der diesjährigen Internationalen Funkausstellung (IFA) wird die Bedeutung von IT in der Arbeitswelt in den nächsten Jahren sehr stark zunehmen. 58% aller Arbeitsplätze in Deutschland verfügen bereits über einen Computer und 40% über einen Internetanschluss. Deshalb sind effektive Qualifizierungsmaßnahmen in der Informationstechnik von großer Bedeutung. Aber auch in der Weiterbildung selbst muss vermehrt von der IT-Nutzung Gebrauch gemacht werden, z.B. in der Form von Kompetenzdiagnostik via Internet, Telecoaching, Serious Edu-Gaming, Lernnetzwerken usw.
Quelle: Bildungsspiegel.de vom 13.01.2008

Megatrends: Umsatzgewinner profitieren vom Blick in die Zukunft
Eine Online-Befragung von 361 Fach- und Führungskräften, die im Auftrag von Steria Mummert Consulting in Kooperation mit dem IMWF Institut für Management- und Wirtschaftsforschung durchgeführt wurde, ergab, dass ertragsstarke Unternehmen in Deutschland dreimal häufiger Zukunftsthemen für die eigene Firmenstrategie nutzen als Umsatzverlierer. Besonders häufig stellen Banken und Versicherungen sowie das verarbeitende Gewerbe Mittel für das Erkennen und Nutzen von Zukunftsthemen bereit. Wichtige Megatrends sind Wissensökonomie, Business-Ökosysteme, Änderungen in der demografischen Entwicklung, Gesundheit und Wandel der Arbeitswelt.
Quelle: Presseportal.de vom 08.01.2008

Solarenergie in zehn Jahren günstiger als konventionelle Energie
Laut einer Studie der Bank Sarasin & Cie AG könnten im Jahr 2030 rund drei Gigatonnen CO2 durch die Solarenergie eingespart werden. Die Solarzellenproduktion wächst rasant - 2006 um 44% gegenüber dem Vorjahr. Auch in den nächsten Jahren ist mit Zuwachsraten von 50% zu rechnen. Alle drei Anwendungsgebiete - Photovoltaik (PV), Solarthermie und solarthermischen Kraftwerken - werden in ihrer Bedeutung zunehmen.
Quelle: Sonnenseite.com vom 28.12.2007

König Kohle
Während in den Industrienationen Kohle stark an Bedeutung verloren hat, wird sie von den Schwellenländern Asiens immer stärker nachgefragt - insbesondere zur Stromerzeugung. China und Indien haben bereits einen Anteil von 45% an der weltweiten Nachfrage. Aufgrund des steigenden Bedarfs ist mit einem Anstieg des Kohlepreises zu rechnen, zumal sich aufgrund des hohen Ölpreises inzwischen auch die Kohleverflüssigung und -vergasung rentiert. Hinzu kommt, dass die Transportkosten steigen - z.B. allein 2007 um 46% für die Verschiffung einer Tonne Kohle von Australien nach Japan. In Zukunft könnte auch Spekulation den Kohlepreis verteuern.
Quelle: Arbeitsgemeinschaft-Finanzen.de ohne Datum

Erdgas und Erdöl aus dem Polarmeer sollen Energienot der USA mildern
Zwei riesige Pipelines sollen in den nächsten 12 Jahren von der Prudhoe Bay in Alaska bis nach Chicago bzw. von der Mündung des Mackenzie-Flusses bis Alberta gebaut werden, um die Rohstoffreservoirs der Arktis ausbeutet zu können - sie werden auf ein Viertel der weltweiten Vorkommen geschätzt. Allein die Alaska-Pipeline könnte bis zu 7% des für das Jahr 2025 vorhergesagten US-Verbrauchs decken.
Quelle: Welt.de vom 14.12.2007

