Martin R. Textor
 
Technik: Anhang

zu der Tabelle

CCS-Technik lässt auf sich warten
Auf einer Tagung in Potsdam mit mehr als 250 Ingenieuren, Geowissenschaftlern und Vertretern aus Politik und Wirtschaft wurden Probleme bei der unterirdischen Speicherung von Kohlendioxid diskutiert. Die so genannte "CCS-Technik" wird vermutlich nicht vor 2020 zur Verfügung stehen; laut Prof. Manfred Fischedick vom Wuppertal-Institut könnte es sogar bis 2030 dauern.
Quelle: pnn.de vom 11.02.2010

Mobiles Telefonieren im Alter
Die Hälfte der Frauen und Männern über 65 Jahre besitzt kein Handy. Ihnen könnte die Berührungsangst vor der Mobil-Technik genommen werden, wenn Handys mit großen Tasten und einem leicht zu bedienenden Notruf auf den Markt kämen, mit denen sie telefonieren und SMS schreiben können. Das Display soll klar und hell, möglichst gelb auf schwarz sein. Eine Mehrfachbelegung der Tasten wird nicht gewünscht.
Quelle: derwesten.de vom 04.02.2010

2040: erste Fusionskraftwerke
Laut dem britischen Physiker Alexander M. Bradshaw gewinnen Fusionskraftwerke aus der Verschmelzung von Atomkernen Energie. Ein Gramm Brennstoff aus den Wasserstoffsorten Deuterium und Tritium könnte in einem Kraftwerk 90.000 Kilowattstunden Energie freisetzen, was der Verbrennungswärme von 11 Tonnen Kohle entspräche. Im Jahr 2014 würde der Versuchs-Fusionsreaktor ITER den Betrieb aufnehmen. Bereits 2040 könnten dann die ersten Fusionskraftwerke entstehen.
Quelle: idw-online.de vom 20.01.2010

Solarhaus soll bis 2030 Baustandard werden
Derzeit deckt die solare Wärme typischerweise zwischen 20 und 30% des Wärmebedarfs - bis 2030 sollen es 100% sein. So sollen Solarkollektoren und Fotovoltaikmodule (eventuell auch Wärmepumpen) miteinander kombiniert sowie die Be- und Entladetechnik großer Speicher ohne Wärmeverluste optimiert werden.
Quelle: enbausa.de vom 16.01.2010

Ostsee-Pipeline
Für die Ostsee-Gasleitung vom russischen Wyborg bis nach Greifswald liegen nun alle Baugenehmigungen vor. So kann die 1.223 km lange Pipeline verlegt werden, durch die 55 Mrd. Kubikmeter Gas aus Russland nach Deutschland fließen sollen. Dazu müssen rund 200.000 Rohre verlegt werden, durch die das Erdgas von acht Flugzeugturbinen mit einem Druck von 220 Bar gepresst wird. Die erste von zwei Trassen soll Ende 2011 fertig sein. Da die Gasvorkommen in der Nordsee rapide zurückgehen, sollen 2030 rund 25% der Bedarfslücke von ca. 200 Mrd. Kubikmetern über die Ostsee-Pipeline gedeckt werden.
Quelle: fr-online.de vom 02.01.2010

DLR-Studie: Potenzial erneuerbarer Energien
Eine von einem Forschungskonsortium um das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) erstellte Studie zeigt, dass das technische Potenzial zur Nutzung erneuerbarer Energien das Zwanzigfache des heutigen Endenergiebedarfs beträgt. Das größte Potenzial besäßen solare Technologien wie konzentrierende solarthermische Kraftwerke (CSP) und Photovoltaik. Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz könnten die Primärenergienachfrage bis zum Jahr 2050 um mehr als die Hälfte verringern - und zu über 50% kostendeckend sein.
Quelle: solarserver.de vom 18.12.2009

