Martin R. Textor
 
Umwelt: Anhang

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Klimawandel im Überblick
Die CO2-Konzentration nimmt derzeit um 2 ppm pro Jahr zu. Sie beträgt jetzt 387 ppm - ein höherer Wert konnte in den vergangenen 800.000 Jahren nicht festgestellt werden. Bleibt es bei dieser Wachstumsrate, dann wird die globale Aufheizung bis zur Jahrhundertwende 4 Grad Celsius betragen. Mit jedem Grad Aufheizung nehmen die tropischen Wirbelstürme um 30% zu. Die durchschnittliche Dicke der Eisschichten ging in der Arktis von 3,64 Meter (1980) auf 1,75 Meter (2008) zurück. So steigt der Meeresspiegel um 3,4 mm pro Jahr. Im Extremfall könnte er zur Jahrhundertwende um 1,9 m höher liegen als heute.
Quelle: wir-klimaretter.de vom 11.01.2010

Mehr Hoch- und mehr Niedrigwasser in Deutschland
Bedingt durch den Klimawandel werden die Pegel der Nord- und Ostsee bis 2040 um rund 10 cm steigen; Sturmfluten werden um bis zu 20 cm höher auflaufen. Auf dem Festland dürften bei starken Regenfällen Überschwemmungen häufiger werden, zumal immer mehr Flächen versiegelt werden. Im Sommer wird es immer häufiger zu Wasserknappheit kommen. Die Landwirtschaft kann aber trotzdem mit steigenden Erträgen rechnen, da neue Getreidearten gezüchtet werden, die mit weniger Wasser auskommen und resistenter gegen die Hitze sind. Stärker werden die Schifffahrt und vor allem die Kraftwerksbetreiber leiden: Über die Hälfte des aus der Natur entnommenen Wassers wird von der Energiewirtschaft verbraucht. Steht nicht genügend Flusswasser zum Kühlen zur Verfügung, müssten wie 2003 einige Kraftwerke abgeschaltet werden.
Quelle: focus.de vom 16.12.2009

Wintersport in Deutschland: Ab 2040 ist es vorbei
Klimaforscher Christoph Schneider von der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) in Aachen geht davon aus, dass zwischen 2020 und 2030 in Lagen unter 900 Meter die Zahl der Schneetage aufgrund des Klimawandels erheblich zurückgehen wird. Spätestes ab dem Jahr 2040 wird es dort keinen kommerziellen Wintersport mehr geben. Dann werden auch Talstationen in 1200 bis 1400 Meter Höhe in Bedrängnis geraten.
Quelle: fr-online.de vom 14.12.2009

Experten warnen: Klimaziele reichen nicht
Wissenschaftler vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung und von der Kölner Klimaberatungsfirma Ecofys gehen davon aus, dass bei den aktuellen Klimaschutzzielen der einzelnen Länder die Durchschnittstemperatur bis Ende des Jahrhunderts um 3,5 Grad Celsius zunehmen wird. Der Anstieg der Treibhausgas-Emissionen würde nicht vor 2040 gestoppt; bis dahin würden sich diese im Vergleich zu 1990 wahrscheinlich nahezu verdoppeln.
Quelle: tagesschau.de vom 04.12.2009

Treibhausgas-Minderungsziele
Vor dem Weltklimagipfel in Kopenhagen wurden folgende Zielmarken zur Emissionsminderung angekündigt: USA: bis 2020 um 17% und bis 2030 um 42% verglichen mit dem Basisjahr 2005 (umgerechnet auf das Basisjahr 1990: 4% bis 2020, 22% bis 2030); China: bis 2020 um 40 bis 45% im Vergleich zu 2005, aber "je Einheit des Bruttoinlandsprodukts" (gedrosselte Steigerungsrate beim Ausstoß); EU: bis 2020 um 20 bis 30% im Vergleich zu 1990; Russland: eventuell bis 2020 um 20 bis 25% gegenüber 1990; Indien: "signifikante" Reduktion; Japan: bis zum Jahr 2020 um bis zu 25% gegenüber 1990; Australien: 5 bis 25% gegenüber dem Jahr 2000.
Quelle: n-tv.de vom 03.12.2009

Die Gesundheitsfolgen des Klimawandels
Zu den Auswirkungen der Erderwärmung gehören auch Kreislaufkrisen aufgrund raschen Wetterwechsels, steigende Todesraten durch Hitzekollaps oder Herzinfarkt sowie die Schädigung der Bronchien und Lunge durch Ozon und Smog. Bisher nur im Süden bekannte Krankheitserreger wie z.B. die Malaria rücken mit der Verschiebung der Klimazonen gen Norden vor. Für die EU wird von einer Zunahme der Sterblichkeit um ein bis vier Prozent pro Grad der Erwärmung ausgegangen.
Quelle: focus.de vom 26.11.2009

Klimakatastrophe kommt schneller als gedacht
Einer Studie der Umweltschutzorganisation WWF und der Allianz-Versicherung zufolge wird der Klimawandel nicht langsam und stetig verlaufen, sondern aufgrund von Rückkoppelungen immer schneller. Beispielsweise lasse mehr Hitze am Amazonas mehr Wasser verdunsten. Der Regenwald verdorre, und die toten Bäume würden CO2 frei setzen, das die Temperatur weiter erhöhen würde. Durch irreversible Kippeffekte beim Klima würde es weltweit zu Katastrophen kommen. So könnte durch das Abschmelzen der Polkappen bereits vor 2050 der Meeresspiegel um einen halben Meter ansteigen und zu verheerenden Überflutungen führen. Erhöhte globale Temperaturen und Dürren könnten bis 2100 bis zu 70% des Amazonas-Regenwaldes vernichten. In Indien wären 70% der Bevölkerung von Dürren unmittelbar betroffen, weil ihre Existenz von der Landwirtschaft abhänge. Aber auch in Südeuropa und in Kalifornien würden Dürren spätestens ab 2050 das regionale Klima bestimmen und zu immer mehr Waldbränden führen.
Quelle: focus.de vom 23.11.2009

OECD warnt vor Temperaturanstieg um sechs Grad
Ohne radikale Maßnahmen würde sich der globale CO2-Ausstoß bis 2030 verdoppeln. Dazu trage auch bei, dass die weltweite Energienachfrage bis dahin voraussichtlich um 40% steigen würde.
Quelle: welt.de vom 10.11.2009

43 Prozent weniger CO2 machbar
Eine vom Umweltbundesamt in Auftrag gegebene Studie kommt zu dem Ergebnis, dass im Vergleich zu 1990 Deutschland 43,1% seiner Treibhausgasemissionen bis 2020 und 58,2% bis 2030 einsparen könnte. Dies könne vor allem durch Maßnahmen zur Reduzierung des Stromverbrauchs, eine verstärkte Förderung der erneuerbaren Energien, ein effektiver Vollzug der Energieeinsparverordnung, die Einstellung der Kerosinsteuer-Befreiung im Luftverkehr, eine Ausdehnung der Lastwagen-Maut auf alle Straßen, ein generelles Tempolimit von 120 km/h auf Autobahnen, die Abschaffung der Pendlerpauschale und die Verschärfung der CO2-Grenzwerte für Pkw erreicht werden. Auf dem derzeit eingeschlagenen Weg wäre hingegen bis 2020 nur eine CO2-Reduzierung von 29,6% gegenüber 1990 möglich.
Quelle: neues-deutschland.de vom 20.10.2009

Das Dilemma mit der Kohle
Greenpeace hat in der Studie "Die wahren Kosten der Kohle" belegt, dass dieser "schmutzigste Brennstoff der Welt" mit 41% aller CO2-Emissionen die schwerste Belastung für das Klima ist. Werde der jetzige Verbrennungsrhythmus beibehalten, würde die Kohle 2030 sogar zwei Drittel des CO2-Ausstoßes verursachen.
Quelle: wort.lu vom 10.10.2009

Mehr Katastrophen
"Die Zahl der Wetterkatastrophen ist von 1990 bis 2000 von 200 im Jahr auf 350 im Jahr gestiegen", berichtete Madeleen Helmer, Vertreterin der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften. In den letzten Wochen kamen Hunderte von Menschen auf den Philippinen, in Indien, Vietnam, Kambodscha und Laos ums Leben, Hunderttausende wurden obdachlos.
Quelle: spiegel.de vom 06.10.2009

Für China ist Klimaschutz vor allem Industriepolitik
Obwohl China eine Begrenzung seiner CO-Emissionen ablehnt, investiert das Land massiv in den Aufbau einer Niedrig-Kohlendioxid-Wirtschaft. So sieht der aktuelle Fünf-Jahresplan für die Wirtschaft vor, dass der Energieverbrauch pro Yuan Wirtschaftsleistung bis 2020 um 20% reduziert wird - 10% wurden schon erreicht. Bis 2020 sollen 15% des Stromverbrauchs aus erneuerbaren Quellen und 5% aus Atomenergie stammen. China investiert 34% seines Konjunkturprogramms in klimafreundliche Techniken - rund 140 Mrd Euro. Inzwischen ist das Land der größte Produzent von Solarzellen, solarthermischen Boilern und Elektrofahrrädern - und der Hersteller des ersten Hybrid-Fahrzeugs, das auch an der Steckdose aufgeladen werden kann. China will auf diesen Wachstumsmärkten führend sein.
Quelle: badische-zeitung.de vom 05.09.2009

Indiens CO2-Ausstoß steigt rasant
Die indische Regierung geht davon aus, dass sich die CO2-Emissionen bis zum Jahr 2030 verdreifachen werden. 2006 lag der Pro-Kopf-Ausstoß in Indien bei rund einer Tonne CO2 pro Jahr; für 2020 werden 2,1 und für 2039 rund 3,5 Tonnen prognostiziert (Deutschland derzeit 10 Tonnen, USA 20 Tonnen). Dann würde Indien vermutlich der dritt- oder gar zweitgrößte CO2-Emittent der Welt sein.
Quelle: spiegel.de vom 02.09.2009

Keiner braucht neue Kohlekraftwerke
Das Institut EUtech hat im Auftrag von Greenpeace berechnet, dass die Stromerzeugung bis 2050 vollständig auf Windkraftanlagen, Biogas und Solarzellen umgestellt werden könnte. Das letzte AKW könnte 2015 und das letzte Kohlekraftwerk 2040 vom Netz gehen. Das Ziel wäre erreichbar, wenn Geräte, Gebäude und Kraftstoffeinsatz effizienter werden und die Nutzung von Wind, Sonne und Biogas rasch ausgebaut wird. Für den Bedarfsfall sollten anstatt von Kohle- oder Atomkraftwerken moderne Gas- und Dampfturbinenkraftwerke eingesetzt werden, die mindestens 80% des Kraftstoffs ausnutzen (Kohlegroßkraftwerk: 45%, bei CO2-Abscheidung: 35%). Die Abhängigkeit von Energieimporten würde sich bis 2050 um 95% verringern, der Strompreis bis 2020 um rund 10% sinken.
Quelle: jungewelt.de vom 28.08.2009

2030 keine Löwen mehr in Kenia?
In jedem der vergangenen sieben Jahre ist der Löwenbestand um durchschnittlich 100 Tiere zurückgegangen. Es werden immer wieder Tiere getötet, obwohl die Jagd seit 1978 verboten ist. So könnte schon in 20 Jahren der Bestand ausgelöscht sein.
Quelle: rundschau-online.de vom 21.08.2009

Parteien und Energie
Laut CDU und CSU sollen Kernkraftwerke länger laufen, aber neue AKW nicht gebaut werden. Der Anteil erneuerbarer Energien an der Stromerzeugung soll bis 2020 auf 30% steigen, der CO2-Ausstoß um 40% sinken. Die SPD will den Atomausstieg bis 2021 abschließen. Bis 2020 sollen erneuerbare Energien zu 35% und bis 2030 zu 50% zur Stromproduktion beitragen. Laut den Grünen sollen 2020 mindestens 40% des Stroms und 33% der Wärmeenergie aus erneuerbaren Energien stammen. Die Partei will bis 2030 die Stromversorgung komplett auf Ökostrom umstellen. Die FDP lehnt den Ausstieg aus der Kernenergie ab; ein Neubau von AKW wird nicht ausgeschlossen. Bis 2020 sollen erneuerbare Energien 20% des Energieverbrauchs decken. Die Linke fordert den sofortigen Ausstieg aus der Kernkraft und den baldmöglichen Ersatz fossiler Energieträger. Die Treibhausemissionen sollen bis 2020 um 50% und bis 2050 um mindestens 90% sinken.
Quelle: stromtip.de, ohne Datum

Der Zwei-Grad-Beschluss ist perfekt
Auf dem Gipfel in L'Aquila haben die führenden Industrienationen (G8) beschlossen, die gefährliche Erderwärmung bis 2050 auf zwei Grad zu begrenzen, gemessen an Vergleichswerten aus dem vorindustriellen Zeitalter. Der weltweite Ausstoß gefährlicher Treibhausgase soll bis dahin um 50% verringert werden - in den G8-Staaten sogar um 80% gegenüber 1990.
Quelle: focus.de vom 08.07.2009

UNEP: Beim Kampf gegen die Klimawandel auf die Natur setzen
Anstatt riesige Summen für die Kohlenstoffabscheidung und unterirdische Speicherung auszugeben, fordert das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP), in die Erhaltung oder Wiedernutzbarmachung von Wäldern, Torfmooren und anderen Ökosystemen zu investieren. Mehr als 50 Mrd. Tonnen Kohlenstoff könnten so auf natürliche Weise gebunden werden - und zugleich wären positive Effekte wie eine bessere Wasserversorgung, die Stabilisierung erodierender Böden, die Reduzierung des Artensterbens und die Schaffung neuer Arbeitsplätze zu erwarten. Alleine die Verringerung der Abholzung von Wäldern um 50% bis 2050 und die Aufrechterhaltung dieses Levels bis 2100 könnte die Freisetzung von 50 Gigatonnen Kohlenstoff verhindern - durch menschliche Aktivitäten würden jedes Jahr rund 10 Gigatonnen freigesetzt. In der Landwirtschaft könnten laut UNEP 2 Gigatonnen Kohlenstoff pro Jahr ab 2030 gespeichert werden, falls die skizzierten Maßnahmen bis dahin umgesetzt würden.
Quelle: epo.de vom 05.06.2009

Amsterdam setzt auf Elektromobilität
So werden im Rahmen eines Pilotprojekts die ersten 45 intelligenten Ladestationen für Elektrofahrzeuge aufgestellt, an denen mit einer Smartcard Strom getankt werden kann. Bis 2040 sollen Verbrennungsmotoren von den Straßen der niederländischen Hauptstadt verschwunden sein. Ähnliche Pilotprojekte gibt es z.B. in Berlin, in Dänemark, Israel und Kalifornien.
Quelle: golem.de vom 29.05.2009

Schmelzen die Polkappen wirklich?
Die Prognosen der Klimaforscher sollten mit Vorsicht betrachtet werden: Schon seit acht Jahren steigt die Weltdurchschnittstemperatur nicht mehr an. Zudem war sie zur Römerzeit und während der Mittelalterlichen Wärmeperiode höher als heute. Das Eis in der Arktis nimmt seit 2007 wieder zu - und die Nord-West-Passage ist nicht "seit Menschengedenken" schiffbar geworden, sondern war dies z.B. schon 1903 und 1938. Auch waren die Temperaturen in der Arktis in den 1930er und 1940er Jahren im Schnitt höher als in den letzten 30 Jahren. Und vor zuletzt 6.000-7.000 Jahren war die Arktis sogar völlig eisfrei. In der Antarktis nimmt die Eisbedeckung schon seit 30 Jahren zu. Vom immer wieder berichteten Auseinanderbrechen des Wilkins-Packeises sind nur 13.000 km² von 15 Mio. km² Meereis-Fläche betroffen - und das Eisschelf friert im Winter immer wieder zu. Anzeichen für einen menschengemachten Klimawandel sind also kaum zu finden.
Quelle: readers-edition.de vom 02.05.2009

Ozonschicht erholt sich, aber ungleich stark
Seit dem 1997 erlassenen Verbot der ozonzerstörenden FCKW und ähnlicher Substanzen regeneriert sich der UV-Schutzschild der Erde wieder, berichten Feng Li u.a. von der University of Maryland in Baltimore. Die Ozonschicht über Europa, Nordamerika und die Arktis könnte sich bereits um 2025 wieder vollständig erholt haben, über der Antarktis um 2040 und über den Tropen zum Ende des Jahrhunderts.
Quelle: wissenschaft-online.de vom 14.04.2009

Rasanter Anstieg der CO2-Emissionen schockiert Klimaforscher
Laut dem Uno-Weltklimarat sind seit dem Jahr 2000 die Kohlendioxid-Emissionen um durchschnittlich 3,5% pro Jahr gestiegen - dreimal so schnell wie zwischen 1990 und 1999 und stärker als bisher prognostiziert. Der Hauptgrund liegt in dem stark zunehmenden Energieverbrauch in bevölkerungsreichen Schwellenländern wie Indien und China. Auch werde immer mehr Regenwald gerodet, um Platz für "Biosprit-"Anbauflächen zu schaffen. Selbst wenn man hier Zuckerrohr oder Ölpalmen anpflanze, dauere es 40 bis 120 Jahre, ehe der durch die Rodung bedingte CO2-Ausstoß durch Einsparungen bei fossilen Brennstoffen wieder wettgemacht werde - bei Mais oder Sojabohnen dauere es sogar 300 bis 1.500 Jahre. Mehr als die Hälfte der neu gewonnenen Biosprit-Flächen seien vorher unberührter Regenwald gewesen. Der CO2-Anstieg könnte sich beschleunigen, wenn der Permafrostboden weitflächig auftauen würde. Hier sind rund eine Billion Tonnen Kohlenstoff gespeichert - seit Beginn der Industrialisierung sind von Menschen "nur" knapp 100 Mrd. Tonnen reinem Kohlenstoff freigesetzt worden. Zudem wird bei zunehmender Trockenheit mit mehr Feuersbrünsten in tropischen Regenwäldern gerechnet, durch die viel CO2 in die Atmosphäre käme.
Quelle: spiegel.de vom 15.02.2009

Doch lieber Buchen suchen: Fichte bekommt Probleme
Laut Ulrich Kohnle von der forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg müssen sich die Waldbauern der Schwäbischen Alb ab 2030 auf ein Fichtensterben durch den Klimawandel einstellen. Buchen könnten hingegen auch bei einer Erwärmung von bis zu vier Grad gut existieren. Langfristig sei ein Wechsel zur Douglasie überlegenswert, die aber sturmanfälliger ist.
Quelle: szon.de vom 10.02.2009

Klimawandel bereits jetzt unumkehrbar
Klimatologen des National Center for Atmospheric Research in Boulder gehen davon aus, dass in den kommenden Jahren immer weniger CO2 von den Weltmeeren aufgenommen werde. Bisher bleibt von jeder Tonne des vom Menschen freigesetzten CO2 die Hälfte bis ein Drittel in der Atmosphäre; der Rest wird von den Ozeanen absorbiert. Das Wasser wird jedoch mit dem gelösten CO2 zunehmend gesättigt. Laut der südkoreanischen Pohang University of Science and Technology habe sich die Absorption von CO2 im Japanischen Meer gegenüber der Periode von 1992 bis 1999 bereits halbiert. Zudem sinkt im wärmeren Meer weniger Oberflächenwasser in die Tiefe, verlangsamt sich also die Wasserzirkulation, die das CO2 in die Tiefe transportiert. Um das Jahr 2200 herum werden vermutlich Luft und Wasser in ein Gleichgewicht fallen, sodass die Meere kaum noch CO2 aufnehmen können. Zu Beginn des Industriezeitalters betrug die CO2-Konzentration 270 Teile pro Mio. (ppm); heute sind es 385 ppm; der realistische Höchststand könnte 800 ppm betragen. So ist mit einer langfristigen Erderwärmung von rund drei Grad zu rechnen, die zwischenzeitlich noch höher ausfallen würde.
Quelle: focus.de vom 30.01.2009

Forscher warnen vor massiven Hungersnöten
Der Klimaforscher David Battisti von der University of Washington in Seattle und die Umweltökonomin Rosamond Naylor von der Stanford University haben die 23 Klimamodelle analysiert, auf denen die 2007 veröffentlichte Prognose des Uno-Klimarats IPCC zu den Sommertemperaturen von 2050 bis 2090 basiert. Dann haben sie daraus Konsequenzen für die Landwirtschaft gezogen: In den Tropen und Subtropen werden die Ernteerträge von Grundnahrungsmitteln (z.B. Mais, Reis) um bis zu 40% zurückgehen und selbst in Europa könnten heiße Sommer die Ernteerträge deutlich schmälern. Als im Sommer 2003 die Durchschnittstemperatur in Frankreich um 3,6 Grad Celsius über dem langjährigen Mittel lag, wurden 21% weniger Weizen, 25% weniger Obst und 30% weniger Mais geernet. So sei mittelfristig mit mehr Hungersnöten und gewaltigen Völkerwanderungen zu rechnen.
Quelle: spiegel.de vom 08.01.2009

Deutsche Anpassungsstrategie gegen den Klimawandel
Dieses Strategiepaket mit 15 Aufgabenfeldern wurde im Dezember 2008 vom Bundeskabinett verabschiedet. Aufgrund des Temperaturanstiegs sei in Zukunft je nach Jahreszeit und Region mit Wasserknappheit oder Hochwassergefahr zu rechnen, aber auch mit der weiten Verbreitung von Borreliose und Frühsommer-Meningoenzephalitis, Magen-Darm-Krankheiten, Allergien und Hautkrebs. Ferner werde der Bedarf an Kühlenergie steigen, könnte bei Stürmen, Dürren und Hochwasser die Stromversorgung gestört sein. Für die Wirtschaft gebe es Chancen (etwa in der Umwelttechnik) und Risiken (wie Ertragsausfälle). Durch Wetterextreme würden Banken und Versicherungen neue Risiken drohen. Deshalb soll bis 2011 ein Aktionspaket von Bund und Ländern erarbeitet werden.
Quelle: spiegel.de vom 17.12.2008

Gefangene der Machtwirtschaft
Der Brüsseler Klimabeschluss ermöglicht fast der gesamten Schwerindustrie, bis 2020 für die von ihr erzeugten Treibhausgase nichts bezahlen zu müssen. Zwei Drittel der Minderung der Emissionen dürfen durch zumeist nicht überprüfbare Projekte in Entwicklungsländern erbracht werden. Die Stromkonzerne dürfen in Osteuropa, aber auch in Deutschland, die klimaschädliche Kohleverstromung weiter ausbauen. Wegen der bevorstehenden Wirtschaftskrise wurde somit der Klimaschutz für mindestens sieben Jahre aufgeschoben. Damit bahnt sich an der Klimafront ein Politikversagen an, das geradewegs in die Katastrophe führt. Die großen Konzerne haben die Regierungen gegeneinander ausgespielt - sie handeln längst international, während die Länder weiterhin national denken. Das langfristige Gemeinwohl und die Lebenschancen unserer Nachkommen spielen keine Rolle.
Quelle: tagesspiegel.de vom 13.12.2008

WWF-Studie: Klimawandel bedroht Artenvielfalt und Deiche
Die Umweltorganisation geht von einem Meeresspiegelanstieg von 55 Zentimetern bis 2050 aus. Dadurch würden wertvolle Lebensräume wie Salzwiesen, Auwälder und Flachwasserzonen in den Flussmündungen von Elbe, Weser, Ems und Eider verloren gehen. Die Sturmflutwasserstände würden um bis zu 80 Zentimeter steigen. So könne die Deichsicherheit nur bis 2060 garantiert werden.
Quelle: proplanta.de vom 06.12.2008

Klima des Kleinmuts
Die EU weicht vor der Hintergrund der Wirtschaftskrise die Klimavorgaben für Europas Autohersteller auf: Verbrauchsarme Autos müssen nicht mehr 2012 ausgeliefert werden, sondern erst 2015. Auch dürfen auf das Fünf-Liter-Auto alle möglichen "Öko-Innovationen" angerechnet werden. Ob bis 2020 Autos mit weniger als vier Liter Verbrauch je 100 Kilometer gebaut werden müssen, wird 2013 noch einmal überprüft. Während die Europäer auf internationalen Verhandlungen große Worte im Munde führen, zaudern sie in der Praxis. Das gelte auch für den Handel mit Emissionsrechten, dem die EU-Staaten alle Zähne gezogen haben. So bleibt das Instrument nahezu wirkungslos.
Quelle: sueddeutsche.de vom 02.12.2008

Klimaschutz - Erhöhung der Kostenprognose
Weil bisher zu wenig geschehen sei, geht die Organisation für Wirtschaftliche Zusammenarbeit (OECD) nun davon aus, dass der Klimaschutz das erwartete Weltwirtschaftswachstum nicht um 0,1%, sondern um 0,13% pro Jahr mindern wird. Dennoch könnte bis 2030 eine knappe Verdoppelung der Weltwirtschaft erreicht werden. Bei Nichtstun würden hingegen bis 2030 die CO2-Emissionen um 37% und bis 2050 um 52% steigen. Viermal mehr Menschen würden wegen bodennahen Ozons und doppelt soviel Menschen wegen Feinstaubs vorzeitig sterben.
Quelle: focus.de vom 10.11.2008

Solare Unabhängigkeitserklärung
Anstatt die Erdölförderung in den USA weiter auszudehnen, schlagen Experten der Columbia University in New York wie der Chemiker Vasilis Fthenakis vor, bis zum Jahr 2050 ca. 70% des US-amerikanischen Strombedarfs mit Solarenergie zu decken. Dazu müssten ca. 30.000 Quadratmeilen Land mit Solarzellen ausgestattet werden, was in den dünn besiedelten Regionen im Südwesten möglich wäre. Auch die Parabolrinnen-Technik könnte eingesetzt werden. Hier leitet ein gekrümmter Spiegel die Sonnenwärme auf eine Flüssigkeit, wobei über einen Wärmetauscher Wasserdampf erzeugt wird, der eine Turbine antreibt. Aber auch das Stromnetz müsse ausgebaut und Energiespeicher - z.B. unterirdische Druckluftspeicher - müssten erstellt werden. Die Kosten werden bis zum Jahr 2050 auf 400 Mrd. $ veranschlagt.
Quelle: dradio.de vom 24.10.2008

Studie: 2050 keine Fische mehr in den weltweiten Meeren
Nach einer Studie der Weltbank und der Welternährungsorganisation FAO sind derzeit 77% der Fischbestände bis an ihre Grenzen befischt. Immer mehr Fische würden gefangen, bevor sie sich vermehren könnten. Wegen der Überfischung gingen schon jetzt der Fischerei weltweit bis zu 36,6 Mrd. Euro pro Jahr verloren. Die tatsächlichen Verluste dürften laut der Naturschutzorganisation WWF aber noch wesentlich höher liegen, da z.B. die Kosten durch Beifänge, illegale Fischerei und die Zerstörung von Korallenriffen durch Schleppnetze nicht berücksichtigt würden.
Quelle: die-topnews.de vom 10.10.2008

Auswirkungen des Klimawandels auf die Landwirtschaft
Bis zum Jahr 2050 soll die Durchschnittstemperatur um bis zu zwei Grad ansteigen, wird sich alle 10 Jahre die Vegetationsperiode um 7-10 Tage verlängern, wird der steigende CO2-Gehalt in der Luft wie Dünger wirken und Erträge begünstigen. Aber auch Dürren, Unwetter und Bodenerosion durch heftige Regenfälle werden neben neuen Schädlingen auftreten. So werden bei Grünland und Tierzucht die Erträge zurückgehen. Hitzefreundliche Pflanzensorten wie Sojabohnen, Reis und Hirse werden zunehmend angebaut werden; bei Winterweizen und anderen frühen Ernten werden die Erträge steigen. Immer mehr Flächen werden künstlich bewässert werden.
Quelle: DiePresse.com vom 09.09.2008

Wer weniger Fleisch isst, schützt das Klima
Der Vorsitzende des Zwischenstaatlichen Ausschusses für Klimaänderungen (IPCC), Rajendra Kumar Pachauri, hat die Menschen dazu aufgefordert, weniger Fleisch zu essen. So könne jeder Einzelne einen Beitrag zum Klimaschutz leisten.
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Nordwestpassage bald offen?
Seit Beginn der regelmäßigen Satellitenmessungen Ende der 1970er nimmt das Meereis auf dem arktischen Ozean im Sommer immer mehr ab, wobei sich dieser Trend seit Beginn des Jahrhunderts verstärkt hat. Im September 2007 waren es bereits 39% weniger als der Durchschnitt der Jahre 1979 bis 2000. Zudem nimmt die Dicke des Eises ab. Im letzten Jahr war erstmalig der Perry-Kanal eisfrei, sodass die Nordwestpassage zum ersten Mal seit Menschengedenken befahrbar war.
Quelle: heise.de vom 19.08.2008

Kraftwerke: CO2 in Erdspeicher ableiten
Laut einer Studie der Unternehmensberatung Boston Consulting Group (BCG) könnte die Ausstattung der 1.000 größten und schmutzigsten Kraftwerke und Industrieanlagen mit Kohlendioxid-Abscheidung den CO2-Gesamtausstoß bis 2030 um ein Drittel senken. Hier wird das CO2 unterirdisch eingelagert. Genügend Speicherplatz sei vorhanden: In Deutschland würden Kavernen oder ausgeförderte Gasfelder für mindestens 50 Jahre reichen. Bisher ist die Technik aber noch unausgereift; der Bau mehrerer Versuchsanlagen ist geplant. Die Kosten sind mit weltweit 500 Mrd. Euro sehr hoch - mindestens 100 Mrd. müssten durch staatliche Subventionen abgedeckt werden.
Quelle: Welt.de vom 08.08.2008