Öl aus Schiefer
Alleine unter Colorado, Utah und Wyoming liegen mindestens 800 Milliarden Barrel Öl - allerdings gebunden in Ölschiefer. Seit vielen Jahren werden unterschiedliche Methoden zu deren Gewinnung erforscht - bisher mit wenig Erfolg. Harold Vinegar von Royal Dutch Shell wird nun in einem Großversuch erproben, ob der von ihm entwickelte "in situ conversion process" funktioniert: Ein großes Areal wird abgegrenzt, indem bis zu einer Tiefe von 1.800 Fuß die Seiten gefroren werden, sodass Öl und Wasser aus dem Fördergebiet nicht austreten können. Innerhalb des Areals werden Rohre verlegt, die den Ölschiefer auf 650 Grad Fahrenheit erhitzen werden. Dann werden Öl und Gas freigesetzt und können abgepumpt werden. Die US-Regierung rechnet damit, dass 2020 schon 2 Millionen Barrels pro Tag auf diese oder eine ähnliche Weise gefördert werden können.
Quelle: Fortune vom 26.11.2007

Energieverbrauch wird sich bis 2050 verdoppeln
Neben dieser Prognose sagt eine Studie des Weltenergierates auch einen starken Anstieg der Preise für alle Formen der Energie voraus. Daraus ergäbe sich ein großer Impetus für Forschung und Maßnahmen zur Erhöhung der Energieeffizienz. Derzeit könnten zwei Milliarden Menschen keine kommerzielle Energie nutzen; für sie müssten z.B. Wasser- und Solarkraftwerke sowie Stromnetze und Gas-Versorgungsleitungen gebaut werden.
Quelle: Welt.de vom 14.11.2007

Die Zukunft: Life Science und Umweltbranche
Biotechnologie, Pharmazie, Kosmetik, Nahrungsergänzung und gesunde Lebensmittel sind Wachstumsmärkte der Zukunft: Zunächst wird die Forschung und später die Produktion zulegen. Bei der Umwelttechnik ist Deutschland schon heute in vielen Bereichen Weltmarktführer, z.B. bei der Wind- und Solarindustrie. In den nächsten 15 Jahren könnte die Umweltbranche die Automobilindustrie überholen und zur Leitbranche der deutschen Wirtschaft werden.
Quelle: openPR.de vom 09.11.2007

Zukunftsbranchen Gesundheits- und Freizeitindustrie
Schon heute investieren die Deutschen jährlich 250 Milliarden Euro in ihre Freizeitgestaltung - zwischen 10 und 20% ihres Haushaltseinkommens. Wachstumsbereiche sind z.B. Fitnessangebote für junge Erwachsene und Singles, Kurzurlaube für kinderlose Paare, Tagesausflüge für Familien und Kulturaktivitäten für Rentner/innen.
Die Ausgaben für Gesundheitsleistungen werden bis zum Jahr 2020 voraussichtlich um 74% wachsen. Die individuelle Gesundheitsprävention gewinnt immer mehr an Bedeutung. Hier wächst z.B. die Nachfrage nach Angeboten der Nachsorge, nach fürsorgeorientierten Angeboten sowie nach Entspannungstechniken und Stress-Management.
Quelle: frauenmachenkarriere.de vom 08.11.2007

Megatrend Erdwärme: Western GeoPower kommt voran mit Hilfe von Reykjavik Energy Invest
Die Zukunft der Geothermie kommt aus Island. Dort wächst der künftige Weltmarktführer in Sachen Erdwärme-Energie heran. Das Unternehmen "Reykjavik Energy Invest" deckt die gesamte Wertschöpfungskette ab, von der Exploration über Niedrigtemperaturtechnologie bis hin zum Betrieb von Erdwärmekraftwerken. Zusammen mit der isländischen Investmentbank hat es nun 26% des kanadischen Geothermie-Unternehmens Western GeoPower Corp. übernommen. Mit dessen Hilfe soll das enormes Potenzial für Erdwärmekraftwerke in den USA genutzt werden. Die gegenwärtig installierte Kapazität von geothermischen Kraftwerken liegt dort bei 2.851 MW; bis zum Jahr 2015 rechnet Glitnir Bank mit einer Verdreifachung und bis zum Jahr 2025 mit einer Verfünffachung der Kapazität auf 15.400 MW. Die Geothermie könnte in Kalifornien bis zu 20% des Strombedarfs decken, in Hawaii rund 30%, in Idaho 17%, in Nevada bis zu 60%, in Oregon bis 15% und in Utah 13%. Zur Entwicklung der geschätzten Ressourcen würden bis zum Jahr 2015 rund 16,9 Milliarden $ und bis 2025 circa 39,5 Milliarden $ benötigt.
Quelle: 4investors.de vom 18.10.2007

