Martin R. Textor
 
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Keine Kohle: Indiens Energiewirtschaft orientiert sich neu
Im nach den USA und China drittgrößten Förderland dürften nach Angaben des Energy and Resources Institut (TERI) in Delhi die abbauwürdigen Kohlevorkommen in 45 Jahren erschöpft sein. Sollte der Strombedarf, der zur Hälfte mit Kohle gedeckt wird, wie prognostiziert in 25 Jahren auf das Siebenfache steigen, müsste Indien schon bald Kohle einführen. So wurden bereits im September 2009 die ersten staatlichen Zielvorgaben für erneuerbare Energien angekündigt, die z.B. Einspeisevergütungen und einen Zertifikatshandel beinhalten werden.
Quelle: neues-deutschland.de vom 08.02.2010

2030: mehr Krebskranke
Laut der Welt-Krebsorganisation (UICC) erhalten derzeit jedes Jahr mehr als 12 Mio. Menschen weltweit die Diagnose Krebs, 7,6 Mio. sterben an einer Krebserkrankung. Für das Jahr 2030 wird erwartet, dass jährlich weltweit rund 26 Mio. Menschen an Krebs erkranken und 17 Mio. daran sterben werden. Etwa 26% aller Krebserkrankungen in den Entwicklungsländern und etwa 8% in den westlichen Industriestaaten gehen auf virale und bakterielle Infektionen zurück (z.B. Hepatitis, Humane Papillom-Viren, Epstein-Barr-Viren) - gegen einige stehen wirksame Impfstoffe zur Verfügung.
Quelle: openpr.de vom 01.02.2010

Europa wird mehr und weniger
Die europäische Gesamtbevölkerung ist zwischen 2008 und 2009 von 499,7 auf 501,3 Mio. Einwohner angewachsen. Vor allem in Frankreich, Großbritannien, Irland und Spanien ist eine Zunahme zu verzeichnen - nicht aber in Deutschland: Kein Land der EU wird so massiv unter Landflucht und den Folgen der Alterung leiden. Die Gesamtbevölkerung wird von heute 82 Mio. Menschen auf 65 bis 70 Mio. im Jahr 2060 schrumpfen. Dann wird jeder Siebte 80 Jahre oder älter sein.
Quelle: mainpost.de vom 20.01.2010

Weltweit wachsende Staatsschulden
Laut der Staatsschuldenuhr von boerse.de betrugen am 20.01.2010 die Pro-Kopf-Schulden in Deutschland 20.259 Euro, in den USA 39.685 $, in Japan 75.063 $, in Russland 1.237 $, in China 0.677 $ und in Indien 0.591 $. Für 2020 wird eine Verschuldung pro Person prognostiziert von 37.327 Euro in Deutschland, 72.604 $ in den USA, 94.325 $ in Japan, 6.901 $ in Russland, 2.226 $ in China und 1.279 $ in Indien.
Quelle: http://themen.boerse.de/Staatsverschuldung/index.php vom 20.01.2010

Geburtenrate in der Türkei: Babypause am Bosporus
Die Geburtenrate in der Türkei ist auf 2,2 Kinder pro Frau zurückgegangen - viel schneller als erwartet. So wird das Land bis zum Jahr 2050 nicht wie erwartet 100 Mio. Einwohner erreichen; deren Zahl wird schon ab 2030 abnehmen. Als Grund wird der steigende Wohlstand angeführt, der wie in Westeuropa zu einer sinkenden Geburtenrate führt. In den letzten vier Jahren ging die Zahl der Schüler um jährlich 70.000 bis 80.000 zurück; 18.000 Schulen stehen bereits leer, vor allem auf dem Land.
Quelle: sueddeutsche.de vom 12.01.2010

Wo die Erde aufreißen wird
Geologen können noch nicht vorhersagen, wann ein Erdbeben eintreten wird, aber sie wissen, welche Orte das höchste Risiko tragen: die nahe der großen Erdbebengürtel rings um den Pazifik sowie zwischen Mittelmeer und Himalaya liegen. Als besonders gefährdet gelten z.B. Kathmandu (Nepal), Istanbul, Padang (Sumatra), Dehradun (Indien), Teheran, Rangun (Birma), Manila (Philippinen) und Karatschi (Pakistan). Einzige hoch gefährdete Stadt aus einem Industrieland ist Tokio, zumal hier mehr als 30 Mio. Menschen betroffen wären und auch die Weltwirtschaft leiden würde.
Quelle: sueddeutsche.de vom 19.01.2010

Staatsschulden: Griechenland trudelt ins Chaos
Die Ratingagentur Standard & Poor's stufte die Kreditwürdigkeit Griechenlands von A- auf BBB+ zurück - die Ratingagentur Fitch hatte schon letzte Woche die Bonitätsnote auf BBB+ gesenkt. Die griechische Neuverschuldung liegt 2009 bei über 12,7% des Bruttoinlandsprodukts und die Gesamtverschuldung mit 300 Mrd. Euro bei etwa 120% des BIP. Die im EU-Stabilitätspakt vorgesehenen Obergrenzen betragen hingegen 3 bzw. 60%. So hat die Regierung einen radikalen Sparkurs angekündigt - gegen den aber schon jetzt gestreikt wird.
Quelle: focus.de vom 16.12.2009

438 Mio. mehr Autos als heute
In China, Indien, Russland, Brasilien und Indonesien soll die Zahl der Autos bis 2030 um 438 Mio. zunehmen, prognostizieren Wissenschaftler vom Hamburgischen WeltWirtschaftsInstitut. Die Pkw-Dichte würde sich somit in Indien verdreifachen, in Indonesien vervierfachen und in China verzehnfachen. In den Großstädten dürften Lärm, Luftverschmutzung und Staus zu immer größeren Belastungen werden.
Quelle: abendblatt.de vom 15.12.2009

Weltbank, Nestlé und Coca-Cola: gemeinsam gegen die Wasserkrise
In der Initiative "2030 Water Resources Group" haben sich die International Finance Corporation, das Beratungsunternehmen McKinsey, die Konzerne Nestlé, Syngenta, Barilla, Coca-Cola, der Bierbrauer SABMiller, die Standard Chartered Bank und New Holland Agriculture zusammen geschlossen, um gemeinsam nach Lösungen für den zu erwartenden Wassermangel zu suchen. Sie gehen davon aus, dass bis zum Jahr 2030 der weltweite Wasserverbrauch von heute 4.500 Mrd. auf 6.900 Mrd. Kubikmeter ansteigen und damit um 40% über dem Wasserangebot liegen wird. Da die Landwirtschaft derzeit 71% der globalen Wasserressourcen verbrauche, müsse vor allem hier Wasser eingespart werden - z.B. durch einen effizienteren Wassereinsatz, eine Steigerung der Erträge und den Verzicht auf Überbewässerung.
Quelle: tagesanzeiger.ch vom 24.11.2009

Keine Frauen für chinesische Männer
In 20 Jahren werden rund 30 Mio. Männer keine Frauen finden. Dies könnte laut Ting Xu von der Bertelsmann Stiftung in China zu gesellschaftlichen Spannungen führen - genauso wie wachsende Einkommensunterschiede, die Landflucht und die unzureichende Altersvorsorge.
Quelle: The Futurist vom November/Dezember 2009

Die chinesische Volkswirtschaft wächst weiter
Trotz Wirtschaftskrise liegt die Wachstumsrate im dritten Quartal 2009 schon wieder bei 8,9%. Dementsprechend steigen die chinesischen Ölimporte weiter an. Falls der Ölverbrauch bis 2030 im Tempo der letzten 10 Jahre wachsen sollte, würden sich die Ölimporte von derzeit 4 auf rund 23 Mio. Barrel pro Tag fast versechsfachen. Dies entspreche momentan gut 40% des gesamten exportierten Öls.
Quelle: stock-world.de vom 23.10.2009

USA: Immer weniger fest angestellte Professoren
Der Anteil der Vollzeitprofessoren mit Daueranstellung oder Option auf Daueranstellung ist an amerikanischen Universitäten von 57% (vor 1980) auf 27% des Lehrkörpers gefallen. Zugleich stieg die Quote der Teilzeitprofessoren auf 37%. Diese verdienen im Schnitt 2.040 Euro pro Kurs. Bei einer derart geringen Vergütung sind diese Stellen nicht mehr wie früher für Fachleute interessant, die sich auf ihrem Gebiet einen Namen gemacht haben. So sinkt in den USA die Qualität der Lehre, nimmt die Zahl der Studienabbrecher zu.
Quelle: zeit.de vom 08.10.2009

Weltbevölkerung wächst ungleichmäßig
Laut dem Population Reference Bureau in Washington wird die Weltbevölkerung von 6,81 Mrd. (2008) auf 8,09 Mrd. (2025) und 9,42 Mrd. (2050) anwachsen. In Afrika wird die Bevölkerung zwischen 2008 und 2050 von 999 Mio. auf 1,99 Mrd., in Lateinamerika/ Karibik von 580 Mio. auf 724 Mio. sowie in Nordamerika von 341 Mio. auf 481 Mio. zunehmen, in Europa von 738 Mio. auf 702 Mio. sinken.
Quelle: World Future Review vom Oktober/November 2009

Die Zukunft des Terrors
Hoch technisierte Gesellschaften werden immer verletzlicher. Schon jetzt könn(t)en Hacker - auch im Auftrag anderer Staaten - die Kontrolle über Kraftwerke, Raffinerien, Stromnetze oder Chemiefabriken übernehmen, können Spione Daten aus Computern von Unternehmen, Banken, Forschungseinrichtungen, Regierungen und Verwaltungen stehlen bzw. löschen. Einige wenige elektromagnetische Impuls-Bomben, die in North Virginia gezündet werden, könnten Datenzentren zerstören, über die etwa 40% des Internetverkehrs laufen. Auf dieselbe Weise könnten die Daten auf Computern von Wallstreet-Unternehmen gelöscht werden. Wenn nur vier Hochspannungsleitungen in den USA zerstört werden, würden mehr als 60% des Landes in Kürze ohne Strom sein. Würden in den USA vier Raffinerien stark beschädigt, könnten 15% weniger Erdöl verarbeitet werden - der Preis für Benzin und Diesel würde innerhalb weniger Tage extrem steigen.
Quelle: The Futurist vom September/Oktober 2009

Geopolitische Konsequenzen der Finanzkrise
Die weltweite Finanzkrise hat das Vertrauen in die freie Marktwirtschaft bzw. den Kapitalismus erschüttert. Welthandel, Kapitalflüsse und Immigration sowie andere Merkmale der Globalisierung schwächen sich ab. Die USA, aber auch die G7- bzw. die G20-Staaten verlieren an Bedeutung, da sie die anstehenden Probleme nicht lösen. So ist in den kommenden Jahren mit mehr Instabilität zu rechnen. Vor allem Entwicklungsländer werden unter dem Rückgang der Rohstoffpreise, von Investments und Krediten leiden. Etwa 53 Mio. Menschen werden in die absolute Armut zurückfallen.
Quelle: World Future Review vom August/September 2009

USA: die Arbeitswelt der kommenden Jahren
Karrieren werden in der Zukunft weniger gradlinig verlaufen. Frauen werden bessere Chancen im Management haben. Mehr Menschen werden selbständig tätig sein oder von Hause aus arbeiten. Es werden mehr Menschen im "Rentenalter" berufstätig sein (müssen); die Sozialleistungen der Unternehmen (Betriebsrenten, Krankenversicherung) werden weiter abgebaut werden.
Quelle: World Future Review vom August/September 2009

Wind könnte Chinas Strombedarf decken
Das Potenzial für Windkraft ist vor allem auf dem tibetischen Hochplateau sowie im Nordosten des Landes so groß, dass laut einer Studie der Harvard Universität bis 2030 der gesamte Strombedarf durch diese Quelle gedeckt werden könnte. Derzeit sind es nur 0,4% - wobei China bei der Windenergie aber schon hinter den USA, Deutschland und Spanien an vierter Stelle hinsichtlich der installierten Kapazitäten steht. Die nötigen Investitionen rechneten sich schon ab einem Preis von 7,6 US-Cent pro Kilowattstunde über zehn Jahre hinweg.
Quelle: zeit.de vom 11.09.2009

China: 300 Mrd. $ für Schnellzüge
Von 2005 bis 2020 will die Volksrepublik 300 Mrd. $ für Hochgeschwindigkeitszüge und die notwendige Infrastruktur ausgeben. Die neuen Schienenstränge sollen eine Länge von knapp 16.000 Meilen haben; die Züge sollen eine Höchstgeschwindigkeit von 220 Meilen pro Stunde erreichen.
Quelle: Fortune, 31.08.2009

US-Traum vom Eigenheim platzt
Der Anteil der Immobilienbesitzer könnte bis 2020 von derzeit mehr als 67% auf 63,5% und bis 2030 auf 62% sinken, prognostiziert das Metropolitan Research Center an der University of Utah. Bis 2020 werden die meisten neuen Häuser für Mieter gebaut werden; (große) Einfamilienhäuser werden an Wert verlieren, Townhäuser und Appartments an Wert gewinnen.
Quelle: FTD.de vom 07.08.2009

China wirbt wieder für mehr Babys
Im Jahr 2040 wird es 320 Mio. Chinesen geben, die älter als 65 Jahre sind - 22% der Bevölkerung. Zumindest in Shanghai wird nun wieder Geburtenförderung betrieben, um die Überalterung der Gesellschaft zu mindern. So wird auf Ausnahmen bei der Ein-Kind-Politik verwiesen: Beispielsweise dürfen Elternpaare, die beide als Einzelkinder aufgewachsen sind, ein zweites Kind haben. Ansonsten gilt die Ein-Kind-Politik nur noch für rund 36% der Chinesen: Bauernfamilien dürfen in 19 Provinzen ein zweites Kind haben, wenn das erste ein Mädchen war, und auch Angehörige von Minderheiter dürfen zwei oder mehr Kinder bekommen.
Quelle: bazonline.ch vom 27.07.2009

Bis 2040 wird sich die Zahl der Senioren mehr als verdoppeln
Während 2008 weltweit 506 Mio. Menschen älter als 65 waren, werden es 2040 rund 1,3 Mrd. sein, prognostizierte das US-Zensusbüro. Mehr als eine Milliarde von ihnen werde in heutigen Entwicklungsländern leben. Die Zahl der über 80-Jährigen werde im genannten Zeitraum sogar um 233% steigen.
Quelle: diepresse.com vom 20.07.2009

USA: Statt weiter wachsender Vororte mehr innerstädtische Verdichtung
Steigende Kosten für Land, PKW und Treibstoff werden dazu führen, dass mehr Amerikaner in die Städte ziehen werden, wo sie öffentliche Verkehrsmittel nutzen können. Zudem kann dort energieeffizienter gebaut werden. Nur zwei Drittel der US-Bürger werden noch über ein Auto verfügen. Auch die Freizeit wird mehr in der eigenen Wohnung verbracht werden. Schon in fünf Jahren werden Amerikaner mehr Geld für Computerspiele ausgeben als für den Besuch von Konzerten, Kinofilmen und Sportereignissen.
Quelle: The Futurist vom Juli/August 2009

Das blaue Gold gewinnt an Wert
Trinkwasser wird knapp - so befürchtet die Unesco, dass im Jahr 2030 etwa die Hälfte der Weltbevölkerung von akuter Trinkwasser-Knappheit betroffen sein wird. Vor allem China hat seit vielen Jahren Probleme mit der Wasserversorgung. Laut der UNO müssten 700 bis 800 Mrd. Dollar in den kommenden beiden Dekaden weltweit investiert werden, um die Wasserversorgung zu gewährleisten. Die Zeit des billigen oder gar kostenlosen Wassers ginge zu Ende...
Quelle: handelsblatt.com vom 05.07.2009

USA: Städte verlieren an Lebensqualität
Bis 2100 wird die Bevölkerung um 100 Mio. Menschen zunehmen, die zumeist in Städten wohnen werden. Aber schon jetzt sind die städtischen Systeme überfordert: Armut, Verbrechen und Gesundheitsprobleme nehmen in den Innenstädten zu; die Vororte werden immer mehr von neuen Fabriken und Einkaufszentren umgeben und "erdrückt".
Quelle: World Future Review vom Juni/Juli 2009

WHO prognostiziert drastischen Bevölkerungsrückgang in der Ukraine bis 2030
So werde die Zahl der Einwohner von derzeit 46 Mio. auf knapp unter 30 Mio. zurückgehen. Die Lebenserwartung ist in der Ukraine 15 Jahre niedriger als im europäischen Durchschnitt.
Quelle: nrcu.gov.ua vom 19.06.2009

China: Mondbasis bis 2030 denkbar
In einem Plan für die Entwicklung der chinesischen Raumfahrt geht die Chinesische Akademie der Wissenschaften (CAS) davon aus, dass bis 2020 eine Raumstation im niederen Erdorbit, bis 2030 eine Mondstation und bis 2050 eine Marslandung möglich wären. Chinesische Raumsonden könnten den Mars bis 2020 und weitere Planeten wie den Jupiter bis 2030 erreichen.
Quelle: german.china.org.cn vom 14.06.2009