Erneuerbare Energien entwickeln sich zum Zigmilliardenmarkt
Im Jahr 2007 wurden in Deutschland laut BMU rund 25 Mrd. Euro mit erneuerbaren Energien umgesetzt. Der Anteil am Endenergieverbrauch stieg zwischen den Jahr 2000 und 2007 von 3,8 auf 8,6%. Bei der Stromerzeugung erbrachte die Windenergie 39.500 Gigawattstunden (GWh), die Wasserkraft 20.700 GWh und die Photovoltaik 3.500 GWh. Im Jahr 2050 sollen erneuerbare Energien rund die Hälfte des Energiebedarfs decken. Der Anteil an der Stromversorgung könnte auf 80%, an der Wärmeversorgung auf 48% und am Kraftstoffverbrauch auf 42% steigen.
Quelle: ChannelPartner.de vom 03.08.2008

China und Indien sind G8-Ziele zu vage
Die reichen Industrienationen würden ihrer historischen Verantwortung nicht gerecht: Sie müssten technisch und finanziell beim Klimaschutz vorangehen. Auch müssten die Treibhausgase um 80 bis 95% anstatt nur um 50% reduziert werden. China und Indien sind offensichtlich genervt, dass sie von den G8-Ländern als Ausrede für die eigene Untätigkeit benutzt werden. Sie hätten den Kampf gegen die Emissionen schon längst aufgenommen. Beispielsweise müssten in China Bemühungen zur Verringerung von Treibhausgasen in alle Entwicklungspläne aufgenommen werden.
Quelle: nachrichten.at vom 10.07.2008

G8-Klimaeinigung in Japan: Treibhausgase sollen bis 2050 halbiert werden
Auch die USA haben sich beim G8-Gipfel festgelegt: Die acht führenden Industrienationen wollen die Treibhausgase weltweit bis 2050 um mindestens 50% reduzieren. Eine endgültige Einigung - unter Einbeziehung der Schwellenländer u.a. - wird aber erst von der UNO-Klimakonferenz 2009 in Kopenhagen erwartet. Konkrete Maßnahmen wurden nicht beschlossen; ein Ausgangsjahr für die Halbierung wurde nicht benannt.
Quelle: RP-online.de vom 08.07.2008

Die abgespaltene Anti-Atom-Nation
Bei der Kernkraft wird Bundeskanzlerin Angela Merkel auf dem G8-Gipfel völlig isoliert sein. Während Deutschland aussteigt, setzen die anderen Länder auf Atomkraftwerke als Klimaretter. Die USA sieht in nuklearen Kraftwerken, die keinerlei Treibhausgase produzieren, sogar den "Lackmustest" für die Ernsthaftigkeit des Kampfes gegen die Klimaerwärmung.
Quelle: netzeitung.de vom 07.07.2008

Klimapolitik der G-8-Staaten: Großbritannien vor Frankreich
Laut einer gemeinsam von WWF und dem Allianzkonzern beim Ecofys-Institut in Auftrag gegebenen Studie reicht die Klimapolitik der G-8-Staaten nicht aus, um die Erderwärmung auf 2 Grad zu begrenzen. Dazu müssen die CO2-Emissionen bis 2050 um 80% sinken. An besten schneidet bisher Großbritannien ab, vor allem wegen Förderung des Kohlendioxidhandels. Frankreich belegt Platz 2 wegen seiner geringen Pro-Kopf-Emission, seiner Verkehrspolitik (Tempolimit) und seiner langfristigen Klimaziele. Deutschland - Platz 3 - ist Spitzenreiter beim Einsatz erneuerbarer Energien. Italien und Japan liegen wegen ihrer Energieeffizienz auf Platz 4 und 5. Russland (6), Kanada (7) und die USA (8) sind beim Klimaschutz noch nicht tätig geworden.
Quelle: taz.de vom 03.07.2008

CO2-freie Mobilität - Langfristvision der EU
Ab dem Jahr 2012 sollen nach dem Willen der Europäischen Kommission Neufahrzeuge maximal 130 Gramm CO2 pro Kilometer emittieren, und ab 2050 überhaupt kein CO2 mehr. CO2-Einsparungen könnten zunächst durch die Optimierung aller Systeme und Aggregate erreicht werden, aber auch durch den Hybridantrieb als eine Art "Zwischentechnologie".
Quelle: autoservicepraxis.de vom 26.06.2008

Holzhackschnitzel statt Kohle fürs Kraftwerk
Die Flensburger Stadtwerke wollen bis 2050 von der Kohle komplett auf Biomasse umsteigen. Erste Versuche haben ergeben, dass im Wirbelschicht-Kessel Frischholz, Stroh und Körner mitverbrannt werden können. Bereits in vier Jahren sollen 10% Biomasse verheizt und dadurch die CO2-Emissionen des Kraftwerks um 21% reduziert werden.
Quelle: shz.de vom 18.06.2008

Hälfte der Energie muss 2050 aus erneuerbaren Quellen stammen
Die Internationale Energiebehörde (IEA) geht davon aus, dass der CO2-Ausstoß bis 2050 um mindestens die Hälfte verringert werden muss, will man die Erwärmung auf jene 2,4 Grad beschränken, die der Uno-Klimareport verlangt. Das Ziel könne mit Hilfe von 17 Technologien zur Reduktion des Energiebedarfs und zur Steigerung der Energieproduktion erreicht werden. Dazu gehörten z.B. die Errichtung von Null-Emissions-Häusern, PKW mit Brennstoffzellen, das Auffangen des CO2-Ausstoßes von Kohlekraftwerken, der Bau von 32 Atommeilern pro Jahr und der rasante Ausbau von Sonnenenergie und Windkapazität. Alle Länder müssten einbezogen werden, da bis 2050 zwei Drittel des weltweiten CO2-Ausstoßes aus Ländern kommen werden, die nicht der OECD angehören. Ansonsten könnten die CO2-Emissionen bis 2050 um 130% zunehmen.
Quelle: Tagesanzeiger.ch vom 06.06.2008

US-Senat blockiert Klimaschutzgesetz
Mit Hilfe der "Lieberman-Warner Clima Security Act" hätten die USA den CO2-Ausstoß bis zum Jahr 2050 halbieren können. Doch im Senat ist der Gesetzesvorschlag gescheitert.
Quelle: Spiegel.de vom 06.06.2008

Klimadebatte erreicht USA
Die Senatoren Joseph Lieberman und John Warner haben eine Gesetzesinitiative eingebracht, die wie in Europa ein Emissionshandelssystem vorsieht. Auf diese Weise sollen bis 2050 knapp 70% der amerikanischen Treibhausgasemissionen eingespart werden. Im Nordwesten der USA haben sich bereits 10 Bundesstaaten zur Regional Greenhouse Gas Initiative (RGGI) zusammengeschlossen - ein im Januar 2009 startendes Emissionshandelssystem.
Quelle: FTD.de vom 02.06.2008

CO2-Ausstoß der Luftfahrt könnte dramatisch steigen
Eine von einem knappen Dutzend Wissenschaftler aus Europa und den USA erstellte Studie, die vermutlich bewusst zurückgehalten und nun von der britischen Organisation Environment Federation entdeckt wurde, geht davon aus, dass die Luftfahrtindustrie trotz neuer Technologien ihren Klimagasausstoß massiv steigern wird - von heute 670 Mio. Tonnen CO2 auf 1,2 bis 1,5 Mrd. Tonnen im Jahr 2025. Im Jahr 1992 lag die CO2-Belastung noch bei 140 Mio. Tonnen. Hinzu kommt, dass Flugzeuge auch zur Ozonbildung und durch die Kondensstreifen zum Treibhauseffekt beitragen. Im Kyoto-Protokoll ist der Flugverkehr bislang ausgeschlossen, aber das dürfte sich nach dieser Studie ändern: Erfolge in der Klimapolitik an einer Stelle sollen schließlich nicht durch ein rasantes Anwachsen der CO2-Emissionen im Luftverkehr zunichte gemacht werden.
Quelle: Spiegel.de vom 07.05.2008

Das Wetter von morgen: mehr Dürren, mehr Hochwasser
Nach langfristigen Prognosen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) wird die Jahresmitteltemperatur in Deutschland bis 2100 um bis zu vier Grad steigen. Bis zum Jahr 2050 rechnet der DWD in Südwestdeutschland, dem Rheinland sowie den Regionen Sachsen-Anhalt und Brandenburg mit jährlich 3 bis 15 zusätzlichen Hitzetagen mit über 30 Grad im Schatten. Bis zum Jahr 2100 könnten es in Süddeutschland sogar 30 zusätzliche Hitzetage sein - und damit rund doppelt so viele wie heute. Dann könnte es zu Hitzetoten und Wassermangel in der Landwirtschaft kommen. Ferner wird ein steigender Energieaufwand für Klimaanlagen erwartet. Die Winter werden künftig deutlich milder ausfallen als heute. Das kann allerdings zu mehr schweren Stürmen und überdurchschnittlich hohen Niederschlagsmengen führen, verbunden mit Überschwemmungen. Laut dem Bundesamt für Naturschutz könnten 5 bis 30% der einheimischen Arten allein wegen des Klimawandels verschwinden.
Quelle: n-tv.de vom 16.04.2008

Kalifornien droht auszutrocknen
Durch das fortschreitende Bevölkerungswachstum und geringere Niederschlagsmengen tritt zunehmend Wasserknappheit auf. Die Landwirte in den sechs Countys zwischen Santa Barbara und San Diego wurden schon gezwungen, entweder auf die gesamte Ernte zu verzichten und ihre Wasserrechte zu verkaufen oder mit ihrem seit Beginn des Jahres um 30% reduzierten Wasseranteil nur noch einen Teil der Anbaufläche zu versorgen. Gründe sind äußerst geringe Regenfälle im Jahr 2007 und eine seit acht Jahren andauernde Trockenheit im Einzugsgebiet des Colorado River. Hinzu kommt, dass sich immer mehr Menschen in Kalifornien ansiedeln. So hat sich z.B. die Einwohnerzahl des Großraums Los Angeles in den letzten 50 Jahren verdoppelt und wird voraussichtlich von heute 16,5 auf 22,6 Mio. im Jahr 2025 anwachsen. Es ist fraglich, wie für sie genügend Wasser herbei geschafft werden kann, insbesondere wenn sich die Trockenheit durch die Klimaerwärmung weiter verschärfen sollte. Dann könnte schon 2021 der Lake Mead ausgetrocknet sein, der Los Angeles, Las Vegas und viele andere Regionen mit Trinkwasser versorgt. Die Behörden rufen inzwischen zum Wassersparen auf, wozu ansteigende Preise einen weiteren Anreiz geben. Geplant sind ferner die Erneuerung und die Reparatur veralteter Dämme, Schleusen und Leitungen, die Entsalzung von Meerwasser, der Bau neuer Grundwasserspeicher und die Wiederaufbereitung von Abwasser.
Quelle: NZZ.ch vom 27.03.2008

Millionen von Klima-Flüchtlingen
Laut der Wiener Klimaforscherin Helga Kromp-Kolb wird es bis zum Jahre 2050 rund 200 Mio. Klima-Flüchtlinge geben. Bisher wurden schon 15 Mio. Menschen gezwungen, aufgrund von verheerenden Klimaveränderungen wie lange Dürre-Perioden oder Überflutungen ihre Heimat zu verlassen. Betroffen seien überwiegend Menschen aus Entwicklungsländern.
Quelle: BerlinerUmschau.com vom 26.04.2008

Klimawandel bringt neue Gesundheitsrisiken mit sich
Die Zunahme der Durchschnittstemperatur und der Temperaturextreme beeinträchtigen das Wohlbefinden und erhöhen das Risiko für Herzkreislauferkrankungen, Hyperthermie und Hitzetod - insbesondere bei pflegebedürftigen und alten Menschen. Allergiker leiden stärker, da die Pollensaison früher beginnt und länger dauert. Ferner siedeln sich immer mehr aus anderen Ökosystemen stammende Pflanzen und Tiere in Deutschland an, die giftig sind, ein hohes Allergenpotenzial haben oder Krankheiten übertragen.
Quelle: impulse Nr. 58, März 2008

Die letzten Urwälder der Erde verschwinden in einem rasanten Tempo
Weltweit zerstört der Mensch jedes Jahr die dreifache Fläche der Schweiz an Urwald - mit verheerenden Folgen für das Klima, produzieren die tropischen Regenwälder doch 40% des weltweiten Sauerstoffs. Mehr als zwei Drittel der Tier- und Pflanzenarten weltweit leben in ihnen (schätzungsweise 30 Millionen); viele von ihnen sind vom Aussterben bedroht. Große Urwaldflächen fallen der Holzwirtschaft und der Brandrodung (zwecks Anbau von Ölpalmen, Soja usw.) oder der Öl- und Gasförderung, dem Bergbau und dem Bau von Wasserkraftanlagen zum Opfer. Rund 55% des Amazonas-Regenwaldes könnten bis zum Jahr 2030 zerstört werden, wenn es so weiter geht wie bisher. 80% der Abholzungen in Brasilien werden ohne Genehmigung durchgeführt. In Afrika sind nur noch 8% des Urwalds unberührt. Derzeit trägt die Vernichtung der Regenwälder 20% zur weltweiten Kohlendioxid-Emission bei. In Indonesien verursachen die Torfbrände inzwischen Emissionen von 600 Millionen Tonnen Kohlendioxid. Das Entwicklungsland ist heute weltweit der drittgrößte CO2-Produzent.
Quelle: n-tv.de vom 03.04.2008

Der Preis für mehr Natur
Das rasante weltweite Bevölkerungs- und Wirtschaftswachstum bedingen, dass immer mehr natürliche Ressourcen verbraucht und immer mehr Abfälle und Schadstoffe produziert werden. Der Volkswirtschaftler Bernd Meyer fordert, dass die Nutzung der Natur etwas kosten müsse: "Die Ökonomen sind überzeugt, dass die Umwelt geschädigt wird, weil zu wenig Marktwirtschaft und nicht etwa zu viel davon realisiert worden ist". Die Preise müssten die Knappheit der Ressourcen widerspiegeln. Neben marktwirtschaftlichen Steuerungsinstrumenten wären aber auch eine zielorientierte Ordnungspolitik der Staaten und ein die Umweltbildung umfassend forcierender Ansatz nötig. Nur so könne ein ökologisch-sozialer Umbau der Weltwirtschaft gelingen.
Quelle: jetzt.de vom 07.03.2008

Spaniens Urlaubsstrände saufen ab
Laut einer Studie des Ozeanographischen Instituts (IEO) in Madrid ist der Meeresspiegel in den vergangenen 60 Jahren aufgrund des Klimawandels um rund acht Zentimeter angestiegen. Diese Entwicklung werde sich in den nächsten Jahren beschleunigen: Das Wasser an Spaniens Küsten könnte bis zum Jahre 2050 um 25 bis 30 Zentimeter steigen. Dann würden die flachen Küstengegenden in Spaniens Osten (Costa Brava) und die Strände von Mallorca überschwemmt.
Quelle: Spiegel.de vom 20.01.2008

Alle Autos müssen sauberer werden
Die EU-Kommission plant, dass ab 2012 Neuwagen im Schnitt nicht mehr als 130g CO2 pro Kilometer erzeugen dürfen - ein Fünftel weniger als bisher. Fahrzeuge mit dem doppelten Gewicht eines Kleinwagens sollen dann nur 60% mehr CO2 ausstoßen dürfen. Der ADAC kritisiert, dass Hersteller von Autos der oberen Mittel- und der Oberklasse unverhältnismäßig stark betroffen seien, obwohl sie nur für knapp 12% des CO2-Ausstoßes verantwortlich wären. Automobilbauer sollten quer durch alle Klassen zum Umweltschutz beitragen.
Quelle: ADACmotorwelt 1/2008

Briten planen zehn Atomkraftwerke
Die britische Labour-Regierung hat den Bau von zehn neuen Atomkraftwerken beschlossen, um Großbritannien von den Krisenherden im Nahen Osten unabhängiger zu machen und den Ausstoß von Kohlendioxid zu senken. Allerdings werden die Atomkraftwerke nur eine Reduzierung der CO2-Emissionen um 4% bewirken. Unklar ist noch, was an öffentlichen Mitteln in Bau und Unterhalt, in die Ausmusterung und die Entsorgung des Atommülls und in die Sicherheit und den Atommülltransport fließen werden.
Quelle: TAZ.de vom 11.01.2008

Klima-Berater empfiehlt globalen Emissionshandel
Hans Joachim Schellnhuber, Chef des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK), spricht sich für einen globalen Handel mit Emissionsrechten aus. Jedem Land müsse ein Kontingent der Bevölkerungsgröße entsprechend zugeteilt werden. Wer mehr CO2 ausstößt als vorgesehen, muss Verschmutzungsrechte von denen kaufen, die weniger emittieren als erlaubt. Insbesondere afrikanische Länder könnten dann durch den Emmissionshandel Geld verdienen.
Quelle: AFP.google.com vom 28.12.2007

UNO-Klimagipfel: Happy End auf Bali
Das neue globale Klimaabkommen, welches das 2012 auslaufende Kyoto-Protokoll ablösen wird, soll 2009 in Kopenhagen abgeschlossen und in den Folgejahren ratifiziert werden. Die USA wollen sich an dem neuen Vertrag beteiligen.
Die Industrieländer werden zu mess- und überprüfbaren Verpflichtungen und Maßnahmen aufgefordert, um den CO2-Ausstoß zu verringern. Zudem sollen sie die Entwicklungsländer bei Maßnahmen gegen den Klimawandel technisch, finanziell und durch Ausbildung unterstützen. Diese werden im Gegenzug ihre Wälder nachhaltig bewirtschaften. In der Roadmap fehlen aber konkrete Ziele; es ist nur von "tiefen Einschnitten bei den weltweiten Emissionen" die Rede.
Jedoch haben sich die Unterzeichner-Staaten des Kyoto-Protokolls auf eine deutlich mehr als 50-prozentige Reduktion der Emissionen bis zum Jahr 2050 geeinigt. Bis 2020 soll schon eine Verringerung um 25 bis 40% gegenüber 1990 erreicht werden.
Quelle: Spiegel.de vom 15.12.2007

Arme Länder des Südens tragen Hauptlast des Klimawandels
Mehr als 260 Millionen Menschen haben laut der Entwicklungshilfeorganisation Oxfam zwischen 2000 und 2004 die Folgen des Klimawandels zu spüren bekommen - 98% von ihnen leben in Entwicklungsländern. Befürchtet wird ein starker, klimabedingter Anstieg hungerleidender Menschen, deren Lebensgrundlage durch Dürren, Überschwemmungen und tropische Wirbelstürme zerstört wurde.
Quelle: WOZ.ch vom 13.12.2007

OECD forderte gerechte Kostenteilung
Die Kosten zur Bekämpfung des Klimawandels sollten laut OECD-Generalsekretär Angel Gurria weitgehend von den entwickelten Ländern übernommen werden, obwohl die meisten Maßnahmen in den Entwicklungsländern notwendig seien. Bei einer harmonisierten CO2-Steuer wären die wirtschaftlichen Folgen in Brasilien, Russland, Indien und China fünfmal so hoch wie in den OECD-Ländern. Der Handel mit Emissionsrechten könnte deren Kosten halbieren.
Quelle: derStandard.at vom 15.12.2007

Globale Klimagas-Emissionen sind seit 1990 um 30 Prozent gestiegen
Laut UN-Klimasekretariat lagen die Treibhausgasemissionen in Osteuropa 2005 um 35,2% unter dem Niveau von 1990. Hingegen lag in den anderen Industrieländern der CO2-Ausstoß - trotz der Selbstverpflichtung vieler Staaten im Kyoto-Protokoll, den Ausstoß zu reduzieren - um 11% höher als 1990. In den USA betrug die Zunahme sogar 16%. Weltweit stiegen die CO2-Emissionen zwischen 1990 und 2005 um 30% an.
Quelle: Neues-Deutschland.de vom 03.12.2007

Neue Wege zur Wassergewinnung
In Zukunft wird Wasser immer knapper und teurer werden. In Deutschland sind deshalb Anlagen zur Regenwasseraufbereitung empfehlenswert, bei denen der Regen vom Hausdach in einen Auffangbehälter geleitet und durch Filteranlagen soweit gereinigt wird, dass er für die Toilettenspülung oder die Waschmaschine genutzt werden kann. In Wüstengebieten könnte vermehrt wie in Chile von "Nebelfängern" Gebrauch gemacht werden: Feinmaschige Netze fangen den Nebel auf; die entstandenen Tropfen fließen über Rohre ab. Technisch fortschrittlicher ist ein Gerät, das von Studenten der Universität Graz und der Helsinki University of Technology entwickelt wurde: Von Solarzellen erzeugter Strom betreibt ein Kühlaggregat, an dessen Kühlrippen die Luftfeuchtigkeit kondensiert. Da die Wasservorkommen unserer Erde zu etwa 97% aus Meerwasser bestehen, könnte auch dieses vermehrt als Trinkwasser genutzt werden, indem mehr thermischen Entsalzungsanlagen oder mit dem so genannten Umkehr-Osmose-Verfahren arbeitende Anlagen gebaut werden. Beide Verfahren benötigen aber große Mengen Energie. Diese könnte durch Wellenkraftwerke CO2-frei produziert werden.
Quelle: ARD.de vom 24.11.2007

Uno-Klimaexperten zeigen angsterregende Szenarien auf
Der Weltklimarat stellte in Valencia seinen neuen Klimareport vor, der die wissenschaftliche Grundlage für die Uno-Klimakonferenz im Dezember auf Bali bilden wird. Die Forscher rechnen mit Überschwemmungen, Dürren, dem Abschmelzen der Gletscher, dem Verlust küstennaher Landstriche, dem Aussterben von Tier- und Pflanzenarten, einem großflächigen Korallensterben und mehr Infektionskrankheiten, wenn sich die Atmosphäre um mehr als zwei Grad Celsius erwärmt. Rund 0,7 Grad seien schon erreicht. Nur eine rasche Reduzierung des Ausstoßes von Treibhausgasen könne diese Entwicklung noch abmildern.
Quelle: Spiegel.de vom 17.11.2007

Energieverbrauch wird sich bis 2050 verdoppeln
Der Weltenergierat geht davon aus, dass die globale Nachfrage nach Energie bis 2050 um 70 bis 100% steigen. Die Preise für allen Formen von Energie werden deutlich anziehen. EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso bezeichnete die Beziehung zwischen Energieverbrauch und Umwelt als "größte Herausforderung für unsere Generation". Die EU wolle den Ausstoß klimaschädlicher Gase bis 2020 um mindestens 20% gegenüber 1990 reduzieren.
Quelle: DiePresse.com vom 12.11.2007

Mit Preisanreizen gegen die Verschwendung von Wasser
Das meiste Süsswasser (70%) wird weltweit von der Landwirtschaft verbraucht, gefolgt von der Industrie (20%) und den privaten Haushalten (10%). Die fehlenden Marktmechanismen setzen insbesondere im Bereich der Landwirtschaft falsche Anreize, die zur Verschwendung und Fehlallokation von Wasser führen. Zugleich wird in vielen Regionen der Erde aufgrund des Klimawandels das Wasser knapp. Das International Food Policy Research Institute in Washington schätzt, dass 1995 durch Dürren rund 100 Mio. t Getreideproduktion verloren gingen und sich diese Menge bis 2025 verdreifachen könnte. Gleichzeitig steige die weltweite Nachfrage nach Getreide von 1,78 Mrd. t (1995) auf voraussichtlich 2,61 Mrd. t (2025). Zudem würde immer mehr Wasser für die Süsswasser-Fischzucht und die Erzeugung von Biodiesel benötigt - die Herstellung von einem Liter Treibstoff verbrauche rund 9000 l Wasser. Deshalb müsse eine effizientere Nutzung des Wassers angestrebt werden, z.B. durch höhere Wasserpreise, durch Anreize zu einem Wechsel auf sparsamere und effizientere Bewässerungsmethoden sowie durch den Handel von Wasser-Rechten.
Quelle: nzz.ch vom 19.10.2007

Wandel in der Klimapolitik: die Wucht der Wissenschaft
Beim Potsdamer Klima-Symposium, an dem u.a. 15 Nobelpreisträger teilnahmen, wurde erneut betont, dass sich die Erde aufgrund der weiter zunehmenden CO2-Konzentration in der Atmosphäre in diesem Jahrhundert um bis zu 6,4 Grad erwärmen könnte - außer es werden die CO2-Emissionen bis 2050 um die Hälfte reduziert. Der Weg dorthin, so die Schlussfolgerung, führe über die kohlenstofffreie Weltgesellschaft.
Bundeskanzlerin Angela Merkel wiederholte auf der Tagung ihren Vorschlag, dass jeder Mensch auf der Welt nur noch 2 Tonnen CO2-Ausstoß verursachen dürfe, während Umweltminister Sigmar Gabriel forderte, in Zukunft die Emissionsrechte zu 100% zu verkaufen.
Quelle: taz.de vom 11.10.2007

Neue Studie: Erderwärmung wird kritische Grenze überschreiten
Da der globale Kohlendioxid-Ausstoß immer noch zunimmt sowie China und Indien ihre wirtschaftliche Aufholjagd gerade erst begonnen haben, ist laut einer Studie unter Leitung des Klimaforschers Andrew Weaver von der University of Victoria das Zwei-Grad-Ziel nicht zu erreichen. Deshalb müsse der Treibhausgas-Ausstoß nicht nur drastisch reduziert werden, sondern auch Kohlendioxid aus der Atmosphäre entfernt werden - z.B. indem Anlagen, die nicht-fossile Biomasse wie Holz oder Stroh verheizen, mit einer CO2-Abscheidung ausgerüstet werden. Dann käme das Kohlendioxid, das die Pflanzen der Atmosphäre entzogen haben, nicht in diese zurück.
Quelle: Spiegel.de vom 10.10.2007

Kernenergie: Uranreserven, CO2-Bilanz, Risiken
Beim derzeitigen Verbrauch von Uran wird diese Ressource nur noch für die nächsten 70 Jahre reichen - bzw. für weniger Jahrzehnte, falls– weitere Atomkraftwerke gebaut werden sollten: So plant z.B. China den Bau von zwei bis drei AKW pro Jahr.
Hinzu kommt, dass kaum noch Erz mit einem Urangehalt von 20 oder mehr Prozent abgebaut wird. Der durchschnittliche Urangehalt beträgt heute nur 0,15%. Je minderwertiger das Erz aber ist, umso mehr Energie wird benötigt, um das Uran vom Abraum zu trennen. Niederländische Wissenschaftler haben berechnet, dass schon in 20 bis 30 Jahren jede Kilowattstunde Atomstrom stärker mit CO2 belastet sein wird als Strom aus Gaskraftwerken.
Sollte es in Deutschland einen Supergau wie 1986 in Tschernobyl geben, ist mit 10.000 frühen und über 100.000 späten Todesfällen zu rechnen. Ein bis zwei Millionen Menschen müssten evakuiert und auf Dauer umgesiedelt werden. Der finanzielle Schaden beliefe sich auf 5 Billionen Euro.
Quelle: Prokon Rundbrief 26/2007 (September)

Holzheizungen sorgen für dicke Luft
Aufgrund der zunehmenden Kosten für Heizöl und Gas wird in Deutschland immer mehr Holz verheizt. Holzheizungen werden aber zunehmend zur Gesundheitsgefahr: Sie stoßen schon mehr Feinstaub aus als der gesamte deutsche Autoverkehr. Neben Ruß werden auch potentielle Krebsgifte wie Benzol und Benzpyren emittiert. Während Kamine und Kachelöfen laut des Dessauer Umweltbundesamtes auf Emissionen bis zu knapp 160 kg Feinstaub pro Terajoule (TJ) eingesetzter Energiemenge und Holzpellet-Heizung auf 20 kg kommen, sind es bei Ölkesseln nicht einmal 2 kg. Setzt sich der Holz-Heiz-Boom in Deutschland unverändert fort, würden 2025 rund 30.000 Tonnen Feinstaub abgegeben - ein Viertel mehr als heute. Besonders viel Feinstaub entsteht bei der Holzverbrennung in alten, schlecht gewarteten Öfen und bei schlechten Verbrennungsbedingungen. Deshalb wird jetzt die Bundesemmissionsschutz-Verordnung novelliert: Auch Holz-Kleinfeuerungsanlagen sollen bald bestimmte Schadstoff-Limits einhalten.
Quelle: Spiegel.de vom 25.09.2007

Null Emissionen bis 2050
Die britischen Liberaldemokraten wollen bis 2050 die Treibhausgasemissionen des Landes auf Null reduzieren, indem sie die Bahn fördern, Hochgeschwindigkeitsverbindungen bauen, Strom zu 100% aus erneuerbaren Quellen gewinnen und schrittweisen Autos mit Verbrennungsmotoren abschaffen wollen. Umweltschonende technische Entwicklungen sollen gezielt gefördert und der Emissionshandel soll wirksamer gemacht werden, indem die CO2-Zertifikate versteigert werden.
Quelle: Telepolis vom 17.09.2007

Vernichtendes Urteil über Biosprit
Laut dem Diskussionspapier "Biofuels: Is the Cure worse than the Disease?" der OECD-Experten Richard Doornbosch und Ronald Steenblik deckt die weltweite Produktion von Biodiesel und Bioethanol im Jahr 2005 nur 1% des Treibstoffverbrauchs im Straßenverkehr. Bis zum Jahr 2050 könnten das im optimistischsten Fall 11% werden. Dafür würden aber zum einen die Lebensmittelpreise stark ansteigen. Zum anderen würden Biotreibstoffe (mit Ausnahme von Ethanol aus Zuckerrohr und als Nebenprodukt der Zellulosegewinnung sowie von Biodiesel aus tierischen Fetten und Alt-Speiseöl) die Böden sauer machen, viel Dünger und Schädlingsbekämpfungsmittel benötigen sowie viele Tier- und Pflanzenarten dezimieren. Schließlich würde bei der Herstellung von Biotreibstoffen viel fossile Energie verwendet.
Nach den Experten könne wohl die zweite Generation an Biotreibstoffen (z.B. aus Holz oder landwirtschaftlichen Abfällen) bis zum Jahr 2050 weitere 12% des Treibstoffverbrauchs im Straßenverkehr decken, allerdings gäbe es ernste Zweifel über die Wirtschaftlichkeit dieser noch in Entwicklung befindlichen Technologien. Die Fachleute empfehlen deshalb der Politik, die gesetzlich verordnete Beimischung von Biosprit zu beenden, weil diese möglicherweise "Treibstoff fördert, der teurer und umweltschädlicher ist als sein entsprechendes fossiles Produkt".
Quelle: DiePresse.com vom 12.09.2007

Das Klimaschutzprogramm der Regierung wird wenig ändern. Nur das Klima nicht. Dazu reicht ein Blick auf die CO2-Prognosen
Das Bundeskabinett wird nun sein umfassendes Klima- und Energieprogramm beschließen, mit dessen Hilfe der deutsche CO2-Ausstoß bis 2020 um 40% unter das Niveau von 1990 gesenkt werden soll. Allerdings beträgt der gesamte deutsche Anteil am weltweiten CO2-Ausstoß nur rund 4%. Aufgrund des rasanten Wirtschaftswachstums in den Schwellenländern und der weiter zunehmenden Weltbevölkerung wird aber bis 2030 der globale CO2-Ausstoß um weit mehr als 50% steigen. Dies entspricht dem 12- bis 15fachen Ausstoß Deutschlands.
Quelle: Finanztreff.de vom 19.08.2007

Meeresspiegel könnte um fünf Meter steigen
Laut Jim Hansen, dem leitender Klimawissenschaftler der US-Raumfahrtbehörde Nasa, ist mit einem rapiden Anstieg des Meeresspiegels zu rechnen. Dieser kletterte im vergangenen Jahrzehnt um drei Zentimeter - doppelt so viel wie während des gesamten 20. Jahrhunderts. Durch die globale Erwärmung würde zum einen Schmelzwasser von Gletschern und den polaren Eismassen zufließe und zum anderen sich das Wasser ausdehnen. Aufgrund von Rückkopplungen könnten die Eisschilde in Grönland und der Westantarktis schneller abschmelzen als bisher angenommen. Zu diesen Prozessen gehören:

  • Schneebedeckte Gebiete reflektieren das Sonnenlicht. Schmilzt der Schnee jedoch schneller, absorbiert das dunklere Eis mehr Strahlung und schmilzt ebenfalls schneller.
  • Je mehr Flächen schnee- und eisfrei sind, umso mehr eingestrahlte Wärme wird aufgenommen. Sie beschleunigt das große Schmelzen.
  • Wenn mehr Schmelzwasser entsteht, verringert sich die Reibung zwischen Eis und Fels, und die Gletscher fließen schneller ins Meer.
  • Da in der Westantarktis das Eisschild auf gewachsenem Fels ruht, der teilweise unter Meereshöhe liegt, wird er auch von unten durch das wärmer werdende Meerwasser geschmolzen.