Unternehmen wollen Abriss und Modernisierung von Wohnungen weiter vorantreiben
Sachsen-Anhalts Wohnungsunternehmen wollen bis 2010 noch 25.000 Wohnungen abreißen - und bis zum Jahr 2025 jährlich weitere 7.000 bis 8.000 Wohnungen. Diese Entwicklung wird durch die Bevölkerungsentwicklung mitbestimmt: So sei ein Bevölkerungsrückgang bis zum Jahr 2025 auf etwa zwei Millionen Einwohner zu erwarten. Seit der Wende hätte Sachsen-Anhalt dann ein Drittel der Bevölkerung verloren.
Zugleich sollen 2006/2007 rund 700 Millionen Euro für die Modernisierung von Wohnungen ausgegeben werden; ein ähnlicher Betrag ist für die nächsten beiden Jahre vorgesehen. Da in Sachsen-Anhalt mehr als 200.000 Haushalte auf Unterkunftskosten nach Hartz IV angewiesen sind und rund 21.000 Haushalte Wohngeld empfangen, müssten Bund, Länder und Kommunen laut der Wohnungsverbände sicher stellen, dass für diese Gruppen angemessener Wohnraum auch in Zukunft erschwinglich bleibt.
Quelle: Volksstimme.de vom 24.10.2007

In Europas Luftraum wird es eng
Schon heute sind bis zu 5.000 Flugzeuge in der Luft, bis 2025 erwarten Experten eine Verdoppelung dieser Zahl. Deshalb soll der "Single European Sky" - ein vereinheitlichter europäischer Luftraum - ausgebaut und das Flugsicherungsmonopol an Brüssel abgetreten werden. Bisher müsse z.B. ein Flugzeug von Wien nach Paris rund 20 Kontrollsektoren durchfliegen und auf die jeweiligen Freigaben warten. Das neue System soll spätestens ab 2014 europaweit in Betrieb gehen; die Entwicklungskosten sind mit rund 300 Mio. Euro veranschlagt. Gegen dieses Konzept gibt es aber noch große Widerstände insbesondere kleiner Staaten, da es mit einer Reduzierung der rund 70 Flugsicherungszentralen in Europa auf etwa 10 und einem massiver Personalabbau verbunden ist.
Quelle: derStandard.at vom 17.09.2007

Barrieren für die Binnenschifffahrt beseitigen
In der Seeverkehrsprognose des Bundesverkehrsministeriums wird davon ausgegangen, dass sich bis zum Jahr 2025 der Güterumschlag in den betrachteten Binnenhäfen von 793 auf 1658 Mio. Tonnen verdoppeln wird. Die entsprechende Supra- und Infrastruktur in den Häfen und im Hinterlandverkehr fehle aber noch. Auch hätten viele Häfen mit der Flächenknappheit zu kämpfen. Zudem führten die höheren Handlingkosten bei der Binnenschiffsabfertigung im Vergleich zu Bahn und LKW zu einer Benachteiligung des Hinterlandverkehrs via Binnenschiff.
Quelle: Verkehrsrundschau.de vom 02.09.2007

Deutschland wird abhängiger - bei der Energie
Durch das neue Klimaschutzprogramm übernimmt die Bundesregierung eine klimapolitische Vorbildrolle. Zugleich zwingt sie die deutsche Wirtschaft zu Innovationen, die sich im Export auszahlen könnten. Allerdings wird die energiepolitische Unabhängigkeit der Bundesrepublik in den kommenden Jahren deutlich abnehmen: durch den Ausstieg aus der Kernenergie und der heimischen Steinkohle sowie durch eine abnehmende Förderung von Braunkohle. Zudem werden einige Energiesparmaßnahmen einen hohen Mehraufwand verursachen, der die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen schwächt.
Quelle: Finanztreff.de vom 19.08.2007