USA: Zahl der Erwerbspersonen wächst
Nicht nur aufgrund der Bevölkerungsentwicklung nimmt die Zahl der Erwerbstätigen und Arbeitssuchenden zu, sondern auch dadurch, dass mehr junge Menschen vorzeitig berufstätig werden, weil ihre Eltern wegen der Rezession Studiengebühren nicht mehr bezahlen können, und dadurch, dass immer mehr über 60-Jährige erwerbstätig bleiben, weil ihr Vermögen geschrumpft ist und nicht mehr für das Rentenalter ausreicht. Schon 2005 kehrte ein Drittel der neuen Ruheständler innerhalb von zwei Jahren auf den US-Arbeitsmarkt zurück.
Quelle: The Futurist vom Mai/Juni 2009

Aserbaidschan will Gasexport bis 2030 auf etwa 35 Milliarden Kubikmeter im Jahr steigern
Davon seien 15-20 Mrd. Kubikmeter für Europa vorgesehen, sagte Aserbaidschans Industrie- und Energieminister Natik Alijew. Derzeit werden etwa 24 Mrd. Kubikmeter produziert. Der Transport - auch von kasachischem und turkmenischem Gas - könne am besten via eine noch zu bauende Pipeline auf dem Grund des Kaspischen Meeres erfolgen.
Quelle: de.rian.ru vom 27.04.2009

Eine grüne Stadt entsteht in der Wüste
Abu Dhabi will bis 2016 eine neue Stadt namens Masdar für 1.500 Geschäfte/ Unternehmen, 50.000 Einwohner und 40.000 Pendler bauen, die weder CO2 noch Abfall/Abwasser produziert. Sie wird 75% weniger Elektrizität und 60% weniger Wasser als eine Stadt in vergleichbarer Größe benötigen. Nahezu die ganze Energie soll mit Hilfe der Sonne gewonnen werden. Das Abwasser soll von landwirtschaftlichen Betrieben zur Erzeugung von Treibstoff genutzt werden. Autos sind vor der Stadt zu parken; vorn dort aus können elektrische Fahrzeuge benutzt werden, die 83 zumeist unterirdisch gelegene Stationen anfahren können.
Quelle: Fortune vom 13.04.2009

Großregion Indischer Ozean
Das drittgrößte Gewässer der Welt wird immer mehr zur Hauptbühne für die Konflikte des 21. Jahrhunderts: Im Westen liegen Pulverfässer wie Somalia, der Jemen, der Iran und Pakistan; im Osten befindet sich mit Birma eines der instabilsten Länder der Welt. Der Indische Ozean repräsentiert die Zentralstellung des Islam, da Hunderte Millionen Muslime auf der arabische Halbinsel, im Iran, in Indien und Bangladesch, in Malaysia und Indonesien leben. Hier zeigen sich die machtpolitischen Bestrebungen von Indien und China, die in Konkurrenz um die Naturschätze - insbesondere Erdöl - stehen, einen Großteil des Handels über die Meere abwickeln und deshalb die Seewege sichern wollen. So findet bereits die Hälfte des globalen Containerverkehrs im Indischen Ozean statt. Der Transport von Erdöl wird in den kommenden Jahren eine noch größere Bedeutung erhalten, da sich Chinas Nachfrage in den nächsten 15 Jahren vermutlich verdoppeln und Indien weltweit gesehen bald der viertgrößte Energieverbraucher sein wird. Indien versucht, seinen Einfluss von der persischen Hochebene bis zum Golf von Thailand zu vergrößern, und will seine Marine (derzeit 155 Kriegsschiffe) zur drittgrößten der Welt ausbauen. Auch will es seine Kontakte zu den an Bodenschätzen reichen Ländern Zentralasiens intensivieren. China strebt danach, seinen Einflussbereich Richtung Süden zu erweitern. Zudem baut das Land einen großen Flottenstützpunkt in Pakistan sowie Häfen in Sri Lanka und Bangladesch. Ferner plant China den Bau eines Kanals durch den Isthmus von Kra in Thailand, der den Indischen Ozean mit der chinesischen Pazifikküste verbinden würde. Der Konkurrenzkampf zwischen den Großmächten wird also noch zunehmen.
Quelle: merkur.de vom 12.03.2009

Indien: Mehr Strom aus AKWs
Nach Ende des 34-jährigen Nuklearembargos wird der französische Konzern Areva wahrscheinlich das erste Unternehmen sein, das in Indien ein Atomkraftwerk bauen wird. Der Auftrag hat einen Wert von 8 Mrd. Euro. Indien will die Kapazität seiner AKWs von derzeit 4,1 Gigawatt auf 60 Gigawatt im Jahr 2030 steigern und dadurch 20% des Strombedarfs decken. Dafür will die Regierung rund 100 Mrd. $ bereitstellen.
Quelle: handelsblatt.com vom 05.02.2009

Wissensmacht Indien
Mit Hilfe einer großen Bildungsoffensive will Indien eine Supermacht des Wissens werden: In den kommenden Jahren sollen 50 Mrd. Euro in das Bildungssystem fließen; die Zahl der Universitäten soll innerhalb von fünf Jahren von 400 auf 1.500 erhöht werden. Jedoch fehlen überall Professoren - auch aufgrund der schlechten Bezahlung von weniger als 1.000 Dollar im Monat -, sodass viele Studenten nach dem Grundstudium ins Ausland gehen. So promovieren nur 36.000 von 14 Mio. Studenten im eigenen Land. Auch gibt es gerade einmal 119 Forscher pro 1 Mio. Einwohner - in China sind es fast 1.600, in Deutschland 3.000 und in den USA mehr als 4.600. Zudem gibt es weiterhin große Probleme in Indien, z.B. die extremen sozialen Unterschiede, das Kastensystem, die Umweltverschmutzung, die schlechte Infrastruktur, die Überbetonung der Softwareindustrie bzw. des Dienstleistungssektors und die Vernachlässigung der Geisteswissenschaften.
Quelle: sueddeutsche.de vom 29.01.2009

Zerfällt Pakistan?
In Pakistan ringen religiöse Fundamentalisten mit säkularen Kräften um die Macht, kämpft das Militär gegen Terrorgruppen, droht die staatliche Autorität zu zerfallen. Armut, fehlendem Bildungszugang, unterdrückten Frauenrechten und archaischen Gesellschaftsformen stehen eine prosperierende Wirtschaft, eine gebildete Oberschicht und der Besitz von Atomwaffen gegenüber. Noch vor Mitte des Jahrhunderts wird Pakistanz mit knapp 300 Mio. Menschen das Land mit der fünftgrößten Bevölkerung der Erde sein. Setzt sich die Destabilisierung bis dahin fort, ist die regionale und internationale Stabilität gefährdet - außer das Land geht mit einer möglichen staatlichen Schwäche besser um, als vielerorts befürchtet wird.
Quelle: debatte.welt.de vom 19.12.2008

Terrorismus-Bekämpfung: Zwei Billionen Dollar würden reichen
Während 1950 im Nahen Osten und in den nordafrikanischen Staaten nur 112 Mio. Menschen lebten, waren es 2006 schon mehr als 450 Mio. - und diese Zahl wird sich zum Jahr 2050 noch mehr als verdoppeln. Die meisten dieser Menschen leben im Elend: Das jährliche Bruttosozialprodukt beträgt höchstens 1.500 Euro pro Kopf. Dieses Elend trägt laut Avi Primor, einst Israels Botschafter in Deutschland, zu Fundamentalismus und Terrorismus bei. Er fordert einen Marshallplan für die islamische Welt, bei der wie Ende der 1940er Jahren ein Prozent des jährlichen Bruttosozialprodukts nicht nur wie damals von den USA, sondern von allen reichen Länder zur Verfügung gestellt werden solle. Mit 2.000 Mrd. $ pro Jahr könne man in den islamischen Ländern eine Wende herbeiführen.
Quelle: sueddeutsche.de vom 03.12.2008

Mehr Migration
Bis 2050 werden pro Jahr 2,3 Mio. Menschen in ein höher industrialisiertes Land auswandern, prognostiziert die Internationale Organisation für Migration. Auf diese Weise würden vor allem in Europa die aus der Bevölkerungsentwicklung resultierenden schweren Engpässe am Arbeitsmarkt gemildert werden. Die Migration werde immer mehr als Strategie gegen Überalterung und zur Sicherung des Sozialsystems anerkannt.
Quelle: diepresse.com vom 02.12.2008

Immer mehr Städter
Im Jahr 1980 lebten 10% aller Menschen in Städten, heute sind es 50% und 2100 werden es schätzungsweise 80% sein. Obwohl Städte nur 2,8% der Erdoberfläche ausmachen, sind sie für 78% des CO2-Ausstoßes und 60% des Wasserverbrauchs verantwortlich.
Quelle: openpr.de vom 14.11.2008

Welt 2025: "Amerikas Dominanz wird abnehmen"
Der höchste US-Geheimdienst-Analytiker Thomas Fingar, bei dem die Erkenntnisse von nicht weniger als 18 amerikanischen Nachrichtendiensten zusammenlaufen, prognostiziert folgende Trends bis zum Jahr 2025:

  • Die Globalisierung schreitet fort und bringt sowohl Wohlstandsvermehrung als auch eine größere Ungleichheit zwischen Reich und Arm.
  • Die USA bleiben eine herausragende Macht, ihre Dominanz auf militärischer, politischer, wirtschaftlicher und kultureller Ebene wird aber abnehmen.
  • Die internationalen Organisationen werden immer weniger in der Lage sein, mit den neuen Herausforderungen fertig zu werden. Kein Land wird hier die Führerschaft übernehmen können.
  • Der Klimawandel kann Regierungen schwächen und zum Kollabieren von Staaten führen.
  • Immer mehr Menschen werden ihre verarmten Länder verlassen.
  • In Westeuropa, Russland und Japan werden in 15 Jahren einem aktiv im Arbeitsprozess Stehenden drei Pensionisten gegenüberstehen - nicht aber in den USA. Dies wird zu unterschiedlichen wirtschaftlichen Entwicklungen führen.
  • Der Bedarf an Energierohstoffen wird vor allem in China und Indien wachsen - mit Konsequenzen für die Preise, für Treibhausgase und damit den Klimawandel.

Quelle: diepresse.com vom 08.10.2008

Mehr Klos für die Welt
Auf der Erde leben 2,6 Mrd. Menschen unter unzureichenden sanitären Bedingungen - bis 2025 soll ihre Zahl von derzeit 20 auf 30% steigen. Die UN hat deshalb das "Internationale Jahr der sanitären Grundversorgung" ausgerufen. Pro Jahr wären Investitionen von 10 Mrd. Dollar notwendig, um bis 2025 jedem Menschen Zugang zu einer Toilette zu verschaffen.
Quelle: taz.de vom 17.08.2008

Nicht genügend Platz und Lebensmittel
Im Jahr 2050 werden 9 Mrd. Menschen auf der Erde leben. Von ihnen könnten 900 Mio. hungern, insbesondere wenn die Ressourcen vermehrt für die Erzeugung von Fleisch verwendet werden - bezogen auf die Kalorien benötigt man dazu bis zu achtmal so viel Ackerfläche wie für pflanzliche Nahrung. Heute essen Chinese schon doppelt so viel Fleisch wie vor 20 Jahren (aber nur halb so viel wie Europäer oder Amerikaner).
Quelle: news.at vom 31.07.2008

6.712.080.198 Menschen
So viel Menschen könnten heute am Weltbevölkerungstag auf der Erde leben. Die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung gibt an, dass pro Minute 150 und pro Tag 215.875 Menschen dazu kommen.Während die Einwohnerzahl Deutschlands bis zum Jahr 2050 um 11 Mio. auf 71,4 Mio. abnehmen wird, werden sich die heute 944 Mio. Afrikaner auf knapp 2 Mrd. Menschen mehr als verdoppeln. Afrikas Anteil an der Weltbevölkerung beträgt dann statt 14,2% rund 21,6%, während Europas Anteil von 11,1% auf 7,2% zurückgehen wird. Asien wird bis 2050 um rund 1,3 Mrd. Menschen wachsen (um 600 Mio. alleine in Indien), Lateinamerika um ca. 215 Mio. Menschen. Allein in den Entwicklungsländern werden rund 76 Mio. Frauen ungewollt schwanger. Könnte dies verhindert werden, würde die Weltbevölkerung konstant bleiben.
Quelle: RP-online vom 11.07.2008

Die Menschenmehrheit auf dem Weg zur Macht
Nur noch 120 von 1.000 Erdenbürgern sind Europäer bzw. Europäischstämmige in Nordamerika, Australien, Neuseeland und Israel - 88% aller Menschen sind Asiaten, Afrikaner und Lateinamerikaner. Im Jahr 2050 werden es über 90% sein. Spätestens dann ist damit zu rechnen, dass diese überwältigende Mehrheit auch politisch die Macht auf dem Globus antreten wird. Die Europäer könnten einen Beitrag dazu leisten, dass dieser Prozess friedlich verläuft - aber nur, wenn sich die EU als einig und stark erweist.
Quelle: kommentare.zeit.de vom 01.07.2008

Wasser wird knapp
Die UN erwarten, dass Landwirtschaft (70% Anteil), Industrie (22%) und private Haushalte (8%) im Jahr 2025 bis zu 40% mehr Wasser benötigen werden als heute. So steige der Verbrauch vor allem in aufstrebenden Nationen wie China oder Indien. Allerdings versickere auch viel Wasser ungenutzt, da die Rohre in vielen westlichen Industrienationen teilweise noch aus dem 19. Jahrhundert stammen. Beispielsweise würde in den USA etwa 20% des Wassers verloren gehen, in London sogar bis zu 50%. In den kommenden 20 Jahren müssten schätzungsweise zwischen 500 Mrd. und einer Billion US-Dollar in die Infrastruktur investiert werden.
Quelle: Handelsblatt.com vom 10.06.2008

Großbritannien: Christentum wird zur Minderheitsreligion
Laut dem Institut Christian Research wird bis 2050 die Zahl der Briten, die mindestens einmal pro Monat in die Kirche gehen, von jetzt etwa 4 Mio. auf 899.000 fallen, während die Zahl der religiös aktiver Muslime von knapp 400.000 auf 2,6 Mio. und von religiösen Hindus von 400.000 auf 855.000 anwachsen werde.
Quelle: idea.de vom 08.05.2008

Altenpflege vor Kostenschub
Nach einer neuen Studie der EU-Kommission werden die öffentlichen Aufwendungen für die Pflege von 0,9% des Bruttoinlandsprodukts (2004) auf 1,6% im Jahr 2050 steigen. Dann werden in der EU fast 50 Mio. Menschen 80 Jahre oder älter sein - mehr als doppelt so viele wie derzeit. Mindestens 16,5 Mio. Europäer werden pflegebedürftig sein - knapp ein Drittel mehr als heute. Die Finanzierung der Pflege aus öffentlichen und privaten Finanzquellen müsse gesichert und vor allem die Betreuung zu Hause gefördert werden. Die meisten Europäer möchten in den eigenen vier Wänden gepflegt werden, wozu die ambulanten Diensten bedarfsgerecht ausgebaut werden müssten.
Quelle: Rundschau-online.de vom 27.04.2008

Immer mehr hungernde Menschen
Noch 2003 prognostizierten die US-amerikanischen Ökonomen C. Ford Runge und Benjamin Senauer, dass bei weiteren Produktivitätsfortschritten in der Landwirtschaft die Zahl der Hungernden bis 2025 um 23% auf 625 Millionen sinken werde. Vier Jahre später gehen sie von einem Anstieg auf 1,2 Milliarden aus - bedingt durch die rasant steigenden Lebensmittelpreise. Immer mehr Menschen hätten nicht mehr genug Geld, um genügend Grundnahrungsmittel zu kaufen. So liegt die Zahl hungernder Menschen laut der Ernährungsorganisation FAO bei rund 854 Millionen. In Indien sind über 200 Millionen, in den Staaten der Sub-Sahara 200 Millionen und in China 150 Millionen Menschen unterernährt. Zugleich sind Hilfsorganisationen gezwungen, aufgrund der gestiegenen Preise für Grundnahrungsmittel die Nahrungsrationen zu kürzen.
Quelle: Tagblatt.ch vom 14.04.2008

Frauen-Quote in der Politik steigt nur langsam
Die Zahl der Frauen in den Parlamenten in aller Welt steigt langsam an, bleibt aber hinter den Erwartungen zurück. Ihr Anteil beträgt erst in 20 Staaten mehr als 30%, 10 davon liegen in der EU. Derzeit sind weltweit 17,7% der Abgeordneten Frauen. Beim derzeitigen Wachstum wird die Geschlechterparität in den Parlamenten nicht vor 2050 erreicht sein.
Quelle: dieStandard.at vom 07.04.2008

Die Russen werden immer weniger
Im Jahr 1996 haben in Russland 6 Mio. Menschen mehr gelebt als 2007: Jedes Jahr schrumpft die Bevölkerung um mehr als eine halbe Million. So wird es 2050 nur noch 108 Mio. Russen geben (heute: 142,2 Mio.). Dann wird jeder fünfte Einwohner älter als 65 sein - mit den entsprechenden Konsequenzen für die Staatsausgaben für Pensionen, Gesundheit und Pflege. Derzeit beträgt die mittlere Lebenserwartung nur 65 Jahre - und bei Männer infolge von Trinken, Rauchen, Verkehrs- und Arbeitsunfällen, Stress etc. sogar nur knapp 59 Jahre. Schon jetzt fehlen der boomenden Wirtschaft Arbeiter. Um das Wachstum aufrechterhalten zu können, müsste Russland spätestens ab 2015 jährlich zwei Millionen Ausländer aufnehmen. Allerdings leben bereits 12 bis 16 Mio. Ausländer illegal im Land - und die Widerstände in der Gesellschaft werden größer. Zur Geburtenförderung wurde z.B. eine für Wohnung, Ausbildung oder Pensionszuschuss zweckgebundene Geburtenbeihilfe von 7.000 Euro für das zweite Kind eingeführt, erhalten Mütter pro Monat 43 Euro für das erste Kind und für jedes weitere 85 Euro.
Quelle: DiePresse.com vom 28.02.2008