So könnte der Meeresspiegelanstieg laut Hansen von 2005 bis 2015 einen Zentimeter pro Jahr betragen und sich danach pro Dekade verdoppeln. Dann läge der Meeresspiegel am Ende des Jahrhunderts um ungefähr fünf Meter höher als heute. Obwohl derzeit nur 2% der Landmasse weniger als 10 Meter über Meereshöhe liegen, wären von dem Meeresspiegelanstieg rund 630 Millionen Menschen betroffen, da die Küstenregionen besonders stark besiedelt sind und Megastädte wie London, New York, Mumbai, Schanghai und Tokio enthalten.
Quelle: Focus.de vom 13.08.2007

Wasserknappheit durch Biobrennstoffe?
Laut dem Stockholm International Water Institute ist durch den Anbau von Biobrennstoffen eine Verdoppelung der derzeitigen Wasser-Nachfrage aus der Landwirtschaft bis 2050 zu erwarten. Die Experten warnen vor einer massiven Wasserverknappung. Zudem sei unklar, wo die benötigten riesigen Anbauflächen herkommen sollen.
Quelle: Zeit online vom 12.08.2007

Trocknet der Spreewald aus?
Das Biosphärenreservat ist ein einzigartiges Feuchtgebiet mit einem über 1.000 Kilometer großen Geflecht aus Wasserwegen und rund 300 Flussläufen. In Folge des Klimawandels ist es Austrocknung bedroht - wegen Temperaturanstieg, geringeren Sommerniederschlägen und mehr Verdunstung. Eine länderübergreifende Planungsgruppe entwickelt bereits Konzepte für die Wasserbewirtschaftung in einem heißeren Klima: Beispielsweise soll ein Tagebau-Restloch in einen zusätzlichen Wasserspeicher verwandelt, der Fluss stellenweise renaturiert (Verbndung früherer Auen und Altarme mit dem Hauptstrom) und das Wasser in den Kernzonen im Winter stärker aufgestaut werden.
Quelle: dradio.de vom 08.08.2007

Unterwasserwüsten ohne Leben breiten sich aus
In einer im Oktober 2006 veröffentlichten Studie identifizierten Forscher der UN-Umweltbehörde UNEP über 200 lebensfeindliche Gebiete in den Ozeanen - Regionen, in denen zeitweise der Sauerstoffgehalt so stark absinkt, dass alle Lebewesen flüchten oder sterben müssen. Ihre Zahl hat sich gegenüber den frühen 1990er-Jahren fast verdreifacht; ihre Ausdehnung nimmt zu. Das größte Gebiet liegt in der Ostsee: ein im Maximum 120.000 Quadratkilometer großes Areal - es entspricht der halben Fläche Großbritanniens.
Die Ursachen sind überall die gleichen: Im Flusswasser enthaltene Düngemittel, ungeklärte Abwässer, aus der Tierhaltung stammende Gülle und aus der Luft herabrieselnde Rückstände aus der Verbrennung fossiler Kraftstoffe bringen Meeresorganismen wie Algen oder Cyanobakterien explosionsartig zum Blühen. Wenn die nach der Blüte abgestorbenen Einzeller in die Tiefe sinken, setzen Gärungsprozesse ein, die dem Wasser den Sauerstoff entziehen. Fische, Krabben und andere Meerestiere ersticken.
Neben der Überfischung gefährden nun auch die Todeszonen die Fischerei und die Versorgung der Menschen mit Fischen und Meeresfrüchten. Insgesamt stammen nach UNEP-Angaben derzeit 17% aller tierischen Proteine, von denen sich Menschen ernähren, aus dem Meer. Die Unterwasserwüsten dürften künftig noch größer werden, denn die Menge der in der Landwirtschaft eingesetzten Düngemittel nimmt zu.
Quelle: Focus online vom 07.08.2007

Niederländer bereiten sich auf Überschwemmungen vor
Nach der Überschwemmung mit 2.000 Toten im Jahr 1953 wurden in den Niederlanden riesige Dämme und Barrieren errichtet, die seither das Land von Flutkatastrophen geschützt haben. Der prognostizierte Anstieg des Meeresspiegels geht so langsam vonstatten, dass er zumindest in den nächsten Jahren nicht gefährlich werden dürfte - im Gegensatz zum Rhein, der in naher Zukunft häufiger über die Ufer treten könnte. Zudem lässt die Verrottung der niederländischen Torferde das Land schneller sinken. Straßen und andere Infrastrukturwege böten eventuellen Fluten neue Fließwege.
Quelle: News/Heise.de vom 27.07.2007

Großteil der nötigen CO2–Einsparungen bereits mit heutiger Technik möglich
Energieerzeugung, -übertragung und -verbrauch sind die wichtigsten Hebel, um den Ausstoß von Treibhausgasen wie Kohlendioxid wirksam zu begrenzen und so dem Klimawandel entgegenzuwirken. Die Technik dazu ist bereits heute verfügbar. Wie das Forschungsmagazin Pictures of the Future in seiner Frühjahrsausgabe berichtet, verfügt Siemens über ein extrem breites Portfolio zur CO2-Reduktion: sowohl auf der Erzeugerseite mit Techniken zur umweltfreundlichen Energiegewinnung und -übertragung als auch auf der Verbraucherseite unter anderem mit Glühlampen, Hausgeräten oder intelligenter Gebäudetechnik. Bei Siemens fließen mehr als die Hälfte der Ausgaben für Forschung und Entwicklung in den Umwelt- und Klimaschutz.
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Erwärmung des Weltklimas beschwört Konflikte herauf
Laut der Studie "Sicherheitsrisiko Klimawandel" seien insbesondere arme und ohnehin instabile Weltregionen in Afrika, Asien und Lateinamerika vom Klimawandel betroffen: Dürren, Überschwemmungen, Bodenerosion und Orkane führten dort zu verschärfter Trinkwasser- und Nahrungsmittelknappheit. Eine globale Klimaerwärmung um vier Grad Celsius würde 35% der Landwirtschaftsfläche Afrikas unbrauchbar machen. Verschwindende Gletscher in den Anden und im Himalaya kappe die Trinkwasserversorgung von Millionenstädten. Laut Entwicklungshilfeministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul würde ein Anstieg des Meeresspiegels um einen Meter allein in Bangladesch den Lebensraum von 35 Millionen Menschen vernichten. Diese Folgen des Klimawandels könnten zu staatlichem Zerfall, millionenfacher Flucht und einer Destabilisierung der Weltwirtschaft führen.
Quelle: ksta.de vom 06.06.2007

Russland muss Klimakatastrophe abwenden und sich auf Klima-Migranten einstellen
Die globale Klimaveränderung wird laut der russischen Abteilung des World Wildlife Funds (WWF) zu einem Andrang von Migranten aus den nördlichen Gegenden von Westchina, der Mongolei und der zentralasiatischen Länder führen. Schon jetzt seien Russlands Nachbarn an der südlichen Grenze mit einem Mangel an Wasserressourcen konfrontiert.
Laut den Autoren des Bericht "Lösung des Klimaproblems - Ziele für 2050" könne Russland die Schadstoffemissionen in die Atmosphäre halbieren und dennoch den Energiebedarf der Wirtschaft durch eine erhöhte Energieeffizienz decken. So bringe bis zu 40% der Energie keinen Nutzen. Auch müsse Russland mehr Flächen wieder aufforsten, da Wälder die Treibhausgase abbauen.
Quelle: RIA Novosti vom 18.05.2007

Hat das neoliberale Wirtschaftsmodell Schuld am Klimawandel?
Die Klimakrise ist Ausdruck eines verfehlten Wirtschaftssystems - nicht zufällig verlaufe sie parallel zur neoliberalen Globalisierung: Durch die Entfesselung der Finanzmärkte und den Abbau von Handelsschranken ist es zu einem Anstieg der Produktion und zu einem Anschwellen der globalen Verkehrsströme gekommen - mit drastischen Klimafolgen. Nur eine weltweite Re-Regulierung der Wirtschaft unter ökologischen und sozialen Gesichtspunkten könnte zum Klimaschutz beitragen. Hinzu müsste eine neue "Verzichtsethik" kommen: So ist z.B. die beste Antwort auf den "Klimakiller" Auto nicht andere Autos (die mit Biosprit fahren), sondern weniger Autos, müsste auf die vielen Millionen Urlaubsflüge verzichtet werden, sollte der immense Fleischkonsum reduziert werden.
Quelle: taz.de vom 04.05.2007

Zentralasien wird vom Klimawandel hart getroffen
Laut dem UN-Klimabericht schmelzen schon jetzt die Gletscher von Hindukusch, Pamir und Tienschan früher als gewöhnlich. Die Flüsse führen erstmals wieder genug Wasser. Da ihr Bett durch Sandstürme verflacht ist, könnten die zunehmenden Wassermengen zu verheerenden Überschwemmungen führen. Ende des Jahrhunderts wird aber das eigentliche Drama beginnen: Die Gletscher seien dann abgetaut. Der Landwirtschaft, von der momentan 80% der Bevölkerung leben, würde dann das Wasser fehlen. Bereits 2050 würden die Erträge um 30% sinken, obwohl dann in Zentralasien 70 Millionen Menschen anstatt der heute lebenden 50 Millionen versorgt werden müssten.
80% der Wasservorräte werden von Kirgisien und Tadschikistan kontrolliert. Beide Länder decken ihren Energiebedarf durch Wasserkraft, indem sie die großen Ströme, die in ihren Bergen entspringen, aufstauen. Vor allem im Sommer aber wird das Wasser in Kasachstan, Usbekistan und Turkmenistan gebraucht. Schon jetzt gibt es Verteilungskämpfe, die bei weiterer Verknappung der Ressourcen zu bewaffneten Auseinandersetzungen eskalieren könnten...
Quelle: MaerkischeAllgemeine.de vom 03.05.2007

Temperaturanstieg stürzt Alpen in Klimafalle
In den Alpen werden bereits Temperaturen gemessen, die 1,8 Grad über dem Schnitt liegen. Dies liegt daran, dass sich die Erde in nördlichen Breitengraden schneller erwärmt und die Trockenheit zunimmt. Bis 2050 könnte es im Sommer bereits um drei Grad wärmer sein als noch vor hundert Jahren. Dadurch schmelzen nicht nur die Gletscher, sondern die Berge verlieren auch ihren Halt: Da die Zonen des dauerhaft gefrorenen Bodens sukzessiv nach oben wandern, fehlt den Bergen der Kitt - das in den Böden gespeicherte Eis. So wächst die Gefahr von Hangrutschungen und Murenabgängen.
Ein weiteres Problem im Alpenraum ist die saisonale Verlagerung der Niederschläge: Um ein Viertel weniger im Sommer, um ein Viertel mehr im Winter setzt vor allem den Schutzwäldern gravierend zu. Die Trockenheit wird vor allem den Fichten stark zusetzen. Das Baumsterben in höheren Regionen wird zudem durch Schädlinge wie den Borkenkäfer.verstärkt: Früher war er bis 1.000 Meter aktiv - heute tritt er schon bis 1.300 Meter auf.
Quelle: networld.at ohne Datum

Agrarflächen zur Erzeugung von Biomasse fehlen
Im 2. Teil der UN-Klima-Konferenz wurde die Strategie diskutiert, dass in Zukunft überwiegend Biotreibstoffe verwendet werden sollten. Das dafür benötigte ertragstarke Ackerland wird auf bis zu 40% der globalen Ackerfläche geschätzt. Zugleich wird aber im UN-Klimabericht gefordert, dass Rodungen gestoppt und 250 Millionen Hektar in den Tropen und 400 Millionen Hektar in der gemäßigten Zone aufgeforstet werden sollten. Somit ist unklar, woher die landwirtschaftliche Fläche für die Biotreibstoffe herkommen soll, zumal die Agrarflächen aufgrund von Klimawandel und Bevölkerungswachstum schrumpfen, die Erträge sinken und die Wüsten immer größer werden. Die Landwirtschaft müsste weltweit so hochgradig intensiviert werden, wie dies z.B. in Holland getan wird. Monokulturen würden im gesamten Süden (insbesondere in Afrika) traditionelle Weideflächen und die Felder von Kleinbauern eliminieren. Davon wären Millionen von Menschen betroffen. Zugleich würden viele Tier- und Pflanzenarten, die auf diesen Flächen leben, verdrängt werden.
Da sich diese Pläne, die von vielen NROs aus dem Süden als "erneute Kolonialisierung" durch den Norden kritisiert werden, wohl nur schwer umsetzen lassen, werden wahrscheinlich doch Regenwälder und andere natürliche Flächen dem Anbau von Palmöl, Zuckerrohr und anderen ertragreichen Rohstoffen weichen müssen. Artenvielfalt, gesunder Boden und sauberes Wasser werden für Monokulturen geopfert werden. Für die Länder "rechnet" sich dies, da die Weltmarktpreise für Palmöl, Soja und Zuckerrohr aufgrund des zunehmenden Bedarfs an Biomasse stark ansteigen werden. Die Plantagenbesitzer vor Ort reagieren schon jetzt mit einem vermehrten Anbau dieser Pflanzen am Amazonas, auf gerodeten Regenwaldflächen in Indonesien und Uganda oder in Kolumbiens historischen Wäldern und Weideflächen.
Biomasse, die aus Abfall oder lokaler Forstwirtschaft gewonnen wird, kann hingegen z.B. in Deutschland nur einen winzig kleinen Anteil des Energiebedarfs decken. In ärmeren Regionen mit geringem Energieverbrauch könnte aber selbst eine kleine Menge an Bioenergie, die aus Abfall oder Zwischenfruchtbau gewonnen wird, einen großen Unterschied für die lokale Bevölkerung machen, falls sie diese selbst verwenden können.
Quelle: Linkszeitung vom 02.05.2007

Artenvielfalt in den Meeren ist akut bedroht
Sollte der derzeitige Rückgang an Fischbeständen weltweit anhalten, könnte es schon im Jahr 2050 keinen kommerziellen Fischfang mehr geben: 77% der weltweiten Fischbestände sind überfischt oder bis an ihre Grenzen ausgebeutet. 80% der karibischen Korallenriffe sind bereits zerstört. Die Weltmeere gehören zu den am intensivsten genutzten aber gleichzeitig am wenigsten geschützten Lebensräumen der Erde.
Quelle: Pressemitteilung des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit vom 18.04.2007

Wassersparprogramm für Mittelmeer-Staaten
Die UN haben für die 21 Mittelmeer-Anrainerstaaten ein Wassersparprogramm entwickelt. Es soll helfen, den Wasserverbrauch der betroffenen Länder in den kommenden Jahren zu senken, da sie schon bald mit Schwierigkeiten bei der Wasser- und Energieversorgung der Bevölkerung und der Touristenzentren konfrontiert werden. Grund seien der Klimawandel, der sich auf Flusspegel und Niederschlagsvolumen auswirke, sowie das erwartete Bevölkerungswachstum in der Mittelmeerregion von derzeit 428 auf 524 Millionen Menschen im Jahr 2025. Insbesondere die Landwirtschaft soll effizienter mit Wasser umgehen. Ferner werden u.a. höhere Wasserpreise und "intelligente" Wasserzähler empfohlen, die die verwendete Wassermenge genau messen.
Quelle: afrika.info vom 16.04.2007

Norwegen will bis 2050 erster "Null-Emissions-Staat" werden
Laut Regierungschef Jens Stoltenberg will Norwegen bis 2020 seinen Ausstoß an klimaschädlichen Treibhausgasen um ein Drittel senken und bis 2050 eine Klimagas-Bilanz von Null erreichen. Das bedeutet, dass für jede produzierte Tonne Treibhausgas an anderer Stelle eine Tonne eingespart werden muss. Mit diesen Klimazielen geht Norwegen deutlich weiter als die Mitgliedstaaten der EU, die ihren Treibhausgas-Ausstoß bis 2020 um ein Fünftel reduzieren wollen.
Quelle: networld.at ohne Datum

zu der Tabelle

Vattenfall will Kohlendioxid-Ausstoß halbieren
Dies will der Energiekonzern bis 2030 durch Maßnahmen wie den Ausbau der Fernwärme oder den Neubau von Biomasse-Kraftwerken erreichen. Für 2050 wird eine insgesamt CO2-neutrale Energieerzeugung angezielt.
Quelle: welt.de vom 29.01.2010

Weltklimagipfel: der Minimal-Konsens
Die Teilnehmer haben den mühsam ausgehandelten Kompromiss nur "zur Kenntnis" genommen. So ist das Abkommen rechtlich völlig unverbindlich. Es sieht vor, dass der weltweite Ausstoß klimaschädigender Gase soweit gedrosselt werden soll, dass die Erderwärmung auf zwei Grad Celsius beschränkt bleibt. Die Industrieländer sollen bis 2020 gemeinsam jährliche Hilfen in Höhe von 100 Mrd. $ für die Entwicklungsländer aufbringen; auch hier fehlt die Verbindlichkeit.
Quelle: ntv.de vom 19.12.2009

Äthiopien verkündet die ökologische Revolution
Laut Ministerpräsident Meles Zenawi solle schon bald 100% Ökostrom erreicht und dieser danach auch exportiert werden. Autos würden künftig mit Treibstoff aus Jatropha-Pflanzen fahren, Milliarden Bäume sollen gepflanzt werden.
Quelle: spiegel.de vom 17.12.2009

7,2 Mrd. Euro für die ärmsten Länder
Die 27 EU-Staaten werden diesen Betrag von 2010 bis 2012 für vom Klimawandel besonders betroffene Länder zur Verfügung stellen, damit diese notwendige Technologien erwerben oder Maßnahmen zum Schutz vor Dürren oder Überschwemmungen treffen können. Deutschland wird mit rund 1,2 Mrd. Euro den größten Anteil übernehmen.
Quelle: kurier.at vom 11.12.2009

Vision 2080: Riesling aus den Highlands
Aufgrund des Klimawandels ist Großbritannien ein renommiertes Weinland geworden, während die Winzer in den Mittelmeerländern ihre Rebflächen aufgeben mussten und nun trockenheitsresistente Weizensorten, Dattelpalmen und Agaven anbauen. Millionen von Menschen in Bangladesh, im Nil- und im Ganges-Delta und in anderen Küstenzonen mussten mit hohen Deichen vor dem Meer geschützt oder umgesiedelt werden - obwohl der Anstieg der Durchschnittstemperatur auf zwei Grad begrenzt werden konnte.
Quelle: fr-online.de vom 06.12.2009

Sieben Grad mehr
In der "Kopenhagen-Diagnose", einem von 26 führenden Klimaforschern verfassten Klimareport, wird bis 2100 von einer Erderwärmung um sieben Grad Celsius, von einem Anstieg des Meeresspiegels um mehr als einen Meter, von intensiveren tropischen Wirbelstürmen, von mehr Niederschlägen in den mittleren Breiten und von einer weiteren Austrocknung bereits trockener Gebiete ausgegangen. Vor allem arme Länder beiderseits des Äquators würden unter dem Klimawandel leiden.
Quelle: jetzt.sueddeutsche.de vom 04.12.2009

Weltweite emissionsfreie Energieversorgung möglich
In der Dezember-Ausgabe von "Spektrum der Wissenschaften" erscheint ein "Plan für eine emissionsfreie Welt bis 2030", der von Mark Z. Jacobson und Mark A. DeLucchi erstellt wurde. Mit 3,8 Mio. Windturbinen, 90.000 großen Solaranlagen, zahlreichen Erdwärme-, Wasser- und Gezeitenkraftwerken sowie Fotovoltaikmodulen auf allen dafür geeigneten Dächern könnte der gesamte Energiebedarf gedeckt werden. Die derart gewonnene Energie würde schon 2020 weniger kosten als die von herkömmlichen Kraftwerken erzeugte.
Quelle: rf-news.de vom 28.11.2009

Weltweite Aufforstung kann Gigatonnen CO2 ersparen
In den vergangenen beiden Jahrhunderten wurde mehr als die Hälfte der Wälder der Erde zerstört. Alleine von 2000 bis 2005 gingen 7 Mio. Hektar pro Jahr verloren. Laut der Naturschutzorganisation Global Partnership on Forest Restoration (GPFLR) könnten über eine Milliarde Hektar wieder aufgeforstet werden (mehr als die Fläche Kanadas). Damit könnten der Atmosphäre 70 Gigatonnen Kohlendioxid bis 2030 erspart bleiben.
Quelle: zeit.de vom 26.11.2009

Obama: Vor dem Klimagipfel
Die USA ist für rund ein Fünftel des weltweiten CO2-Ausstoßes verantwortlich. US-Präsident Barack Obama will nun die Emissionen von Treibhausgas bis 2020 um 17%, bis 2025 um 30% und bis 2030 um 42% im Vergleich zu 2005 senken. Er wird persönlich am Weltklimagipfel teilnehmen, der vom 07.-18.12.2009 in Kopenhagen stattfinden wird.
Quelle: sueddeutsche.de vom 25.11.2009

Solarpanels belasten Umwelt
Bei der Erzeugung von Solarzellen, LCD-Fernsehern, Halbleitern u.a. wird Stickstofftrifluorid freigesetzt, das etwa 17.000 Mal stärker das Klima belastet als CO2. Laut Ray Weiss von der University of California at San Diego nimmt die Menge des Stickstofftrifluorids in der Atmosphäre um 11% pro Jahr zu.
Quelle: The Futurist vom November/Dezember 2009

Der Garten Eden trocknet aus
Der Irak leidet zunehmend unter Dürre und Wassermangel. Seit 1933 geht das jährliche Volumen der beiden Flüsse Euphrat und Tigris zurück, bedingt durch immer weniger Niederschläge und den Dammbau in der Türkei und im Iran. Schon jetzt sind 696.000 Hektar Agrarland völlig ausgetrocknet. Sollte die gegenwärtige Situation anhalten, würden bis 2030 zwei Drittel der besiedelten Gebiete dürr sein. Und nachdem der ehemalige Präsident Saddam Hussein Millionen von Palmen hat fällen lassen, um im Krieg gegen Iran freie Sicht für die irakische Armee zu schaffen, wehen immer mehr Staub und Sand von der Wüste in die Städte.
Quelle: welt.de vom 31.10.2009

Biokraftstoffe: Die unterschätzte Gefahr
Biokraftstoffe gelten als klimaneutral, sind dies aber nur bedingt: Werden z.B. Waldflächen abgeholzt, um für ihren Anbau Platz zu schaffen, entweichen große Mengen an CO2 in die Atmosphäre. Noch problematischer ist, dass Energiepflanzen mit Stickstoff gedüngt werden. Dabei entsteht Distickstoffoxid (N2O), das zum Ende des Jahrhunderts die Atmosphäre stärker belasten könnte als CO2.
Quelle: focus.de vom 23.10.2009

Berlin setzt auf Sonnenenergie
Bis Anfang 2010 soll die gesamte Stadt auf einem Solaratlas erfasst sein. Nach Schätzungen von Experten könnten bei voller Ausnutzung der geeigneten Dächer etwa zwei Drittel des privaten Strombedarfs Berlins mit selbst erzeugtem Solarstrom befriedigt werden.
Quelle: tagesspiegel.de vom 10.10.2009

Ortswechsel für bedrohte Tier- und Pflanzenarten
Der Klimawandel wird in den kommenden Jahren so schnell verlaufen, dass sich viele Tier- und Pflanzenarten nicht durch einen Standortwechsel anpassen können - zumal oft auch Städte und Autobahnen "im Weg stehen". Deshalb fordert die National Science Foundation, in solchen Fällen die Umsiedlung dieser Tiere und Pflanzen durch Menschen in Betracht zu ziehen.
Quelle: The Futurist vom September/Oktober 2009

Grönlands Eismassen schmelzen schneller als erwartet
So hat ein Teufelskreis begonnen: Je mehr die helle Eisfläche schrumpft und die dunkle Meeres- und Erdoberfläche wächst, umso mehr Sonnenergie wird absorbiert und umso höher werden die Temperaturen. Zudem wird in der Polarregion immer mehr des bisher eingefrorenen Treibhausgases Methan frei gesetzt und verstärkt die globale Erderwärmung. Und so wird das arktische Eis noch rascher schmelzen. Die Folgen sind dramatisch: Schmelzen "nur" 20% des grönländischen Inlandeises, würde der Meeresspiegel um eineinhalb Meter ansteigen. Bis 2100 könnte ein Viertel der Erdbevölkerung von Überflutungen betroffen sein, wird in der WWF-Studie "Arctic Climate Feedbacks: Global Implications" gewarnt. Andere Studien zeigen, dass die Temperatursteigerung in der Arktis doppelt so hoch ist wie global. So drohe dem grönländischen Inlandeis der "tipping point" - der Punkt, von dem an eine ständig zunehmende Abschmelzung stattfindet - bereits in 10 bis 20 Jahren. Auch würde die Natur viel weniger CO2 speichern können, als bisher angenommen wurde - und die Menge sinke, da z.B. die Ozeane u.a. aufgrund der gestiegenen Meerestemperatur immer weniger CO2 aufnehmen. Aufgrund der sinkenden Absorptionsfähigkeit der Natur werde die CO2-Konzentration in der Atmosphäre noch schneller steigen, werde die globale Temperatur weiter zunehmen.
Quelle: taz.de vom 04.09.2009

Regierungsberater fordern Weltklimabank
Die Klimaforscher der Bundesregierung haben festgestellt, dass die Industriestaaten ihre CO2-Emissionen viel radikaler reduzieren müssten als bisher angenommen, um die Erderwärmung auf durchschnittlich zwei Grad Celsius zu begrenzen. Beispielsweise müsse Deutschland seine Emissionen bis 2020 halbieren und bis 2030 komplett einstellen. Um doch höhere CO2-Mengen freisetzen zu dürfen, sollten die Industriestaaten künftig bei den ärmsten Ländern Emissionsrechte erwerben. Über eine "Weltklimabank" könnten jedes Jahr 30 bis 90 Mrd. Euro an ärmere Länder fließen und dort für eine umweltfreundliche wirtschaftliche Entwicklung verwendet werden. Dies wäre weniger als die Kosten des Klimawandels, die laut Klimasekretariat der Vereinten Nationen ab 2030 zwischen 40 und 170 Mrd. $ pro Jahr und laut der EU-Finanzexperten über 100 Mrd. Euro betragen dürften.
Quelle: spiegel.de vom 29.08.2009