Der Aufstieg Indiens zur Weltmacht
Seit Indien 1991 seine Märkte geöffnet und sich vom Sozialismus abgewendet hat, boomt die Wirtschaft. Sie wuchs in dem Land mit der zweitgrößten Einwohnerzahl auf unserem Planeten (1,2 Mrd.) - 2015 wird Indien China diesbezüglich überholen - zwischen 2006 bis 2007 um 9,4%. So ist in Indien die Mittelschicht auf 250 Millionen Menschen angewachsen. Dennoch gibt es viel Armut: Von den 457 Millionen arbeitenden Indern verdienen 86% weniger als 20 Rupien (0,36 Euro) am Tag; ein Drittel aller chronisch unterernährten Kinder dieser Erde leben in Indien. Allerdings schafft es jedes Jahr ein Prozent der Armen, die Armutgrenze zu überschreiten.
Auf der Rangliste der stärksten Wirtschaftsnationen rangiert Indien inzwischen auf dem elften Platz und soll schon 2050 hinter China die zweitgrößte Weltwirtschaft sein. Doch während China die Fabrikshalle der Welt ist, ist Indien das Backoffice. Auffallend ist auch, wie relativ langsam das demokratische Indien in Fahrt gekommen ist im Vergleich zum autoritären Wirtschaftswunderland China. Und heute noch lockt China mehr als zehn Mal so viele Auslandsinvestitionen an wie Indien. Auch hat das Land eine bessere Infrastruktur und eine höher gebildete Bevölkerung. Für Indien sprechen hingegen die stabile Demokratie und die jüngere
Bevölkerung - China altert stark aufgrund der Ein-Kind-Politik.
Quelle: 2 Artikel in "Die Presse" vom 13.08.2007

Biomasse-Forschungszentrum wird in Leipzig gebaut
Die Energieproduktion aus pflanzlichen Abfällen soll künftig in einem Biomasse-Forschungszentrum in Leipzig systematisch untersucht werden, das vom Bund mit zunächst 4 Millionen Euro und vom Freistaat Sachsen mit bis zu 2 Millionen Euro gefördert werden wirden. Bis zu 80 Arbeitsplätze sollen neu entstehen.
Quelle: news.yahoo.com vom 24.07.2008

Ostdeutschland wird reicher werden
Während viele Ökonomen Ostdeutschland aufgrund eines zu geringen Industrieanteils, zu kleiner Firmen, fehlender Konzernzentralen und zu wenig Forschung als eine wirtschaftlich "abgehängte Region" bezeichnen, sieht der Konjunkturchef des Instituts für Wirtschaftsforschung Halle, Udo Ludwig, die Perspektiven weniger düster: Viele Regionen in Ostdeutschland werden bis 2025 reicher statt ärmer. So zählten schon in den Jahren 2000 bis 2005 die Regionen Magdeburg und Dessau zu den wachstumsstarken Regionen in Deutschland. Für den Zeitraum bis 2025 wird Sachsen-Anhalt ein durchschnittliches Wachstum von 1,5% pro Jahr erreichen - weniger als die alten Bundesländer mit 1,8%, aber mehr als Sachsen und Thüringen. Durch den Rückgang der Bevölkerung wird die Pro-Kopf-Produktion in den drei mitteldeutschen Ländern fast so hoch wie in den westdeutschen Länder werden. Mecklenburg-Vorpommern ist das einzige ostdeutsche Bundesland, das zurückfallen wird.
Quelle: MZ-Web.de vom 02.07.2007