Japan - der lange Abstieg
Nach jüngsten Schätzungen der japanischen Regierung wird sich die Zahl der Senioren bis 2050 von heute 20,1% - das ist bereits Weltrekord - auf rund 40% verdoppeln. Dann werden laut dem Japan Center for Economic Research 70% der nationalen Arbeitskraft verschwunden sein. Das reicht der Wirtschaft noch nicht eimal für ein Nullwachstum.
In den letzten 15 Jahren rutschte Japan beim Pro-Kopf-Einkommen vom 4. auf den 20. Platz ab; der Anteil an der Weltwirtschaft sank von rund 18% (1994) auf unter 10%. PricewaterhouseCoopers prognostiziert, dass Japans Ökonomie im Jahr 2050 etwa die Größe der Volkswirtschaften von Indonesien oder Brasilien aufweisen wird. Für Japans relativen Abstieg gegenüber anderen Nationen werden aber nicht die Bevölkerungsentwicklung und -alterung verantwortlich gemacht, sondern fehlendes Wachstum, abnehmende Produktivität und Innovation sowie mangelnder politischer Wille, das Abrutschen zu stoppen.
Quelle: Tagblatt.ch vom 08.02.2008

Milliardenprojekt gegen Dürre in Brasilien
Rund 50 Millionen Menschen leben im immer wieder von Dürren heimgesuchten Nordosten. Sie gehören zu den Ärmsten Brasiliens. Mit einem Großprojekt will die Regierung eine ständige Wasserversorgung sicher stellen: Aus dem weiter südlich verlaufenen Fluss São Francisco soll mittels zweier Kanäle Wasser in Flüsse, örtliche Kanäle und Stauseen gelenkt werden. Das Projekt soll bis 2025 fertig gestellt werden.
Quelle: NZZ.ch vom 07.01.2008

Immer mehr Christen in Afrika
Laut dem Generalsekretär des Ökumenischen Rats der Kirchen, Samuel Kobia, wird die Zahl der Christen in Afrika bis 2025 auf rund 700 Mio. steigen. Anfang des 20. Jahrhunderts seien es erst ca. 10 Mio. gewesen. Der entscheidende Faktor für das schnelle Wachstum sei, dass in Afrika der christliche Glaube das Leben der Menschen durchdringe - und nicht wie im Westen eine "Teilzeitangelegenheit" sei.
Quelle: idea.de vom 01.01.2008

Malaria und Aids - die schlimmsten Seuchen
An Malaria erkranken jährlich 300 Millionen Menschen und sterben bis zu 2,7 Millionen, überwiegend Kinder unter fünf Jahren. Auf 39 Millionen werden weltweit die Aids-Infizierten geschätzt. Jedes Jahr kommt es zu vier Millionen Neuansteckungen und 2,9 Millionen Todesfällen.
Quelle: Welt.de vom 27.12.2007

Chinas Regierung warnt vor Überalterung der Bevölkerung
Zwischen 2030 und 2050 wird in China der Zeitpunkt erreicht, wenn ein Rentner auf zwei Beschäftigte kommt - derzeit beträgt das Verhältnis noch eins zu sechs. Dadurch könnten die wirtschaftlichen Vorteile aufgrund niedriger Lohnkosten reduziert, könnte das Wirtschaftswachstum gebremst werden.
Quelle: baz.ch ohne Datum

Die Gefährdung der Menschheit durch Meteoriteneinschläge
Trifft ein Asteroid von 50 mal 100 Meter Größe unseren Planeten, setzt er so viel Energie frei wie eine Wasserstoffbombe mit einer Sprengkraft von 50 Millionen Tonnen TNT. Bei einer Größe von vier mal vier mal sechs Kilometern würde die gleiche Energie wie von mehr als einer Milliarde Atombomben vom Hiroshima-Typ freigesetzt. Ein solcher Einschlag rottete vor 65 Millionen Jahren die Dinosaurier aus. Laut der US-Raumfahrtbehörde Nasa treffen Geschosse mit einem Durchmesser von über einem Kilometer die Erde alle 600.000 Jahre; kleinere Einschläge soll es alle 2.000 bis 3.000 Jahre geben. Derzeit sind 906 potenziell gefährliche Asteroiden bekannt - einer mit der Nummer 2004 VD17 könnte mit einer Wahrscheinlichkeit von 1 zu 1.500 am 04.05.2102 die Erde treffen. Methoden zur Abwehr von Asteroiden werden von mehreren Forschergruppen entwickelt - sie reichen von der Sprengung mit Atombomben bis hin zur Ablenkung vom Kollisionskurs durch Einschlagsonden, schwere Begleitsonden, fliegende Spiegel, starke Laser oder reflektierende Folien.
Quelle: Focus.de vom 16.11.2007

Chinas Unis konkurrieren mit dem Westen
Die Zahl studierender Chinesen verdreifachte sich in den letzten zehn Jahren. Derzeit gibt es über 2.200 chinesische Hochschulen und Universitäten, an denen etwa 23 Millionen Chinesen studieren. Besonders viele Mittel werden in technische Studien investiert; z.B. wird China im Bereich der Nano-Wissenschaften vermutlich Europa bald übertreffen. Im Jahr 2025 wird China mehr Studenten haben als Europa und die USA zusammen. "China kopiert viel von den USA, nicht aber von Europa", meinte Uni-Wien-Rektor Georg Winckler. Das US-Bildungssystem sei leistungsfähiger, das deutsche Wissenschaftssystem hingegen breche auseinander. Gemeinsam mit anderen asiatischen Kulturen profitiert China von seiner vom Konfuzianismus geprägten Lernkultur.
Quelle: WienerZeitung.at vom 09.11.2007

2050 hat jeder zweite Europäer eine Allergie
Im Jahr 2050 wird nach Expertenprognosen die Hälfte der europäischen Bevölkerung unter Allergien leiden - in Deutschland sind es derzeit 40% der Bundesbürger. Laut Bundesverbraucherschutzminister Horst Seehofer seien allergische Reaktionen nicht immer zweifelsfrei hygienischen Gründen, der Umweltverschmutzung, der Ernährung oder einer genetischen Veranlagung zuzuschreiben. Es sei immer noch unklar, warum Allergien auftreten. Seehofer hat im März einen Aktionsplans gegen Allergien vorgestellt. Ein Bestandteil ist das Internetportal aktionsplan-allergien.de, das jetzt freigeschaltet wurde.
Quelle: MZ-web.de vom 13.09.2007

Durchschnittsalter steigt enorm: 2050 dreimal so viele Alte auf der Welt
Im Jahre 2050 werden laut dem UN-Weltbevölkerungsbericht 2007 etwa zwei Milliarden Menschen auf der Erde über 60 Jahre alt sein. Schon 2047 wird es erstmals weltweit mehr alte Menschen als Kinder geben. Das Durchschnittsalter aller Menschen liegt heute bei 28 Jahren; es wird bis 2050 auf 38 Jahre steigen. Uganda hat mit einem mittleren Alter von 15 Jahren derzeit die jüngste Bevölkerung, Japan mit 43 die älteste. Im Jahr 2050 werden es Uganda und Burundi (Durchschnittsalter: 20 Jahre) bzw. Macau (China) und Südkorea sein (54 Jahre). Weltweit leben inzwischen doppelt soviele Frauen im Alter von über 80 Jahren bzw. vier- bis fünfmal soviele Frauen über 100 Jahre als Männer.
Quelle: n-tv.de vom 17.08.2007

Mehr Familienplanung notwendig
Jedes Jahr werden auf der Erde 78 Millionen Menschen mehr leben. So wird die Weltbevölkerung von heute 6,7 auf 9,2 Milliarden im Jahr 2050 steigen. Während in den Industrieländern die Zahl der Menschen bei etwa 1,25 Milliarden stagniere, werde die Bevölkerung in den Entwicklungsländern auf 7,95 Milliarden wachsen - in Afrika wird sich die Zahl von heute 965 Millionen Menschen auf rund zwei Milliarden mehr als verdoppeln.
Deshalb müsse dringend in die Familienplanung investiert werden -mit 2,9 Milliarden Euro ließe sich z.B. für 200 Millionen Frauen der Zugang zu Verhütungsmitteln finanzieren. Laut Entwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul sollte für Frauen der Zugang zu Information, Aufklärung und Gesundheitsversorgung deutlich verbessert werden. Immer noch würde mehr als eine halbe Million Frauen jährlich bei Geburten und unsicheren Schwangerschaftsabbrüchen in den Entwicklungsländern sterben.
Quelle: dieStandard.at vom 11.07.2007

Osteuropas Bevölkerung altert und schrumpft
Laut einer Studie der Weltbank droht beispielsweise in Russland, Bulgarien, Georgien, Slowenien, Kasachstan, Weißrussland und der Ukraine ein dramatischer Bevölkerungsrückgang - z.B. leben im letztgenannten Land derzeit 46 Millionen Menschen, 2025 wird es ein Fünftel weniger sein. Während sonst in ärmeren Ländern viele Kinder gezeugt werden und damit die Bevölkerung wächst, bilden die 28 osteuropäischen Staaten hier eine Ausnahme. Hinzu kommt die zunehmende Alterung - z.B. werde 2025 jeder fünfte Bulgare älter als 65 Jahre sein. In Slowenien wird das Durchschnittsalter bis dahin 47,4 Jahre betragen - so hoch wie in kaum einem anderen Staat der Welt.
Die schrumpfende und alternde Bevölkerung wird nicht nur das Wirtschaftswachstum gefährden, sondern auch zu einem drastischen Anstieg der Rentenausgaben führen - z.B. würde in Polen der Anteil der Pensionen am Bruttoinlandsprodukt von derzeit 14% auf 22% im Jahr 2025 steigen. Reformen wie eine Erhöhung des Pensionsalters, die Verbesserung des Gesundheitszustands älterer Arbeitnehmer oder mehr Zuwanderung seien unvermeidbar.

Quelle: Die Presse vom 21.06.2007

Rasanter Anstieg von Alzheimer bis 2050
Zurzeit leiden weltweit mehr als 26 Millionen Menschen an Alzheimer. Laut einer von Ron Brookmeyer geleiteten Studie der Johns-Hopkins-Universität wird in 40 Jahren jeder Fünfundachtzigste an der Krankheit leiden. Die größte Zunahme von Alzheimer-Fällen erwarten die Forscher in Asien: von 12,6 Millionen auf 62,8 Millionen. In den USA werden die Alzheimer-Fälle von 3,1 auf 8,8 Millionen zunehmen, in Europa von 7,2 auf 16,5 Millionen, in Afrika von 1,3 auf 6,3 Millionen, in Südamerika und der Karibik von 2 auf 10,8 Millionen und in Ozeanien von 200.000 auf 800.000.
Quelle: krone.at ohne Datum

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Hohe Gesundheitskosten in den USA
Die Ausgaben liegen derzeit bei rund 16% des Bruttoinlandproduktes und könnten bis 2018 auf 20,3% steigen. Der OECD-Durchschnitt beträgt 8,9% (Frankreich: 11%, Deutschland: 10,4%).
Quelle: Politische Studien vom Januar/Februar 2010

Chinas Nachwuchssorgen
In den Industriegesellschaften müssen immer weniger Erwerbstätige für Rentner und Jugend aufkommen. Dies wird bald auch in China der Fall sein: Die rigide durchgesetzte Einkindpolitik hat dazu geführt, dass Frauen derzeit im Schnitt 1,73 Kinder bekommen. Bis 2030 dürfte sich die Zahl der über 60-Jährigen von 100 auf 235 Mio. mehr als verdoppeln. Heute muss ein chinesischer Erwerbstätiger im Schnitt für 0,4 Rentner, Kinder oder Jugendliche aufkommen - 2050 werden es 0,6 sein. Der Rentenfonds ist schon jetzt um 2.000 Mrd. Yuan (210 Mrd. Euro) überzogen; 2020 könnten es laut Weltbank bereits 9.150 Mrd. Yuan sein. Bisher gibt es kaum Altenheime, aber immer weniger Angehörige sind willens, die Pflege alter Menschen zu übernehmen. Zudem baut sich in China ein riesiger Männerüberschuss auf, da vor allem weibliche Embryonen abgetrieben werden. Im Jahr 2020 könnte es 24 Mio. Männer geben, die keine Frau finden.
Quelle: ftd.de vom 09.02.2010

China: Der Kraftprotz von Davos
Der stellvertretende chinesische Ministerpräsident Li Keqiang ließ bei seiner Rede auf dem 40. Weltwirtschaftsforum durchblicken, das sein Land weltweit mehr Macht beanspruche - schließlich wird China laut dem Nobelpreisträger Robert Fogel aus Chicago im Jahr 2040 rund 40% des weltweiten Bruttoinlandsprodukts erwirtschaften und ein Pro-Kopf-Jahreseinkommen von 85.000 $ erreichen (Europa: 5% der globalen Wirtschaftskraft, die Hälfte des chinesischen Einkommens). Auch der indische Wirtschaftsminister Anand Sharma, der sein Land als Technologieführer des Internetzeitalters präsentierte, verlangte mehr Einfluss, z.B. einen festen Sitz im UN-Sicherheitsrat: "Wie kann man von einer globalen Institution sprechen, wenn die größte Demokratie der Welt und auch der ganze afrikanische Kontinent nicht dabei sind?" Ob die westliche Welt so viel Wachstum erzeugen kann, um mit den Aufsteigern mithalten zu können, wurde von mehreren Rednern bezweifelt, so z.B. von Stephen Schwarzman, Chef der Investmentgesellschaft Blackstone: "Die westlichen Volkswirtschaften sind im Vergleich richtig schwach", China sei die nächste natürliche Führungsmacht. Kreditklemme, Arbeitslosigkeit, Überschuldung sind die kommenden Probleme der Industriestaaten; nur China erfüllte 2009 die für die EU geltenden Maastricht-Vorgaben von eine Defizitquote von unter drei Prozent...
Quelle: tagesspiegel.de vom 31.01.2010

Megatrend "Emerging Markets"
Das ungebremste Wachstum der letzten Jahre und die verbesserten volkswirtschaftlichen Situationen werden dazu führen, dass die vier BRIC-Ländern die G6-Industriestaaten schon 2035 überholen werden - und nicht erst 2040, wie bisher geschätzt. So gehen Finanzinstitute davon aus, dass die indische Wirtschaft bis 2050 jährlich um ca. 6% wachsen wird, die brasilianische und die chinesische um gut 4%. Für Japan wird hingegen nur mit ca. 1,4%, für Deutschland mit 1,7% und für die USA mit rund 1,9% gerechnet.
Quelle: investor-verlag.de vom 18.01.2010

Bis 2030 will Südkorea 80 Kernkraftwerke exportieren
Neben vier Kernkraftwerken, die in den Vereinigten Arabischen Emiraten gebaut werden sollen, wird über Projekte in Jordanien, der Türkei, Rumänien und der Ukraine verhandelt. Bis 2030 will sich Südkorea insgesamt 400 Mrd. $ an Aufträgen sichern und damit einen weltweiten Markanteil von 20% erreichen. Dann wäre das Land der drittgrößte Exporteur von Kernkraftwerken.
Quelle: solidaritaet.com vom 20.01.2010

Schulgärten - ein neuer Trend
In den USA nimmt die Zahl der Schulgärten zu - insbesondere in Kalifornien mit inzwischen 6.000 Gärten. Auf diese Weise sollen Schüler lernen, wie Lebensmittel produziert werden und wie sie im Naturzustand schmecken. Oft wird auch das Mittagessen in der Schule durch selbst gezogenes Gemüse bereichert.
Quelle: The Futurist vom Januar/Februar 2010

Ökonomie an Grundschulen
In Großbritannien soll der Umgang mit Geld ein Pflichtfach in den Grundschulen werden, plant Schulminister Ed Balls. Ab 2011 sollen schon Fünfjährigen Feldscheine und Münzen kennen lernen und das Sparen an Sparschweinen üben. Später werden sich Grundschüler mit Spar- und Girokonten, Kreditkarten sowie dem Aufstellen eines Finanzplans befassen.
Quelle: ftd.de vom 05.01.2010

China: Urbanisierung schreitet voran
Derzeit lebt noch nicht einmal die Hälfte der Menschen in Städten, obwohl zwischen 1996 und 2005 fast 200 neue Städte entstanden sind. Bis 2025 sollen 350 bis 400 Mio. Menschen - mehr als die Gesamtbevölkerung der USA - zusätzlich in die Städte ziehen; 2030 könnte die Stadtbevölkerung dann 1 Mrd. Menschen betragen. So wird China "die größte Baustelle der Welt" bleiben: Derzeit wachsen die urbanen Regionen um 2 Mrd. Quadratmeter pro Jahr. Bis 2025 werden so über 200 Städte mit einer Million Einwohnern entstehen, davon 23 mit mehr als 5 Millionen.
Quelle: heise.de vom 27.12.2009