Afrika fordert 67 Mrd. $ Entschädigung pro Jahr
Obwohl die 50 ärmsten Staaten für weniger als 1% der weltweiten CO2-Emissionen verantwortlich sind, müssen sie rund 90% der Folgen des Klimawandels tragen. Deshalb sieht eine Entwurfs-Resolution zum Klima-Gipfel in Kopenhagen von zehn afrikanischen Staaten vor, dass die Industriestaaten eine Entschädigung zahlen sollen.
Quelle: zeit.de vom 24.08.2009

Studien warnen vor Millionen Flüchtlingen
Bis zu 75 Mio. Menschen werden laut der Organisation Oxfam wegen des Klimawandels allein im asiatisch-pazifischen Raum ihre Heimat verlassen müssen. Die Internationale Organisation für Migration erwartet bis zum Jahr 2050 insgesamt 200 Mio. Vertriebene. Falls der Meeresspiegel um 2 Meter steigen würde, würden in Vietnam die Häuser von 14,2 Mio. Menschen und die Hälfte des Ackerlands überschwemmt werden. Im Delta des Ganges wären 9,4 Mio. Menschen und 486.000 Hektar landwirtschaftliche Fläche und im Nil-Delta 10,7 Mio. Menschen und 518.000 Hektar betroffen.
Quelle: focus.de vom 27.07.2009

Schwellenländer bekennen sich zu Klimaziel
Das "Forum der größten Volkswirtschaften", dem 17 Länder angehören (u.a. China, Indien und Brasilien), schloss sich dem Ziel der G8-Staaten an, die Erderwärmung auf zwei Grad zu begrenzen. Hans Joachim Schellnhuber, Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung, ergänzte, dass zum Erreichen dieses Ziels die EU- Länder bis 2020 ihren CO2-Ausstoß um 40% und die USA um 10% reduzieren müssten. Zwischen 2020 und 2030 müssten die USA dann "eine Vollbremsung, was die Treibhausgase anbelangt, hinlegen".
Quelle: focus.de vom 09.07.2009

Klimawandel erwärmt Nordsee mehr als bekannt
Nach Darstellung des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie liegen die Temperaturen der Nordseeoberfläche um 0,8 Grad über dem langjährigen Mittel. Auch die tieferen Wasserschichten hätten sich stark erwärmt. Der Meeresspiegel könnte bis 2030 um etwa 20 Zentimeter steigen.
Quelle: mz-web.de vom 03.07.2009

Klima-Milliardenhilfen benötigt
Experten aus den Finanz- und Umweltministerien der 27 EU-Mitgliedsstaaten schätzen den Finanzbedarf der Entwicklungsländer für den Umstieg auf saubere Energien und den Schutz von Wäldern auf rund 100 Mrd. Euro pro Jahr. Zusätzlich würden ab 2030 jährlich 23 bis 54 Mrd. Euro für die Anpassung an den Klimawandel gebraucht (z.B. Deichbau). Nur mit Hilfe der EU könnten Entwicklungsländer diese Beträge aufbringen.
Quelle: maerkischeallgemeine.de vom 05.06.2009

Kofi Annan warnt vor Millionen Klimatoten in Afrika und Asien
Einer vom ehemaligen UN-Generalsekretär Kofi Annan vorgestellten Studie des Global Humanitarian Forum (GHF) zufolge, würden schon heute 300.000 Menschen pro Jahr an den Folgen des Klimawandels sterben - 2030 könnte es fast eine halbe Million sein. Der Weltwirtschaft würde die Klimaerwärmung jedes Jahr mindestens 90 Mrd. Euro kosten, wobei dieser Betrag bis 2030 auf 244 Mrd. steigen könnte.
Quelle: welt.de vom 30.05.2009

40 Prozent mehr CO2 bis 2030
Insbesondere wegen der steigenden Nachfrage von Schwellen- und Entwicklungsländern werde der Energiebedarf von 2006 bis 2030 um 44% wachsen - und der CO2-Austausch von 29 Mrd. auf 40 Mrd. Tonnen, heißt es in einer Studie der US-Energie-Informationsbehörde (EIA). Dann würde der globale Temperaturmittelwert um mehr als 2 Grad ansteigen.
Quelle: n-tv.de vom 27.05.2009

Wildschweine: Gewinner des Klimawandels
In Deutschland gibt es inzwischen rund 1,5 Mio. Wildschweine - und ihre Zahl nimmt weiter zu, da sich ihre Reproduktionsrate durch milde Winter und großflächigen Maisanbau verdreifacht hat.
Quelle: focus.de vom 25.05.2009

Städte im Kampf gegen den Klimawandel
Da Städte weniger als 2% der Erdoberfläche einnehmen, aber 80% der klimaschädlichen Gase ausstoßen, müssten sie laut Bill Clinton besonders intensiv gegen die Emission solcher Gase vorgehen. Beispielsweise könnten mehr klimafreundliche Kraftwerke gebaut und Gebäude energetisch saniert werden: Das Empire State Building in New York würde nach der Sanierung 38% weniger klimaschädliche Gase ausstoßen als zuvor, und die Mieter würden 3,3 Mio. Euro an Stromkosten pro Jahr sparen.
Quelle: focus.de vom 19.05.2009

Vernichtendes Zeugnis für Stromkonzerne
Laut einer Studie des Instituts für Ökologische Wirtschaftsforschung haben die großen Konzerne Eon, RWE, Vattenfall und EnBW bisher nur einen kleinen Anteil an der Produktion erneuerbarer Energien in Deutschland. Auch ihre Ausbauziele lägen teilweise deutlich hinter den Vorgaben der Bundesregierung, die von 30% Ökostrom 2020 ausgeht: Eon strebe 15%, RWE 12% und EnBW 21% an; nur Vattenfall liege mit 33% darüber.
Quelle: netzeitung.de vom 16.04.2009

Berlin bereitet sich auf Klimawandel vor
Bis 2050 werde die Durchschnittstemperatur in Berlin um 2,5 Grad steigen, prognostiziert das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung. In langen Hitzeperioden würden sich die Innenstadtkieze stärker aufheizen als die Außenbezirke und das Umland. Dies könne zu einer Einschränkung der Lebensqualität und gesundheitlichen Belastungen führen. Da bereits ab 2030 in sommerlichen Trockenperioden die Flüsse versiegen würden, werden dann die Berliner Gewässer zu Seen mit eher schlechter Wasserqualität werden. Berlin erarbeitet derzeit einen "Stadtentwicklungsplan Klima", nach dem z.B. "Kaltluftentstehungsgebiete" wie das unbebaute Tempelhofer Feld weitgehend erhalten und Neubauten auch gegen Hitze isoliert werden sollen. Die Bezirke sollen mehr Straßenbäume pflanzen; die Biotope sollten besser vernetzt und der Wald gut gepflegt werden. Nur die Buche wird vom Klimawandel profitieren; Kiefern, Eichen und Birken kämen hingegen schlecht mit den trocken-heißen Sommern und mit Unwetttern zurecht.
Quelle: tagesspiegel.de vom 02.04.2009

Chinas Treibhausgasausstoß droht sich zu verdoppeln
Nach neuen Prognosen werden Wirtschaftswachstum, Ausbau der Infrastruktur, Bevölkerungszunahme, ein komfortabler werdender Lebensstil, die Zunahme von Autos usw. dazu führen, dass China 2030 mehr als dreimal so viel Strom wie 2006 benötigen wird. Selbst wenn der Anteil klimaschädlicher Kohle an der Elektrizitätserzeugung von 83 auf 70% zurückginge und vermehrt neue Technologien wie die Abscheidung und unterirdische Einlagerung von Kohlendioxid eingesetzt würden, würde Chinas CO2-Ausstoß bis 2030 um 80% ansteigen. An dieser Entwicklung seien die westlichen Staaten mit Schuld, denn sie nehmen etwa zwei Drittel der chinesischen Ausfuhren ab. Aber auch viel Energie würde verschwendet - in Japan würde sie neunmal so effizient genutzt.
Quelle: spiegel.de vom 05.03.2009

Schweden steigt aus dem Ausstieg aus
Die bürgerliche Regierung hat das seit fast 30 Jahren bestehende Verbot für den Bau von Atomreaktoren außer Kraft gesetzt. Es soll wohl bei der Zahl von derzeit 10 AKW bleiben - Kraftwerke, deren Laufzeit am Ende ist, sollen aber durch neue und wesentlich stärkere Blöcke ersetzt werden. Derzeit deckt Schweden knapp die Hälfte des Strombedarfs durch Kernkraft. Bis 2020 soll auch die Windenergie stark ausgebaut werden und dann etwa die Hälfte der heute durch Atomkraft produzierten Elektrizität liefern. Es wird in Zukunft mehr Strom benötigt, denn bis 2030 soll es in Schweden keine Autos mehr geben, die fossile Brennstoffe verbrauchen.
Quelle: fr-online.de vom 06.02.2009

Dramatische Gletscherschmelze
Laut dem World Glacier Monitoring Service (WGMS) an der Universität Zürich verlieren die Gletscher in aller Welt rasant an Masse. Bei 30 Gletschern in neun Gebirgsregionen ging das Eis zwischen 1980 und 1999 um knapp 30 Zentimeter Wasseräquivalent pro Jahr zurück; seit dem Jahr 2000 hat sich dieser Wert auf rund 70 Zentimeter mehr als verdoppelt. Die Gletscher haben somit eine Eisschicht von mehr als zwölf Metern Dicke verloren.
Quelle: focus.de vom 30.01.2009

Wird Amerika zur grünen Nation?
Das Energieprogramm von Präsident Barack Obama sieht vor, dass die Energiegewinnung aus alternativen Quellen im Jahr 2025 ein Viertel des Verbrauchs decken soll. Zudem sollen 75% der öffentlichen Gebäude und 2 Mio. private Haushalte auf ihr Energiesparpotenzial überprüft werden. In den nächsten 10 Jahren sollen mit 150 Mrd. $ Hybrid-Autos, umweltverträglichere Kohlekraftwerke, Energiesparprogramme und ein neues Stromnetz gefördert werden. Ferner will Obama CO2-Emissionen gesetzlich beschränken und den Zertifikatehandel einführen.
Quelle: handelsblatt.com vom 15.01.2009

Wenn Bäume mehr Quecksilber speichern
Jedes Jahr werden bis zu 7.500 Tonnen Quecksilber freigesetzt. Eine Studie an der University of Florida ergab, dass je mehr CO2 sich in der Luft befindet, umso mehr Quecksilber wird von Bäumen und Pflanzen gespeichert. So dauert es länger, bis es aus dem Boden ausgewaschen und in Flüsse, Seen und Meere gespült wird. Dort wird das Schwermetall von Fischen aufgenommen und gelangt durch deren Verzehr in den menschlichen Körper, wo es vor allem das Nervensystem schädigt.
Quelle: derstandard.at vom 11.01.2009

Australien soll sich auf Klimaflüchtlinge einstellen
Nachdem einige Marshall-Inseln im Südpazifik inklusive der Hauptstadt Manjuro in den beiden Wochen vor Weihnachten dreimal überflutet worden waren, forderte das Lowy Institute die australische Regierung auf, schon jetzt Pläne für die Umsiedlung von Klimaflüchtlingen zu machen. Mehrere Südseeinseln, insbesondere Kiribati und Tuvalu, würden spätestens 2050 nicht mehr bewohnbar sein. Zunächst solle die Regierung die Zahl der Stipendien für Studenten aus den am stärksten gefährdeten Staaten erhöhen. Im zweiten Schritt sollten diese nach der Ausbildung eine Aufenthaltserlaubnis erhalten und Angehörige nachholen dürfen. So könne die Umsiedlung sukzessive erfolgen und die Einwanderer wären nicht von öffentlicher Unterstützung abhängig.
Quelle: heise.de vom 07.01.2009

Deutschland wird bis zu 4,5 Grad wärmer
Laut der COSMO-CLM-Studie, an der sich Forscher von 25 in- und ausländischen Instituten beteiligten, könnte bis zum Jahr 2100 die Temperatur von 2,7 bis 4,5 Grad Celsius ansteigen. Bis Mitte des 21. Jahrhunderts wären es bis zu 1,4 Grad; dann ginge der Temperaturanstieg rasant weiter. Er falle am stärksten im Spätsommer und im Herbst bzw. in Süddeutschland und Brandenburg aus. Zugleich würden die Sommer trockener, da die Niederschlagsmengen um etwa 28% zurückgehen könnten (ab 2050); die Jahresniederschlagsmengen würden aber in etwa gleich bleiben.
Quelle: spiegel.de vom 12.12.2008

Krise rettet Klima
Bisher gingen Klimaforscher davon aus, dass der globale CO2-Ausstoß von 23,6 Mrd. Tonnen in 2001 auf 44,3 Mrd. Tonnen in 2050 steigen könnte. Aber allein wenn durch die Rezession das chinesische Wirtschaftswachstum halbiert werden würde, ginge der Anstieg der Treibhausgas-Emissionen um ein Viertel zurück.
Quelle: bild.de vom 11.12.2008

PIK-Forscher zeigen Grenzen des Bioenergie-Potenzials auf
Nachhaltig produzierte Bioenergie kann bis zur Mitte dieses Jahrhunderts etwa ein Zehntel des weltweiten Bedarfs an Primärenergie decken. Das ist ein Ergebnis des Gutachtens "Zukunftsfähige Bioenergie und nachhaltige Landnutzung", das der Wissenschaftliche Beirat für Globale Umweltveränderungen (WBGU) am heutigen Mittwoch der Bundesregierung übergeben hat. Tim Beringer und Wolfgang Lucht vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) lieferten Modellierungs-Ergebnisse für das Gutachten und zeigen, dass der Anbau von Energiepflanzen in Konkurrenz zum Anbau von Nahrungsmitteln und zum Erhalt von Wäldern steht. Die Risiken für die Ernährungssicherheit und den Naturschutz müssen gegen die Kostenminderung im Klimaschutz abgewogen werden, die die Bioenergie-Nutzung ermöglicht. ...
Quelle: Zitat aus der Pressemitteilung auf idw-online.de vom 03.12.2008

Klima-Konferenz in Poznan: Erhöhte Temperatur
Spätestens ab 2020 müssen die globalen CO2-Emissionen absinken, wenn das globale Klimasystem mit maximal plus zwei Grad Celsius noch beherrschbar bleiben soll. Dies soll mit Hilfe eines internationalen Vertrages erreicht werden, der auf dem Weltklimagipfel in Polen vorbereitet wird. Aber noch nimmt der CO2-Ausstoß pro Jahr um über 3% zu.
Quelle: fr-online.de vom 01.12.2008

Unter Obama steht ein massiver Ausbau der erneuerbaren Energien bevor
Bis zum Jahr 2025 soll ein Viertel des US-Energiebedarfs mit erneuerbaren Energien abgedeckt werden. Dazu plant Obama ein Investitionsprogramm in Höhe von 150 Mrd. $. Ferner will er die Energieeffizienz bis 2030 um 50% verbessern, die US-Ölimporte bis 2030 um mindestens 35% senken, durch Steuervergünstigungen Bio-Kraftstoffe fördern und bis 2050 die Treibhausgase um 80% reduzieren.
Quelle: finanznachrichten.de vom 07.11.2008

Weltrettung für 7,1 Billionen Euro
Laut einer Greenpeace-Studie müssten bis 2050 weltweit 9 Billionen $ in erneuerbare Energien investiert werden, wodurch 56% des Energiebedarfs gedeckt werden könnten. Im gleichen Zeitraum könnten allein bei der Stromgewinnung 18 Billionen $ an Kosten für Kohle, Gas und Öl einspart werden. Auf diese Weise würden die CO2-Emissionen pro Person von 3,8 auf 1,2 Tonnen pro Jahr gesenkt werden. Das setzt aber voraus, dass in den kommenden Jahrzehnten auch viel Energie eingespart wird, also der weltweite Energiebedarf kaum noch steigt.
Quelle: focus.de vom 27.10.2008

Welt-Energieverbände akzeptieren globales Klimaziel
Verbände der Stromwirtschaft aus meheren Erdteilen haben bei ihrem Treffen in Atlanta/USA zugesagt, bis 2050 die CO2-Emissionen um 60-80% zu reduzieren.
Quelle: welt.de vom 14.10.2008

Holland will den Küstenschutz verstärken
Nachdem Klimaforscher erklärt haben, noch in diesem Jahrhundert werde der Meeresspiegel um einen Meter ansteigen, will Holland u.a. die Küstenlinie um 100 bis 1.000 Meter durch Sandaufschüttungen vorverlagern, die Sturmflutwehren ausbauen, Grundwasserspeicher durch Frischwasserpuffer vor dem Versalzen schützen sowie Maas und Rhein regulieren. Dafür müssten bis 2050 etwa 2 Mrd. Euro pro Jahr bereitgestellt werden.
Quelle: welt.de vom 13.10.2008

Ozon-Werte steigen weltweit
Laut einer britischen Studie sind die bodennahen Ozon-Hintergrundwerte in der nördlichen Hemisphäre seit 1980 um 6% pro Jahrzehnt gestiegen. Dies habe Konsequenzen für die Landwirtschaft, da Ozon den Ertrag von Weizen, Reis, Soja u.a. mindere, und für die Gesundheit der Menschen, da Ozon Husten und Kopfschmerzen auslösen kann und Lungenkrankheiten mit Todesfolge (EU: 21.400 Menschen/Jahr) hervorrufe.
Quelle: sueddeutsche.de vom 08.10.2008

Sonnenenergie rund ums Mittelmeer
Das ungenutzte Sonnenpotenzial am Mittelmeer schätzen Forscher der Gemeinsamen EU-Forschungsstelle (GSF) auf 250 Gigawattstunden (GWh) Elektrizitätsleistung pro Quadratkilometer und Jahr. Eine Fläche von nur 0,3% des Nahen Ostens und Nordafrikas (Mena) würde demnach ausreichen, um mit solarthermischen Kraftwerken den gesamten Strombedarf der EU und der Mena-Staaten zu decken - vorausgesetzt, das gesamte Mittelmeerbecken würde durch ein Gleichstrom-Hochspannungsnetz vernetzt. Im Jahre 2020 könnte ein wettbewerbsfähiger Strompreis von 14 Cent pro Kilowattstunde erreicht werden. Und so vereinbarten 42 Staats- und Regierungschefs der EU und aus afrikanischen Staaten Mitte Juli, die Sonne als Stromlieferanten bis zur Mitte des Jahrhunderts nutzen zu wollen.
Quelle: Welt.de vom 04.09.2008

Die Küsten der Zukunft
Zwei Drittel der Metropolen der Welt liegen in Regionen, die durch den Anstieg des Meeresspiegels gefährdet sind - bis 2100 wird mit einem Anstieg um ungefähr einen halben Meter gerechnet. Das wird vor allem die ganz Armen in Bangladesch, Indien oder Sri Lanka treffen, aber auch die Reichen mit ihren Villen direkt am Meer. In Zukunft werden die Küstenstreifen nur noch von denen bewohnt werden, die es sich nicht leisten können, in das Hinterland umzuziehen.
Quelle: Sueddeutsche.de vom 16.08.2008

Wird Wasser bald so teuer wie Öl?
Im wichtigsten landwirtschaftlichen Anbaugebiet von Australien, dem Murray-Darling-Becken (etwa so groß wie Frankreich und Spanien) herrscht seit sechs Jahren Trockenheit. Zitrusplantagen und Weinfelder verdorrten, Rinderherden wurden notgeschlachtet und immer mehr Farmen aufgegeben. Dadurch fiel das Wirtschaftswachstum 2007 um 0,75% geringer aus als geplant. Dürre herrscht seit mehreren Jahren auch in Chinas Norden und Westen. Immer weiter breiten sich Wüsten aus. Wasser für den privaten und industriellen Verbrauch wird zunehmend rationiert. In Spanien sind die 1.300 Stauseen des Landes nach mehreren regenarmen Jahren weniger als zur Hälfte gefüllt. Barcelona musste sich erstmals in seiner 2000-jährigen Geschichte Wasser per Tankschiff besorgen. Der Lake Mead, der weite Teile des Südwestens der USA mit Trinkwasser versorgt, könnte in den nächsten 13 Jahren komplett austrocknen. Auch der Lake Powell, das Trinkwasser-Reservoir Utahs, ist nur noch zur Hälfte gefüllt.
Und das ist erst der Anfang: Nach einer Prognose des Weltverbands der Meteorologen wird im Jahr 2025 die halbe Welt unter Wassermangel leiden. Der Trinkwasserbedarf wird aufgrund des Bevölkerungswachstums von heute knapp 4,4 Mrd. auf 5,2 Mrd. Kubikmeter steigen. Dann könnte es Fluchtbewegungen bisher nicht gekannten Ausmaßes oder sogar Kriege um Wasser geben - zumal die wachsende Nachfrage nach Gütern und Nahrung den Wasserverbrauch erhöht: Für die Produktion einer Baumwollhose werden 6.000 Liter Wasser benötigt, für einen Mittelklassewagen 150.000 Liter, für ein Kilo Hirse 5.000 Liter und für ein Kilo Rindfleisch 15.000 Liter.
Zudem versickern in Millionenmetropolen wie Kairo, Nairobi und Mexico City bis zu 60% des Wassers aus lecken Leitungen. In Spanien und Großbritannien sind es mehr als 25% und in Deutschland 9%. Die Weltbank schätzt, dass Europa in den nächsten Jahren rund 360 Mrd. Euro und die USA 820 Mrd. Euro in den Erhalt und Ausbau der Wassersysteme stecken müssen. In Asien wird es noch mehr Geld sein - ein riesiger Wachstumsmarkt.
Quelle: wiwo.de vom 24.07.2008

Nachhaltige Energieversorgung bis 2050
Laut einer Studie des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt könnten die Deutschen noch sparsamer und effizienter mit Energie umgehen: Die Bürger können mit Energiesparlampen, mit Ausschalten statt Standby, einer besseren Isolierung ihrer Wohnung oder beim Austausch der Warmwasserpumpe einen wichtigen Beitrag leisten. Kraftwerke könnten durch dezentrale Blockheizkraftwerke ersetzt werden, bei denen weniger Energie über Kühltürme abgeleitet werden muss. Durch ein Gleichstrom-Hochspannungsnetz könnten sowohl Sonnenenergie aus dem Süden als auch Wind- und Wasser-Energie aus dem Norden genutzt werden; der Bedarf an Speicherung würde reduziert.
Quelle: dradio.de vom 07.07.2008

Siemens veröffentlicht Studie zu nachhaltiger Infrastruktur in London
Die Stadt London kann die internationalen Ziele zur Treibhausgasreduzierung ohne einschneidenden Verlust an Lebensqualität erreichen. Das ist ein zentrales Ergebnis der Studie "Sustainable Urban Infrastructure". Allein durch den Einsatz heute schon verfügbarer Technologien lassen sich die jährlichen CO2-Emissionen der britischen Metropole bis zum Jahr 2025 um 44% reduzieren. Der Einsatz vieler Technologien zur Vermeidung von Treibhausgasen ist auch wirtschaftlich sinnvoll. Knapp 70% des Einsparpotenzials können mit Hilfe von Technologien erzielt werden, die sich durch die mit ihnen verbundenen Energieeinsparungen selbst finanzieren.
In Zusammenarbeit mit Siemens hat die Unternehmensberatung McKinsey mehr als 200 technologische Hebel analysiert. Das Einsparpotenzial liegt vor allem im Bereich Gebäude (z.B. energieeffizientere Beleuchtung), im Bereich Verkehr (z.B.effizientere Autos, Hybridbusse), bei der Energieversorgung (z.B. Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen, vermehrter Einsatz erneuerbarer Energien), im Wasserleitungsnetz (Reparatur der Rohre, da über 30% des eingespeisten Wassers verloren geht) und bei der Müllentsorgung (z.B. mehr Recycling und Verbrennung).
Quelle: Auszüge aus der Pressemitteilung der Siemens AG vom 23.06.2008

Epsons Umweltvision 2050
Der japanische Epson-Konzern erzeugt gegenwärtig rund 750.000 Tonnen CO2 pro Jahr - 300.000 Tonnen allein für die Reinräume. Diese Menge soll bis 2050 radikal reduziert werden, indem z.B. bei den Produkten Zahl und Gewicht der Bauteile verringert werden, die Lebensdauer der Produkte erhöht wird, in den Bereichen Logistik und Distribution die Effizienz verbessert wird und der Energiebedarf für die Reinräume um knapp 50% gemindert wird. Ferner sollen alle Produkte in das Ressourcenwiederverwertungs- und Recyclingsystem aufgenommen werden. Außerdem will sich Epson an Wiederaufforstungsprogrammen beteiligen.
Quelle: Computerwelt.at vom 18.06.2008

IEA will Ausstieg aus fossilen Energien
Insbesondere der Klimawandel erfordert laut der Internationalen Energieagentur eine "Entkarbonisierung" der Energiewirtschaft. So sollten bis zum Jahr 2050 die Kapazität der Winderzeugung um das 50fache und die Energiegewinnung mit Hilfe der Sonne um das 200fache ausgebaut werden. Ferner sollte die Anzahl der Atomkraftwerke verdreifacht werden: Jedes Jahr müssten 32 Atomreaktoren neu gebaut werden. Schließlich sollte die Herstellung von Elektro- und Wasserstoff-Fahrzeugen vorangetrieben werden.
Quelle: taz.de vom 09.06.2008

Epson präsentiert Umweltvision 2050
Das Unternehmen will einen Beitrag zur Lösung einiger der dringendsten Umweltprobleme leisten, indem es in den nächsten zehn Jahren die CO2-Emissionen um 90% über den gesamten Lebenszyklus eines Produkts hinweg reduzieren, alle Produkte in das Ressourcenwiederverwertungs- und Recyclingsystem aufnehmen, die direkten CO2-Emissionen um 90% verringern und den Artenreichtums in Zusammenarbeit mit lokalen Kommunen erhalten möchte.
Quelle: Glocalist.com vom 08.06.2008

Deutschland bietet Milliarden für Schutz der Regenwälder an
Anstelle von bisher 210 Mio. Euro pro Jahr will die Bundesregierung in den kommenden vier Jahren zusätzlich eine halbe Milliarde Euro für den Waldschutz bereitstellen, also von 2009 bis 2012 insgesamt 1,34 Mrd. Euro. Ab 2013 soll dann jährlich eine halbe Milliarde Euro zur Verfügung stehen, um das Abholzen der Wälder zu stoppen.
Quelle: Markenpost.de vom 28.05.2008

Bush will Zunahme von Treibhausgasen erst ab 2025 stoppen
Durch die Weiterentwicklung umweltfreundlicher Technologien und Verbesserungen bei der Energieeffizienz, durch Atomkraft und mehr "saubere Kohle" will US-Präsident George W. Bush erreichen, dass der Treibhausgas-Ausstoß seines Landes vom Jahr 2025 an nicht mehr ansteigt. Eine Verringerung der Treibhausgase ist somit nicht vorgesehen. Die Einbindung seines Landes in den international verpflichtenden Kyoto-Prozess lehnte Bush ab.
Quelle: AFP.google.com vom 16.04.2008

Bangladesch - der Klimawandel zerstört den Mangrovenwald
Am 15. November 2007 verwüstete der Zyklon "Sidr" mit 240 km/h und einer Flutwelle von sechs Metern die Küste von Bangladesh. Etwas Schutz bot der Nationalpark Sunderbarns mit dem größte Mangrovenwald der Welt. Doch dieser leidet zunehmend unter dem Salzwasser: Seit Indien den Oberlauf des Ganges gestaut hat, kommt nicht mehr genug Süßwasser in den Wald. Zudem steigt der Meeresspiegel an, sodass immer mehr Meerwasser in den Mangrovenwald eindringt. Wird das Unesco-Biosphärenreservat Sundarbarns zerstört, verliert Bangladesch die wichtigste Verteidigungslinie gegen Hochwasser und Stürme. Und sollte der Meeresspiegel bis 2050 um bis zu einem Meter ansteigen, wären nicht nur die Sunderbarns verloren, sondern auch weite Küstenstreifen, in denen derzeit 15 Mio. Menschen leben. Sie leiden schon jetzt darunter, dass Reis und Gemüse nicht mehr gut wachsen, da das Salzwasser in die Felder drückt.
Quelle: derStandard.at vom 15.04.2008

Technische Innovationen führen aus der Klimafalle
Nach Industrieangaben sind über 25% der weltweiten CO2-Emissionen mit technischen Innovationen im Energiesektor vermeidbar. So haben laut Siemens zehn der zum Siemens-Portfolio gehörenden Technologien zusammengenommen bereits ein Reduktionspotenzial von zehn Gigatonnen CO2 p. a. bis zum Jahr 2050. Dies entspricht knapp einem Viertel der gesamten weltweiten CO2-Emissionen. Derzeit werden allerdings zu wenig innovative Kraftwerke in Deutschland gebaut, da es große Widerstände gegen neue Projekte gibt. Laut TÜV NORD befinden sich bei konventionellen Anlagen das 700°C-Kraftwerk sowie die CCS-Techniken noch in der Entwicklung. Zu den technischen Herausforderungen zählten u.a. Werkstoffeigenschaften im Hochtemperaturbereich, die Qualitätssicherung bei der weltweit verteilten Komponentenherstellung sowie die betriebsbegleitende Lebensdauerüberwachung. Bei der dezentralen Stromerzeugung stehen Kraftwerksanlagen mit Kraft-Wärme-Kopplung im industriellen Bereich sowie Brennstoffzellen im Fokus. Die Erzeugung regenerativer Energien erfolgt zurzeit im Wesentlichen mittels Biomasse-Kraftwerken und Windenergieanlagen. Auch Solarthermische Kraftwerke gewinnen an Bedeutung.
Quelle: Pressemitteilung der Deutschen Messe AG - Hannover vom 03.04.2008