Asiens Bankensektor liegt 2050 vorn
Der Bankensektor der E7-Staaten wird in den kommenden Jahren überdurchschnittlich stark wachsen und bis 2050 der größte der Welt sein. Angeführt von China und Indien dürften die E7 (China, Indien, Brasilien, Russland, Indonesien, Mexiko und die Türkei) gemessen an Gewinn und inländischem Kreditvolumen die Märkte der etablierten Industrieländer hinter sich lassen, wie aus der Analyse "Banking in 2050: How big will the emerging markets get?" der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) hervor geht.
Das Volumen der von Banken vergebenen Kredite wird 2050 in den E7-Staaten bei annähernd 100 Billionen US-Dollar liegen und damit den Vergleichswert der G7 (83 Billionen US-Dollar) deutlich übersteigen. In China dürfte die Kreditsumme bereits 2010 höher sein als in Deutschland oder im Vereinigten Königreich, im Jahr 2025 höher als in Japan und 2050 mit 45 Billionen US-Dollar sogar das Kreditvolumen in den USA übertreffen. Für Indien prognostiziert die Analyse ein massives Wachstum. Lag das Volumen der ausgereichten Kredite im Jahr 2004 nur bei 400 Milliarden US-Dollar, dürften 2050 rund 23 Billionen US-Dollar erreicht sein.
Auch gemessen an den erzielten Gewinnen wird der Bankensektor der E7 im Jahr 2050 die Märkte der westlichen Industriestaaten hinter sich lassen. Derzeit ist die Rendite im Bankgeschäft in den meisten Schwellenländern höher als in den G7-Ländern. Während die Prognoserechnung für den Bankensektor der G7 etwa eine Vervierfachung des Gewinns zwischen 2005 und 2050 ergibt, vervielfacht sich der Ertrag auf den E7-Märkten etwa um den Faktor 25.
Das starke Wachstum des Finanzsektors in den E7-Staaten fördert die Konsolidierung der regionalen Bankenmärkte. Diese bietet auch Instituten aus den G7-Ländern Expansionschancen. Auf Sicht von 10 bis 20 Jahren werden voraussichtlich einige der in den E7-Ländern ansässigen Banken außerhalb ihres regionalen Marktes aktiv und steigen möglicherweise in den Kreis der Global Player auf. Durch die internationale Expansion erhalten sie auch dringend benötigtes Know-How.
Quelle: Pressemitteilung von PricewaterhouseCoopers vom 26.06.2007

Indien auf dem Weg zum fünftgrößten Konsumgütermarkt
Laut einer Prognose von McKinsey & Company werden sich die Konsumausgaben von 2005 bis 2025 real mehr als vervierfachen und 2015 auf rund 623 Mrd. Euro ansteigen. Bis 2025 würde der Subkontinent im Weltmaßstab auf den fünften Platz vorrücken und auf dem Weg dahin 2015 Italien und 2025 Deutschland hinter sich lassen. Der Report geht bis 2015 von einer realen jährlichen Erhöhung des Bruttoinlandsproduktes von 7,3% aus.
Die erwartete Konsumsteigerung wird in erster Linie durch die sich primär in den urbanen Zonen entwickelnde Mittelklasse erfolgen. Die städtischen Regionen mit derzeit 37% der Bevölkerung werden ihren Anteil am Gesamtverbrauch von heute 43 auf 62% ausbauen. Der Anteil der Grundgüter an den gesamten Konsumausgaben soll von 46% (2005) auf 30% (2025) fallen. Nahrungsmittel, Getränke und Tabak werden 2025 das größte Volumen haben, gefolgt von Transport und Gesundheit.
Quelle: handelsblatt.com vom 31.05.2007

Wirtschaftsmacht Indien wird Japan 2025 überholt haben
Laut dem Gouverneur der Bank of Japan (BoJ) wird die Kaufkraft Indiens etwa im Jahr 2025 die von Japan übersteigen. Die indische Wirtschaft dürfte bereits im Jahr 2020 die Größe der Eurozone erreichen.
Quelle: Finanztreff.de vom 28.05.2007

Die Energie der Zukunft
Die Ölreserven werden nur noch etwa 40 und die Gasvorkommen 60 Jahre ausreichen. Berücksichtigt man das Potenzial an vermuteten Reserven, die stetigen Fortschritte in der Fördertechnologie und die großen Teersand- und Schweröl-Ressourcen, könnten Öl und Gas sogar bis zum Ende des Jahrhunderts reichen. Die förderbaren Kohlevorräte sind noch für ca. 100 Jahre ausreichend.
Vor allem aber wegen des Klimawandels sollen verstärkt erneuerbare Energien genutzt werden. Dazu hat 2006 das Bundesumweltministerium 118 neue Forschungsprojekte genehmigt. Deutsche Unternehmen sollen auf dem weltweit rasant wachsenden Markt ganz vorne mitspielen. Der Bundesverband Erneuerbare Energie rechnet mit einer Verdoppelung der Zahl der Arbeitsplätze in der boomenden Branche.
Ferner soll vermehrt Biokraftstoff genutzt werden. Bioethanol und Biogas treiben bereits jetzt Fahrzeuge an; Diesel aus Biomasse wird z.B. im sächsischen Freiberg entwickelt. Der rasant wachsende Bedarf an Biokraftstoff könnte aber die Bauern rascher als bisher angenommen zu den Herrschern über die weltweite Mobilität machen...
Quelle: Wiesbadener-Kurier.de vom 03.05.2007