Japan: Land der Alten und Singles
Die Geburtenrate in Japan liegt bei 1,32 Kindern pro Frau; im Jahr 2005 waren 47,1% der 30- bis 34-Jährigen nicht verheiratet. So nimmt die Zahl der alten Menschen immer mehr zu: Derzeit sind 22,5% der Bevölkerung älter als 65 Jahre - 2030 werden es bereits 30,6% sein. Schon in 10 Jahren wird auf einen arbeitenden Japaner ein Rentner kommen. Trotzdem wird eine Einwanderung weiter erschwert; anstatt ausländischer Pflegekräfte sollen in Zukunft Pflegeroboter eingesetzt werden.
Quelle: zeit.de vom 10.12.2009

Russland und Indien besiegeln Nuklearpakt
Bis 2030 will Indien 100 Mrd. $ in Atomkraftwerke investieren, um seine Nuklearkapazität von derzeit 4,1 Gigawatt auf 60 Gigawatt zu steigern. Laut Vertrag wird Russland dauerhaft Uran liefern und mindestens vier Atomreaktoren bauen.
Quelle: handelsblatt.com vom 08.12.2009

Amerikaner lesen weniger und schlechter
Zwischen 1982 und 2007 nahm das Lesen um knapp 20% bei der Gesamtbevölkerung und sogar um 30% bei 18- bis 24-jährigen US-Bürgern ab; 40 Mio. Amerikaner lesen auf der niedrigsten Literacy-Stufe. Neben Fernsehen, Videospielen usw. wird hierfür auch das Internet verantwortlich gemacht: Hier werden keine längeren Texte gelesen, sondern nur kurze. Und beim Schreiben von SMS, E-Mails, Beiträgen für Twitter usw. würde keine Schrift-, sondern die Umgangssprache verwendet, würden viele grammatikalische Fehler gemacht. Laut Peter Norvig vom Unternehmen Google würden Suchmaschinen in fünf Jahren keine Stichwörter mehr benötigen, sondern auf Umgangssprache reagieren - und bald auch auf die gesprochene Sprache. Dann könnte die Antwort mündlich erfolgen, wäre eine Konversation mit der Suchmaschine möglich - das Lesen würde weniger wichtig als das Beurteilen der Qualität der erhaltenen Informationen werden.
Quelle: The Futurist vom November/Dezember 2009

Der Niedergang der USA
Zukunftsforscher wie Dmitry Orlov, James Howard Kunstler, David Martin und John L. Petersen glauben, dass die USA als Weltmacht an Bedeutung verlieren wird. Sie gehen davon aus, dass dem Finanzsektor weitere Krisen wie z.B. Bankenpleiten bevorstehen, dass 800 Billionen $ an Derivaten ein Kartenhaus bilden, das jederzeit einfallen kann, dass das auf Benzin basierende Verkehrssystem bei einem Rückgang der weltweiten Erdölproduktion zusammenbrechen wird, dass der Klimawandel die amerikanische Landwirtschaft negativ beeinflussen wird, dass eine auf Konsum, hohen Schulden und billiger Energie basierende Wirtschaft keine Zukunft mehr hat, dass der Protektionismus zunehmen wird usw. Anstatt auf die neuen Herausforderungen zu reagieren, das Finanz- bzw. Wirtschaftssystem umzubauen und die Bevölkerung auf "magere Zeiten" vorzubereiten, würde die US-Regierung nach dem Motto "more of the same" handeln.
Quelle: The Futurist vom September/Oktober 2009

Von der "ewigen" Ernährungskrise
In den letzten Jahren sind weltweit die Lebensmittelpreise stark gestiegen und vor allem für die ärmste Milliarde Menschen zu einer großen Belastung geworden, da sie zwischen 50 und 70% ihres Einkommens für Ernährung ausgeben. Der Klimawandel wird die Probleme verschärfen: So wird bis 2030 mit einem Rückgang der Erträge in China bei Reis um 3%, in Südasien bei Reis um 10 bis 15% und in Südafrika bei Mais um 30 bis 47% gerechnet. Sollten nicht besseres Saatgut, umweltfreundlichere Anbaumethoden und effizientere Bewässerung eingeführt werden, wird die Ernährungskrise durch das Weltbevölkerungswachstum immer größer werden.
Quelle: World Future Review vom August/September 2009

Öffentliche Schulden steigen
Das IMF schätzt, dass die Staatsschulden der 10 führenden reichen Länder von 78% des Bruttoinlandsprodukts im Jahr 2007 auf 114% im Jahr 2014 steigen werden. Noch nie haben sich Länder so schnell so stark verschuldet. Es ist unwahrscheinlich, dass in den nächsten Jahren die Schulden abgebaut werden können, zumal die Renten- und Gesundheitskosten in diesen Ländern aufgrund der Alterung der Bevölkerung ansteigen und in der Summe mindestens zehnmal so hoch wie die Kosten der Finanzkrise sein werden. Da Steuern kaum noch erhöht werden können, besteht die Gefahr, dass die Staaten durch hohe Inflation das Schuldenproblem zu lösen versuchen oder ihren Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommen werden.
Quelle: World Future Review vom August/September 2009

Immer mehr Marijuana-Patienten in Kalifornien
Seitdem erlaubt ist, dass Ärzte Marijuana bei medizinischen Indikationen verschreiben, ist die Zahl der legalen Nutzer auf 300.000 bis 400.000 Personen angestiegen - und wächst rasant weiter. In rund 700 Apotheken und ähnlichen Einrichtungen können die Rezepte eingelöst werden.
Quelle: Fortune vom 28.09.2009

Immer mehr Tabak-Tote
Während in den Industrieländern der Tabakkonsum auf dem Rückzug ist, steigt er in ärmeren Ländern rapide an. Laut der American Cancer Society und der World Lung Foundation wird das Rauchen voraussichtlich rund 250 Mio. der heute lebenden Kinder und Jugendlichen töten. Im Jahr 2010 wird mit 6 Mio. Todesopfer, 2020 mit 7 Mio. und 2030 mit mehr als 8 Mio. gerechnet. Die ökonomischen Schäden des Tabakkonsums (z.B. Behandlungskosten, verlorene Produktivität und Umweltschäden) werden mit rund 500 Mrd. $ pro Jahr veranschlagt. Tabakplantagen nehmen inzwischen fast 40.000 Quadratkilometer an landwirtschaftlicher Fläche ein.
Quelle: spiegel.de vom 26.08.2009

Vor der Ernährungskrise
Derzeit hungern 923 Mio. Menschen - 2050 werden es voraussichtlich 3 Mrd. sein. Nur wenn im gleichen Zeitraum die Erträge von Weizen, Reis, Mais, Kartoffeln und anderen Grundnahrungsmitteln verdoppelt werden können, kann laut FAO die Weltbevölkerung ernährt werden. Allerdings wächst gleichzeitig die Zahl der Menschen mit westlichen Ernährungsgewohnheiten - und für die Erzeugung des von ihnen konsumierten Fleisches wird ein immer größerer Teil der Ernte benötigt werden: Schon heute werden etwa 40% der weltweiten Getreideernte verfüttert. Zudem schrumpfen die landwirtschaftlich nutzbaren Flächen aufgrund von Urbanisierung, Überanspruchung und Erosion. 1960 waren weltweit noch 4.300 qm Ackerland pro Kopf verfügbar, 2005 waren es noch 2.300 und bis 2030 werden es nur noch 1.800 qm sein. Auch werden schon jetzt ca. 10% der globalen Maisernte zu Bio-Sprit verarbeitet.
Quelle: sueddeutsche.de vom 26.08.2009

Es grünt so grün in Europa
Während in China bis 2030 eine Milliarde Menschen in Mega-Citys leben werden und 50.000 Wolkenkratzer, 170 öffentliche Verkehrssysteme und für jedes zusätzliche Auto rund 200 Quadratmeter versiegelte Verkehrsfläche geschaffen werden müssen, drängen einige europäische Großstädte PKWs aus der Stadt heraus. So hält Amsterdam den Weltrekord beim Anteil von Fußgängern und Fahrradfahrern am Innenstadtverkehr. Hier soll bis 2015 die Hälfte aller Wege zum Arbeitsplatz mit dem Fahrrad zurückgelegt werden. In London wurde die Belastung durch den Verkehr mit Hilfe einer City-Maut reduziert. Frankreich setzt auf Elektroautos - schon jetzt wird deren Kauf mit 5.000 Euro gefördert. Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy hat für die nächsten vier Jahren mehr als 400 Mio. Euro zugesagt. In Paris sollen sich im Jahr 2030 Fußgänger, Fahrradfahrer und Elektrofahrzeuge einen Großteil der innerstädtischen Verkehrsflächen teilen. Für andere Fahrzeuge könnte es eine City-Maut geben - die projizierten Einnahmen liegen bei jährlich 75 Mio. Euro.
Quelle: sueddeutsche.de vom 13.07.2009

Sonnenenergie in Nordafrika nutzen
Die Kosten für Stromerzeugung aus Solarkraftwerken beträgt in Nordafrika zwischen 16 und 21 Cent pro Kilowattstunde. Laut dem Deutschen Institut für Luft- und Raumfahrt (DLR) könnten bis zum Jahr 2020 rund 10.000 Megawatt (MW) auf diese Weise produziert werden. Die Stromnachfrage in Ägypten, Algerien, Jordanien, Libyen, Marokko und Tunesien werde von heute 35.000 MW bis zum Jahr 2020 auf circa 54.000 MW anwachsen; der Mehrbedarf könne also zum Teil durch Sonnenenergie abgedeckt werden.
Quelle: tagesspiegel.de vom 09.07.2009

Widersprüche hemmen Chinas Aufstieg
Einerseits will die Kommunistische Partei eine moderne Gesellschaft, andererseits aber keine Bürgerrechte. Sie will Technologien zur Modernisierung nutzen, gleichzeitig aber ihre Verwendung einschränken. China will Vorreiter auf dem Weg zur Wissengesellschaft sein, aber zugleich den Informationsfluss kontrollieren. Die Regierung möchte den Wohlstand mehren, lässt aber die Reichen reicher und die Armen ärmer werden. Die Bevölkerung wird weiterhin unterdrückt, rebelliert aber vor allem auf dem Land immer häufiger gegen die Benachteiligung der Bauern und Wanderarbeiter. Korruption ist weit verbreitet; das Rechtssystem funktioniert nicht. Alle diese Faktoren könnten dazu beitragen, dass China in absehbarer Zeit zerfällt.
Quelle: World Future Review vom Juni/Juli 2009

BRIC-Staaten schließen schneller auf als gedacht
Laut Jim O'Neill, Chefvolkswirt von Goldman Sachs, könnten die BRIC-Staaten Brasilien, Russland, Indien und China die Wirtschaftskraft der G7-Staaten schon 2027 erreichen - und nicht erst bis zum Jahr 2040, wie von ihm vor sechs Jahren prognostiziert. Dazu würden die aktuelle Rezession und die hohen Devisenreserven von 2,8 Billionen Dollar der BRIC-Staaten beitragen.
Quelle: deraktionaer.de vom 30.06.2009

Schulden der US-Regierung werden immer größer
Nach Schätzungen des Congressional Budget Office werden die Schulden von ca. 8 Billionen $ (2009) auf 17,3 Billionen § in Jahr 2013 steigen und dann 82% des Bruttoinlandsprodukts ausmachen. Das wären 155.000 $ pro Haushalt.
Quelle: Fortune vom 22.06.2009

Landwirtschaft in Russland: Brot für die Welt
Derzeit hungern rund 950 Mio. Menschen weltweit. Aufgrund des Bevölkerungswachstums wird der Getreideverbrauch bis 2030 um 30 bis 40% wachsen. So wird die globale Nahrungsmittelkrise akut bleiben. Derzeit beträgt der Anteil Russlands an der Weltgetreideproduktion nur etwa 5%. Er könnte ausgeweitet werden, da bezogen auf die Saatfläche mindestens 14% möglich wären. So könnte Russland ein Garant der Nahrungsmittelsicherheit werden.
Quelle: sueddeutsche.de vom 08.06.2009

Chinas rasante Modernisierung
Heute gibt es bereits 825.000 Multimillionäre in China (ohne Hongkong, Macao und Taiwan) - sechs von 10.000 Bürgern besitzen mehr als 10 Mio. Yuan (über 1 Mio. Euro). Aber auch die Mittelschicht wird immer größer. Nach Prognosen werden im Jahr 2040 rund 1,5 Mrd. Menschen in China leben - ein Drittel in Großstädten, ein Drittel auf dem Land und der Rest als Wanderarbeiter zwischen Stadt und Land. Die Letztgenannten sind Chinas Modernisierungsverlierer und bilden die Problemgruppe, die von der Wirtschaftskrise am stärksten betroffen ist.
Quelle: debatte.welt.de vom 13.05.2009

Australien steckt Milliarden in neue Waffen
In den kommenden zwei Jahrzehnten sollen für mehr als 50 Mrd. Euro sechs neue U-Boote, Langstreckenraketen, acht Kriegsschiffe mit Marschflugkörpern und 100 Jagdflugzeuge vom Typ F-35 angeschafft werden. Australien möchte so mit China, Indien und Russland mithalten können, die weiter aufrüsten würden.
Quelle: dw-world.de vom 02.05.2009

Abu Dhabi will auch ohne Öl erfolgreich bleiben
Obwohl Abu Dhabi über 8-9% der Weltölreserven und knapp 5% der Gasvorkommen verfügt, will das Emirat bis zum Jahr 2030 die Wirtschaft zu einer breit aufgestellten Ökonomie umformen. Indem mehr als 178 Mrd. Euro investiert werden, soll die Abhängigkeit vom Öl halbiert werden.
Quelle: stuttgarter-nachrichten.de vom 21.04.2009

Indien und China prägen Ölmarkt bis 2030
Die Internationale Energieagentur IEA erwartet, dass beide Länder über die Hälfte der zusätzlichen weltweiten Energienachfrage von 1,6% pro Jahr verursachen werden. Zwischen 2006 und 2030 werde die Nachfrage um 45% zunehmen.
Quelle: boerse-go.de vom 01.04.2009

Immobilienbedarf in China und Indien
Aufgrund des Wachstums der Städte und der Wirtschaft wird China in den kommenden 30 Jahren zusätzlichen Wohnraum für 350 Mio. Menschen und mehrere Mrd. Quadratmeter Bürofläche benötigen; in Indien müssten laut DB Research bis 2030 jedes Jahr 4,7 Mio. Wohnungen fertiggestellt werden.
Quelle: FTD.de vom 22.03.2009

Russland beliefert China für Milliardenkredit bis 2030 mit Öl
Für einen Rekordkredit von 19,7 Mrd. Euro wird Russland insgesamt 300 Mio. Tonnen Erdöl an China liefern. Die staatlichen Energiekonzerne benötigten das Geld dringend infolge der drastisch gefallenen Weltmarktpreise.
Quelle: swissinfo.ch vom 17.02.2009

Russisches Know-how für Kampf gegen Wirtschaftskrise
Die Russische Akademie der Wissenschaften hat die wissenschaftlich-technologische Entwicklung bis 2030 diskutiert. Notwendig wären eine stärkere Förderung der Grundlagen- und angewandten Forschung sowie die technische Modernisierung und Umstrukturierung der Produktion. Beispielsweise mache die Energieeffizienz der russischen Energiewirtschaft nur ein Fünftel der weltweiten Zahlen aus. Ferner müssten neue Erkundungs- und Erschließungsmethoden für Öl- und Gasvorkommen auf dem Festland und dem Schelf entwickelt werden - auch für die Gewinnung von Bodenschätzen unter dem Eis. Sonst werde die Ölgewinnung in 10-15 Jahren und die Gasgewinnung in 20-25 Jahren sinken. Bis 2030 werde aber der Energieverbrauchs in Russland um 35-70% je nach Szenario steigen. So sollten auch regenerierbare Ressourcen stärker genutzt werden. Ferner wurde diskutiert, dass der hochtechnologische Sektor der Volkswirtschaft geschrumpft sei. Bei der schleppenden Entwicklung, die derzeit zu beobachten sei, würde bis 2030 der Hightech-Bereich weiter zurückgehen. Probleme werden auch aufgrund der demographischen Entwicklung erwartet: Bis 2015 wird die arbeitsfähige Bevölkerung um 17 Mio. abnehmen und die Rentnerzahl um 9 Mio. ansteigen. Das durchschnittliche Alter der Arbeitnehmer liegt derzeit bei mehr als 55 Jahre.
Quelle: de.rian.ru vom 09.02.2009

Im Jahr 2100 hungert jeder zweite Mensch
Eine Studie der University of Washington und der Stanford University geht davon aus, dass alleine aufgrund der steigenden Temperaturen die weltweiten Mais- und Reisernten besonders in den Tropen und Subtropen um 20 bis 40% zurückgehen werden. Die meisten Pflanzensorten besäßen einen temperaturabhängigen optimalen Wachstumsbereich; steigende Temperaturen würden deshalb die Erträge mindern. Mit weiteren Ernteeinbußen sei durch ausbleibende Niederschläge und bei einer Verschiebung bisheriger Wettersysteme zu rechnen. In den hauptsächlich betroffenen Ländern könnten im Jahre 2100 bis zu 5 Mrd. Menschen von Hunger und Unterernährung betroffen sein.
Quelle: sonnenseite.com vom 21.01.2009