Klimawandel lässt Kraftwerke ausfallen
In allen Bundesländern kann in Zukunft häufiger die Energieversorgung ausfallen, z.B. wenn Kraftwerke in extremen Hitzeperioden kein Kühlwasser haben oder die Energieinfrastruktur durch Unwetter beeinträchtigt wird.
Quelle: Pressemitteilung des DIW Berlin vom 26.03.2008

Ruß: die Klimawirkung wird unterschätzt
Laut der Untersuchungen von G. Carmichael (University of Iowa) und V. Ramanathan (Scripps Institution of Oceanography in San Diego) leisten die Rußpartikelchen in der Luft einen Beitrag zur globalen Erwärmung, der rund 54% des Effekts des CO2 entspräche. Bisher wurde nicht von einer so starken Wirkung ausgegangen. Ruß entsteht bei der Verbrennung von fossilen Brennstoffen (Kohle, Erdöl, Erdgas), aber auch von Holzpellets und Biodiesel. Im Gegensatz zu CO2 bleibt Ruß aber nur einige Wochen in der Atmosphäre. Maßnahmen zu seiner Verminderung würden nicht nur den Treibhauseffekt mindern, sondern auch einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Luftqualität leisten und damit Millionen von Menschenleben retten.
Quelle: Heise.de vom 25.03.2008

Warum werden viele Arten aussterben?
Dieser Frage gingen 35 britische Forscher um William Sutherland, Professor an der Universität von Cambridge, nach. Sie haben einen Katalog von 25 Gefahren erstellt. Dazu gehören z.B. die Nanotechnik (winzige Teilchen, die in immer größeren Mengen in die Biosphäre gelangen und potentiell giftig sind), Nebeneffekte bei genveränderten Organismen und Impfstoffen, neue natürliche Krankheitskeime und Zuwanderung von Arten aus anderen Ökosystemen, Zunahme extremer Wetterereignisse, erhöhtes Feuerrisiko, Verlust an halbnatürlichem Land aufgrund der erhöhten Nachfrage für Biosprit und Biomasse, Versauerung der Meere, Anstieg des Meeresspiegels, großflächige Technik gegen den Treibhauseffekt etc.
Quelle: taz.de vom 20.03.2008

Stadtverkehr soll bis 2050 kohlendioxidfrei sein
Laut einem Bericht der Zeitschrift "Focus" will das Bundesverkehrsministerium den öffentlichen Personennahverkehr bis 2030 und den kompletten Stadtverkehr bis 2050 kohlendioxidfrei machen. Das BMVBS erklärte dazu, es handele sich um interne Überlegungen. Zu diesen gehört auch, die Lkw-Maut bereits ab 3,5 Tonnen Gesamtgewicht zu erheben. Zudem solle es demnächst bei der Maut eine volle Anlastung der von Lkw verursachten Umwelt- und Gesundheitskosten geben.
Quelle: net-tribune.de vom 09.03.2008

Zunehmende Entsorgungsengpässe
In den nächsten Jahren wird die Weltbevölkerung rasant wachsen - und immer mehr Güter produzieren und konsumieren. Dadurch entsteht immer mehr Abfall, für dessen Entsorgung nicht wie bisher Böden, Luft und Wasser als kostenfreie Mülldeponie benutzt werden können - schon jetzt sind die Folgen der Umweltverschmutzung nicht zu übersehen. Deshalb muss vermehrt in Entsorgungsverfahren investiert werden, die allerdings viel kostenträchtiger als das bisherige sein werden.
Quelle: NZZ.ch vom 04.02.2008

Klimaschutz verlangt von Regierungen eine langfristige Planung
Das britische Parlament berät derzeit ein Klimawandelgesetz, das juristisch verbindliche Ziele für die Reduzierung von Treibhausgasen enthält. Auch zukünftige Regierungen werden daran gebunden sein. So soll dee Ausstoß von Klimagasen bis zum Jahr 2020 um mindestens 26% und bis zum Jahr 2050 um mindestens 60% reduziert werden. Ein unabhängiger Ausschuss wird die Regierungen beraten, wie die Ziele erreicht werden können, und überwachen, ob die vorgesehenen Reduzierungen in den vorgeschriebenen Zeiträumen erreicht werden. Dieses Gesetz dürfte für andere Länder vorbildhaft sein, zumal die damit verbundene langfristige Planung seit dem Aufstieg der Philosophie des freien Marktes aus der Mode gekommen ist.
Quelle: Welt.de vom 20.01.2008

Klimakiller - Klimaretter
Das indische Billigauto Tata Nano - es kostet umgerechnet 1.700 Euro - wird zu einer schnelleren Motorisierung Indiens und benachbarter Länder beitragen. Derzeit kommen in Indien auf 1.000 Einwohner weniger als 30 Autos (Westeuropa und Nordamerika: 400 bis 600 Pkw); bis 2050 könnten es nach Prognosen 100 Pkw sein. Für China wird dann mit fast 250 Pkw je 1.000 Personen gerechnet. Zugleich dürfte die mit Verkehrsmitteln zurückgelegte Strecke von derzeit rund 5.000 Kilometern pro Person und Jahr (Westeuropa: 13.000 Kilometer) bis 2050 auf 10.000 Kilometer (Indien) bzw. 15.000 Kilometer (China) steigen. Unklar ist, wie sich diese Entwicklung auf die CO2-Emissionen auswirken wird. Der Nano verbraucht ca. vier Liter auf 100 Kilometer, was CO2-Emissionen von 94,8 g/km entspräche. Umweltschützer befürchten, dass durch hohe Verkaufszahlen der sparsame Verbrauch relativiert wird. Dennoch werden die Nicht-OECD-Länder im Jahr 2030 erst für 46% der weltweiten Verkehrsemissionen (derzeit: 36%) verantwortlich sein.
Quelle: Spiegel.de vom 11.01.2008

Permafrost: Und dann war der Gipfel weg
In den Alpen ist von etwa 2000 Höhenmetern aufwärts der Felsuntergrund bis zu einigen hundert Metern Dicke gefroren. Das Eis hält nicht nur die Felsmassen zusammen, sondern verhindert auch das Eindringen von Wasser - der zerstörerischsten Kraft im Gebirge. Je wärmer es wird, umso mehr bildet sich der Permafrost zurück. Dann beginnen die Alpen zu "zerbröseln" - wie schon jetzt zu beobachten ist: Beispielsweise "fließen" beim Bliggferner im Kaunertal mehr als vier Millionen Kubikmeter Gestein und Eis mit 20 Zentimeter pro Tag ins Tal. Sollten sie den Gepatsch-Stausee erreichen, könnte dieser überfließen. Vielleicht würde auch der Wehrdamm bersten, mit einer Sturzflut und kaum auszudenkenden Zerstörungen als Folge. Auch andere Hochgebirgsspeicher sind auf ähnliche Weise bedroht.
Quelle: sueddeutsche.de vom 27.12.2007

Care warnt: Bangladesh vom Klimawandel besonders betroffen
Laut der Hilfsorganisation Care sind einen Monat, nachdem der Wirbelsturm "Sidr" auf die Küste Bangladeschs traf, noch immer Millionen Menschen ohne Unterkunft, Trinkwasser und ausreichende Lebensmittelversorgung. Insgesamt wären von "Sidr" 8,9 Millionen Menschen betroffen; die meisten hätten mit der Zerstörung der Reisfelder und Shrimps-Farmen ihr Einkommen verloren. In der Zukunft sei mit noch stärkeren Stürmen zu rechnen. Der größte Teil von Bangladesch liege nur einen Meter über dem Meeresspiegel; 20% befinden sich auf Meeresniveau. Steige der Meeresspiegel, könnten laut Weltbank 10% des Landes dauerhaft überschwemmt werden. Hinzu kämen saisonale Überschwemmungen im Norden des Landes durch die Gletscherschmelze im Himalaya.
Quelle: derStandard.at vom 15.12.2007

Klimawandel beeinträchtigt globales Agrarproduktionspotenzial
Laut einer Studie des australischen Amtes für Land- und Rohstoffwirtschaft (ABARE) wird aufgrund des Klimawandels die Erzeugung von Weizen, Rindfleisch, Milch und Zucker im Jahr 2030 weltweit um 2 bis 6% und im Jahr 2050 sogar um 5 bis 11% niedriger ausfallen. Vor allem Argentinien, Brasilien und Australien - aber auch die USA - wären betroffen, während EU und Kanada erst nach 2030 mit Produktionsrückgängen rechnen müssten. Die USA werden ihre Weizenexporte voraussichtlich um mehr als ein Fünftel einschränken müssen; beim Rindfleisch würden Argentinien, Australien und Brasilien Marktanteile an die USA und Neuseeland verlieren. Der Produktionsrückgang könnte aber durch Anpassungsmaßnahmen reduziert werden.
Quelle: OE-Journal.at vom 10.12.2007

Sonne, Wind, Biomasse, Effizienz
Die Thüringer Bündnisgrünen glauben, dass sich bis zum Jahr 2050 der Freistaat allein durch erneuerbare Energien versorgen ließe. Dann könnten 6.000 Gigawattstunden (GWh) mit nur 800 Windrädern der 4- bis 5-Megawatt-Klasse erzeugt werden. 6.000 GWh könnten die solare Wärmeenergie und 4.200 GWh der Solarstrom liefern, wenn Dachflächen, Industrieflächen und Altdeponien entsprechend ausgestattet würden. Erdwärme und Geothermie könnten mit 7% bzw. 3% zur Energieversorgung beitragen. Hingegen ließen sich 20% aus Bioabfällen wie Stroh und aus Energiepflanzen gewinnen. Ein Drittel der landwirtschaftlichen Nutzfläche stehe dazu zur Verfügung, ohne dass die Nahrungsmittelproduktion eingeschränkt werden müsse. Ferner könnten zwei Fünftel des Energiebedarfs durch mehr Effizienz eingespart werden (z.B. Energiesparlampen, Kraft-Wärme-Kopplung, Niedrigenergie-Gebäude, mehr öffentlicher Verkehr, Tempolimit, mit Strom und Biogas betriebene Autos usw.).
Quelle: stz-online.de vom 01.12.2007

6 Tage vor der Weltklimakonferenz: UN-Bericht warnt vor Rückschlägen im Kampf gegen die Armut
Die Vereinten Nationen haben die Industrieländer aufgefordert, ihre Treibhausgas-Emissionen bis zum Jahr 2050 um 80% zu senken. Der Klimawandel könne in den armen Ländern, die am wenigsten zum Problem beitragen, zu Unterernährung, Wasserknappheit und Umweltkatastrophen führen: Alleine in Afrika könnten weitere 600 Millionen Menschen Hunger leiden, 200 Millionen Menschen durch Überschwemmungen obdachlos werden und weitere 400 Millionen an Krankheiten wie Malaria und Dengue-Fieber erkranken.
Quelle: PR-inside.com vom 27.11.2007

Klimawandel: Jeder Wolkenbruch ein Ereignis
Laut einer Studie von Ecoplan werden in der Schweiz klimabedingte Folgeschäden bis 2050 rund 0,15% des Bruttoinlandprodukts (BIP) ausmachen und bis 2100 auf knapp 0,6% ansteigen - in der Summe wären dies rund eine Milliarde Franken pro Jahr. Dies sei wirtschaftlich gut verkraftbar. Vor allem wären der Tourismus und der Energiebereich (Wasserkraft) betroffen.
Diese Voraussagen stehen laut Silvio Borner, Professor für Volkswirtschaft an der Universität Basel, "in krassem Gegensatz zur medialen Hysterie um jeden Wolkenbruch oder jede Überschwemmung". Zudem hätte die Schweiz mit ihrem Anteil von knapp zwei Promille an der Treibhausgasfreisetzung kaum Einfluss auf das Weltklima - hier seien vor allem Nordamerika und Wachstumsgiganten in Asien gefragt.
Der Klimawandel würde vor allem zukünftige Generationen betreffen. Es sei aber sehr schwer, sich vorzustellen, über welche Rohstoffe und Technologien die Menschen in hundert Jahren verfügen werden. Deshalb sollten neben Schutzmaßnahmen gegen Überschwemmungen, Murenabgänge und Lawinen nur Wege beschritten werden, die das Wirtschaftswachstum wenig belasten: z.B. die Bevorzugung von Energieträgern, die weniger CO2 hinterlassen, die Förderung Energie sparender Technologien oder Aufforstung statt Abholzung von Wäldern. Solche Maßnahmen könnten unter dem Strich sogar Ertrag bringen.
Borner schreibt: "Leider gibt es noch ganz andere Promotoren wirtschaftlich schädlicher klimapolitischer Initiativen: Ich meine all die wohlorganisierten und die Ängste der breiten Bevölkerung ausbeutenden Interessengruppen: spezielle Unternehmen, NGOs, Berater. Im Vergleich zum Klimawandel ist diese Subventions-Jäger-und-Sammler-Politik die weitaus größere Gefahr. In der Energiepolitik ganz allgemein, aber auch in der Verkehrs- und Infrastrukturpolitik haben sich schon heute Sumpfpflanzen breitgemacht, die nur im Biotop massiver staatlicher Unterstützung überleben und wachsen können. ... Visionen und Utopien wie zum Beispiel die 2000-Watt-Gesellschaft, der Ausstieg aus der Kernenergie, der kindliche Glaube an Fotovoltaik und Windenergie und Biomasse werden dann politisch und wirtschaftlich gefährlich, wenn sie nicht nur in der Wahlpropaganda eingesetzt, sondern in der Praxis realisiert werden sollen".
Quelle: Die Weltwoche, Ausgabe 44/2007

Großes Artensterben erwartet
Eine Studie des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP), an der mehr als 1.400 Wissenschaftler mitgearbeitet haben, bezeichnet die Erderwärmung und das rasche Bevölkerungswachstum als Hauptgründe für das Verschwinden zahlreicher Tierarten. Etwa 30% der Amphibien, 23% der Säugetiere und 12% der Vögel seien vom Aussterben bedroht.
Quelle: KleineZeitung.at vom 26.10.2007

Südafrikas Energiepolitik: Sonne satt, aber kaum Nutzung
Der durch das Wirtschaftswachstum bedingte zunehmende Energiebedarf führt in Südafrika immer wieder dazu, dass der Strom ausfällt - obwohl die Kapazität von 20.000 Megawatt (1994) auf 38.368 Megawatt gesteigert werden konnte. Das Schwellenland gewinnt 90% der Energie aus der im Lande reichlich vorhandenen Kohle. So ist der Strom sehr preiswert - was Unternehmen mit hohem Strombedarf (etwa aus dem Aluminiumbereich) in das Land lockte. Dementsprechend hoch ist der klimaschädliche CO2-Ausstoß - er liegt nur knapp unter dem britischen Wert. Südafrika wird von den Folgen des Klimawandels besonders stark betroffen sein: Prognostiziert werden eine Erwärmung zwischen 1 und 3 Grad Celsius und einer Reduzierung der Niederschläge um bis zu 10%. Südafrika will deshalb mehr Strom durch Atomkraftwerke erzeugen; der Anteil soll bis 2025 von 7% auf 16% steigen. Trotz der starken Sonneneinstrahlung wird alternativen Energiequellen keine große Bedeutung beigemessen.
Quelle: dpa-Meldung vom 19.10.2007

Forscher berechnen das Ende der Welt
Die Erde wird in 7,59 Milliarden Jahren untergehen, wenn die Sonne stirbt. Schon in etwa 1,6 Milliarden Jahren wird laut dem US-Planetenwissenschaftler Jeffrey Kargel die Sonne ungefähr 15% heller sein als heute. Die Temperaturen auf der Erde werden dann bei etwa 60 bis 70 Grad Celsius liegen und sich in den folgenden Jahrmillionen immer weiter erhöhen. Aufgrund der starken Wasserverdunstung verschwinden die Ozeane und nur die großen Flüsse bleiben übrig. Da die immer intensiver werdende UV-Strahlung die Moleküle des Wasserdampfes in Wasserstoff- und Sauerstoffatome zerschlägt und der Wasserstoff ins Weltall entweicht, wird in der Atmosphäre immer mehr Sauerstoff enthalten sein. Das Eisen im Gestein wird ihn absorbieren - und so wird der blaue Planet rot werden.
Sind die Temperaturen auf etwa 1000 Grad angestiegen, dann wird das Gestein schmelzen. In 7,5 Milliarden Jahren wird die zum roten Riesen mutierte Sonne, deren Radius etwa 250-mal so groß sein wird wie heute, die Erde so festhalten, dass sie ihr immer die gleiche Seite zuwendet. Tag und Nacht wird es somit nicht mehr geben. Und dann wird die Sonne der Erde so nahe kommen, dass der Planet verglüht.
Quelle: stern.de vom 19.10.2007

20 Jahre Ozonschutz - doch das Ozonloch bleibt
Seit Abschluss des Montrealer Protokolls am 16. September 1987 wird zunehmend auf Stoffe verzichtet, die zum Abbau der Ozonschicht führen. Bis 2030 sollen in Industriestaaten und bis 2040 in Entwicklungsländern Fluorchlorkohlenwasserstoffe verboten werden. Trotz dieser Maßnahmen schließt sich das Ozon-Loch nicht; es misst derzeit 23 Millionen Quadratkilometer - eine Fläche so groß wie Nordamerika - und erreichte 2006 über der Antarktis Rekordgröße. Obwohl kaum noch FCKW und Halonen produziert werden, hat der Chlor- und Brom-Gehalt in der Stratosphäre erst vor sieben Jahren sein Maximum erreicht und nimmt seitdem nur sehr langsam ab. Das Ozonloch in der Antarktis könnte erst 2060 wieder geschlossen sein, prognostizieren Forscher. Auch über der Arktis sind in der Vergangenheit große Ozonverluste beobachtet worden. Da das Wetter dort viel unbeständiger und der Klimawandel einen viel größeren Einfluß hat, ist noch unklar, wie sich hier die Situation bis 2060 entwickeln wird.
Ersatzstoffe für FCKW zu finden, gelang Chemikern binnen eines Jahrzehntes. Doch beim Klimaschutz muss sich die Menschheit von Öl und Gas verabschieden, also fossile durch regenerative Energieträger ersetzen. Schon jetzt kommen die Industriestaaten ihren Verpflichtungen aus dem Kyoto-Protokoll nicht nach. So könnte am Ende vielleicht die Ozonschicht gerettet worden sein, nicht aber das Klima.
Quelle: DW-World.de vom 18.09.2007

Jatropha - die Zukunft der Biodieselgewinnung?
Jatropha ist eine Pflanzengattung in der Familie der Wolfsmilchgewächse, deren Früchte bis zu 40% ihres Gewichts an Öl enthalten - z.B. bei Sojabohnen sind es nur 18%. Dieses Öl eignet sich sehr gut für die Produktion von Biodiesel. Die Pflanze wächst besonders gut in trockenen Gebieten zwischen dem 25. nördlichen und dem 25. südlichen Breitengrad, kann also in bisher landwirtschaftlich kaum genutzten Regionen angebaut werden. Schon nach drei Jahren kann sie rund 50 Jahre lang Früchte tragen. In China und Indien werden bereits große Flächen mit Jatropha angebaut; jetzt sind auch große Farmen in Afrika geplant. Ein joint venture von BP und D1 Oils will schon in vier Jahren rund 2 Mio. Tonnen Früchte verarbeiten, womit sich 18% von Europas Bedarf an Biodiesel abdecken ließe.
Quelle: Fortune vom 17.09.2007

Zwei Drittel der Eisbären bis 2050 verschwunden
Nach einer Studie des US Geologic Survey führe der Klimawandel dazu, dass es Mitte des Jahrhunderts nur noch knapp 6.000 Eisbären anstatt der heute 16.000 Tiere geben werde. Nur auf den arktischen Inseln im Norden Kanadas und an der Westküste Grönlands könnten sich einige Tiere bis zum Ende des 21. Jahrhunderts halten. Eisbären gehen auf dem Meereseis auf Robbenjagd.
Quelle: news.orf.at vom 09.09.2007

Die größten Energieverbraucher
Laut der Umweltorganisation Germanwatch sind die USA die größten Verbraucher von Primärenergie (knapp 21%) und CO2-Emittenten (knapp 22%), gefolgt von China (rund 14,5% des Primärenergieverbrauchs, fast 18% des energiebedingten CO2-Ausstoßes). Deutschland liegt mit jeweils rund 3% an 6. Stelle.
Quelle: Verivox.de vom 07.09.2007

Wird der Klimawandel in Deutschland Kosten von rund 800 Milliarden Euro verursachen?
Ein Anstieg der globalen Oberflächentemperatur bis 2100 um bis zu 4,5 Grad Celsius könnten laut des Deutschen Energieberater Netzwerkes e.V. in Deutschland bis zum Jahr 2050 folgende Kosten verursachen: 330 Milliarden Euro durch Stürme und Hochwasser, die Infrastruktur und Gebäude beschädigen, sowie durch trockene heiße Sommer, die zu Ernteausfällen führen; 170 Milliarden Euro für Schutzmaßnahmen wie den Bau von Deichen und die Isolierung und Kühlung von Gebäuden; 300 Milliarden Euro für die deutlich teurer werdende Energie. Der Klimawandel könnte in den nächsten Jahrzehnten zu gesamtwirtschaftlichen Wachstumseinbußen von 0,5% pro Jahr führen. Investitionen in energiesparende Maßnahmen seien dringend notwendig.
Quelle: agrarheute.com vom 14.08.2007

Biosprit-Boom führt zu gestiegenen Lebensmittelpreisen
Die zunehmende Produktion von Biotreibstoffen geht auf Kosten der Produktion von Lebensmitteln: Schon jetzt ist das Angebot an Palm- und Rapsöl, Weizen, Gerste, Mais und Glukose gesunken - und dementsprechend ist deren Preis dramatisch gestiegen. Beispielsweise hat sich der Preis für eine Tonne Malz innerhalb eines Jahres verdoppelt. Vertreter der Mühlen, Großbäcker, Brauer und Süßwarenproduzenten sowie der Tierfutterhersteller haben deshalb ein "Netzwerk Lebensmittel-Forum" gegründet und warnen, dass die Produktion von Bioenergie schon in zwei bis vier Jahren zu substanziellen Problemen bei der Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln führen könnte.
Aber auch ethische Probleme werden deutlich: So könnte man mit dem für die Produktion von 120 Liter Ethanol benötigten Getreide ein Jahr lang einen Menschen ernähren. Zudem führt der Biosprit-Boom schon jetzt zur massiven Abholzung von Regenwald. Schließlich wird als Folge der Massenproduktion von Ethanol und anderen Biobrennstoffen eine Verdoppelung der derzeitigen Wassernachfrage aus der Landwirtschaft bis 2050 erwartet - was die klimabedingte Wasserverknappung verschlimmern würde.
Quelle: Spiegel.de vom 13.08.2007

Rekordschmelze in der Arktis
Schon Wochen vor Ende des arktischen Sommers ist laut vier verschiedenen Forscherteams das Packeis so stark wie nie zuvor geschmolzen. Das Abschmelzen betreffe zudem die gesamte Arktis und nicht wie zuvor nur die Beringsee, den Nordatlantik oder die Beaufortsee. Es sei fast sicher, dass die Arktis im September mehr offenes Wasser haben werde als in den letzten Jahren. Laut dem Hamburger Physiker Lars Kaleschke wiesen im Juli nur noch fünf Millionen Quadratkilometer des Arktischen Ozeans Eis auf - zehn Jahre zuvor waren es rund 6,5 Millionen Quadratkilometer.
Quelle: sueddeutsche.de vom 13.08.2007

Sauberes Wasser als strategisches Gut
Europäer verbrauchen jeden Tag 200 Liter Wasser, Nordamerikaner 400 Liter und arme Menschen in einem Entwicklungsland 10 Liter. Letztere haben oft keinen Zugang zu sauberem und genießbarem Wasser; manchmal müssen sie weite Wege auf sich nehmen, um an Wasser zu kommen. Laut UN wird der Anteil der Weltbevölkerung ohne Zugang zu sauberem Wasser von derzeit 20% bis zum Jahr 2025 auf 30% steigen; schon heute haben 40% keinen Zugang zu sicheren sanitären Systemen. In den am schnellsten wachsenden Megastädten der Welt müssten in den nächsten 20 Jahren nach Expertenschätzungen 2,3 Billionen Dollar für funktionierende städtische Wasser- und Abwassersysteme investiert werden. Der Weltgesundheitsorganisation zufolge sind vier Fünftel aller Krankheitsfälle auf der Welt auf verseuchtes Wasser zurückzuführen.
Aufgrund des Klimawandels werden die verfügbaren Wassermengen vor allem dort am stärksten abnehmen, wo es schon jetzt am wenigsten gibt: z.B. in Afrikas Sahelzone. Paradoxerweise wird sich die globale Wasserkrise verschärfen, wenn das UN-Millenniumsziel einer Halbierung der Armut in der Welt bis 2015 erreicht werden sollte: Dann wird der globale Nahrungsbedarf steigen - und damit der Wasserverbrauch zum Getreideanbau. So erwägen afrikanische und chinesische Technokraten bereits die Umleitung großer Flüsse, um Trockengebiete zu bewässern.
Quelle: taz.de vom 11.08.2007

Wasser - das neue Gold
Laut dem Finanzportal Wallstreet Online leben 1,1 Milliarden Menschen ohne Zugang zu sauberem Trinkwasser, leiden Hunderte Millionen an Wasserknappheit, sterben mehr als drei Millionen Kinder jährlich an durch Wasser übertragenen Krankheiten. Ist die Privatisierung von Wasserversorgung und -quellen der Ausweg, wie z.B.von Weltbank und EU-Kommission gefordert?
In den Entwicklungsländern wurde mithilfe von Weltbank-Krediten und Entwicklungshilfegeldern ein Wasserversorger nach dem anderen privatisiert und an Konzerne aus den ehemaligen Kolonialstaaten vergeben. So teilten sich 20 Konzerne den globalen Wasserversorgungs-Markt, allein die französischen Unternehmen Suez und Veolia kontrollierten mehr als die Hälfte des globalen Marktes. Sie trieben die Privatisierungswelle mit intensivem Lobbying voran.
Doch die Privatisierungen der vergangenen Jahre stellten sich als Fiasko heraus - sowohl für die Kunden, die mit höheren Preisen und sinkender Qualität konfrontiert wurden, als auch für die Konzerne, deren Gewinnerwartungen sich in armen Ländern nicht erfüllen ließen. So musste beispielsweise der US-Konzern Bechtel die Wasserversorgung der Stadt Cochabamba in Bolivien nach Straßenkämpfen wegen erhöhter Preise zurückgeben, stiegen die Städte Bogotá und Buenos Aires aus Verträgen mit Suez aus, stoppten Suez und Bechtel in Manila wegen Finanzproblemen die Lizenzzahlungen, führten Wassersperren durch Veolia in Gabon zum ersten Ausbruch von Typhus in der Geschichte des Landes, gab es in Südafrika Aufstände wegen Wasser-Preiserhöhungen und -sperren.
Die Folge: In den vergangenen acht Jahren schloss der private Sektor nur 600.000 Menschen in Entwicklungsländern an das Wassernetz an. Zudem führten die Misserfolge der Privatisierung dazu, dass sich die großen Konzerne - außer Veolia und zwei spanische Unternehmen - ab 2003 aus der Dritten Welt zurückzogen und zum Teil ihre Wasserversorger verkauften.
So explodiert nun der Markt für Wasser in Flaschen - unter den zehn größten Abnehmern sind Indien, China, Mexiko und Brasilien.
Quelle: derStandard.at vom 28.07.2007

Der Skitourismus zittert
Bei der prognostizierten Erhöhung der Temperatur um vier Grad werden nur noch 18% der Skianlagen in den Alpen nutzbar bleiben. Zudem werden die zu erwartenden geringeren Niederschläge in der Wintersaison für weniger Schnee sorgen. Schon jetzt würde nach Untersuchungen auf französischen Gletschern der Schnee im Alpenraum durchschnittlich einen Monat kürzer als in den vergangenen Jahrzehnten liegen. Vor allem die auf Wintertourismus spezialisierten Regionen Südtirol und Aostatal müssten mit Einbrüchen im Wintertourismus rechnen.
Quelle: derStandard.at vom 11.07.2007

24 US-Bundesstaaten haben Quoten für erneuerbare Energie festgelegt
Oregon hat als 24. Staat ein Gesetz erlassen, nach dem Energiekonzerne bis 2025 ein Viertel ihres Stroms aus erneuerbaren Quellen gewinnen müssen. Der Kongress in Washington berät derzeit über eine bundesweite Vorschrift, nach der die Mindestquote 15% betragen würde.
Quelle: Reuters Deutschland vom 07.06.2007

IATA will bis 2050 die CO2-Emissionen in der Luftfahrt auf null senken
Auf der Konferenz der International Air Transport Association (IATA) wurde beklagt, dass die Luftfahrt ungerechtfertigterweise schärfer als andere Industriezweige von der Politik wegen Umweltbelastung kritisiert würde. Beispielsweise emittiere ein einziges Kraftwerk innerhalb eines Jahres rund 50% mehr CO2 als die gesamte Lufthansa-Flotte. Dennoch proklamierte IATA-Generaldirektor Giovanni Bisignani ein CO2-Emission-Ziel von null bis 2050. Aufgrund der in den letzten Jahren stark anziehenden Kerosinpreise beschäftigten sich die Airlines schon aus Eigeninteresse mit dem effizienterer Einsatz von Treibstoff. Der Einsatz neuer Flugzeuge wird bis 2020 eine weitere Effizienzsteigerung im Kerosinverbrauch um 25% ermöglichen. Unterschiedliche Meinungen gab es zu den Vor- und Nachteilen des Handels mit Emissionszertifikaten. Beispielsweise herrschte Skepsis darüber, ob die Europäer mit ihrem Vorstoss in den Emerging Markets oder in Ländern mit langen Flugdistanzen (z.B. Kanada, USA) Nachahmer finden würden.
Quelle: NZZ Online vom 06.06.2007