Weiterer Anstieg des Energiebedarfs
Der weltweite Energieverbrauch wird nach Berechnung der UN in den kommenden 25 Jahren noch einmal um 50% ansteigen. Etwa zwei Drittel davon dürften auf Entwicklungsländer entfallen, in denen 2,4 Milliarden Menschen bisher auf Holz und Dung für ihre Energieversorgung angewiesen sind. Derzeit sei noch jeder vierte Erdbewohner ohne Elektrizität.
Quelle: Tagesspiegel.de vom 30.04.2007

Ökobranche entwickelt sich zu einem Jobmotor in Deutschland
Laut einer Studie der Unternehmensberatung Roland Berger wird die Umweltbranche im Jahr 2020 mehr Mitarbeiter ernähren als der Maschinenbau oder die Autoindustrie. Im Bereich Umwelttechnik arbeiten demnach in Deutschland schon eine Million Arbeitnehmer. Die Zahl wird parallel zu den schnell wachsenden Umsätzen steigen - schon jetzt finden viele Unternehmen nicht genügend qualifizierte Mitarbeiter.
Quelle: Neue Epoche online vom 08.04.2007

Wachstum des Mittelstandes in China
Laut eines Berichts der Chinesischen Akademie für Sozialwissenschaften besitzen die reichsten 10% der chinesischen Haushalte rund 40% allen Privatvermögens. Für die ärmsten 10% verbleiben 2%.
Ein Bericht des McKinsey Global Institute veranschlagt die Zahl der Chinesen, die 2011 einem Haushalt der unteren Mittelschicht angehören werden, auf 290 Mio. Menschen. Für 2025 wird errechnet, dass die Mittelschicht über eine halbe Milliarde Personen umfassen wird.
Quelle: NZZ online vom 26.03.2007

Deutsche Technik gegen Wasserknappheit
Rund 1,5 Milliarden Menschen haben keinen Zugang zu sauberem Wasser und 2,5 Milliarden Menschen müssen ohne eine hygienische Abwasserentsorgung auskommen. Diese Zahlen sollen bis zum Jahr 2015 halbiert werden - dazu haben sich die Industrienationen in den Millenium Development Goals verpflichtet. Mit dem Projekt "Wasser 2050" möchte das Bundesministerium für Bildung und Forschung einen Beitrag zur nachhaltigen Wasserversorgung und Abwasserentsorgung leisten und zugleich die Wettbewerbsposition der deutschen Hersteller von Wasser- und Abwasserinfrastruktur auf dem Weltmarkt stärken. Diese sind in den letzten Jahren trotz hoher technologischer Kompetenz auf ausländischen Märkten ins Hintertreffen geraten. Gründe sind u.a. die traditionell eher regionale Ausrichtung der Unternehmen sowie die mittelständische Struktur der Hersteller - im Gegensatz etwa zu Frankreich mit seinen wenigen großen Unternehmen, die erfolgreich vor allem konventionelle, zentralistische Wasser- und Abwasserinfrastrukturen weltweit in die Regionen wirtschaftlicher Entwicklung exportieren. Aber diese Technologie ist an die dortigen Gegebenheiten häufig schlecht angepasst. Durch Bündelung des technologischen und organisatorischen Know-hows deutscher Anbieter sehen die Projektpartner eine Chance für die deutsche Wasserwirtschaft, nachhaltige und an die spezifischen Anforderungen angepasste Systemlösungen zu entwickeln und anzubieten.
Quelle: Pressemitteilung des Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung vom 20.03.2007