Indien will zur Supermacht des Wissens aufsteigen
Derzeit entfallen in Indien auf 1 Mio. Einwohner rund 120 Forscher - in China sind es mehr als 1.560, in Deutschland rund 3.000 und in den USA mehr als 4.600. Nun will Indien zur Supermacht des Wissens aufsteigen und die Zahl der Universitäten von derzeit knapp 400 auf rund 1.500 erweitern. In den nächsten fünf Jahren soll die gesamte Bildungs- und Wissenschaftsinfrastruktur des Landes verdoppelt werden. Derzeit gibt es in Indien mehr als 14 Mio. Studenten. Die Zahl der jährlichen Schulabgängern wird von knapp 13 Mio. auf 30 Mio. im Jahr 2025 steigen.
Quelle: welt.de vom 05.12.2008

USA verliert bis 2025 an Bedeutung - Russland steigt zu fünftgrößter Wirtschaftsmacht auf
Laut einer vom US-Rat für nationale Aufklärung erstellten Studie werden die USA ihre dominierende Stellung in der Welt verlieren, weil die "degradierende Wirtschaft und der Verlust der militärischen Vormachtstellung Washington dazu zwingen könnten, die schwierige Wahl zwischen inneren Angelegenheiten und der internationalen Politik zu treffen". Der US-Dollar könnte dann den Status der weltweiten Reservewährung einbüßen. Hingegen werde Russland in Zukunft eine immer größere Rolle spielen: "Bei einem bleibenden gegenwärtigen Wachstumstempo dürfte Russland in etwa 20 Jahren zur fünftgrößten Wirtschaftsnation aufsteigen. Sollte der Ölboom weiter anhalten, wird Russland den fünften Platz sogar früher belegen, möglicherweise im Jahr 2017", heißt es in der Studie. Zudem würden sich immer weniger Länder an der freien Marktwirtschaft orientieren: "Statt westliche Modelle der politischen und ökonomischen Entwicklung zu kopieren, werden immer mehr Länder zu alternativen Entwicklungsmodellen wie in Russland oder China greifen".
Quelle: de.rian.ru vom 19.11.2008

Mehr Fleischkonsum weltweit
Laut Professor Franz Josef Radermacher werden in den kommenden Jahren nicht nur immer mehr Menschen die Erde bevölkern, sondern auch immer mehr Menschen reicher werden. Damit steige aber der Ressourcenverbrauch. Beispielsweise möchten immer mehr Menschen Fleisch essen. So sei das Gesamtgewicht der Rinder bereits höher als das der Menschen, würden bereits 50% der Nahrungsmittel für Rinder angebaut - obwohl täglich 24.000 Menschen verhungern.
Quelle: szon.de vom 14.11.2008

Afrika: 4,6 Kinder pro Frau
Dem Weltbevölkerungsbericht zufolge wird die Bevölkerung des Planeten von derzeit 6,75 Mrd. Menschen bis 2050 auf 9,2 Mrd. zunehmen. Davon werden knapp 2. Mrd. in Afrika leben. Dort beträgt die Fruchtbarkeitsrate derzeit 4,6 Kinder pro Frau - in Europa 1,45 und in Deutschland sogar nur 1,36.
Quelle: afp.google.com vom 12.11.2008

UN-Konferenz berät über Klimawandel-Flüchtlinge
Derzeit sind weltweit 25 Mio. Menschen im eigenen Land auf der Flucht als Folge von Umweltkatastrophen. Im Jahr 2050 könnten aufgrund des Klimawandels etwa 200 Mio. auf der Flucht sein. Die Welt stehe laut der UN somit vor einer neuen großen globalen Herausforderung.
Quelle: giessener-allgemeine.de vom 09.10.2008

Russland schrumpft
Die Bevölkerung wird bis 2050 von 142 Mio. auf 100 Mio. Menschen zurückgehen - bedingt durch die geringe Geburtenrate, die schlechte Gesundheitsversorgung, den übermäßigen Alkoholkonsum und die zunehmende Mortalitätsrate. So liegt derzeit die Lebenserwartung von Männern bei 58,4 Jahren und von Frauen bei 71,9 Jahren. 45% der Babys kommt mit Herz-Kreislauf-Schädigungen oder Immunschwächen wie Aids oder Hepatitis zur Welt. Der russischen Wirtschaft werden bis zum Jahr 2025 zwischen 13 und 19 Mio. weniger Arbeitskräfte zur Verfügung stehen. Trotz Ressourcenreichtums befürchtet der Kreml deshalb einen strategischen Bedeutungsverlust für Russland - vor allem im Vergleich zu China.
Quelle: Das Parlament Nr. 35-36 vom 25.08.2008

Weiße in den USA 2042 nicht länger die Mehrheit
In diesem Jahr soll der weiße Teil der Bevölkerung erstmals unter 50% sinken. Im Jahr 2050 werden laut der Zensusbehörde rund 439 Mio. Menschen in den USA leben: 46% Weiße, mehr als 34% Hispanics, knapp 12% Schwarze und fast 8% Asiaten. Ferner wird das Durchschnittsalter zunehmen: Während derzeit 38,7 Mio. Menschen über 65 Jahre alt sind, werden es 2050 88,5 Mio. sein.
Quelle: RP-online.de vom 14.08.2008

Die nicht ganz so strikte Ein-Kind-Politik
Anfang der 1970er Jahre hatte in China jede Frau im Durchschnitt 5,8 Kinder, heute sind es dank der Bevölkerungspolitik nur 1,8. Statt 1,7 Mrd. Chinesen gibt es deshalb nur 1,3 Mrd. Verhütungsmittel werden heute gratis zur Verfügung gestellt. Während Zwangsmaßnahmen wie unfreiwillige Sterilisationen oder Abtreibungen nicht mehr praktiziert werden, müssen Familien, die mehr Kinder wollen, als ihnen vom Gesetz her zustehen, eine Strafe in der Höhe eines durchschnittlichen Jahreslohns zahlen. Das Gebot, nur ein Kind zu haben, gilt aber nur für "normale" Städter, nicht aber für Angehörige ethnischer Minderheiten. Zwei Kinder sind erlaubt, wenn beide Elternteile aus einer Ein-Kind-Familie stammen, wenn ein behindertes Kind geboren wurde, wenn ein Kind starb oder - in 19 Regionen Chinas - wenn das erste Kind ein Mädchen war. Im Jahr 2050 werden auf jede erwerbsfähige eine abhängige Person kommen - wobei der größte Teil der Landbevölkerung Chinas noch über keine Altersvorsorge verfügt. Das könnte zu großen Problemen führen.
Quelle: NZZ.ch vom 25.07.2008

Mediterrane Mitte
Am 13.07. wurde die "Union für das Mittelmeer" von 43 Staats- und Regierungschefs in Paris gegründet. Mehrere der großen Kulturkreise dieser Welt sind am Mittelmeer vertreten - dem Scharnier zwischen Afrika, Europa und Asien. In der Mittelmeeerunion können nun gemeinsame Problemlagen und Lösungsansätze diskutiert werden. Die Anliegerstaaten haben allein an Stadtbevölkerung fast 300 Mio. Menschen; 2025 werden es sogar knapp 400 Mio. sein - und immer mehr werden am Südufer leben.
Quelle: welt.de vom 14.07.2008

Peak Food, Peak Water
Die Investmentbank Goldman Sachs sieht in der weltweiten Wasserkrise eine noch größere Gefahr für die Menschheit als die die Erschöpfung der Erdölquellen und anderer Rohstoffvorkommen. So wurde gerade Kalifornien von Gouverneur Arnold Schwarzenegger zu einem Dürregebiet erklärt. Sollte der nächste Winter genau so trocken sein wie die letzten, sei eine Wasserrationierung unvermeidbar. Noch problematischer ist die Situation in Südostasien, da sich die Gletscher im Himalaja auf dem Rückzug befinden. Einige hundert Quadratkilometer Gletscher sind die Quelle für alle wichtigen Flüsse Asiens: für den Ganges, den Yangtse und den Gelben Fluss. Zudem wird in dieser Region viel zu viel Grundwasser entnommen - in Nordchina fällt der Grundwasserspiegel mancherorts um ca. einen Meter jährlich, in der Henbei Provinz sogar um drei Meter. Goldman Sachs geht davon aus, dass bis 2025 ein Drittel der Weltbevölkerung keinen Zugang zum "adäquaten Trinkwasser" haben wird.
Da Wassermangel und Dürren vor allem die Landwirtschaft trefffen, sei auch mit einem Preisauftrieb bei Lebensmitteln zu rechnen. Hiervon sei z.B. schon Australien betroffen: Die Weizenerträge und die Produktion von Rindfleisch könnten bis 2050 um 13% sinken. In Äthiopien droht gerade eine schwere Hungersnot. Schon jetzt würden einzelne Staaten - wie Indien, Vietnam, Indonesien und China - durch Exporteinschränkungen für Nahungsmittel danach streben, ihre eigene Lebensmittelversorgung sicherzustellen. Zudem erwerben viele Länder Ackerland im Ausland (z.B. China in Tansania, Laos, Kasachstan und Brasilien).
Quelle: Heise.de vom 07.06.2008

Die Situation der Senioren in Entwicklungsländern verbessern
Laut HelpAge Deutschland und HelpAge International werde es weltweit bis 2050 mehr Senioren über 60 Jahre als Kinder unter 15 geben. Der weitaus größte Teil der alten Menschen lebe schon heute in Entwicklungsländern. Bis Mitte des Jahrhunderts werde sich ihre Zahl dort auf 1,9 Milliarden vervierfachen. Bereits jetzt lebe mehr als die Hälfte der Senioren in den Entwicklungsländern in großer Armut. 100 Millionen müssen täglich mit weniger als 1 US-Dollar auskommen. Viele würden auch die Verantwortung für ihre Enkel übernehmen müssen, wenn deren Eltern an HIV/AIDS oder an anderen Krankheiten gestorben sind oder in weit entfernten Städten arbeiten. HelpAge fordert deshalb den Auf- und Ausbau staatlicher Sicherungssysteme und sozialer Grunddienste für alte Menschen.
Quelle: net-tribune.de vom 23.04.2008

Jakarta wird am 6. Dezember 2025 untergehen
Dies wird in einer Studie von Geologen und Statikern prognostiziert, die von der Weltbank veröffentlicht wurde. An diesem Tag wird nach einem astronomischen Zyklus, der genau 18,6 Jahre dauert, der Meeresspiegel wieder am höchsten stehen. Dann könnten vom Meer her gemessen fünf Kilometer des Zentrums von Indonesiens Hauptstadt unter dem Wasser verschwinden. Hinzu kommt, dass die auf Sumpfland erbaute Großstadt jedes Jahr unter dem Druck immer neuer Gebäude absackt - bis zum Jahr 2025 um 40 bis 60 cm. Bei starken Regenfällen stehen schon jetzt fast zwei Drittel der Stadt unter Wasser.
Quelle: Sueddeutsche.de vom 17.04.2008

Experten warnen vor rasanter Zunahme der Zuckerkranken
Bis 2025 werde allein die Zahl der an Typ-2-Diabetes erkrankten Menschen von derzeit 250 Mio. auf 380 Mio. ansteigen, sagte Paul Zimmet, Direktor des Internationalen Diabetes-Instituts. Besonders stark sei die Zunahme in Indien und China. Als Ursachen gelten vor allem Fettleibigkeit und Bewegungsmangel. Diabetes Typ-2 geht mit Begleiterscheinungen wie Herz- oder Nierenerkrankungen einher.
Quelle: swissinfo.ch vom 01.04.2008

U.S. Navy will bis 2025 das erste Kampfdrohnen-Geschwader einsatzbereit haben
Unbemannte Kampfdrohnen sollen die Jagdbomber des Typs F/A-18 Hornet ersetzen. Sie können auf Flugzeugträgern starten und landen sowie länger und weiter fliegen als die bemannten Jagdbomber. Ein Prototyp mit einer Flügelbreite von 18 m und einer Länge von 11,5 m soll erstmals 2009 fliegen und eine Flugdauer von 12 Stunden erreichen. Er soll 12 Präzisionsbomben mit sich führen können. Die US-Luftwaffe wird hingegen auf herkömmliche Flugzeuge bei der nächsten Generation der Jagdbomber setzen und zusätzlich Reaper- und Predator-Kampfdrohnen erwerben.
Quelle: Heise.de vom 15.03.2008

Neue Städte im Nirgendwo
Derzeit lebt die Hälfe aller Menschen in Städten - 2050 werden es drei Viertel sein. Da die Städte immer größer und unregierbarer werden, planen viele Staaten nun die Gründung neuer Städte: Weltweit sind mehr als zwanzig Städte in Planung oder Bau, vor allem in den Golfstaaten, in China, Nigeria und Kasachstan. In Saudi-Arabien sollen bald zwei Millionen Menschen in der King Abdullah Economic City leben. Im Jemen will die saudische Bin-Laden-Familie eine Stadt namens Sanaa Gate gründen und über eine 30 Kilometer lange Brücke mit Dschibuti (Afrika) verbinden. In China entstehen in der Nähe von Shanghai die Städte Luchao und Anting. Und in Kasachstan wird mit Astana eine neue prächtige Hauptstadt gebaut.
Quelle: Welt.de vom 24.02.2008

Ab 2050 sinkt die Zahl der Menschen auch in China, Indien und Afrika
Nach einer Studie der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) und des internationalen IIASA-Instituts wird die Weltbevölkerung die Neun-Milliarden-Schwelle nicht überschreiten. Ab 2070 wird sie auf bis zu 5,5 Milliarden Menschen sinken (heute: 6,7 Milliarden). Beispielsweise habe sich die chinesische Gesellschaft längst an Ein-Kind-Familien gewöhnt. Selbst in Nord- und Südafrika würden schon die Geburtenzahlen fallen, mitbedingt durch die bessere Bildung der Frauen. Zudem werden Alterungswellen über die Erde rollen: von 2010 bis 2030 in den westlichen Industrieländern und China, dann in Südasien und im Mittleren Osten, ab 2050 auch in Afrika.
Quelle: DiePresse.com vom 20.01.2008

Weltsprachen der Zukunft
Laut dem Sprachforscher Harald Haarmann wird in den kommenden Jahrzehnten die Bedeutung von Hindi, Farsi, Tamil und Indonesisch in Asien, von Haussa, Swahili und Kikuyu in Schwarzafrika sowie von Spanisch und Portugiesisch in Amerika stark zunehmen. Gleichzeitig sterben andere Sprachen aus - nach dem Linguisten David Gradoll eine Sprache pro Tag. So würden in den nächsten 100 Jahren 90% der heutigen ca. 6.000 Sprachen verschwinden. Chinesisch wird derzeit von 1.140 Millionen Menschen gesprochen, Englisch als zweithäufigste Sprache von 337 Millionen. Englisch spielt aber als Zweitsprache eine größere Rolle: 235 Millionen Menschen haben Englisch gelernt, aber nur 71 Millionen Chinesisch. Englisch gilt als Sprache für die Berufswelt und das Internet, verliert im letztgenannten Bereich aber an Bedeutung: 1991 waren 100% der Texte im Internet in Englisch, 2005 noch 50% und 2007 nur noch 30% (14% in Chinesisch). David Gradoll meint, dass bis 2050 Hindi und Arabisch das Englische als Muttersprache überholt haben werden.
Quelle: NZZ.ch vom 30.12.2007

Bevölkerungsexplosion in Niger
In einem der ärmsten afrikanischen Länder, das zu einem großen Teil in der Sahelzone liegt, wächst die Bevölkerung derzeit um 3,3% pro Jahr. Jede Frau bringt im Schnitt 7,1 Kinder zur Welt - jede zweite hat bereits vor Vollendung des 15. Lebensjahres geheiratet. Von 1,7 Millionen Menschen in den 1960er Jahren wird die Bevölkerung bis 2050 auf 56 Millionen steigen. In einem Land, in dem 85% der Menschen als Kleinbauern leben, sänke die Größe des bebaubaren Landes von 1,2 Hektar pro Kopf auf 0,3 Hektar. Schon jetzt verfügen 60,6% der Menschen über weniger als einem Dollar, sind 40% der Kinder im Alter unter fünf Jahren untergewichtig...
Quelle: Afrika.info vom 14.12.2007

Welche Sprachen werden die Menschen in Europa im Jahr 2025 sprechen?
Die LEAP/E2020-Forschungsgruppe rechnet mit einem Wiedererstarken der deutschen Sprache, da das Ende der Trennung des europäischen Kontinents zum Wiederentstehen Mitteleuropas als zusammenhängende Region geführt hat - mit 100 Millionen deutschsprachiger Menschen. Aber auch die französische Sprache wird wichtiger werden, bedingt durch das Bevölkerungswachstum in Frankreich (und in den französischsprachigen Ländern) - mit beinahe 80 Millionen Muttersprachlern. Das Anglo-Amerikanische wird hingegen an Bedeutung verlieren, da der amerikanische Einfluss stark abnehme. Zudem ist in vielen Staaten der USA das Spanische auf dem Vormarsch. Obwohl das Spanische - auch bedingt durch die zunehmende Wichtigkeit Latein-Amerikas - als Weltsprache immer wichtiger wird, ist die Sprache aufgrund der geringen Zahl der spanischen Muttersprachler in der EU weniger wichtig. Die zwangsweise Einführung des Russischen nach 1945 in den sowjetischen Satellitenstaaten hat dazu geführt, dass heute niemand mehr Russisch lernen will; deshalb wird Russisch für noch mindestens 10 Jahre nur eine geringe Bedeutung haben.
Quelle: newropeans-magazine.org vom 14.11.2007