Urwaldzerstörung mitverantwortlich für Klimawandel
Die Wissenschaftler des internationalen Global Carbon Project und der australischen Commonwealth Scientific and Industrial Research Organization (CSIRO) errechneten, dass die Entwaldung der Tropen bis zum Jahr 2100 zwischen 87 und 130 Milliarden Tonnen Kohlendioxid verursachen wird. Laut Greenpeace könnte allein die Entwaldung in der Demokratischen Republik Kongo bis 2050 fast 35 Millionen Tonnen CO2 verursachen - was etwa dem CO2-Ausstoß Großbritanniens in den letzten 60 Jahren entspräche. Dennoch geht die rasante Entwaldung riesiger Flächen in Südostasien, Brasilien und Zentralafrika weiter. Indonesien hat es als schnellster Urwaldvernichter der Welt mittlerweile ins Guinness-Buch der Rekorde geschafft. Auf den kahlen Flächen entständen Soja- und Palmölplantagen, deren Produkte für den Export bestimmt seien. Da die Urwälder aber wichtige Kohlendioxidspeicher sind, sollten sie unbedingt erhalten werden.
Quelle: Sonnenseite.com vom 21.05.2007

Dicke Luft in Asien
Asiatische Megacitys verdrecken die Luft mehr denn je. Von den 20 am schlimmsten verpesteten Städten der Welt sind 16 in China zu finden. In Manila liegt die Luftverschmutzung 200 bis 400% über den Grenzwerten. Schon jetzt sterben nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation jährlich 500.000 Menschen in Südostasiens Städten an Krankheiten, die durch die schlechte Luft ausgelöst wurden.
In den wirtschaftlich aufstrebenden Staaten Asiens wird der Kohlendioxidausstoß laut der Internationalen Energiebehörde bis 2050 um 350% Prozent steigen. Ursache ist der zunehmende Energiebedarf der boomenden Wirtschaften. Auch gäbe sich die rasant wachsende Mittelklasse einem "Konsumrausch ohne Vorbild" hin. Aber auch die Reiselust steige: Die Region ist nach der Pacific Asia Travel Association inzwischen für 60% der weltweiten Tourismusnachfrage gut und werde bis 2009 zweistellige Wachstumsraten in der Reisebranche verzeichnen.
Um die Luftverschmutzung zu reduzieren, müsste Asien in eine nachhaltige Infrastruktur für Verkehr, Wasser, sanitäre Einrichtungen und Energieversorgung investieren. Bangkok hat es bereits geschafft: Binnen 10 Jahren ist die Luftverschmutzung um 47% gesunken.
Quelle: Stern.de vom 15.05.2007

Der 7-Punkte-Plan
2.000 Wissenschaftler haben am 3. Teil des UN-Klimaberichts gearbeitet. Sie fordern, dass bis 2015 der Ausstoß von Treibhausgasen stabilisiert und bis 2050 um 50 bis 85% gesenkt werden müsse, um die Erderwärmung bis zum Jahr 2100 auf zwei Grad zu begrenzen. Dies könnte durch folgende Gegenmittel erreicht werden:

  1. Energieversorgung (verantwortlich für 25,9% der Klimagase): Energieeffizienz, Umstieg von Kohle auf Gas, leicht steigender Kernkraft-Anteil, erneuerbare Energien, Solarenergie
  2. Industrie (verantwortlich für 19,4% der Klimagase): effizientere Elektrogeräte, Wiederverwertung, alternative Materialien, CO2-Abscheidung und -Speicherung
  3. Forstwirtschaft (verantwortlich für 17,4% der Klimagase): Verminderung der Abholzung, Wiederaufforstung, verbesserter Artenmix bei Bäumen zur Ertragssteigerung
  4. Landwirtschaft (verantwortlich für 13,5% der Klimagase): Methan-Reduktion bei Reis und Nutztieren, verbesserter Dünger, mehr Kohlenstoff-Einlagerung im Boden; verbessertes Saatgut mit höheren Ernteerträgen
  5. Verkehr (verantwortlich für 13,1% der Klimagase): sparsamere Fahrzeuge, Hybrid-Mobile, sauberere Diesel, Biokraftstoffe, Schienentransport, mehr Öffentlicher Nahverkehr, effizientere Flugzeuge, Elektrofahrzeuge
  6. Gebäude (verantwortlich für 7,9% der Klimagase): energieärmere Beleuchtung, optimierte Öfen und Wärmedämmung, Solartechnologie
  7. Abfall (verantwortlich für 2,8% der der Klimagase): Müllverbrennung zur Energiegewinnung, Kompostierung, Methansammeln auf Deponien, Biobeschichtung und Biofilter

Laut UN sind die Kosten für das 7-Punkte-Programm verkraftbar: 0,12 Prozent des weltweiten Bruttosozialprodukts. Nur um einen Tausendstel jährlich würde die Weltwirtschaftsleistung bis 2050 vermindert.
Quelle: Blick online vom 04.05.2007

Klimawandel in Bayern
In 20 Jahren werden Bayerns Gletscher nur noch Geschichte sein. Die Ursache: Die Temperaturen werden im Durchschnitt bis 2050 um 1,7 Grad Celsius zunehmen - im Winter sogar um 2 Grad. Besonders die Monate Dezember bis Februar werden wärmer, und so wird deutlich weniger Schnee, dafür aber mehr Regen fallen. Die Zahl der Tage mit Dauerfrost wird sich halbieren, dafür werden im Sommer Tage mit Werten über 30 Grad doppelt so zahlreich auftreten wie heute. Die Sommer werden trockener, die Winter feuchter.
Dieser Klimawandel wird zum einen positive Seiten haben: Oberbayerns Seen werden im Jahr 2050 wahrscheinlich südländisches Flair verbreiten; es wird z.B. Melonen-Felder und Olivenhaine geben; mediterrane Tierarten wie Bienenfresser, Silberreiher oder Zwergeule werden in Bayern einwandern.
Jedoch dürften die negativen Seite überwiegen: schwere Stürme und sintflutartige Regenfälle im Winter, verbunden mit Hochwasser und Murenabgängen in den Bergen; heiße und trockene Sommer mit hohen Produktionswertverlusten für die Bauern und einem Fichtensterben in den Wäldern. So müssten Pflanzen gezüchtet werden, die mit weniger Wasser auskommen, und in den Wäldern mehr wärme- und trockenheitstolerante Baumarten wie Buche, Eiche oder Ahorn gepflanzt werden (derzeit 44% Fichten). Auch die Hochwasseranlagen müssen erhöht und verstärkt werden.
Quelle: merkur-online.de vom 24.04.2007

Dritter Teil des UN-Klimaberichts
Hier steht der Verkehr im Zentrum: Experten befassen sich mit dem CO2-Ausstoß bei Autos, Flugzeugen und Schiffen.
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Kongo wird Klimakiller
Nach Recherchen von Greenpeace wird im Kongobecken immer mehr Regenwald abgeholzt: Bis zum Jahr 2050 könnten 40% der Regenwälder verloren gehen. Schon jetzt liegt die Demokratische Republik Kongo aufgrund von Abholzung in der Weltrangliste von CO2-Emittenden auf Platz 21 - vor Belgien, der Schweiz, Spanien oder den Niederlanden. Dabei haben von den 60 Millionen Kongolesen nur 6% Zugang zu Strom...
Insgesamt gibt es im Kongo 1,28 Millionen Quadratkilometer Regenwald, davon sind 600.000 bis heute völlig unberührt.
Quelle: taz.de vom 11.04.2007

Zweiter Teil des UN-Klimaberichts
Es sind die Ärmsten der Armen, die durch den Klimawandel am härtesten getroffen werden: Milliarden Menschen droht eine verstärkte Wasserknappheit; es wird mehr Dürren und Hitzewellen geben; 20 bis 30% aller Pflanzen- und Tierarten sind vom Aussterben bedroht.
Afrika ist dem UN-Klimabericht zufolge der verletzbarste Kontinent: Schon im Jahr 2020 werden 75 bis 250 Millionen Menschen unter stärkerem Wassermangel leiden. In manchen Ländern könnten die Erträge der Landwirtschaft um 50 Prozent zurückgehen.
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CO2-Emissionen der Atomenergie ab 2050 so hoch wie die von Gaskraftwerken
Einer Studie der britischen Wissenschaftler-Gruppe "Oxford Research Group" zufolge produziere die Atomenergie schon heute 84 bis 122 Gramm CO2. Weil im Uranbergbau wegen des rückläufigen Urangehalts im Erz immer mehr fossile Energie eingesetzt werden müsste, werde die Atomenergie ab dem Jahr 2050 ebenso klimaschädlich sein wie moderne Gaskraftwerke, die bei 385 Gramm lägen (produktionsbedingte CO2-Emissionen der Windenergie: 11 bis 37 Gramm pro Kilowattstunde).
Quelle: ngo-online vom 05.04.2007

Ausstoß gefährlicher Treibhausgase kappen
Bei einer Sonderkonferenz in Düsseldorf sprachen sich die Umweltminister von Bund und Ländern dafür aus, den Ausstoß gefährlicher Treibhausgase bis 2020 europaweit um 30 Prozent mindern. So sollen u.a. die Kraft-Wärme-Kopplung ausgebaut sowie Mindestnormen für die Energieeffizienz von Produkten und eine bessere Kennzeichnung eingeführt werden.
Quelle: Kölnische Rundschau online vom 22.03.2007

Erster Teil des UN-Klimaberichts
Nach dem Weltklimarat IPCC werden bis zum Jahr 2100 die Temperaturen wahrscheinlich mehr als doppelt so schnell steigen wie im vergangenen Jahrhundert. Im besten Fall sei mit einer Erwärmung von 1,1 bis 2,9 Grad Celsius zu rechnen, im schlimmsten Fall mit 2,4 bis 6,4 Grad. Das wahrscheinlichste Szenario geht von einem Temperaturanstieg von 1,8 bus 4,5 Grad Celsius aus. Laut dem IPCC-Bericht beschleunigt sich auch der Anstieg des Meeresspiegels: Während dieser von 1961 bis 2003 um durchschnittlich 1,8 Millimeter pro Jahr anstieg, waren es zwischen 1993 und 2003 schon 3,1 Millimeter. Bis zum Jahr 2100 könnten nach dem besten Szenario 18 bis 38 Zentimeter, nach dem schlimmsten 26 bis 59 Zentimeter hinzukommen - plus weitere 10 bis 20 Zentimeter, wenn die schnelle Abschmelze des Polareises fortschreite. Ferner würden extreme Wetterereignisse wie Dürren, schwere Niederschläge, Hitzwellen und Stürme häufiger werden.
Quelle: Sueddeutsche.de vom 02.02.2007

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Neuer Anlauf für ein Gesetz zur Kohlendioxid-Lagerung
Die Bundesregierung will diesbezüglich Gespräche mit den Bundesländern aufnehmen. Jedoch regt sich in den als Lager in Frage kommenden Regionen Widerstand. Bei weiteren Verzögerungen befürchtet der Vattenfall-Konzern, der für 1,5 Mrd. Euro ein Versuchskraftwerk in Jänschwalde (Spree-Neiße) bauen will und dafür von der EU 180 Mio. Euro Fördermittel erhalten wird, seinen Technologievorsprung zu verlieren.
Quelle: maerkischeallgemeine.de vom 29.01.2010

Holland in Not: Schnepfen sterben aus
Die Uferschnepfe, "Grutto" genannt, wird im Jahr 2030 mit großer Wahrscheinlichkeit in den Niederlanden ausgestorben sein. Ein Grund dafür ist, dass die Feuchtwiesen viel zu früh gemäht würden - viele Jungvögel kämen auf diese Weise um. Derzeit gäbe es nur noch etwa 40.000 Brutpaare. In Deutschland leben nur einige Uferschnepfen auf den ostfriesischen Inseln.
Quelle: ivz-online.de vom 10.01.2010

Kurz vor dem Untergang
Der Klimawandel bedroht immer mehr beliebte Reiseziele: Beispielsweise leidet das australische Great Barrier Reef stark unter der Korallenbleiche, die das dortige Ökosystem in hohem Maße schädigt. In der Arktis werden Touristen immer seltener Eisbären beobachten können, deren Zahl stark zurückgeht. Beim Toten Meer sinkt der Wasserpegel jährlich um einen Meter. Der Kilimandscharo in Tansania könnte schon im Jahr 2020 schneefrei sein - aber auch die Alpengletscher schmelzen immer mehr. In London wird der Tower vom steigenden Meeresspiegel, der Zunahme starker Regenfälle und der höheren Luftfeuchtigkeit bedroht. In Chan Chan, der größten präkolumbischen Stadt in Südamerika, und in Ladakh im Himalaya können die aus luftgetrockneten Lehmziegeln bzw. aus Holz und Stein erstellten Bauwerke starken Regenfällen und Winden nicht lange Stand halten. Und viele der 1.190 Inseln der Malediven könnten bei einem Anstieg des Meeresspiegels untergehen - der höchste Punkt ist nur 2,40 Meter hoch.
Quelle: focus.de vom 10.12.2009

Hitzesterblichkeit steigt langfristig
Bei extremer Hitze sterben laut einer Studie der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik, des Meteorologischen Instituts der Universität Freiburg und der Wiener Internationalen Akademie für Ganzheitsmedizin 11% mehr Menschen als an "normalen" Tagen. Da die Anzahl der Hitzetage bis Ende des Jahrhunderts stark steigen wird, könne sich ab 2040 die Zahl der Hitzetoten in Österreich im Extremfall verdoppeln. Je plötzlicher und je unerwarteter eine Hitzewelle auftritt, desto gefährlicher sei sie, da sich dann der Organismus und das Verhalten der Menschen noch nicht angepasst haben.
Quelle: derstandard.at vom 03.12.2009

McKinsey: China drohen gigantische Ernteverluste
Durchschnittlich 12% der derzeitigen Ernte gingen ab 2030 verloren, wenn die Erderwärmung ungebremst voran schreiten würde. Dies wurde in einer Studie des Unternehmensberaters McKinsey berechnet, die von der chinesischen Regierung in Auftrag gegeben wurde. Die wirtschaftlichen Schäden könnten 3,7 Mrd. Euro pro Jahr betragen und 35 Mio. Bauern mehr als die Hälfte ihres Einkommens kosten. Dies bliebe sicherlich nicht ohne Auswirkungen auf die politische Stabilität.
Quelle: wir-klimaretter.de vom 29.11.2009

China will Anstieg von Treibhausgasen abbremsen
China hat erstmals eigene Klimaziele angekündigt: So sollen die Treibhausgase, die für jeden Yuan Wirtschaftsleistung ausgestoßen werden, bis 2020 um 40 bis 45% gegenüber 2005 verringert werden. Damit wird aber der CO2-Ausstoß weiter ansteigen und vermutlich erst zwischen 2030 und 2040 den Höchststand erreichen.
Quelle: spiegel.de vom 26.11.2009

Experten warnen vor Klima-Schock bis 2050
Europas größter Versicherungskonzern Allianz und die Umweltstiftung WWF rechnen aufgrund des Klimawandels mit Schäden in Billionen-Höhe. Alleine der Anstieg des Meeresspiegels um einen halben Meter, zu dem es schon vor 2050 kommen könne, bedrohe 136 Millionenstädte an den Küsten und gefährde Vermögenswerte von mehr als 18 Billionen Euro. Für Kalifornien wird mit einer Verzehnfachung der Waldbrand-Schäden gerechnet. In Deutschland drohten nicht nur mehr Stürme und Überschwemmungen, sondern auch längere Stromausfälle. Die Entwicklungsländer seien besonders stark betroffen. Alleine das Abschmelzen der Himalaya-Gletscher könne eine Milliarde Menschen mit Wassermangel konfrontieren.
Quelle: bild.de vom 23.11.2009

Abwärme trägt zum Klimawandel bei
Etwa die Hälfte der von Menschen erzeugten Energie wird zu Abwärme. Nur ein Teil davon wird in den Weltraum abgestrahlt. Der größere Teil bleibt hingegen in der unmittelbaren Umgebung und trägt zu deren Erwärmung bei, ermittelten die schwedischen Forscher Bo Nordell und Bruno Gervet. Obwohl z.B. Kernkraftwerke kein CO2 produzieren, würden sie viel Abwärme an Flusswasser und Luft abgeben und auf diese Weise den Klimawandel beschleunigen.
Quelle: The Futurist vom November/Dezember 2009

Hilfe! Die Malediven gehen unter!
Der Staat besteht aus 1.200 Inseln, die nur wenige Meter über dem Meeresspiegel liegen. Sollte dieser auch nur um einen halben Meter ansteigen, würde ein Großteil davon unbewohnbar. Die Erderwärmung hat schon jetzt dazu geführt, dass in Ländern wie Bangladesch Böden und Grundwasser durch den Anstieg des Meeresspiegels versalzen; dass Australien und der Südwesten Amerikas dürr werden; dass sich in Nordamerika Ungeziefer explosionsartig vermehrt und die Waldbestände bedroht.
Quelle: sz-magazin.sueddeutsche.de, Heft 43/2009

Arktis bis 2030 eisfrei
Nach Abschluss einer Expedition im arktischen Winter und Frühling berichteten Forscher der Universität Cambridge und die Umweltstiftung WWF, dass das Packeis viel dünner als erwartet sei. Bereits in 10 Jahren könnten die Sommer nahezu eisfrei sein.
Quelle: ftd.de vom 15.10.2009

Prima Krise: CO2-Ausstoß geht zurück
Wegen der Wirtschaftskrise wird der weltweite Ausstoß von Kohlendioxid 2009 um 3% sinken und 2020 um 5% niedriger sein als noch 2008 erwartet. Wenn der Ausstoß von Treibhausgasen bei 450 Teilen pro Million (ppm) stabilisiert werden soll - was einem Temperaturanstieg um zwei Grad entspreche -, müsste laut OECD der CO2-Ausstoß um 3,8 Gigatonnen gesenkt werden (OECD: 1,6 Gigatonnen, China: 1 Gigatonne). Um dieses Ziel zu erreichen, sind zwischen 2010 und 2030 Investitionen von 10 Billionen $ nötig, 0,5% der Weltwirtschaftsleistung.
Quelle: n-tv.de vom 06.10.2009

Klimaschutz macht Indien zu schaffen
Das Land muss laut einer McKinsey-Studie in den nächsten 20 Jahren bis zu 750 Mrd. Euro investieren, wenn es die CO2-Emissionen auf das Doppelte des aktuellen Werts begrenzen will - ansonsten würden sich diese bis 2030 nahezu vervierfachen. So müsse Indien jedes Jahr zwischen 1,8 und 2,3% seiner Wirtschaftsleistung in den Klimaschutz investieren (Ähnliches gelte auch für China). Mit Investitionen in klimafreundliche Energiequellen könne das Land allein bei Ölimporten 24 Mrd. Euro im Jahr 2030 sparen.
Quelle: handelsblatt.com vom 09.09.2009

Asien: Hungersnöte erwartet
Wenn die derzeitigen Klimatrends bis 2050 fortdauern, würde die Maisernte in Südasien um 17%, die Weizenernte um 12% und die Reisernte um 10% sinken. Dies prognostiziert die Asiatische Entwicklungsbank ADB. Die Folge: 1,6 Mrd. Asiaten - fast ein Viertel der Weltbevölkerung - wären von Hungersnöten bedroht. Besonders gefährdet seien Afghanistan, Bangladesch, Nepal und Indien.
Quelle: spiegel.de vom 02.09.2009

Chemie tut dem Klima gut
Im Vergleich zum Jahr 1990 hat die deutsche Chemieindustrie laut dem Branchenverband VCI den Ausstoß von Treibhausgasen in der Produktion um 37% gesenkt. Zudem seien durch die Nutzung von Chemieprodukten 2,6 Mal so viel Treibhausgase eingespart worden wie ihre Produktion verursacht hat. Am größten sei der Effekt bei Dämmstoffen mit einem Verhältnis von 233 zu 1. Wenn bis 2030 weiter auf dem heutigen technischen Stand produziert werde, ergäben sich pro Jahr eine Nettoeinsparung von 13,8 Mrd. Tonnen Treibhausgasen - bei einer noch effizienteren Produktion sogar von 18,5 Mrd. Tonnen.
Quelle: giessener-anzeiger.de vom 01.09.2009

Peking will CO2-Emissionen ab 2030 senken
Die Parteizeitung "China Daily" stellte einen Bericht regierungsnaher Energieinstitute vor, nach dem sich der Ausstoß ab 2020 verlangsamen und bis 2050 auf das Niveau von 2005 fallen könnte. Bis 2020 will China 15% seiner Energie aus erneuerbaren Quellen gewinnen und den Energieverbrauch je Produktionseinheit um 20% senken. Die Volksrepublik war schon 2008 der weltweit größte Nutzer von Wasserkraft und Solarenergie. 6 Mrd. Euro aus dem Konjunkturpaket sind für Klimaprojekte vorgesehen; allein im ersten Halbjahr 2009 gingen Windkraftanlagen mit einer Kapazität von rund 4,5 Gigawatt ans Netz. Auch will China bis 2030 ein wichtiger Lieferant für Atom-, Wind- und Wasserkrafttechnologie werden.
Quelle: ftd.de vom 19.08.2009

Sonnenenergie: Indien rüstet um
Das Land will 19 Mrd. $ bis 2030 in Sonnenenergie investieren - 2020 sollen schon 20 Gigawatt an Strom auf diese Weise gewonnen werden, genug für mehrere Millionen Haushalte. Bis 2050 soll nahezu der gesamte Strom mit Sonnenenergie erzeugt werden. Firmen mit Sonnenenergie-Projekten sollen 10 Jahre Steuerfreiheit erhalten.
Quelle: wienerzeitung.at vom 07.08.2009

Klimaatlas für Norddeutschland
Das Klimabüro des GKSS-Forschungszentrums Geesthacht hat einen Klimaatlas entwickelt. Sollten im Jahr 2100 die Konzentrationen von Kohlendioxid und anderen Klimagasen hoch sein, könnte ein Sommer um bis zu fünf Grad wärmer sein als heute, der Sommerniederschlag um 40% abnehmen und die mittlere Windgeschwindigkeit um 12% sinken. Dann wäre mit Dürren, Waldbränden und Hitzestress zu rechnen. Bei einer geringeren Konzentration an Treibhausgasen würde hingegen der Sommerniederschlag nur um etwa 8% abnehmen und die Temeratur um etwa zwei Grad ansteigen.
Quelle: welt.de vom 13.07.2009

Wann ist die Arktis eisfrei?
Im Jahr 2007 bedeckte das Eis nur noch eine Fläche von 4,1 Mio. Quadratkilometern - im Durchschnitt waren es bisher 6 bis 7 Mio. Nach Schätzungen soll die Arktis zwischen den Jahren 2040 und 2100 eisfrei werden. Dies wird aber nicht zu einem Anstieg des Meeresspiegels führen, da die Verdrängung des Wassers und die Masse des geschmolzenen Eises gleich bleiben. Ein Anstieg wird vielmehr zu etwa 40% durch das Schmelzen von Inlandeis und zu etwa 60% durch die mit dem Temperaturanstieg verbundene Ausdehnung des Meerwassers verursacht.
Quelle: handelsblatt.com vom 10.06.2009

Klimawandel nicht zu stoppen
Prof. Peter Lemke vom Alfred-Wegener-Institut berichtete beim Gästeabend des Vereins zur Förderung der Hochschule Bremerhaven, dass die Voraussagen zum weltweiten Temperaturanstieg schon jenseits der schlimmsten Voraussagen der Weltklimastudie liegen würden. Pro Dekade steige die Temperatur um 0,74 Grad Celsius und der Meeresspiegel um 3,1 Millimeter an. In der Arktis ging das Eis innerhalb von 10 Jahren um 3% zurück.
Quelle: nordsee-zeitung.de vom 05.06.2009

Klimawandel - anti Schreckensszenarien
Entgegen der von manchen Klimaforschern gemachten Prognosen steigt die globale Durchschnittstemperatur seit Anfang des Jahrtausends nicht mehr an. Über die vergangenen 20 Jahre gerechnet haben weder die Zahl der Stürme noch ihre Stärke zugenommen. Auch ist der Meeresspiegel in den vergangenen Jahrzehnten nur um wenige Zentimeter gestiegen. Positive Folgen des Klimawandels sind z.B., dass die Zahl der Kältetoten sinkt, dass die Ernten besser werden und dass die Randgebiete der Sahara immer grüner werden.
Quelle: welt.de vom 30.05.2009

Ungebremster Klimawandel kann zum Sicherheitsrisiko werden
Nach einer Untersuchung des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU) könnte aufgrund des Klimawandels die Zahl schwacher und fragiler Staaten zunehmen, die Entwicklung der Weltwirtschaft geschwächt werden und die Häufigkeit von Verteilungskonflikten sich erhöhen. Schon ab 2025 seien "klimainduzierte Sicherheitsrisiken" möglich, z.B. Konflikte um Wasser. Bereits heute sei ein Drittel der Weltbevölkerung von Wasserknappheit betroffen. Auch könnte es insbesondere in Regionen mit starkem Bevölkerungswachstum zu einem Rückgang der Nahrungsmittelproduktion kommen.
Quelle: bundestag.de vom 27.05.2009

Küstenländer müssen sich auf höhere Sturmfluten einstellen
Das Institut für Küstenforschung am Forschungszentrum Geesthacht geht davon aus, dass Sturmfluten an der Nordsee bis zum Ende des Jahrhunderts um bis zu 1,1 Meter höher sein könnten als bisher. Der derzeitige Küstenschutz müsse spätestens ab 2030 verbessert werden.
Quelle: welt.de vom 21.05.2009

Nur ein Viertel der Brennstoffe nutzen
Laut einer Studie des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung müsse der CO2-Ausstoß viel stärker als bisher angenommen reduziert werden, damit sich die Erdatmosphäre um nicht mehr als zwei Grad Celsius erwärmt und das Klima völlig aus den Fugen gerät. So müsse die Kohleförderung bis 2030 auf Null zurückgefahren und bei Öl und Gas nur die derzeit wirtschaftlich abbaubaren Mengen genutzt werden.
Quelle: taz.de vom 30.04.2009

Alpenpflanzen ziehen sich zurück
Da vor 100 Jahren die Standorte von Pflanzen im Thurgau und im unmittelbaren Grenzgebiet zu St. Gallen und Zürich schon einmal erfasst worden waren, konnten nun Veränderungen ermittelt werden. Es zeigte sich, dass acht Alpenpflanzenarten ausgestorben sind (Kitaibels Zahnwurz, Rost-Segge, Horst-Segge, Villars Kälberkopf, Clusius Enzian, Wald-Storchenschnabel, Alpen-Pestwurz, Lanzenfarn), vier Arten an neue Standorte umgesiedelt sind (Felsenmispel, Bewimperter Steinbrech, Rundblättriger Steinbrech, Alpen-Bergflachs) und eine Art neu hinzugekommen ist (Erika). Gründe für den Artenrückgang sind vor allem die intensivere Bodenbewirtschaftung, die Hang-Verbauungen und das Vordringen von Wäldern. Erwartet wird, dass bis 2040 die Hälfte der Alpenpflanzenarten einen Drittel der heutigen Fundorte eingebüsst haben werden.
Quelle: thurgauerzeitung.ch vom 14.04.2009

Finanzkapitalismus und Ökologie
Bis zu Beginn der Bankenkrise im Jahr 2008 hat laut Wolfgang Sachs vom Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie der Finanzkapitalismus Unternehmen unter Druck gesetzt, indem (qualitätsloses) Wachstum und hohe Renditen gefordert wurden. Dies zwang die Unternehmen dazu, ökologische und soziale Kosten auf die Natur bzw. das Gemeinwesen abzuwälzen. Die Wirtschaftskrise biete nun die Chance zum Umdenken: "Zinsgünstige Kredite sollte es vor allem für ethisches Investment, für ökologische und soziale Investitionen geben. Die Berichtspflicht von Unternehmen an der Börse muss über die rein finanzielle Performance hinaus erweitert werden auf soziale und ökologische Risiken ihrer Geschäftspolitik, wie es etwa das Carbon Disclosure Project bereits tut: Da fordern Großinvestoren von den Unternehmen die Offenlegung ihrer Klimabilanzen und ihrer Risiken durch den Klimawandel. Auch die großen Pensionsfonds, die ja wichtige Akteure an den Aktienmärkten sind, sollten andere Kriterien als nur die kurzfristige Rendite berücksichtigen". Generell müssten die Wirtschaftswachstums- und Renditeerwartungen stark heruntergeschraubt werden. Zudem könnten die europäischen Reduktionsziele für Treibhausgase (80% weniger bis 2050) nicht bei einem jahrzehntelangen stetigen Wachstums erreicht werden. So müssten z.B. die fossile Energieindustrie, die Autoindustrie und die chemische Industrie schrumpfen, was nur schwer durch Wachstum in anderen Wirtschaftsbereichen auszugleichen sei.
Quelle: taz.de vom 01.02.2009