Spanien hat europaweit die meisten Ausländer
Jeder zehnte Bürger kommt bereits aus einem anderen Land - mit stark steigender Tendenz: Bis 2025 sollen zu den über 2 Millionen Ausländern weitere 8 Millionen dazu kommen. Die meisten Einwanderer stammen aus Marokko, Ecuador und Rumänien. Spanien hat bereits einen Ausländeranteil von 9,9%.
Quelle: megawelle.com vom 18.10.2007

Bluthochdruck: Erkrankungsrisiko steigt und steigt
Laut Franz Messerli und Kollegen von der Division of Cardiology am St. Luke's Roosevelt Hospital Center an der Columbia Universität wird die Zahl von Menschen mit Bluthochdruck von 972 Millionen (2000) auf 1,56 Milliarden im Jahr 2025 zunehmen. Das Risiko, in den höher entwickelten Ländern zu erkranken, übersteige 90%! In der Kombination mit Fettleibigkeit, Diabetes und Hyperlipidämie führe Bluthochdruck oft zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Infarkten, Nierenversagen und schließlich dem Tod. Mitursachen lägen in Faktoren der Lebensführung wie physische Inaktivität, fett- und salzreiche Kost, Alkohol- und Tabakkonsum.
Quelle: Medizinauskunft.de vom 20.08.2007

Bevölkerung Afrikas wächst rasant
Die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) erwartet das mit Abstand höchste Bevölkerungswachstum in Afrika: von heute 944 Millionen auf knapp zwei Milliarden im Jahr 2050, da immer noch jede afrikanische Frau im Durchschnitt fünf Kinder zur Welt bringe. Diese Entwicklung überfordere die meisten afrikanischen Länder. So sei in Afrika südlich der Sahara derzeit jedes vierte Kind unter fünf Jahren unterernährt. Maßnahmen gegen Armut und Hunger seien nur mit Unterstützung der reichen Länder finanzierbar. Auch seien Programme zur Familienplanung und reproduktiven Gesundheit nötig.
Quelle: Financial Times Deutschland vom 16.08.2007

Immer mehr Mega-Citys
Mega-Citys umfassen mehr als 10 Millionen Menschen - die größte ist derzeit Tokio mit 34,45 Millionen, gefolgt von New York mit 20,42 Millionen und Seoul mit 20,09 Millionen. Im Jahr 2020 werden laut UN-Schätzung vermutlich auch Bombay, Delhi, Mexiko-Stadt, São Paulo, New York, Dhaka, Jakarta und Lagos dazukommen. Dann werden die meisten Megacitys in Entwicklungsländern liegen.
Rund 30% der Städter - etwa eine Milliarde Menschen - leben gegenwärtig in Slums. Im Jahr 2020 werden es laut UN wahrscheinlich 1,4 Milliarden sein.
Quelle: Welt-online vom 11.07.2007

Weiße Amerikaner in fast jedem zehnten Bezirk in Unterzahl
In 303 der insgesamt 3.141 US-Bezirke sind weniger als die Hälfte der Bewohner Weiße. Rund ein Drittel der mehr als 300 Millionen Bürger der USA sind Menschen lateinamerikanischer Herkunft, Schwarze und andere Gruppen. Sie werden bis zum Jahr 2050 mehr als die Hälfte der amerikanischen Bevölkerung ausmachen.
Quelle: baz.ch ohne Datum

Eine Milliarde Menschen werden bis 2050 zu Vertriebenen
Laut der britischen Hilfsorganisation Christian Aid sind schon jetzt fast 170 Millionen Menschen aufgrund von Konflikten, Katastrophen oder großen Bauprojekten zur Migration gezwungen worden. Bis 2050 könnten vor allem in der Sahel-Zone, in Südostasien und im Nahen Osten bis zu einer Milliarde Menschen aufgrund der Klimaerwärmung gezwungen sein, ihre Heimat zu verlassen. Ganze Regionen könnten in Bürgerkriegen um die schwindenden Ressourcen, vor allem von Wasser und Nahrung, versinken. Christian Aid stützt sich bei den Vorhersagen u.a. auf den UN-Klimabericht: Bis 2080 werde damit gerechnet, dass über eine Milliarde Menschen nicht mehr ausreichend mit Trinkwasser versorgt werden könnten und Hunderte von Millionen hungern müssten.
Quelle: Telepolis/Heise.de vom 14.05.2007

EU-Kommission: "Demografischer Wandel als Chance"
Laut EU-Beschäftigungskommissar Vladimír Špidla sollten in älter werdenden Gesellschaften die Erfahrungen, Kenntnisse und Leistungen der älteren Menschen besser erkannt und gepflegt werden. So sollten sich die Arbeitgeber von der Kultur und Praxis der Frühverrentungen verabschieden. Stattdessen sollte Altersteilzeit eingeführt werden, weil sie es den älteren Mitarbeitern erlaubt, im Beruf zu bleiben, und somit einen fließenden Übergang in die Rente ermöglicht.
Die Kommission will einen arbeitsmarktpolitischen Ansatz der "Flexicurity", also der Sicherheit in der Flexibilität, fördern. Dazu seien z.B. flexible und sichere Vertragsformen, aktive arbeitsmarktpolitische Maßnahmen, zuverlässige und reaktionsfähige Systeme des lebenslangen Lernens und moderne Systeme der sozialen Sicherheit erforderlich. Die Strukturfonds, darunter der mit 70 Milliarden Euro ausgestattete Europäische Sozialfonds, sollen Gelder für Initiativen auf lokaler, regionaler und nationaler Ebene bereitstellen, um dem demografischen Wandel positiv zu begegnen.
Quelle: Meldung der EU-Kommission vom 17.04.2007

Weltbevölkerung wächst rasant - 2050 über 9 Milliarden
Laut der UNO werden Mitte des Jahrhunderts 9,2 Milliarden Menschen auf der Erde leben - 2,5 Milliarden mehr als heute. In den 50 ärmsten Ländern der Welt wird sich die Zahl der Menschen von 0,8 auf 1,7 Milliarden mehr als verdoppeln. Alle Entwicklungsländer zusammen werden dann rund 7,9 Milliarden Menschen zählen, während in Europa rund 67 Millionen Menschen weniger wohnen werden als heute.
Im Jahr 2050 werden auf der Erde etwa drei Mal so viele alte Menschen leben wie Anfang dieses Jahrhunderts. Auf jedes Kind kämen dann mehr als zwei über 60-Jährige.
Quelle: zentralschweiz online vom 13.03.2007

zu der Tabelle

USA vor Exportexpansion
Im Jahr 2009 konnten die USA 8% Produktivitätsgewinn verzeichnen; mit einem Produktivitätsvorsprung von 10-15% und einem schwachen Dollar könnten die Exporte in den kommenden Jahren rasch wachsen. Die Arbeitslosenquote von 10,2% wird bis 2014 jedoch nur auf über 6% sinken.
Quelle: Politische Studien vom Januar/Februar 2010

Regierung in Rom beschließt Rückkehr zum Atomstrom
Obwohl sich 1987 bei einer Volksabstimmung rund zwei Drittel der Italiener für den Ausstieg aus der Atomkraft ausgesprochen hatten, wird die Regierung Silvio Berlusconis vier Atomkraftwerke genehmigen. So soll bis zum Jahr 2030 den Anteil des Atomstroms auf 25% des Bedarfs erhöht werden.
Quelle: http://www.google.com/hostednews/afp/article/ALeqM5hMpDWPAU4Z_
dHgK7DxWppK8XMNRg

Wenn Apophis der Erde gefährlich nahe kommt
Der Asteroid wird zwischen 2029 und 2036 die Bahn der Erde mehrmals kreuzen. Mit einem Durchmesser von über 360 m ist er zwölf Mal so groß wie der Meteorit oder Komet, der vor einem Jahrhundert einen großen Teil Ostsibiriens verwüstete. Würde Apophis auf der Erde aufschlagen, würden Tausende von Quadratkilometern pulverisiert. Der in die Atmosphäre geschleuderte Staub würde viele Jahre lang die Sonne verdunkeln.
Quelle: welt.de vom 08.02.2010

Obama empört Umweltschützer
US-Präsident Obama will den Bau von Atomkraftwerken mit 54 Mrd. $ fördern. Die USA sind mit 104 in Betrieb befindlichen AKW der weltweit größte Produzent von Atomenergie. Allerdings decken diese nur knapp 20% des Energiekonsums ab (Deutschland: mehr als 25%, Frankreich: mehr als 75%).
Quelle: taz.de vom 03.02.2010

Russland lässt neuen Stealth-Kampfjet abheben
Ein Prototyp-Kampfjet mit der Bezeichnung T-50 hat im Januar seinen Jungfernflug absolviert. Damit hat nun auch Russland - nach den USA - einen fliegenden Kampfjet der fünften Generation. Es wird auch eine indische Version geben - diese Flugzeuge sollen 2020 bis 2030 die Su-30-MKI-Jagdflugzeuge in den indischen Luftstreitkräften ersetzen.
Quelle: rian.ru vom 01.02.2010

Ernährungsprogramm der britischen Regierung
Mit "Food 2030" soll die Gesundheit der Bevölkerung bis 2030 durch eine veränderte Ernährung verbessert werden. So müssen z.B. Nährwertangaben auf Verpackungen, auf Speisekarten und im Take away-Geschäft gemacht werden. Auch wird die Ansprache von Kindern und Jugendlichen in der Werbung geregelt.
Quelle: cafe-future.net vom 19.01.2010

Ölländer setzen auf Atomkraft
Der Strombedarf der sieben Wüstenscheichtümer wird wahrscheinlich von jetzt 16.000 auf etwa 40.000 Megawatt im Jahr 2020 steigen. Da die Erdöl- und Erdgasreserven abnehmen, haben die Vereinigten Arabischen Emirate nun in Südkorea vier Atomkraftwerke für 14 Mrd. Euro bestellt. Qatar plant ein Solarkraftwerk, das 3.500 Megawatt ab 2013 liefern soll.
Quelle: fr-online.de vom 13.01.2010

Die Verstädterung schreitet fort
Inzwischen lebt mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung in Städten - auf 2,8% der Erdoberfläche. In absehbarer Zeit werden 80% der Menschen auf 3% des Landes leben. Der Autor Stewart Brand sieht darin durchaus Vorteile, z.B. eine effizientere Infrastruktur. Selbst Slums gewinnt er noch Positives ab: Sie seien prinzipiell "grün", da hier alles recycelt würde.
Quelle: The Futurist vom Januar/Februar 2010

Finnland: Hilfe zur Pflege
In Finnland (derzeit 5,3 Mio. Einwohner) wird sich die Zahl der Rentner bis 2040 auf 1,55 Mio. verdoppeln - und bis 2020 die Hälfte der Arbeitskräfte aus dem Pflege- und Krankensektor in Rente gehen. Im Rahmen eines Pilotprojekts wurden nun schon zwei Gruppen mit 26 Pflegern von den Philippinen nach Finnland geholt. Das Unternehmen Opteam hat drei Büros auf den Philippinen eröffnet, um weitere Krankenschwestern anzuwerben. Diese bekommen zunächst drei Monate Finnisch-Unterricht und Informationen über Kultur, Arbeitsrecht und Gesundheitssystem. Dann machen sie eine sechsmonatige Ausbildung zum praktischen Krankenpfleger. Nach bestandenem Examen und Sprachtest erhalten sie einen Zweijahresvertrag. Für Filipinos ist es selbstverständlich im Ausland zu arbeiten - knapp 8 Mio., fast 10% der Bevölkerung, leben im Ausland und unterstützen die Daheimgebliebenen finanziell.
Quelle: faz.net vom 11.12.2009

Iberdrola: Spanien muss bis 2030 bis 140 Mrd. Euro in Energiesektor investieren
Chairman Ignacio Galan hält vor allem Investitionen in die Modernisierung und den Ausbau der Stromnetze für notwendig. Aber auch mehr Kraftwerke müssten wegen des steigenden Energiebedarfs gebaut werden.
Quelle: manager-magazin.de vom 09.12.2009

Alternativen zu Yucca Mountain lassen auf sich warten
In den USA werden 104 Atomkraftwerke betrieben. Inzwischen werden rund 70.000 Tonnen verbrauchter Brennstäbe in 131 überirdischen Stätten provisorisch gelagert. Seit Präsident Barack Obama den Ausbau der geplanten Atommülldeponie Yucca Mountain in Nevada gestoppt hat, ist unklar, wie das Problem der Endlagerung radioaktiver Abfälle gelöst werden soll.
Quelle: nzz.ch vom 23.11.2009

Flucht ist das letzte Mittel
Zur Mitte dieses Jahrhunderts wird es je nach Szenario zwischen 50 und 700 Mio. Flüchtlinge geben, die ihre Heimat infolge des Klimawandels verloren haben. Die Weltgemeinschaft ist auf Umweltflüchtlinge nicht vorbereitet - sie werden z.B. von der Uno-Flüchtlingskonvention nicht erfasst.
Quelle: abendblatt.de vom 20.11.2009

USA: Zeitungssterben setzt sich fort
Immer weniger Zeitungen werden verkauft; viele sind schon eingestellt worden. Als Grund wird die zunehmende Konkurrenz durch das Internet angeführt. Bei den dort verbreiteten Nachrichten kann aber deren Objektivität schwerer eingeschätzt werden. Zudem werden längere Texte nicht gelesen, da die meisten Internetnutzer nur Kurznachrichten zur Kenntnis nehmen würden.
Quelle: World Future Review vom Oktober/November 2009

China investiert zunehmend im Ausland
Das Land verfügt derzeit über schätzungsweise 2,1 Billionen $ an Währungsreserven. Da Investments in US-Staatsanleihen aufgrund des fallenden Dollarkurses und der niedrigen Zinsen immer unattraktiver werden, investiert China zunehmend weltweit in Unternehmen und Immobilien. Waren es 2007 erst 25 Mrd. $, waren es 2008 schon 50 Mrd.
Quelle: Fortune vom 26.10.2009

Immer mehr Diabetiker
In Europa gibt es knapp 50 Mio. Diabetiker; weltweit sind es 246 Mio. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schätzt, dass im Jahr 2030 rund 500 Mio. Menschen an Diabetes leiden werden - bedingt durch immer Personen, die zu viel und zu fett essen und sich zu wenig bewegen.
Quelle: focus.de vom 13.10.2009

Die Zukunft erdölproduzierender Länder
Wenn die Erdölproduktion zurückgeht, werden viele Staaten ihre Haupteinnahmequelle verlieren. Insbesondere in Ländern wie Saudi-Arabien, in denen die Bevölkerung stark wächst und wo schon jetzt die Arbeitslosenquote sehr hoch ist, könnte dann der Lebensstandard stark sinken. Unruhen oder gar (Bürger-) Kriege könnten die Folge sein. Um das Letzte aus ihren Erdölquellen herauszuholen, werden viele Länder mit einer verstaatlichten Erdölindustrie (wieder) die Hilfe westlicher Unternehmen benötigen. Dies könnte die anti-westliche Stimmung im Mittleren Osten, aber z.B. auch in Venezuela, verstärken.
Quelle: The Futurist vom September/Oktober 2009

Der Dollar verliert an Wert
Die hohe Verschuldung der US-Regierung (2008: 0,455 Billionen $, 2009: 1,2 Billionen $, 2010: 1,8 Billionen $) wird zunehmend die Kreditaufnahme erschweren. Es ist in den USA mit einer wachsenden Inflation zu rechnen. Andere Länder werden versuchen, aus Dollar-Anlagen zu flüchten, und auch das Weltwirtschaftssystem wird den Dollar immer weniger als Leitwährung verwenden. Sollten die USA zahlungsunfähig werden, könnten noch nicht einmal EU und China gemeinsam den Zusammenbruch des Weltfinanzsystems aufhalten.
Quelle: World Future Review vom August/September 2009

Amerikaner leben immer ungesünder
Ein Vergleich der National Health and Nutrition Examination Surveys, durch die rund 7.000 Amerikaner im Alter von 40 bis 74 Jahren erfasst wurden, ergab, dass innerhalb von 16 Jahren der Anteil der Fettleibigen (BMI von 30 und mehr) von 28 auf 36% anstieg, der Anteil der körperlich Aktiven (mindestens zwölf Mal im Monat) von 53 auf 43% sank, der Anteil der mindestens fünf Früchte oder Gemüse am Tag essenden Erwachsenen von 42 auf 26% sank und der Anteil der mäßig Alkohol Konsumierenden von 40 auf 52% anstieg. Nur 8% der Stichprobe lebten "gesund". Im gleichen Zeitraum nahm der Anteil der Diabetiker von 7,9 auf 10,5%, der Herzkreislaufkranken von 8,1 auf 10,4%, der Menschen mit zu hohem Blutdruck von 33,0 auf 37,1% und der Personen mit zu hohem Cholesterinspiegel von 30,2 auf 37,7% zu.
Quelle: World Future Review vom August/September 2009

Deutsche setzen auf Europa
Laut dem Eurobarometer der Europäischen Kommission sind 68% der Deutschen optimistisch hinsichtlich der Zukunft der Europäischen Union. Für 2030 erwarten 66%, dass die EU einer der führenden Weltakteure sein wird, und 65% halten es für wahrscheinlich, dass dann der Euro den Dollar als Leitwährung abgelöst haben wird.
Quelle: topagrar.com vom 24.09.2009

Mehr Energie für Asien
Die russische Regierung will bis 2030 den Anteil der Ölexporte nach Asien von derzeit (2008) 6 auf 20 bis 25% und den Anteil der Gaslieferungen auf 20% steigern. Der europäische Anteil soll dann auf dem Niveau von 2008 liegen. Ferner will Russland bis 2030 die Ölproduktion von 488 auf rund 530 Mio. Tonnen, die Gasproduktion von 630 auf 880 bis 940 Mrd. Kubikmeter und die Stromproduktion auf 1.800 bis 2.200 Mrd. Kilowattstunden erhöhen. Dazu ist es nötig, neue Öl-, Gas- und Kohlelagerstätten zu erschließen, Pipelines zu bauen, die Atom- und Wasserkraft zu entwickeln und energiesparende Maßnahmen einzuführen. Mit Investitionen von rund 1.300 Mrd. Euro bis 2030 wird gerechnet.
Quelle: derstandard.at vom 27.08.2009

Russland plant neue Luftabwehr-Raketen
Das Abwehrsystem soll ab 2012 mit Flugkörper vom Typ S-500, die mit einer Reichweite von 3.500 km leistungsfähiger als das Patriot Advanced Capability-3-System der USA sind, vor Angriffen aus dem Weltraum schützen. Außerdem sollen ab 2020 alle Luftwaffeneinheiten ständig einsatzbereit sein. Die Maßnahmen werden mit Vorrang verfolgt, da vor allem die USA im Jahr 2030 im Besitz von im Weltraum stationierten Raketen sein würden.
Quelle: derstandard.at vom 12.08.2009

Wie andere Länder das Rentenproblem bekämpfen
Viele Staaten kämpfen gegen hohe Rentenausgaben. So wurde in Ungarn die 13. Rentenzahlung im Jahr gestrichen und das Rentenalter von 2012 an innerhalb von fünf Jahren von 62 auf 65 Jahre heraufgesetzt. Italien erhöhte das Rentenalter von heute 58 auf 61 Jahre ab 2013. In Norwegen beträgt das Rentenalter bereits 67 Jahre; die Dänen wollen das Renteneintrittsalter bis 2017 auf 67 und England bis 2045 auf 68 Jahre anheben. Durch andere Änderungen wurden in 16 Mitgliedsländern der OECD die Rentenleistungen für Männer um durchschnittlich 22% und für Frauen um 25% gesenkt. Allerdings dürfen z.B. norwegische Rentner ohne Einbußen an ihrer Rente so viel arbeiten, wie sie wollen. Das größte Problem hat China zu lösen: Die Zahl der Senioren wird sich innerhalb von nur 20 Jahren mehr als verdoppeln, schon 2030 wird China als Folge der rigorosen Geburtenkontrolle mehr Rentner als Kinder haben. So muss das Land versuchen, in den nächsten Jahren so reich zu werden, dass es diese Bürde schultern kann.
Quelle: welt.de vom 24.07.2009

Sinkende Einkommen in den USA
Schon vor Beginn der gegenwärtigen Rezession lag das durchschnittliche Haushaltseinkommen von 2008 um 2.100 $ unter demjenigen von 2000. Laut dem U.S. Bureau of Labor Statistics wird dieser Trend voraussichtlich bis 2016 anhalten, zumal die Produktivität zunimmt und noch mehr qualifizierte Arbeitsplätze von Outsourcing betroffen sein werden.
Quelle: The Futurist vom Juli/August 2009

USA: Weniger verfügbares Einkommen - weniger Konsum
Die Konsumorgie in den USA mit der hohen Verschuldung der Privathaushalte hat ein Ende: In den kommenden Jahren werden Amerikaner aufgrund von Rezession, sinkenden Löhnen, erschwerten Bedingungen für die Kreditaufnahme, steigenden Steuern und Abgaben (z.B. um die vernachlässigte Infrastruktur zu modernisieren), höheren Preisen für Rohstoffe und zunehmender Inflation weniger Geld zur Verfügung haben. Auch nach Ende der Rezession dürften die Konsumausgaben um 5 bis 10% unter denen von 2008 liegen.
Quelle: The Futurist vom Juli/August 2009

USA: Der Nachwuchs fehlt
Immer weniger junge Menschen studieren Natur- und Ingenieurwissenschaften. Im Jahr 2020 werden rund 122 Mio. Stellen in den USA mit hoch qualifizierten Arbeitnehmern zu besetzen sein - der Arbeitsmarkt wird aber nur 50 Mio. Personen hergeben. Hingegen wird es mehr als doppelt so viel schlecht qualifizierte Arbeitskräfte geben als Stellen für sie. Amerikanische Unternehmen werden zunehmend nach Asien ausweichen müssen, da in Europa die Zahl der Arbeitnehmer zurückgehen und auch hier hoch qualifizierte Wissenschaftler und Ingenieure fehlen werden. So ist in den USA mit einer stagnierenden Wirtschaft zu rechnen - außer es findet eine Revolution im Bildungsbereich statt.
Quelle: World Future Review vom Juni/Juli 2009

Obama will USA zur Öko-Supermacht machen
Durch eine massive "Energiewende" will der amerikanische Präsident die Abhängigkeit der USA von ausländischem Öl reduzieren und die CO2-Verschmutzung bekämpfen. Seit 2008 sind die USA Weltmarktführer in der Windkraftproduktion - in diesem Jahr verdrängten sie Deutschland vom Spitzenplatz. Seitdem vergrößert sich der Abstand aufgrund einer Wachstumsrate von 50%. Derzeit können schon rund 8 Mio. Haushalte mit Strom versorgt werden. Allein in den Prärien des Mittleren Westens könnte das 16-fache des US-Strombedarfs erzeugt werden. Obamas Konjunkturpaket vom Februar sieht 56 Mrd. $ für die saubere Energieproduktion vor.
Quelle: spiegel.de vom 24.06.2009

Reiche leben länger - auch im Verkehr
Laut der WHO tragen Menschen in armen Ländern ein weitaus höheres Risiko, Opfer eines Verkehrsunfalls zu werden, als Menschen in reichen Staaten. Der Grund wird in mangelnden Sicherheitsvorschriften wie Geschwindigkeitsbegrenzung, Promillegrenze und Gurtpflicht gesehen, aber auch im Fatalismus und in schlechten Straßen. Weltweit sterben rund 1,27 Mio. Menschen im Straßenverkehr, 2030 könnten es doppelt so viele sein.
Quelle: tagesspiegel.de vom 16.06.2009

Russland quält sich mit Bahnausbau
Aufgrund der Wirtschaftskrise gerät die Modernisierung der russischen Staatsbahn ins Stocken, für die innerhalb der nächsten 20 Jahre rund 380 Mrd. Euro ausgegeben werden sollten. So werden 2009 die Einnahmen aus dem Güterverkehr um schätzungsweise 19% und die aus dem Personenverkehr um 12% sinken. So wurde das Investitionsprogramm um 37% gekürzt, wurden 54.000 Stellen abgebaut, 250.000 Mitarbeiter in unbezahlten Urlaub und 450.000 Arbeiter in Kurzarbeit geschickt. Dennoch soll z.B. die Verlängerung der Transsibirischen Eisenbahn bis nach Westeuropa vorangetrieben werden.
Quelle: ftd.de vom 27.05.2009

Sarkozy träumt von Groß-Paris
Frankreichs Präsident hat ein großes Stadtentwicklungsprojekt angestoßen: Zehn Architekten haben Pläne für ein Paris des Jahres 2030 vorgelegt. Vieles ist aber schon konkret: So soll eine neue Metro 130 Kilometer rund um Paris fahren und sowohl die Flughäfen als auch zehn neue wirtschaftliche Zentren miteinander verbinden. Auf diese Weise soll die Trennung von Paris und den Vorstädten (Banlieue) gemindert, die Fokussierung auf die großen Bürozentren von La Defense aufgelöst und das Leben der Pendler erleichtert werden. Ferner sollen jährlich 70.000 Wohnungen im Ballungsraum Paris entstehen. Der Bau der Metro und der Wohnungen sollen innerhalb von 20 Jahren mehr als 1 Mio. zusätzliche Arbeitsplätze schaffen.
Quelle: handelsblatt.com vom 10.05.2009

Chinesen bauen 42 neue Atomkraftwerke
Die derzeit mit 11 AKWs erreichte Leistung von 9,1 Gigawatt soll bis 2020 auf rund 70 Gigawatt ausgeweitet werden. Dann würden 5% des Stromverbrauchs aus Atomkraft stammen - 2030 sollen es 10% sein.
Quelle: welt.de vom 22.04.2009

Putin plant Atomkraftwerke
In Russland sollen 26 Atomreaktoren bis zum Jahr 2030 gebaut werden. Auf diese Weise soll der Anteil von Atomstrom an der Elektrizitätsproduktion von 16% auf etwa ein Drittel gesteigert werden.
Quelle: nzz.ch vom 15.04.2009

Großbritannien: Schulden ohne Ende
Keine andere Industrienation leidet so unter der Finanzkrise wie Großbritannien. Die Wirtschaft wird 2009 stärker schrumpfen als jede andere westliche Volkswirtschaft. Die Neuverschuldung wird bei 9% des Bruttoinlandsprodukts liegen. Laut dem "Institute for Fiscal Studies" wird Großbritannien bis 2030 brauchen, um seinen Schuldenstand wieder auf das Niveau vor der Finanzkrise zu senken.
Quelle: welt.de vom 30.03.2009

Chinas Herausforderung: Wasser wird immer knapper
Dies liegt nicht nur an der schlimmsten Dürre seit fünf Jahrzehnten, sondern auch an dem zunehmendem Pro-Kopf-Verbrauch. Die Ernte auf 10 Mio. Hektar Land ist bedroht - sie könnte um bis zu 20% geringer ausfallen. Wegen schlechter Bewässerungssysteme kommen nur 45% des Wassers tatsächlich bei den Pflanzen an. Aber auch Chinas Industrie verbraucht drei- bis zehnmal mehr Wasser als Betriebe in entwickelten Ländern. Flüsse und Seen trocknen aus, Grundwasserpegel fallen, die Wasserverschmutzung nimmt stark zu. Nur 56% aller städtischen und industriellen Abwässer werden behandelt. Die Kosten der Wasserkrise betragen laut Weltbank schon 2,3% des Bruttoinlandsproduktes. Mehr als 300 Mio. Chinesen haben keinen Zugang zu sicherem Trinkwasser. Der Wassermangel wird in den kommenden Jahren ein großes Problem bleiben: Mit 7% der Wasserreserven der Welt muss China 20% der Weltbevölkerung versorgen. Vor allem in Nordchina ist das Wasser knapp; hier liegen aber zwei Drittel der landwirtschaftlichen Flächen des Landes liegen und müssen bewässert werden. Fast die Hälfte des Nutzwassers in Nordchina wird aus dem Boden geholt, sodass die Grundwasserpegel vielerorts sinken - in Peking sogar um 100 bis 300 Meter. Die Weltbank empfiehlt deswegen eine radikale Erhöhung der Wasserpreise, klare Wasserrechte und einen verschärften Umweltschutz.
Quelle: n-tv.de vom 11.02.2009

Wie können neun Milliarden Menschen satt werden?
Auf der Welternährungskonferenz der Vereinten Nationen wird davon ausgegangen, dass derzeit weltweit fast 1 Mrd. Menschen hungern. Im Jahr 2008 wurde die Lage durch die dramatischen Preissteigerungen für Grundnahrungsmittel verschärft - selbst wenn im Herbst die Preise wieder einbrachen, weil eine gute Ernte eingefahren wurde. In den letzten Jahren lag die Nachfrage aber schon mehrmals über dem Angebot; die weltweiten Getreidevorräte haben einen historischen Tiefstand erreicht. Zudem wird immer mehr Anbaufläche für die Produktion von Fleisch und Biokraftstoffen benötigt. Die Lösung des Hunger-Problems wird in der industriellen Landwirtschaft, dem intensiven Einsatz von Pestiziden, der Gentechnik, den regional angepassten Anbaumethoden und einer Ausweitung der Agrarflächen - vor allem in Brasilien und Russland - gesehen. Viele tropische Länder interessieren sich laut Agrarminister Roberto Rodriguez auch für die in Brasilien beim Zuckerrohr-Anbau eingesetzte Technologie: "Wenn wir schlau sind, können wir zusammen die Produktion von Ethanol in den ärmsten Ländern dieser Welt entwickeln. Damit werden Arbeitsplätze geschaffen und damit gibt es auch die Chance, Nahrungsmittel zu produzieren. Denn Zuckerrohr muss in einer Fruchtfolge mit Hülsenfrüchten, Sojabohnen, Bohnen und Erdnüssen angebaut werden, damit sich der Boden erholen kann".
Quelle: dw-world.de vom 26.01.2009

Das Eismeer lockt
Bis 2040 könnte aufgrund des Klimawandels ein bedeutender Teil der Arktis eisfrei und die dort lagernden Naturschätze (Erdöl, Erdgas, evtl. Kohle, Gold, Diamanten) zugänglich sein. Schon jetzt zeichnen sich Konflikte um Gebietsansprüche zwischen den USA, Kanada, den europäischen Anrainerstaaten und Russland ab.
Quelle: jungewelt.de vom 31.12.2008

"EU zahlt einen hohen Preis"
Laut einer US-Geheimdienststudie werde die EU bis 2025 weder zu einem einflussreichen globalen Akteur - der mit einer Stimme spricht - noch zu einer Militärmacht werden. Zum einen würden nationale Interessen weiterhin eine gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik erschweren, zum anderen werden die Verteidigungsausgaben wahrscheinlich gesenkt werden, um den durch Rückgang der arbeitsfähigen Bevölkerung und Überalterung gefährdeten Wohlfahrtsstaats zu retten. Die Wirtschaft dürfte nur noch in kleinen Schritten liberalisiert werden und weiterhin in hohem Maße von Energielieferungen aus Russland abhängig sein.
Quelle: tagesspiegel.de vom 04.12.2008

Nach Einschätzung der UN werden Millionen wegen Klima fliehen
Das UN-Flüchtlingshilfswerk geht von rund 250 Mio. Klimaflüchtlingen bis zum Jahr 2050 aus. Damit kämen zu den jährlich 10 Mio. Flüchtlingen in Obhut des UNHCR weitere 6 Mio. hinzu.
Quelle: focus.de vom 03.12.2008

US-Geheimdienste sehen multipolare Welt entstehen
Laut dem Bericht "Global Trend 2025" des "National Intelligence Council" wird sich der Niedergang der USA bis 2025 beschleunigen. Gleichzeitig werden Russland, China, Indien und Brasilien eine immer größere Rolle in der Weltpolitik spielen. Europa bzw. den europäischen Staaten werden in der Prognose keine große Bedeutung beigemessen. Begleitet werde die skizzierte Entwicklung von einem Transfer des Wohlstands von "Ost nach West". Der Nahe Osten werde auf Dauer ein Konfliktraum bleiben.
Quelle: berlinerumschau.com vom 21.11.2008

Erster Kontakt mit Außerirdischen bereits 2025
Der amerikanische Astronom Seth Shostak glaubt, dass dank der ständig zunehmenden Rechenleistung von Computern bis 2025 intelligentes außerirdisches Leben durch die Auswertung der mit Teleskopen und Raumsonden gewonnenen Daten gefunden werden kann. Dann müsste es möglich sein, das Universum von der Erde aus bis zu einer Entfernung von 500 Lichtjahren zu erkunden. Laut einer Schätzung des amerikanischen Astronomen und Astrophysikers Frank Drake könnten in unserer Galaxie rund 10.000 Zivilisationen existieren.
Quelle: pressetext.at vom 13.11.2008

Die schwindenden Erben von Byzanz
Anfangs der 1950er Jahre machten die Orientchristen etwa 18% der 220 Mio. Einwohner im arabischen Raum aus. Inzwischen ist ihre Zahl auf ein Zehntel zurückgegangen - laut der Unesco werden es 2025 nur noch 4% sein. Immer mehr Orientchristen wandern wegen der verstärkte Islamisierung und Diskriminierung aus. Im libanesischen Bürgerkrieg (1975-90) flohen rund 850.000 Maroniten nach Europa und in die Vereinigten Staaten; seit dem Sturz Saddams flüchten immer mehr irakische Christen; aus Ägypten, wo noch drei Millionen Kopten leben, wanderten eineinhalb Millionen in die USA aus. Von den 180.000 Christen, die noch vor zehn Jahren im Iran wohnten, ist fast die Hälfte ausgewandert. Von den knapp 40.000 Christen, die einst in Jerusalem lebten, sind kaum 2.000 übrig geblieben.
Quelle: welt.de vom 17.10.2008

Tickende Zeitbombe in Tansania
Von 23 Mio. Menschen im Jahr 1988 wird die Bevölkerung bis 2050 auf mehr als 80 Mio. Personen anwachsen. Schon heute haben fast 60% der Einwohner weniger als einen US-Dollar pro Tag. So könnte Tansania zu einem Musterbeispiel für den vergeblichen Kampf der UN gegen die Armut und das Bevölkerungswachstum werden.
Quelle: handelsblatt.com vom 05.10.2008