Waldsterben an der Westküste der USA und Kanadas
In den letzten drei Jahrzehnten verdoppelte sich hier die Sterberate der Bäume - ohne dass mehr Bäume nachwachsen. Die Ursache könnte die höhere Durchschnittstemperatur sein, die zur Verringerung der winterlichen Schneebedeckung, zu einer früheren Schneeschmelze und längeren Trockenperioden im Sommer und damit zu einer größeren Anfälligkeit der Bäume für Befall durch Insekten und Krankheitserreger geführt habe. Hält dieser Trend an, werden sich die Wälder lichten und nicht nur weniger CO2 speichern, sondern durch den Zerfall von Biomasse sogar eine CO2-Quelle werden.
Quelle: focus.de vom 30.01.2009

Hellhöriger Ozean. Übersäuerung der Meere lässt den Schall weiter reisen
Ein Teil der von den Menschen erzeugten gewaltigen CO2-Mengen wird in den Meeren gebunden und lässt den ph-Wert sinken. Das Wasser wird immer saurer - negativ für Muscheln und Korallen, aber auch für Wale, die sich mit Hilfe des Schalls orientieren. Dieser dringt immer weiter vor: Im Jahr 2050 könnten Schallwellen um bis zu 70% weiter durch das Wasser reisen als heute. Dann könnten viele Wale in dem lauten Ozean die akustische Orientierung verlieren.
Quelle: dradio.de vom 13.01.2009

Umfassendes Klimapaket der EU
Das EU-Parlament verabschiedete ein Milliardenprogramm, dessen Herzstück der Handel mit Verschmutzungsrechten ist. 2013 sollen 20% der Zertifikate versteigert werden, 2020 dann 70% und 2025 schließlich 100%. Ausnahmen für Branchen mit hohem Energieverbrauch sind möglich.
Quelle: welt.de vom 18.12.2008

Weltklimakonferenz in Poznan weitgehend ergebnislos
Eine Fortschreibung des Kyoto-Protokolls wurde nicht erreicht, wohl aber eine neue Klimaarchitektur (Post-Kyoto) durch die Einbindung von USA und Schwellenländern. Diskutiert wurde über einen Hilfsfonds für Anpassungsmaßnahmen in Entwicklungsländer (für den aber weniger als 1 Mrd. $ pro Jahr anstatt dem von der Weltbank angesetzten Mindestbedarf von 40 - 60 Mrd. zur Verfügung stehen), über die gezielte Förderung von Maßnahmen in Entwicklungsländern zum Schutz der Wälder und über Techniken zur Kohlenstoffbindung und -verbringung in leere Kohle- und Gaslager bzw. in der Tiefsee. Größere Fortschritte wurden laut Reimund Schwarze vom Helmholtzzentrum für Umweltforschung nicht erreicht.
Quelle: idw-online.de vom 16.12.2008

Klimakiller Agrarindustrie: Landwirtschaft zweitgrößter Emittent von Treibhausgasen
Zwischen 17 und 32% der Treibhausgasemissionen werden nach Expertenschätzungen von der Landwirtschaft verursacht. So entständen Methan beim Verdauungsprozess von Kühen und Schafen, Lachgas bei der Herstellung von synthetischem Dünger und CO2 durch die langen Transportwege im globalen Agrarhandel. Zudem würden 43.000 Quadratkilometer Wald - eine Fläche größer als Nordrhein-Westfalen - pro Jahr abgeholzt, wodurch wichtige CO2-Speicher verloren gingen. Laut dem Weltagrarbericht müsse man weg von der Agrarindustrie und hin zu kleinbäuerlichen Strukturen gehen, um diese Entwicklung zu stoppen. Auch müsse Land wieder aufgeforstet werden.
Quelle: jungewelt.de vom 09.12.2008

Gegenwind für Offshore-Windparks
Während die Bundesregierung bislang davon ausgeht, dass Windkraftanlagen auf hoher See im Jahr 2025 eine Leistung von bis zu 25.000 Megawatt (MW) bereit stellen werden, gehen Branchenexperten nur von 16.000 MW aus. Zum einen erschwere die Finanzkrise die Projektfinanzierung. Zum anderen gelten die Risiken bei Bau und Betrieb der Anlagen als sehr hoch. Längere Betriebsstörungen - z.B. bei Stürmen - könnten die Wirtschaftlichkeit der Anlagen negativ beeinflussen.
Quelle: kurse.focus.de vom 04.12.2008

Greenpeace: Die Alternative zum EU-Energiepaket
Die Umweltorganisation stellte in Brüssel ihren Report "Energy [R]evolution" vor. Danach könnten die CO2-Emissionen bis 2020 um 30% und bis 2050 um 80% gesenkt werden, wenn möglichst rasch aus Steinkohle und Atomkraft ausgestiegen würde. Allein die steigenden Steinkohlepreise bis 2030 - voraussichtlich rund 1.700 Mrd. Euro - würden zur Finanzierung der nötigen Investitionen in Solar- und Windkraftwerke reichen.
Quelle: oekonews.at vom 03.12.2008

Skiferien auch ohne weiße Pracht
Nach einem Bericht der OECD werden bis 2050 nahezu alle Skigebiete in Deutschland und rund 70% der Skiregionen in Österreich nicht mehr schneesicher sein. Allerdings können inzwischen Hänge bis zu einer Lufttemperatur von 25 Grad künstlich beschneit werden. Im Jahr 2007 wurden in Kärnten bereits 21,8 Mio. Euro in Kunstschneeanlagen investiert.
Quelle: welt.de vom 24.11.2008

Chinas Treibhausgas-Ausstoß droht sich zu verdoppeln
Die staatliche Chinesische Akademie der Wissenschaften berechnete, dass der CO2-Ausstoß im Jahr 2030 rund 3,1 Mrd. Tonnen reinem Kohlenstoff und unter ungünstigen Bedingungen sogar 4 Mrd. Tonnen betragen könnte. Das wäre etwa doppelt so viel wie heute.
Quelle: Spiegel.de von 22.10.2008

Leitstudie 2008: Positive Bilanz für den Ausbau von Erneuerbaren Energien
Die Studie, die der Energieexperte Joachim Nitsch in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) für das Bundesministerium für Umwelt, Natur und Reaktorschutz erstellte, kommt zu dem Ergebnis, dass bei einem Ausbau der Erneuerbaren Energien und gleichzeitig deutlicher Effizienzsteigerung der Energieverbrauch bis zum Jahr 2020 um bis zu 17% gegenüber 2005 gesenkt werden kann. Bis 2050 könnte der Primärenergieverbrauch auf 55% des Niveaus von 2005 gesenkt werden; knapp 50% würden dann durch Erneuerbare Energien abgedeckt. Der CO2-Ausstoß würde dann um 80% niedriger sei - wie von der Bundesregierung angestrebt.
Quelle: oekonews.at vom 20.10.2008

Entwaldung kommt teurer als die Finanzkrise
Während der Internationale Währungsfonds (IWF) berichtete, dass der Verlust der Finanzmärkte 1,4 Billionen $ (rund eine Billion Euro) betrage, ermittelten Experten der EU-Kommission, dass die Weltwirtschaft zwei bis fünf Billionen $ pro Jahr durch die Zerstörung der Wälder verliere. Dadurch würden in vielen Regionen der Welt Wasserversorgung und Landwirtschaft beeinträchtigt. Vor allem aber könnten schwindende Waldflächen immer weniger Kohlendioxid speichern und so den Klimawandel bremsen.
Quelle: Sueddeutsche.de vom 10.10.2008

Oxfam: "Klimawandel ist eine Frage der internationalen Gerechtigkeit"
Laut der Hilfs- und Entwicklungsorganisation Oxfam ist der Klimawandel von einem wissenschaftlichen und ökonomischen Problem zu einer Frage der internationalen Gerechtigkeit geworden. So hätten die Industrieländer ihre CO2-Emissionen nicht genügend verringert, hätten sie den 50 am wenigsten entwickelten Staaten anstatt von 2 Mrd. US-Dollar als Kompensationszahlungen für die Folgen des Klimawandels nur 97 Mio. bereitgestellt, würden sie den Wechsel auf Technologien, die weniger CO2 ausstoßen, zu wenig fördern.
Quelle: Pressemeldungen.at vom 09.09.2008

Pyrenäen-Gletscher noch vor 2050 verschwunden?
Die größtenteils aus der so genannte "kleinen Eiszeit" zwischen 1645 und 1710 stammenden Gletscher schrumpfen seit rund 150 Jahren wieder. So sind in den Pyrenäen bereits 60% aller Gipfelgletscher verschwunden. Zurzeit sind noch 21 mit einer Gesamtfläche von 450 Hektar übrig. In den letzten 15 Jahren hat eine rapide Schmelze eingesetzt - die letzten Eisflächen könnten noch vor dem Jahr 2050 verschwunden sein.
Quelle: scinexx.de vom 08.09.2008

Immer mehr Todeszonen
Innerhalb weniger Jahrzehnte stieg die Zahl der Todeszonen in den Weltmeeren auf 405 an, berichteten die Meeresforscher Robert Diaz vom Virginia Institute of Marine Science und Rutger Rosenberg von der Universität Göteborg. Inzwischen wären die Todeszonen, die vor allem in den Mündungsbereichen größerer Flüsse, in der Ostsee, im Schwarzen Meer und im Kattegatt liegen, in der Gesamtheit so groß wie Neuseeland. Die Ursache liegt vor allem in der Überdüngung landwirtschaftlicher Flächen: Phosphate und Nitrate gelangen über die Flüsse in die Meere und führen zu einer Algenblüte. Beim Zersetzen abgestorbener Pflanzenreste benötigen Bakterien so viel Sauerstoff, dass er für Krebse, Muscheln und Fische nicht mehr ausreicht. Die meisten Todeszonen bestehen nur während des Sommers und des Herbstes - im Winter wird das Wasser insbesondere von Stürmen durchmischt, sodass der Sauerstoffgehalt wieder ansteigt. Nur in 8% der Todeszonen hält der Sauerstoffmangel das ganze Jahr über an, so z.B. in der Ostsee.
Quelle: Focus.de vom 15.08.2008

Könnte sich das Klima drastisch und abrupt ändern? UBA-Papier zu möglichen "Kipp-Punkten" im Klimasystem
Die zunehmende Konzentration der Treibhausgase in der Atmosphäre erwärmt das Klima. Die Lufttemperaturen der bodennahen, atmosphärischen Schichten steigen dadurch an. Werden bestimmte Temperaturschwellen erreicht, könnte das Klimasystem mit abrupten und starken Änderungen reagieren.
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Energiegewinnung mit Wasser
Das Potenzial an Wasserkraft ist in Deutschland weitgehend ausgeschöpft - die derzeitige Jahresproduktion von rund 20 Mrd. Kilowattstunden könnte durch die Modernisierung bestehender Kraftwerke oder den Neubau nur noch um rund 6,5 Mrd. Kilowattstunden gesteigert werden. Die Zukunft liegt somit eher in der Nutzung der Wellenkraft. Gezeitenkraftwerke wie das in den 1960er Jahren gebaute Kraftwerk bei St. Malo lassen sich allerdings nur an wenigen Orten realisieren, da für sie ein großer Höhenunterschied zwischen täglichem Hoch- und Niedrigwasser Voraussetzung ist. Zudem gibt es große Widerstände von Umweltverbänden wie z.B. gegen das im Bristol-Kanal geplante Gezeitenkraftwerk, für das ein 16 Kilometer langer Damm errichtet werden müsste. Dieser könnte die örtliche Fauna und Flora massiv beeinträchtigen. Jedoch kann auch die Meeresströmung genutzt werden, die sich durch Ebbe und Flut ergibt - z.B. durch "Windräder" unter Wasser. Die Wellenkraft kann ferner mit Hilfe schwimmender Kraftwerke oder solcher in Hafenmolen ausgebeutet werden. Die Internationale Energie-Agentur schätzt, dass bis zum Jahr 2025 etwa 10% des weltweiten Stomverbrauchs aus Wellenkraft erzeugt werden könnte.
Quelle: Das Parlament Nr. 32 vom 04.08.2008

Den Alpen droht eine tödliche "Heißzeit"
Eine Studie der Universität für Bodenkultur in Wien zeigte, dass die Temperatur in den Tiroler Alpen bis 2050 um drei, bis 2100 um fünf Grad ansteigen werde. Dann wird es Schneesicherheit nur mehr ab 2.000 Metern Höhe geben. Schneehasen und Murmeltiere werden aussterben. Im Winter werde es bis zu 30% mehr regnen; im Sommer würden die Trockenperioden zunehmen.
Quelle: volksblatt.at vom 30.07.2008

Steigende Temperaturen
Andreas Sterl vom Königlich-Niederländischen Institut für Meteorologie geht davon aus, dass der Klimawandel zu neuen Hitze-Extremen führen wird: Am Ende des 21. Jahrhunderts könnten im Sommer 41 Grad Celsius in Berlin und München, 45 Grad in Lyon, 47 Grad in Los Angeles, 49 Grad in Delhi und 50 Grad in Bagdad erreicht werden. Den globalen Rekord dürfte mit 53 Grad die Grenzregion zwischen Kolumbien und Bolivien erzielen. Im Mittel erwärmt sich die Welt um 3,5 Grad; die Extremwerte steigen aber stärker an als die mittleren.
Quelle: sueddeutsche.de vom 08.07.2008

6 bis 9 Milliarden Menschen wollen einen Tata fahren
Auf dem Welt-Erdöl-Kongress in Madrid wurde über eine Verdoppelung der Energienachfrage bis 2050 diskutiert - und nur am Rande über den Klimaschutz. Shell-Chef Joeren van der Veer erklärt, weshalb dies so ist: "Weil die Bevölkerung von 6 auf 9 Milliarden Menschen wachsen wird. Diese Leute wollen mindestens einen Tata (das indische Kleinauto, Red.) fahren und einen Stromanschluss haben". Im Jahr 2050 würden fossile Brennstoffe zwei Drittel des Energiebedarfs decken. Van der Veer ist der Meinung, der Verbrauch werde erst dann abnehmen, wenn die Verbrennung fossiler Brennstoffe durch CO2-Abgaben verteuert wird: "Dafür braucht es einen globalen Handel mit CO2-Zertifikaten. Bis jetzt gibt es das aber nur in Europa". Dadurch werde aber die europäische Wirtschaft benachteiligt.
Quelle: Tagesanzeiger.ch vom 03.07.2008

CDU beschließt Grundsätze zu Umweltpolitik
Der Bundesvorstand der Partei hat ein Grundsatzpapier zur Umwelt- und Verbraucherpolitik verabschiedet: Bis 2050 soll Deutschland mehr als die Hälfte seines Energiebedarfs aus erneuerbaren Energien decken. Zugleich wird an der Atomenergie festgehalten. Der Zertifikatehandel soll zu einem globalen System weiterentwickelt und der Flugverkehr in den europäischen Handel mit Emissionszertifikaten eingebunden werden. Ferner fordert die CDU eine am CO2-Ausstoß orientierte Kfz-Steuer. Der Spritverbrauch soll durch bessere Motorentechnik gesenkt werden. Außerdem soll die Sanierung von Häusern und die Modernisierung von Heizungen stärker unterstützt werden. Müll soll verstärkt zur Energieerzeugung genutzt werden.
Beim Verbraucherschutz setzt die CDU auf eine Verbraucherbildung, die schon im Kindergarten beginnen soll. Ferner tritt sie für transparente und leicht verständliche Kennzeichnungen auf Lebensmitteln ein. Eine europäische Internet-Beschwerdestelle soll gegen Telefonwerbung, Werbemails und Kostenfallen im Internet helfen.
Quelle: Welt.de vom 23.06.2008

EU will Glühbirne abschaffen
Die EU-Kommission will spätestens bis Anfang 2009 konkrete Vorschläge zur schrittweisen Ablösung der Glühbirne durch moderne Energiesparlampen vorlegen. Dadurch könnte der derzeit durch Beleuchtung entstehende Energieverbrauch bis 2025 halbiert werden.
Quelle: AFP.google.com vom 18.06.2008

China festigt seinen Platz als Klimasünder Nummer eins
Laut der Niederländischen Umweltagentur MNP stiegen die CO2-Emissionen im vergangenen Jahr in China um 8% an und trugen damit zu zwei Dritteln zum weltweiten CO2-Anstieg bei. Damit liegt der Ausstoß in absoluten Zahlen vor den USA, die 14% weniger produzieren. Pro Kopf gerechnet, liegen aber die USA mit 19,4 Tonnen, Russland mit 11,8 Tonnen und die EU mit 8,6 Tonnen vor China mit 5,1 Tonnen. Im Reich der Mitte werden aber in den kommenden Jahren die CO2-Emissionen weiter rasant steigen, da sie vor allem bei der Stromerzeugung und der Herstellung von Zement, Aluminium und Flachglas entstehen - alles Wachstumsbranchen. Beispielsweise erfolgt beim Zement bereits die Hälfte der Weltproduktion in China, mit Wachstumsraten um 10%.
Quelle: Spiegel.de vom 16.06.2008

Japan kündigte deutliche Senkung von CO2-Emissionen an
Diese sollen laut Regierungschef Yasuo Fukuda bis zum Jahr 2050 um 60 bis 80% verringert werden. Ab dem Herbst soll in Japan ein Emissionshandelssystem getestet werden. Laut dem Kyoto-Protokolls von 1990 müsste Japan seine Emissionen bis 2012 um 6% verringern, wozu es aber vermutlich nicht in der Lage sein wird.
Quelle: afp.google.com vom 09.06.2008

Umweltzerstörung könnte bis zu zwei Billionen kosten
Erstmals wurde eine Berechnung des wirtschaftlichen Werts der Artenvielfalt vorgelegt. Die Studie wurde von Pavan Sukhdev, Leiter der Abteilung Globale Märkte der Deutschen Bank, im Auftrag der G-8-Staaten erstellt. Bei einer ungebremsten Entwaldung könnte das weltweite Bruttoinlandsprodukt bis 2050 um 6% niedriger ausfallen. Ein System zum Schutz aller Ökosysteme würde hingegen rund 45 Mrd. Dollar pro Jahr kosten und einen Ertrag von 4,4 bis 5,2 Billionen Dollar erzielen. Es müssten Schutzgebiete auf dem Land (vor allem in Entwicklungsländern) und in den Meeren (20% der Gesamtfläche) ausgewiesen werden. So könnte z.B. der drohende Zusammenbruch der Fischbestände mit dem Verlust von 27 Mio. Arbeitsplätzen vermieden werden. Bei der Uno-Artenschutzkonferenz haben sich knapp 30 Staaten bereit erklärt, Schutzgebiete auszuweisen. Die Staatengemeinschaft will bis 2010 den Verlust an Artenvielfalt signifikant reduzieren.
Quelle: Spiegel.de vom 29.05.2008

G-8-Umweltminister wollen Treibhausgase bis 2050 halbieren
Die sieben grössten Industriestaaten und Russland (G-8) wollen die Treibhausgase bis 2050 halbieren. Darauf einigten sich die G-8-Umweltminister nach Abschluss dreitägiger Beratungen im japanischen Kobe.
Quelle: baz.ch vom 26.05.2008

Wasserwirtschaft wartet ab
Aufgrund des Klimawandels hat sich in Deutschland laut der Münchner Rückversicherung die Häufigkeit schwerer Naturkatastrophen in den vergangenen 40 Jahren verdreifacht. Nach Prognosen werden sich Hitze- und Trockenperioden, wie zuletzt im Sommer 2003, bis 2050 alle zwei bis drei Jahre wiederholen. Dann könnte es mancherorts Probleme mit der Trinkwasserversorgung geben - aber auch bei großräumigen Überschwemmungen. Die Kanalisation ist zumeist nicht auf die Aufnahme größerer Wassermengen vorbereitet - mit mehr sintflutartigen Platzregen wird aber ebenfalls gerechnet. Die bis 2050 notwendigen Investitionen in den Ausbau von Deichen, Wasserrückhaltebecken und in den Gebäudeschutz schätzt das Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung auf 170 Mrd. EUR. Auf der Essener Tagung für Wasser- und Abfallwirtschaft wurde aber deutlich, dass die nötigen Investitionen zumeist zurückgestellt werden. Stattdessen setzt man auf den Bevölkerungsschwund (geringerer Trinkwasserbedarf) oder das Abkoppeln großer Flächen von der Kanalisation bei Starkregen und verlangt mehr Forschung - z.B. ob am Rhein zunehmend mit Superhochwasser im Frühjahr zu rechnen ist, da in Zukunft die Schneeschmelze in den Alpen mit dem saisonalen Frühjahrshochwasser zusammenfallen könnte. Die Bundesregierung will 2009 ihr Programm für eine nationale Anpassungsstrategie vorlegen. Bayern und Baden-Württemberg haben sich aber bereits auf konkrete Maßnahmen für den Hochwasserschutz geeinigt. So sollen an Donau und Main bis 2020 die Schutzdeiche um mindestens 15% erhöht, Rückhaltebecken größer dimensioniert und mehr Überschwemmungsgebiete ausgewiesen werden. Bayern hat dafür 2,3 Mrd. EUR vorgesehen.
Quelle: VDI-Nachrichten.de vom 11.04.2008

Shell sieht die Zukunft der Menschheit gefährdet
In der Studie "Shell Energy Scenarios to 2050" geht der Ölkonzern davon aus, dass sich die Nachfrage nach Energie bis 2050 verdoppeln wird - das Angebot aus Öl und Gas aber nicht mithalten wird. Entweder werden die Staaten versuchen, möglichst viele Ressourcen für sich zu ergattern, oder sie werden durch Effizienzstandards, Steuern oder Emissionshandelssysteme den Verbrauch einzuschränken versuchen. Aufgrund der Verdoppelung der Nachfrage prognostiziert Shell für 2050 ein CO2-Niveau, das mindestens den Werten von 2000 entspricht - oder viel höher ist, falls nicht z.B. die CO2-Abscheidung und -Speicherung gefördert würde. Dann könnten CO2-Emissionen eine Höhe erreichen, die das Wohl der Menschheit gefährdet.
Quelle: FTD.de vom 09.04.2008

Kosten des Klimawandels: Arme Bundesländer trifft es am härtesten
Aufgrund des Klimawandels kommen laut dem DIW Berlin auf Deutschland in den kommenden 50 Jahren volkswirtschaftliche Kosten von bis zu 800 Milliarden Euro zu. Obwohl bevölkerungsreiche und wirtschaftsstarke Länder wie Baden-Württemberg (129 Milliarden Euro), Bayern (113 Milliarden Euro) und Nordrhein-Westfalen (75 Milliarden Euro) in absoluten Zahlen die höchsten Folgekosten aufweisen, sind gemessen an ihrer Wirtschaftskraft die kleineren Bundesländer ungefähr fünfmal so stark betroffen. An der Spitze stehen hier Sachsen-Anhalt (2,7% der Bruttowertschöpfung), gefolgt von Rheinland-Pfalz (2,6%) und Thüringen (2,4%). Deutlich geringer sind hingegen die Werte für große Bundesländer wie Baden-Württemberg (1,2% der Wirtschaftskraft) und Bayern (0,9%).
Quelle: Pressemitteilung des DIW Berlin vom 26.03.2008

Keine entscheidenden Fortschritte beim Kampf gegen Klimawandel
Beim Gipfel der 20 größten "Umweltsünder" in Japan waren die Positionen von Industrienationen, Schwellen- und Entwicklungsländern zu unterschiedlich, als dass verbindliche Klimaschutz-Ziele für das Nachfolgeabkommen für das 2012 auslaufende Kyoto-Protokoll festgelegt werden konnten.
Quelle: swissinfo.ch vom 15.03.2008

Erneuerbare Energien: Feste Vergütung auch 2050 noch notwendig
Die EU-Kommission schlägt vor, bis 2020 den Anteil erneuerbarer Energien an der Energieversorgung auf 20% zu steigern. Das Bundesumweltministerium sieht bis 2050 einen Anteil von knapp 80% vor. Derzeit wird die Stromerzeugung aus diesen Quellen durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) unterstützt. Auf dieses Instrument soll aber ungefähr ab 2020 verzichtet werden, da dann die durchschnittlichen Kosten für erneuerbare Energien unter denen für konventionelle Erzeugungsarten liegen dürften. Das wird aber nach neuen Erkenntnissen des arrhenius Instituts nicht der Fall sein. So läge der Börsenpreis für Strom immer dann niedriger, wenn Windkraftanlagen viel Strom produzierten. Deshalb wären auch noch in ferner Zukunft feste Einspeisetarife oder ähnliche Instrumente notwendig.
Quelle: openPR.de vom 13.03.2008

Eismassen schmilzen schneller
Laut einer gerade publizierten Studie der Universität Bristol ist die Eismasse in der Westantarktis im Jahr 2006 um 132 Milliarden Tonnen geschrumpft - eine fast doppelt so starke Abnahme, als sie noch 1996 beobachtet worden war. Auch im Norden schmilzt das Eis immer schneller; der Zugang zum Nordpol könnte bald eisfrei sein. Damit könnten die Prognosen des UNO-Expertenrats für den Klimawandel (IPCC) über einen Anstieg des Meeresspiegels um 18 bis 59 Zentimeter bis 2100 überholt sein.
Die Eismassen schmilzen aufgrund von bisher wenig erforschten Rückkoppelungseffekten schneller: Beispielsweise würde geschmolzenes Eis dunkle Seen bilden, die mehr Sonnenenergie absorbieren, würde Schmelzwasser, das in die Gletscher eindringt, Wärme transportieren, würde das Kollabieren der Eisschilde am Rand des Kontinents auch die im Landesinnern gelegenen Gletscher ins Rutschen bringen.
Quelle: Tagblatt.ch vom 02.02.2008

EUROSOLAR legt Landesstudie für eine vollständige Stromversorgung aus Erneuerbaren Energien in Hessen bis zum Jahr 2025 vor
Die Studie stützt sich auf den gegenwärtigen Stand der Technik erneuerbarer Energien. Sie bestätigt, dass durch den beschleunigten Ausbau erneuerbarer Energien ein voller Ersatz der Atomkraftleistung in Biblis und ein Verzicht auf ein neues Kohlekraftwerk in Großkrotzenburg möglich ist. So könne der Stromverbrauch in Hessen von 35 Mrd. kWh durch Effizienzsteigerungen bis 2025 auf 28 Mrd. kWh gesenkt werden. Dann könnte der Energiemix aus 35% Windkraft, 28% Biostrom, 22% Solarstrom, 10% geothermische Energie und 5% Wasserkraft bestehen. Die Leistungsreserve werde 2025 im wesentlichen von Biogas übernommen, das nicht nur aus der Landwirtschaft, sondern auch aus organischen Abfällen erzeugt werden kann. Der durchschnittliche Strompreis wird bei etwa 9 Cent pro kWh liegen, wenn die Produktion dezentral für den jeweiligen kommunalen Bedarf erfolge und somit kaum Kosten für eine Inanspruchnahme des Übertragungsnetzes entständen. Der Gesamtinvestitionsaufwand würde bei ca. 22 Mrd. Euro liegen.
Quelle: Pressrelations.de vom 15.01.2008

Sonnenstrom aus Afrika für Deutschland
Hans Müller-Steinhagen, Leiter des Instituts für technische Thermodynamik des Deutschen Luft- und Raumfahrtszentrums (DLR), glaubt, dass Deutschland bereits 2050 die Hälfte des Primärenergiebedarfs mit Ökostrom decken könnte - gewonnen durch Offshore-Windparks, Biomasse und Geothermie. Ferner könnte Solarstrom aus Spanien und Nordafrika bezogen werden: Hier könnten solarthermische Großkraftwerke gebaut werden, die mit Hilfe von Spiegeln Strom erzeugen. Die Belastung für die Umstellung auf Ökostrom betrage 30 EUR pro Haushalt und Jahr, verteilt auf die nächsten 40 Jahre.
Quelle: Zeit.de vom 28.12.2007

Spritsparmodelle - wirklich umweltfreundlich?
Deutsche Autobauer haben inzwischen mehrere Öko-Varianten gängiger Modelle entwickelt: Durch weniger Verbrauch soll der CO2-Ausstoß reduziert werden. Aber die Modelle sind teurer - auf der Grundlage der Verbrauchsangaben der Hersteller berechnete der ADAC, dass sich z.B. der Mehrpreis beim Audi A4 Avant 1.9 TDI e erst nach 75.800 km, beim Ford Focus 1.6 TDCi ECOnetic nach 185.200 km und beim VW Polo Blue Motion nach 90.400 km amortisiert. Nur bei dem gegenüber dem Vergleichsmodell etwas ausstattungreduzierten und damit um 800 EUR billigeren Seat Ibiza 1.4 TDI Ecomotive beginnt das Sparen von Anfang an...
Quelle: ADACmotorwelt 12/2007

Das größte lebende Gebilde der Erde stirbt
Wenn die Zerstörung wie bisher weiter geht, sind bis 2050 rund 70% aller Korallenriffe zerstört (derzeit: 30%). Da sie ein Viertel aller weltweit vorkommenden Fischarten beheimaten, wären diese ebenfalls betroffen. Bedroht sind auch 120 Mio. Menschen, die direkt von den Riffen leben, und weitere Millionen, deren Wohnorte durch Riffe vor Sturmfluten geschützt werden. Deshalb befinden sich die Korallenriffe seit Ende 2007 auf der "Roten Liste" der gefährdeten Arten.
Quelle: Welt.de vom 12.12.2007

Klimawandel kostet Österreich jährlich 1,6 Mrd.
Auf diese erschreckende Summe kommen Experten der Linzer Kepler-Universität, wobei sie bei ihrer Studie eine Erwärmung um 1,63 Grad bis 2050 angenommen haben. Deren Folgen: Überschwemmungen, Hagel, Lawinen, immer weniger Ski-Urlauber.
Quelle: oe24.at vom 11.12.2007

150 Millionen Menschen in Gefahr
In den kommenden sechs Jahrzehnten wird der Meeresspiegel laut einer OECD-Studie wegen des Klimawandels einen halben Meter steigen. Demnach könnten im Jahr 2070 bis zu 150 Millionen Menschen sowie Infrastruktur und Immobilien in einem Wert von knapp 24 Billionen Euro von einer Überflutung betroffen sein. Besonders bedroht seien die Megastädte Kalkutta, Bombay, Dhaka, Guangzhou, Shanghai, Ho-Chi-Minh-Stadt, Bangkok, Rangun und Miami.
Quelle: Focus.de vom 04.12.2007

Klimawandel hat dramatische Folgen für Spanien
Im schlimmsten Fall werde sich das Land bis zum Jahr 2050 deutlich verändern, erklärten Wissenschaftler in einem Bericht, der Ministerpräsident Jose Luis Rodriguez Zapatero vorgestellt wurde. Der Norden Spaniens werde dann ein heißeres und der Süden ein wüstenähnliches Klima haben. Tiere und Pflanzen, die sich den Veränderungen nicht durch Umsiedelung entziehen könnten, drohen auszusterben. An den Küsten würde der Meeresspiegel um durchschnittlich 15 Zentimeter ansteigen. Dann würden bis zu 15 Meter der Strände der Kanarischen Inseln sowie bis zu 70 Meter der Strände an der Costa Brava und auf den Balearen verloren gehen. Bodenerosion könnte die Gefahr von Überschwemmungen verstärken, während die höheren Temperaturen und die Trockenheit zu mehr Waldbränden führen könnten.
Quelle: de.news.yahoo.com vom 28.11.2007

UN-Klimaexperte warnt vor neuen Kohlekraftwerken in Deutschland
Der Leiter des UN-Klimasekretariats in Bonn, Yvo de Boer, lobte wohl das Ziel der Bundesregierung, den CO2-Ausstoß bis 2020 um 40% zu senken, fragte aber, wie dieses Ziel erreicht werden soll, wenn wie geplant 25 neue Kohlekraftwerke gebaut werden. Die geplanten Investitionen in Höhe von rund 20 Billionen Dollar müssten unbedingt in Richtung Windkraft, Solarenergie und Biomasse-Kraftwerke umgelenkt werden.
Quelle: FTD.de vom 20.11.2007

Klimawandel und seine Folgen für Österreich
Im Rahmen von StartClim wurden 2007 sieben Projekte abgeschlossen, die mögliche Auswirkungen des Klimawandels aufzeigen: Hinsichtlich der Gesundheit wird eine Verringerung der Feinstaubbelastung vermutet, da wintertypische Verhältnisse kürzer sein dürften. Aber schon eine Erwärmung um weniger als 1°C könnte vor allem im Rheintal, im Donautal, im östlichen Burgenland und in der Grenzregion zu Slowenien das Vorkommen von Sandmücken begünstigen, von denen die für Menschen gefährlichen Leishmanien übertragen werden (weltweit: ca. 12 Mio. infizierte Menschen, mindestens 60.000 Todesfälle im Jahr). Bezüglich der Landwirtschaft werden geschädigte Grasnarben, größere Engerlingspopulationen und mehr Fraßschäden erwartet. Beim Sommertourismus kann mit einer verlängerten Vor- und Nachsaison gerechnet werden; in der Hauptsaison könnte es aber zu Einbußen wegen Hitzestress und einer leichten Erhöhung der Tage mit lang anhaltenden Niederschlägen kommen. Beim Energieverbrauch dürften die Kosten für Heizung vor allem in den Alpenregionen abnehmen, aber die Kosten für Kühlung in den Niederungen zunehmen. Der Heizenergiebedarf könnte bis 2050 um ca. 20 % reduziert werden.
Quelle: oekonews.at vom 14.11.2007

Växjö als Klima-Vorbild in Europa
Die schwedische Stadt hat seit 1993 ihre Treibhausgas-Emissionen um 30% gesenkt. In drei Jahren will sie ihre Emissionen um die Hälfte und bis 2025 sogar um 70% reduzieren. So wurde beim Heiz- und Kraftwerk Öl durch Holzstückchen aus den örtlichen Sägewerken ersetzt. Mit Biosprit betriebene Autos können in der ganzen Stadt kostenlos parken. Rund ein Fünftel der städtischen Autos fährt mit Biogas. In einem neuen Wohngebiet stehen die europaweit größten komplett aus Holz gebauten Häuser - bei diesem Baumaterial wird weniger Energie benötigt.
Quelle: baz.ch vom 07.11.2007

"Environmental Vision 2050": Toshiba legt Klimaschutz-Programm neu auf
Bis 2025 will das Unternehmen den jährlichen CO2-Ausstoß um 57,6 Millionen Tonnen reduzieren. Das entspricht in etwa der Belastung, die eine Metropole wie Tokio in 365 Tagen verursache. Bis 2050 sollen die umweltschädlichen Faktoren gegenüber dem heutigen Stand auf ein Zehntel reduziert werden. Dazu bemühe sich Toshiba um die Erschließung alternativer Energiequellen und setze bei der Produktion verstärkt auf umweltfreundliche Eigenschaften wie längere Lebensdauer und niedrigeren Stromverbrauch.
Quelle: satundkabel.de vom 06.11.2007

Die Klima-Diät
Die Lebensmittelherstellung hat in Deutschland einen Anteil von etwa 20% am Energieverbrauch - bedingt durch die Erzeugung, den Transport, die Verarbeitung, die Verpackung und die Lagerung von Lebensmitteln (z.B. Tiefkühlkost). Beispielsweise setzt die Rindfleischproduktion 10.000g CO2 pro kg frei, die Weizenproduktion aber nur 230g. Wer also weitgehend auf den Fleischkonsum verzichtet und nicht oder wenig verarbeitete Produkte aus der Region verzehrt, trägt zum Klimaschutz bei. Laut der Ernährungswissenschaftlerin Corinna Taylor spart eine Person, die von Mischkost auf ökologisch erzeugte ovo-lakto-vegetabile Ernährung umsteigt, pro Jahr eine Energiemenge ein, die mehr als 300 Litern Benzin entspricht.
Quelle: Reformhaus Kurier vom November 2007

Umwelt-Gütesiegel für PKW
Auf der 62. Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) vom September 2007 zeigte sich, dass die deutsche Automobilindustrie - trotz vollmundiger Versprechungen - in Sachen Umweltschutz weiter hinter japanischen Modellen wie dem Toyota Prius hinterher hinkt. Der ADAC hat nun ein neues Gütesiegel entwickelt, bei dem nicht nur das Treibhausgas CO2, sondern sämtliche Abgas-Emissionen der Automodelle mit bewertet werden. Die Ergebnisse des EcoTest können für die einzelnen Hersteller und Fahrzeugmodelle unter "Tests" auf www.adac.de abgerufen werden.

Starker Rückgang bei Zugvögeln im Nationalpark Wattenmeer
In den vergangenen 20 Jahre wurde ein Rückgang von 30 bis 40% vor allem bei arktischen Zugvogelarten wie Kiebitzregenpfeifer, Pfuhlschnepfe, Knutt und Alpenstrandläufer festgestellt. Die genaue Ursache für den Rückgang ist nicht bekannt, es wird aber ein Zusammenhang mit dem Klimawandel vermutet.
Quelle: Newsticker.Welt.de vom 02.10.2007

Neuseeland setzt ab 2025 fast voll auf erneuerbare Energien
Dann sollen mindestens 90% des Strombedarfs auf diese Weise gedeckt werden. Ferner wird ein Handel mit Emissionszertifikaten eingeführt - ab 2008 für Waldbesitzer, ab 2009 für den Transportsektor, ab 2010 für Industrie und Energiewirtschaft sowie ab 2013 für die Landwirtschaft, die etwa die Hälfte der neuseeländischen Emissionen verursacht.
Quelle: dpa-Meldung vom 20.09.2007

Gene gegen Dürre
Aufgrund des Klimawandels gibt es weltweit immer mehr Trockenperioden, verbunden mit Missernten. Wissenschaftler entwickeln deshalb genetisch veränderte Nutzpflanzen, die Umweltstress wie Trockenheit, Hitze, Kälte oder Bodenversalzung besser wegstecken können. So arbeitet z.B. Bayer CropScience an Pflanzen, die in diesen Situationen weniger PARP-Enzym produzieren. Dann werden Energiereserven weniger schnell abgebaut und in den Zellen weniger freie Radikale gebildet, welche die Pflanze dauerhaft schädigen. Feldversuche in Kanada mit derart veränderten Rapspflanzen sind erfolgreich verlaufen; um 2015 sollen Landwirte stresstolerante Sorten von Raps, Baumwolle, Reis und Mais kaufen können.
Das BASF-Unternehmen Plant Science und der US-Agrokonzern Monsanto arbeiten derzeit an einer neuen Maissorte, bei der ein Gen aus einem dürretoleranten Moos dafür sorgt, dass die Pflanze mit Trockenphasen besser zurecht kommt. Das Verfahren soll z.B. auch bei Raps und Weizen genutzt werden.
Das Botanische Institut der Universität Bonn setzt hingegen auf Gene der südafrikanischen Wiederauferstehungspflanze, Craterostigma plantagineum. Es wird durch das ALDH-Gen vor dem Vertrocknen geschützt. Wissenschaftler der Universidad Autonoma de Morelos in Cuernavaca haben ein Gen aus einem Moosfarn mit ähnlicher Wirkung entdeckt.
Quelle: Welt.de vom 29.09.2007

Montrealer Konferenz: Vorzeitiger Ausstieg aus ozonschicht- und klimaschädigenden Stoffen
Dieser Tage wurde in Montreal ein beschleunigter Ausstieg aus Fluorchlorkohlenwasserstoffen (FCKW) beschlossen, welche die Ozonschicht schädigen und durch ihr hohes Treibhauspotential (bis zu 2000-mal höher als CO2) zum Klimawandel beitragen. Die Produktion von FCKW steigt insbesondere wegen der in den Entwicklungsländern rasant zunehmenden Nachfrage nach Kälte- und Klimaanlagen derzeit noch stark an. So ist China inzwischen der weltweit größte Hersteller und Verwender von FCKW.
Der Beschluss sieht vor, dass die Entwicklungsländer Produktion und Verbrauch von FCKW im Jahr 2013 auf dem Niveau von 2009/2010 einfrieren und dann in mehreren Teilschritten bis zum Jahr 2030 weitestgehend zurückführen. Für die Industrieländer wurde der Ausstieg von 2030 auf 2020 vorverlegt. Die Regelung fußt auf dem Montrealer Protokoll zum Schutz der Ozonschicht vom 16.09.1987, einem der erfolgreichsten internationalen Umweltschutzabkommen mit inzwischen 191 Vertragsparteien.
Quelle: umweltruf.de vom 22.09.2007

Die Energieeffizienz steigern
Laut der Internationalen Energieagentur (IEA) könnten allein durch mehr Energieeffizienz 80% der möglichen Emissionsreduktionen abgedeckt werden. Die Agentur schätzt den Bedarf an Investitionen zur Erneuerung der Kapazitäten zur Stromerzeugung für die OECD-Mitgliedstaaten auf rund drei Billionen Euro. Für die Schwellenländer China und Indien gelte dasselbe. Laut dem Bundesumweltministerium gäbe es Studien, nach denen bis zum Jahr 2050 etwa 50% der weltweiten Energieversorgung durch erneuerbare Energien abgedeckt werden könnten.
Quelle: Verivox.de vom 07.09.2007

Australien und USA für Atomenergie
Beim Apec-Gipfel in Sydney haben sich US-Präsident George W. Bush und Australiens Ministerpräsident John Howard im Kampf gegen den Klimawandel für die Atomenergie ausgesprochen. Mit ihr könne Strom erzeugt werden, ohne dass dabei Treibhausgase entstehen.
Quelle: derStandard.at vom 05.09.2007

Der Umweltkollaps muss nicht kommen
Laut Sven Teske, Klimaspezialist von Greenpeace, produziert ein einzelner Mensch in den USA 20 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr, in Europa 10, in China 3,3, in Afrika 0,9 und in Bangladesch 0,3 Tonnen. Um die Erderwärmung zu mindern, müssten in den USA 70%, in Europa und Australien 50 bis 60% eingespart werden. Entwicklungsländer dürften hingegen den Energieverbrauch noch steigern - alle 53 Länder Afrikas zusammen verursachten sowieso nur so viel Treibhausgase wie Deutschland. Ihnen muss ein weiterer Wirtschaftswachstum ermöglicht werden, damit der Lebensstandard steigen kann.
Maßnahmen gegen den Klimakollaps
könnten laut Teske die Verwendung von mehr alternativen Energien, weniger Flug- und mehr Bahnverkehr sowie mehr Energieeffizienz (z.B. durch Wärmedämmung) sein. Beispielsweise legen in Japan nun die fünf besten Geräte - vom Auto über Computer bis zum Wasserkocher - den Verbrauchsstandard fest: Die fünf schlechtesten dürfen nach einiger Zeit nicht mehr verkauft werden. So entsteht ein Wettbewerb um energieeinsparende Geräte.
Deutschland führt schon jetzt auf dem Solarmarkt. In vier bis sechs Jahren wird laut Teske Solarstrom etwa genauso teuer sein wie Haushaltsstrom sein. In ländlichen Regionen Afrikas ist Solarstrom heute schon billiger als Strom aus Dieselgeneratoren. Großprojekte wie Solaranlagen in Nordafrika könnten 15% der Energie Europas decken.
Quelle: Rheinischer Merkur vom 09.08.2007

Andere europäische Länder sind im Klimaschutz weiter
Schweden will bis 2020 aus dem Import von Öl aussteigen; Großbritannien möchte bis 2025 seine Emissionen um 60% reduzieren; in Norwegen, Dänemark und Schweden wirken bereits die CO2-Steuern und ersparen den Ländern den Ankauf von Verschmutzungsrechten in Milliardenhöhe. Und in den USA will z.B. Kalifornien bis 2050 die Treibhausgas-Emissionen um 80% senken.
Greenpeace fordert auch für Österreich einen hundertprozentigen Ausstieg aus fossilen Energien bis 2050 sowie Maßnahmen wie z.B. eine aufkommensneutrale CO2-Steuer, den Ausbau von Ökostrom und eine flächendeckende Lkw- und Pkw-Maut.
Quelle: Oekonews.at vom 08.08.2007

Städte kühler machen
Bei immer wärmer werdenden Sommern werden in Deutschland vor allem Menschen in Gebäuden mit riesigen Glasfronten, in schlecht isolierten Wohnungen und in nicht ausreichend vor Sonne geschützten Dachgeschosswohnungen leiden. Besonders heiß wird es bei Einkaufzentren mit ihren großen Parkplätzen werden - die Luft über Asphalt kann sich im Hochsommer auf knapp 50 Grad Celsius aufheizen.
So sind zum einen die Stadtplaner gefragt: Sie müssen durch Frischluftschneisen für eine ungestörte Zufuhr kühler Luft aus dem Umland sorgen und die Versiegelung großer Flächen vermeiden. Parks und Grünanlagen in Wohnortnähe bleiben kühler und machen somit den Sommer erträglicher. So sollten aufgrund des Bevölkerungsschwunds in Zukunft frei stehende Häuser abgerissen und durch Grünanlagen ersetzt werden. Große Bäume und Arkaden bieten Schatten und damit niedrigere Temperaturen.
Zum anderen sind die Architekten gefragt: Dicke Mauern, natürliche Kühlung durch Durchzug und die Nutzung von kühlen Temperaturen im Erdreich (z.B. durch zentrale Schächte in den Keller, durch die kühle Luft in die oberen Geschosse geleitet wird, oder durch Rohre, durch die kühles Wasser aus einem unterirdischen Wassertank durch die Räume gepumpt wird) werden ein angenehmeres Raumklima als klimatisierte Glasbauten schaffen - zumal Klimaanlagen nicht nur viel Energie verbrauchen, sondern auch die Städte aufwärmen, da sie nach außen Wärme abgeben.
Ansonsten werden die Deutschen im Sommer ihren Lebensstil ändern müssen: Ein früherer Arbeitsbeginn und dafür eine lange Siesta zur Mittagszeit sind angesagt.
Quelle: Finanztreff.de vom 08.08.2007

UBA untersucht globale Perspektiven von Clean Development Mechanism und Joint Implementation
Klimaschutz ist eine globale Aufgabe; daher erlaubt das Kyoto-Protokoll Industrieländern, ihre Klimaschutzverpflichtungen mit Projekten im Ausland zu erfüllen: zum einen durch Klimaschutzprojekte in weniger entwickelten Ländern im Rahmen des Clean Development Mechanism (CDM) und zum anderen durch Projekte in ausländischen Industrieländern im Rahmen der Joint Implementation (JI). Ein Beispiel für ein CDM-Projekt ist ein Windpark in einem weniger entwickelten Land; ein Beispiel für ein JI-Projekt wäre die Modernisierung eines Kraftwerkes in einem früher sozialistischen Land.
Laut einer Studie des Freiburger Öko-Instituts und des Mannheimer Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung im Auftrag des Umweltbundesamtes (UBA) werden Projekte im Rahmen von CDM und JI im Jahr 2010 voraussichtlich zu einer Minderung der Treibhausgasemissionen um etwa 450 Millionen Tonnen CO2 führen. Im Jahr 2020 wird dieses Volumen wahrscheinlich doppelt so hoch sein und damit dem jährlichen CO2-Ausstoß Deutschlands entsprechen. Ab 2050 werden sich sogar jährlich rund 1,8 Milliarden Tonnen CO2 vermeiden lassen.
Allerdings wird sich dieser Markt wahrscheinlich erheblich ändern. Während 2020 vermutlich so genannte Nicht-CO2-Projekte das größte Marktsegment sein werden (z.B. Projekte zur Verminderung der Methanemissionen aus Mülldeponien), gefolgt von Projekten zur Förderung der Energieeffizienz, wird bis 2050 mit einer Verschiebung zu Gunsten der erneuerbaren Energien gerechnet.
Der deutsche Nationale Allokationsplan für die Periode 2008 bis 2012 sieht eine Obergrenze für JI- und CDM-Projekte bei 22% der für eine emissionshandelspflichtige Anlage zugeteilten Emissionsberechtigungen vor.
Quelle: inar.de vom 03.08.2007

Luftfahrt: "Ab 2050 grüne Industrie"
Die Lufthansa treibt Umweltentlastungen mit einem jährlichen Potential von über 200.000 Tonnen CO2 voran. So werden durch die 2006 erfolgte Umrüstung der Europaflotte auf leichtere Sitze 5 Mio. Treibstoff weniger verbraucht. Auch werden die Maschinen besser ausgelastet. Besonders positiv wird sich die Investition von mehr als 12 Mrd. Euro in über 130 neue Flugzeuge vom Typ Airbus A 380 und Boeing 747-8 auswirken: Sie benötigen pro Passagiere und 100 Kilometer nur noch drei Liter Kerosin - und damit 1,4 Liter weniger als heute (und 3,2 Liter weniger als 1991). Der CO2-Ausstoß pro Fluggast liegt derzeit bei einem Flug von Frankfurt/Main nach Kapstadt bei 1.023 kg, nach Bangkok bei 977 kg und nach New York bei 627 kg.
Quelle: ahgz.de vom 12.07.2007

G8-Staaten finden beim Klimaschutz zusammen
Die G8-Staaten haben sich nach langen Verhandlungen und Widerständen vor allem aus den USA auf gemeinsame Ziele beim Klimaschutz geeinigt: Sie wollen die globalen CO2-Emissionen bis 2050 um mindestens die Hälfte verringern. Das Vorhaben soll unter dem Dach der Vereinten Nationen umgesetzt werden, sodass auch große Schwellenländer wie China und Indien eingebunden werden können.
Über die Einzelheiten, wie die globalen Reduktionsziele erreicht werden sollen, könnten die Umweltminister des UN-Klimarahmenabkommens im Dezember auf Bali verhandeln. Auf der Weltklimakonferenz soll eine Nachfolgeregelung für das Kyoto-Protokoll vereinbart werden, das 2012 ausläuft.
Quelle: MZ-web.de vom 08.06.2007

Energie aus Biomasse muss ihr "grünes Image" verteidigen
Bei der 15. Europäischen Biomassekonferenz setzten sich die Teilnehmer auch mit der Kritik auseinander, dass die Bioenergie nicht ökologisch nachhaltig sei, wofür z.B. Negativbeispiele wie die Palmölgewinnung in Indonesien angeführt werden. Auch würde schon jetzt eine Konkurrenz zur Nahrungsmittelproduktion befürchtet, obwohl derzeit weltweit erst rund 11% des Primärenergiebedarfes aus Biomasse gedeckt werden. Zahlreiche Teilnehmer forderten vor diesem Hintergrund eine Zertifizierung der Bioenergie, die eine umweltschonende Energiegewinnung garantieren soll. Auch müsse das Zusammenspiel mit anderen erneuerbaren Energien wie Solar-, Wind- oder Wasserkraft berücksichtigt werden.
Hans-Josef Fell, Mitglied des Deutschen Bundestages, forderte die Aufhebung der Biodiesel-Besteuerung, damit diese neue Technologie ausgebremst werde. Zudem sprach er sich für ein Einspeisegesetz für Biogas aus. Die Tarife könnten denen für Windenergie entsprechen - bei einer Förderlaufzeit von etwa 15 Jahren pro Biogas-Anlage.
Alfons Gonzaléz-Finat, Generaldirektor Transport und Energie bei der Europäischen Kommission, vertrat das europäische Ziel, bis 2050 die gesamte Energieversorgung auf die verschiedenen Standbeine der Erneuerbaren zu verteilen. Er sah eine solche Zielsetzung durchaus als realistisch an.
Quelle: Oekonews.at vom 10.5.2007

Gegen Klimaerwärmung: weniger Kinder und eine schrumpfende Bevölkerung
Das Beste, was jeder gegen die Klimaerwärmung tun kann, wäre laut der britischen Organisation Optimum Population Trust (OPT), ein Kind weniger zu zeugen. Vor allem die reichen Länder sollten den Nachwuchs reduzieren; Großbritannien sollte z.B. bis 2050 die Bevölkerung durch Familienplanung und Kontrolle der Einwanderung von jetzt 60 Millionen auf 55 Millionen senken. Dies wäre ein für die Umwelt erträgliches Maß. Zugleich würden die Klimakosten um 220 Milliarden Euro reduziert. Auf jeden Fall sollte durch bevölkerungspolitische Maßnahmen das Wachstum der Weltbevölkerung von jetzt 6,2 auf 9,7 Milliarden bis 2050 gebremst werden, da sonst die meisten geplanten Energiesparmaßnahmen durch dieses Wachstum kontrakariert würden.
Quelle: Telepolis/Heise.de vom 07.05.2007

Schluss mit schädlichem Schiffsqualm
Laut Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee soll der Anteil an hochgiftigem Schweröl in Schiffstreibstoffen innerhalb der nächsten 10 Jahre deutlich zurückgedrängt und durch umweltverträglichen Schiffsdiesel ersetzt werden. Schweröl belastet die Umwelt besonders durch Schwefel, Grob- und Feinstaub sowie Stickoxide. Noch in diesem Sommer werde die EU die Nord- und Ostsee zu "Emissionsschutzgebieten" erklären, für die Grenzwerte für den Schadstoffausstoß bestehen. Eine Stromversorgung der in Häfen liegenden Schiffe vom Land aus würde erhebliche Schadstoffmengen reduzieren. Zudem unterstützt die Bundesregierung den Vorschlag der EU-Kommission, die Schiffahrt in den Emissionshandel einzubeziehen.
Quelle: taz.de vom 04.05.2007

Erneuerbare Energien sollen die Atmosphäre retten
Neben dem gewaltigen Preisanstieg von Erdöl während der vergangenen Jahre forciert vor allem die Erderwärmung die Suche nach Alternativen zu Öl, Gas und Kohle. Laut dem vierten UN-Klimazustandsbericht gingen fast 80% der Zunahme an CO2 in der Erdatmosphäre auf die verstärkte Nutzung fossiler Brennstoffe zurück (und gut 20% auf Änderungen bei der Landnutzung wie Rodungen). Um den Anstieg der Temperatur langfristig auf zwei Grad Celsius zu begrenzen, müssten die Emission von klimaschädlichen Gasen bis 2050 halbiert werden. Das kann nur mit Hilfe erneuerbarer Energien und von Energieeffizienz gelingen: vom Passivhaus bis zum Spritsparmotor. Energie aus Geothermie, Sonne, Wind, Wasser und Biomasse könnte laut dem Umweltbundesamt bis 2050 rund 50% des Energiegesamtverbrauchs in Deutschland decken. Dieser soll dann nur noch halb so hoch sein wie heute.
Die Internationale Energieagentur schätzt den Einsatz erneuerbarer Energien wesentlich verhaltener ein. Selbst im optimistischsten Szenario ergibt sich bis 2050 lediglich eine Reduzierung der CO2-Emissionen um 16%. So fordert die IEA Kohlekraftwerke, bei denen das Kohlendioxid abgeschieden und unterirdisch gespeichert wird.
Beim Autoverkehr soll in Deutschland bis 2015 ein Anteil von 8% Biokraftstoff erreicht werden, der meist dem Benzin und Diesel beigemischt wird.
Quelle: Wiesbadener-Kurier.de vom 03.05.2007

Energieforschung: CO2-Reduktion hat oberste Priorität
Um die Erwärmung der Erdatmosphäre in Grenzen zu halten, muss die Belastung durch CO2 bis 2050 global um bis zu 50% abnehmen. Das entspreche einer Senkung von fast 15% pro Jahrzehnt zwischen 2010 und 2050.
Dazu müsse auch der Energieverbrauch gesenkt werden. Laut einer Studie des Paul Scherer Instituts (PSI) könnten in der Schweiz bis 2050 höchstens 30% eingespart werden. Die 2.000-Watt-Gesellschaft sei eine schöne Vision, realistisch sei aber nur eine 3.500-Watt-Gesellschaft. Derzeit würden rund 5.000 Watt pro Jahr und Kopf verbraucht.
Reduziert werden müssten die CO2-Emmissionen sowohl beim Bau und Betrieb von Gebäuden, beim Verkehr, bei den Konsumgütern aus Industrie und in der Dienstleistungsbranche. Die Verbesserung der Energieeffizienz und der Einsatz neuer erneuerbarer Energien seien Herausforderungen für die Forschung.
Quelle: baz.ch vom 25.04.2007

Ausstieg aus der Braunkohleförderung in Deutschland?
Der Bund will die Nutzung der Braunkohle bis 2030 halbieren und bis 2050 nahezu gänzlich streichen. Das geht aus einer Leitstudie des Bundesumweltministeriums hervor. Der Grund sind die hohen CO2-Emissionen. Allerdings wird - z.B. in Brandenburg - auch eine CO2-Abscheidungstechnik entwickelt, die schon in sechs bis sieben Jahren einsatzbereit sein soll. Deshalb will das Land an der Braunkohlenförderung festhalten.
Quelle: MaerkischeAllgemeine.de vom 25.04.2007

Atomkraft leistet keinen nennenswerten Beitrag
Der Anteil der AKW an der Energieversorgung geht zurück. Während in Europa vermutlich bis zum Jahr 2025 etwa 280 Reaktoren wegen Überalterung abgeschaltet werden müssen, ist nur noch ein einziger Reaktor im Bau.
Quelle: Junge Welt vom 19.02.2007

Die deutsche Verkehrswirtschaft senkt europaweit am stärksten die CO2-Emissionen
Laut Wilhelm Bonse-Geuking, Präsidiumsvorsitzender des Deutschen Verkehrsforums, hat es Deutschland als einziges Land in der EU geschafft, die CO2-Emissionen im Straßenverkehr seit 1999 um 15 Prozent zu senken. Er fordert, effektiven Klimaschutz auch durch gezielte Investitionen in die Infrastruktur zu betreiben:

  • "Allein für die Aufrechterhaltung des Fernstraßennetzes fehlen pro Jahr zwei Milliarden Euro im Bundesverkehrswegeplan. Jährlich gibt es 200.000 Staus in Deutschland, die jedes Jahr hunderte Millionen Liter Kraftstoff vernichten.
  • Im Luftverkehr ist vor allem die schnelle Realisierung des 'Single European Sky' erforderlich. In einem gemeinsamen europäischen Luftraum ließen sich bis zu 12 Prozent Kerosin und damit CO2-Ausstoß einsparen.
  • Gleiches gilt für den grenzüberschreitenden Eisenbahngüterverkehr. Hier ist die europäische Kommission aufgerufen, Standardisierung und die technische Harmonisierung etwa durch das europäische Zugleitsystem ETCS/ ERTMS im Grenzverkehr durchzusetzen. Umrüstung und Abfertigungsmodalitäten führen zu untragbaren Wartezeiten und verdrängen eilige Fracht auf die Straße".

Der Mineralölverbrauch (Ottokraftstoffe) wird von 22,6 Millionen Tonnen in 2006 auf 13,6 Millionen Tonnen in 2025 sinken. Das entspricht einem Rückgang von 42%. Für Dieselkraftstoff wird ein Rückgang von 30,2 Millionen Tonnen in 2006 auf 26 Millionen Tonnen in 2025 prognostiziert (um 12,4%).
Auch im Luftverkehr, der ein Prozent der europäischen CO2-Emissionen verursacht, ist es gelungen, den Ausstoß der Lufthansa-Flotte seit 1991 um rund 30% zu verringern. Im Eisenbahngüterverkehr ist die Verkehrsleistung seit 1991 bis 2004 relativ konstant, die CO2-Emissionen sind jedoch um 38% gesunken.
Quelle: Pressemitteilung des Deutschen Verkehrsforums vom 19.03.2007