Acht Milliarden Menschen bis 2025
Heute leben etwa 6,7 Milliarden Menschen auf der Erde. Jedes Jahr kommen schätzungsweise 80 Millionen Erdenbürger hinzu. Schon 2012 wird die Weltbevölkerung voraussichtlich die Sieben-Milliarden-Marke überschreiten und im Jahr 2025 acht Milliarden Menschen umfassen. Dies geht aus dem DSW-Datenreport 2008 hervor, den die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) heute veröffentlicht hat.
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Einwanderung und Intelligenz - China macht die Welt schlauer
Viele Chinesen sind in den letzten Jahren ausgewandert - inzwischen leben in den USA fast 4 Mio. und in Kanada 1,4 Mio. Dort misst man bei den Kindern der Migranten mehr Intelligenz als beim übrigen Nachwuchs. Sie werden somit einen wichtigen Beitrag zum Wirtschaftswachstum leisten. In Deutschland liegen hingegen Zuwandererkinder bei den Zensuren tiefer unter den Einheimischen als nirgendwo sonst auf der Welt.
Quelle: debatte.welt.de vom 28.07.2008

China: Der lange Marsch zur Wirtschaftsmacht
Immer mehr Direktinvestitionen in China, rasant wachsende Exporte, eine steigende Inlandsnachfrage und andere Faktoren haben zum Aufstieg Chinas beigetragen. Es gibt aber auch Engpassfaktoren für das weitere Wachstum des Landes: mangelnde Infrastruktur, die defizitären staatseigenen Betriebe, der hohe Bedarf an Energie und Rohstoffen, Anti-Dumping-Maßnahmen und Schutzklauselanwendungen der Industrieländer gegen chinesische Produkte, der rudimentäre Stand des Finanzsektors, die kontrollierte Währung, latente notleidende Kredite im geschätzten Volumen von 30 bis 40% des Bruttoinlandsproduktes, Defizite in der Institutionenbildung, hohe Korruption, eine zunehmende Knappheit an qualifizierten Arbeitskräften, unzureichende soziale Sicherungssysteme, wachsende Einkommensunterschiede, große regionale Disparitäten und das Umweltproblem. Dazu kommt eine zunehmende Alterung der Gesellschaft: Im Jahr 2050 wird das Medianalter 45 Jahre anstelle von jetzt 33 Jahre betragen; knapp ein Viertel der Chinesen wird dann älter als 65 Jahre sein. Entscheidend wird sein, ob es durch Anreize zu lebenslangem Lernen gelingt, weitere Produktivitätssteigerungen zu erreichen. Szenarien für das durchschnittliche reale Wachstum bis zum Jahre 2020 gehen deshalb nur noch von 5-6% aus. Dies bedeutet dennoch, dass ein Pro-Kopf-Einkommensniveau nach Kaufkraftparitäten von etwa 10.000 Dollar erreicht werden würde - doppelt so viel wie im Jahr 2000. Die Dynamik des Aufstiegs mit all ihren unbestrittenen sozialen und ökologischen Kosten könnte auch dann noch politisch wie wirtschaftlich beherrschbar sein.
Quelle: faz.net vom 10.07.2008

FAO: Landwirtschaftliche Produktion bis 2050 verdoppeln
Angesichts der weltweiten Ernährungskrise fordert die UN-Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation, dass jährlich 19 Mrd. Euro in die Förderung des Agrarsektors investiert werden. Nur so könnte bis 2050 die landwirtschaftliche Produktion verdoppelt und die dann 9 Mrd. Menschen ernährt werden.
Quelle: DiePresse.com vom 18.06.2008

Welternährungsgipfel in Rom
Bei der Tagung geht es um die Sicherung der Nahrungsversorgung vor dem Hintergrund von Klimawandel und Bevölkerungswachstum. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon forderte eine Steigerung der Nahrungsproduktion um 50% bis zum Jahr 2030 sowie den Abbau von Agrarexport-Subventionen und Zollsystemen. Die Bundesregierung wird in diesem und im nächsten Jahr jeweils eine halbe Milliarde Euro für die Förderung einer eigenen Landwirtschaft in den armen Staaten bereitstellen.
Quelle: care-and-click.org vom 04.06.2008

Spanien 2050: Drittälteste Bevölkerung der Welt
Laut der OECD wird Spanien 2050 das Land mit der drittältesten Bevölkerung der Welt sein, nach Japan und Südkorea. Die Geburtenrate betrug 1996 nur 1,2. Sie stieg auf 1,4 im Jahr 2006 - bedingt durch die Einwanderung von Millionen junger Menschen aus Lateinamerika. Ein Viertel der Kinder wird inzwischen von Migrantinnen geboren. Migranten machen inzwischen 10% der 45 Mio. Einwohner aus.
Quelle: saz-aktuell.com vom 27.04.2008

Wie viele Menschen erträgt die Erde?
Die Ökologen William Rees und Mathis Wackernagel entwarfen in den 1990er-Jahren das Konzept des "ökologischen Fußabdrucks". Sie berechneten die Zahl der Menschen, die nachhaltig auf der Erde leben können, anhand des Ressourcenverbrauchs und der angewandten Technologien. Dabei gingen sie von weltweit rund 9 Mrd. Hektar ökologisch produktiven Landes aus, also bei 6 Mrd. Menschen von 1,5 Hektar pro Kopf. Der ökologische Fußabdruck eines Menschen beträgt in Ländern wie Indien 0,4 Hektar, in Europa 3-4 Hektar und in den USA 5,1 Hektar. Gemessen an diesen Zahlen übersteigt der Ressourcenverbrauch die Tragfähigkeit der Erde bereits um 30% - die Menschheit lebt also über ihre ökologischen Verhältnisse. Deshalb muss das globale Bevölkerungswachstum gebremst werden und Frauen eine Familienplanung ermöglicht werden. So sind laut der DSW 76 Mio. der jährlich 210 Mio. Schwangerschaften ungewollt.
Quelle: Focus.de vom 18.04.2008

Das weltweite Häusermeer
Das 21. Jahrhundert beginnt als Zeitalter der Stadt: Erstmals leben mehr Menschen in Städten als auf dem Land. Um 1800 waren es erst 2%, 1950 bereits 30% und bis 2050 werden es ca. 75% sein. Sie werden zum Teil in Städten mit 30 Mio. und mehr Menschen wohnen. Solche Megacities bilden Zentren der Weltwirtschaft, in denen neben den Global Players viele andere Unternehmen Arbeitsplätze "produzieren", die Menschen aus der Umgebung magisch anziehen. Sie enthalten sowohl Ghettos als auch Gated Communities für die Reichen. Für die Zukunft sind städtebauliche und planerische Maßnahmen nötig, welche die Segregation von Menschen mit unterschiedlichem ethnischen, ökonomischen und religiösen Hintergrund reduzieren, Zuwanderern eine akzeptable Wohngegend bieten, die Lebens- und Arbeitsbedingungen vor Ort verbessern und die Strukturen so stärken, dass sich die Systeme selbst regulieren können.
Quelle: derStandard.at vom 31.03.2008

Das 34 Billionen Dollar Problem
Aufgrund der Alterung der Gesellschaft werden in den USA die Kosten für Medicare Part A (Versicherung für Krankenhausaufenthalte), Medicaid (Krankenversicherung für Personen mit geringem Einkommen) und Social Security (Rentenversicherung) in den kommenden Jahrzehnten immer mehr zunehmen, sofern keine einschneidenden Reformen durchgeführt werden. Spätenstens 2070 werden die Ausgaben den gesamten Bundeshaushalt verschlingen, falls dieser dann wie bisher 18% des Bruttoinlandsprodukts ausmachen sollte.
Quelle: Fortune, März 2008

Weiße in USA bald eine Minderheit
Nach den Hochrechnungen des Pew Research Centers wird die US-Bevölkerung von 296 Millionen im Jahr 2005 auf 438 Millionen im Jahr 2050 anwachsen - um fast 50%. Dieses Wachstum wird weitgehend auf das Konto neuer Einwanderer und ihrer in den USA geborenen Kinder gehen. Damit verändert sich die Zusammensetzung der Bevölkerung: Die Hispano-Amerikaner werden ihren Anteil bis 2050 mehr als verdoppeln (auf 29%) und die usprünglich aus Asien kommenden Amerikaner knapp verdoppeln (9%), während die afro-amerikanische Bevölkerung ihren Anteil bei 13% halten wird. Der Anteil der Weißen wird hingegen von zwei Dritteln der US-Bevölkerung auf 47% fallen.
Quelle: RP-online.de vom 11.02.2008

Weltweites Älterwerden
Die Zeitschrift "Nature" berichtete, dass Ende des Jahrhunderts der durchschnittliche Mensch fast 16 Jahre älter sein wird als heute. Das Weltdurchschnittsalter werde von derzeit 30,4 Jahren über 33,1 Jahre (2020) auf 45,5 Jahre im Jahr 2100 ansteigen. In Westeuropa wird dieser Prozess schneller verlaufen; für 2100 werden 53,5 Jahre prognostiziert.
Quelle: Kurier.at vom 21.01.2008

Neue Konfliktherde durch Demografie-Veränderung
Während in Europa, Russland, Indien und China die aktuell geborene Generation zahlenmäßig um rund ein Drittel kleiner als die vorherige ist und damit die Bevölkerung in den kommenden Jahrzehnten schrumpfen und altern wird, kommt es in afrikanischen, arabischen und vorderasiatischen Staaten zu der entgegengesetzten Entwicklung: In Afrika z.B. wird sich die Einwohnerzahl bis 2050 auf zwei Milliarden verdoppeln; Pakistan wird dann mit 300 Mio. so viele Einwohner haben wie heute die USA. Laut dem Osloer Friedensforscher Henrik Urdal werden in diesen Ländern Heerscharen junger Leute ohne Job und damit anfällig für Radikalisierung sein. Die sicherheitspolitischen Konsequenzen seien massiv, zumal durch Zuwanderung in Europa und in den USA Parallelgesellschaften entständen, die für Unruhen und Terrorakte anfällig sein könnten. Zudem hätten 2050 alle europäischen Staaten Schwierigkeiten, noch genügend Soldaten für die Streitkräfte zu finden.
Quelle: LR-online.de vom 02.01.2008

Hunger und Armut
854 Millionen Menschen - jeder siebte - haben laut des International Food Policy Research Institute (Ifpri) nicht genug zu essen. Die Anzahl der Unterernährten steigt jährlich um vier Millionen; rund zehn Millionen Kinder unter fünf Jahren sterben pro Jahr an Unterernährung. Die Zahl der von Armut betroffenen Menschen ist noch größer: Rund eine Milliarde Menschen - fast jeder Sechste - muss von weniger als einem Dollar pro Tag leben, die Hälfte von ihnen sogar mit weniger als 75 Cent. Die meisten dieser Menschen leben in den ländlichen Gebieten, wo sie zumeist als Tagelöhner ihr Leben fristen. Armut nimmt vor allem in Regionen Afrikas und des muslimischen Vorderasiens zu, die heute den stärksten Bevölkerungszuwachs aufweisen - obwohl dort die Ressourcen am wenigsten hergeben. Bessere Bildung und Gesundheitsversorgung, die Aufwertung der Stellung der Frau und die Armutsbekämpfung - Kinder gelten auch als Altersversorgung - könnten zu niedrigeren Geburtenraten und weniger Armut führen.
Quelle: Welt.de vom 27.12.2007

Zunehmende Diabetes-Epidemie
Laut IDF und WHO leiden weltweit über 246 Millionen Menschen an Diabetes. Diese Zahl wird voraussichtlich bis zum Jahre 2025 auf 380 Millionen ansteigen. Diabetes betrifft weltweit 6% der erwachsenen Bevölkerung. Sie ist die Hauptursache für Erblindung, Herzkrankheiten, Schlaganfall, Nierenversagen und Amputationen. Jährlich sind über 3,8 Millionen Todesfälle auf Diabetes zurückzuführen. Die Ausgaben für die Diabetes-Behandlung und -vorbeugung werden auf jährlich über 232 Mrd. USD geschätzt. Diese Summe wird in den nächsten 20 Jahren auf mehr als 302 Mrd. USD pro Jahr anwachsen. Weniger als 20% dieser Investitionen erfolgen in Entwicklungsländern, obwohl hier 70% der Diabetiker leben. Die Entwicklungshilfe für den Gesundheitsbereich erreichte im Jahre 2002 nur 2,9 Mrd. USD, wovon bloß 0,1 % zur Finanzierung aller nicht übertragbaren chronischen Krankheiten, u.a. für Diabetes, zur Verfügung standen.
Quelle: Presseportal.ch vom 14.11.2007

Die Weltbevölkerung wird ab 2070 schrumpfen
Laut dem Bevölkerungswissenschaftler Herwig Birg wird schon im Jahr 2040 weltweit das Bestandserhaltungsniveau von 2,13 Kindern unterschritten werden. Ab 2070 werde dann die Weltbevölkerung schrumpfen. Je höher nämlich die Entwicklung eines Landes werde - messbar an der Lebenserwartung -, desto niedriger sei die Fortpflanzungsquote. Dies beweise auch Deutschland. Von den derzeit 82 Millionen Einwohnern bleiben im Jahr 2100 gerade mal noch 24 bis 31 Millionen übrig - je nach Geburtenquote. Selbst bei einem Zuwanderungsplus von 250.000 jährlich wären es nur noch 50 bis 60 Millionen. Aufgrund von innerdeutschen Wanderungen könnte Bayern aber noch bis 2020 wachsen, München sogar noch länger. Hingegen würde die Bevölkerung in den neuen Länder besonders schnell schrumpfen und zu einer ökonomisch-demografische Abwärtsspirale führen. Beherrschen lasse sich der demografische Wandel laut Birg nur mit einem höheren Bruttosozialprodukt: Die Produktion müsse 2050 viermal höher sein als heute - prognostiziert werde aber nur nur Verdoppelung.
Quelle: stz-online.de vom 08.11.2007

280 Millionen Zuckerkranke bis 2025
Die Zahl der Zuckerkranken soll nach Expertenprognosen von weltweit 159 Mio. (2000) auf 280 Mio. (2025) anwachsen. Zugleich steigt die Zahl junger Menschen, die unter Typ 2-Diabetes (Altersdiabetes) leiden; schon bis zu 15% der Zuckerkranken sind unter 20. Ursachen sind z.B. Übergewicht, wenig Bewegung und falsche Ernährung. Junge Diabetiker werden viel häufiger unter den gefürchteten Spätfolgen wie Netzhaut-, Nieren- und Nervenschäden sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen leiden.
Quelle: WienerZeitung.at vom 18.09.2007

SCO will den US-Einfluss eindämmen - Russland rüstet auf
Die Schanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SCO), der neben Russland und China Kasachstan, Kirgisien, Usbekistan und Tadschikistan angehören, ist bestrebt, den US-Einfluss in der rohstoffreichen Region einzudämmen. Iran gehört zu den Beobachterstaaten und drängt nun auf eine Vollmitgliedschaft.
Zwischen 2007 und 2015 will die russische Regierung rund 200 Mrd. Dollar in die Modernisierung des Militärs investieren; bis 2025 will sie 4.500 neue Kampfflugzeuge bauen. Ferner soll ein Marine-Stützpunkt im Mittelmeer errichtet werden.
Quelle: handelsblatt.com vom 16.08.2007

UNESCO sieht Bildungseinrichtungen weltweit vor grundlegenden Veränderungen
Am 31. Juli haben die UNESCO und die Deutsche UNESCO-Kommission die "Kronberger Erklärung" zur Zukunft der Bildung ("Kronberg Declaration on Knowledge Acquisition and Sharing") veröffentlicht. Die Erklärung ist das Ergebnis der Tagung einer Expertenkommission der UNESCO, die am 22. und 23. Juni 2007 in Kronberg im Taunus stattfand. Die 18 internationalen Expertinnen und Experten aus 13 Ländern waren sich darin einig, dass der Bildungssektor vor dramatischen Veränderungen steht. Diese werden vor allem von der rasanten Entwicklung der Informations- und Kommunikationstechnologien vorangetrieben. Lernformen, die Rolle der Lehrer, der institutionelle Rahmen und die Bewertung von Kompetenzen werden sich in den nächsten Jahrzehnten grundlegend wandeln.
Die Bildungsinstitutionen der Zukunft müssten sich viel stärker den emotionalen und sozialen Fähigkeiten des Einzelnen widmen und ein umfassenderes, wertorientiertes Bildungskonzept vermitteln. Die Bedeutung des Erwerbs von Faktenwissen werde erheblich abnehmen zugunsten der Fähigkeit, sich in komplexen Systemen zu orientieren sowie relevante Information zu finden, zu bewerten und kreativ zu nutzen. Dem Lernenden werde im Lernprozess und auch bei der Erstellung von Inhalten eine viel aktivere und eigenverantwortlichere Rolle zukommen. Lehrende werden in Zukunft als Manager von Lernprozessen und Tutoren agieren, betonen die Experten in der Kronberger Erklärung. Vor diesem Hintergrund fordern die Experten die Entwicklung langfristiger politischer Strategien gemeinsam mit den Nutzern der Technologien und dem Privatsektor. In Public-Private-Partnerships sollen tragfähige Ideen für den Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologien zu Wissenserwerb und Wissensvermittlung entwickelt werden.
Quelle: Pressemitteilung der Deutschen UNESCO-Kommission vom 31.07.2007