Medienumbrüche
Klassische Printmedien wie Bücher, Zeitungen und Zeitschriften werden laut der Studie "Zukunft und Zukunftsfähigkeit der Informations- und Kommunikationstechnologien und Medien - Internationale Delphi-Studie 2030" in den nächsten 15 Jahren nicht aussterben. Aber immer häufiger werden E-Books und individuell zusammengestellte E-Tageszeitungen gelesen werden. Im Jahr 2024 wird das Internet das Unterhaltungsmedium Nummer eins in Deutschland und vielen weiteren Ländern sein, wird aber weiterhin eher passiv genutzt werden. Für Kaufentscheidungen werden Communities, in denen User Produkte bewerten, immer wichtiger werden. Schon in wenigen Jahren werden Menschen Filme und Texte sowohl auf dem Fernseher bzw. dem PC-Bildschirm als auch auf dem Handy anschauen. HDTV wird ab 2015 die Standardqualität der Fernsehübertragung in Deutschland werden; 3-D-Fernsehen wird um das Jahr 2030 herum folgen. Spätestens 2024 wird die Hälfte der TV-Zuschauer On-demand-Dienste nutzen.
Quelle: focus.de vom 08.12.2009

Das Internet wird mobil
Das Handy wird zunehmend als mobiles Internetgerät genutzt - und dieser Trend wird sich in den kommenden Jahren fortsetzen: Der Studie "Zukunft und Zukunftsfähigkeit der Informations- und Kommunikationstechnologien und Medien - Internationale Delphi-Studie 2030" zufolge, werden die Deutschen bereits in fünf Jahren viel öfter mit mobilen Endgeräten online gehen als über stationäre Rechner. Dann würden Anwendungen und Dienste in erster Linie für mobile Geräte entwickelt. Spätestens ab dem Jahr 2024 würden Deutsche dasselbe drahtlose Gerät zu Hause und am Arbeitsplatz benutzen; mit ihm könnten Texte, Bilder, Musik und Videos angezeigt werden. Handys würden auch zunehmend zur Navigation bzw. zur Orientierung in einer Stadt, als Digitalkameras und als elektronische Geldbörse verwendet werden.
Quelle: focus.de vom 08.12.2009

Greifswalder Fusionstechnologie
Mit dem "Wendelstein 7-X" wird derzeit der weltweit größte Reaktor vom Stellarator-Typ im Greifswalder Max-Planck-Institut für Plasmaphysik (IPP) aufgebaut. Er soll ab 2014 in einem 30-minütigen Dauerbetrieb gefahren werden - im Gegensatz zu Reaktoren vom Tokamak-Typ, die nur pulsweise arbeiten. So soll die Kraftwerkstauglichkeit der Stellaratoren belegt werden.
Quelle: www.webmoritz.de vom 19.11.2009

Ammoniak als Treibstoff der Zukunft
In Brennstoffzellen könnte auch Ammoniak an Stelle von Methan verwendet werden, das leichter zu verflüssigen, in großen Mengen vorhanden und weniger umweltschädlich sei.
Quelle: The Futurist vom November/Dezember 2009

Eine lernende Suchmaschine
Die US-Firma SemanticV hat die Suchmaschine "Stingray" entwickelt, die bei Suchbegriffen zwischen verschiedenen Bedeutungen unterscheiden kann.
Quelle: The Futurist vom November/Dezember 2009

Japan will Solar-Kraftwerk im All stationieren
Die Raumfahrtagentur JAXA will bis zum Jahr 2030 ein 1-Gigawatt-Photovoltaik-Kraftwerk im All positionieren, das aus Quadratkilometer großen Solararrays zusammengesetzt sein und den Strom in Form von Lasern oder energiereichen Mikrowellen zu Parabolantennen in Sperrzonen auf dem Meer senden wird.
Quelle: heise.de vom 09.11.2009

Bald sollen Flugzeuge ohne Räder landen
Die Luftfahrtingenieure Jan Binnebesel. und Till Marquardt haben jetzt ein System entwickelt, bei dem Jets statt auf Rädern auf einem computergesteuerten Schlitten aufsetzen und von diesem auch starten können. Da Fahrwerke bis zu 15% des Flugzeuggewichts ausmachen, würden Jets mit einem bodengebundenen Fahrwerksystem bis zu 20% weniger Kraftstoff benötigen und bis zu 12% geringere Betriebskosten verursachen.
Quelle: welt.de vom 01.11.2009

Premiere für erdgasbetriebenes Passagierflugzeug
Erstmals hat ein mit dem von Royal Dutch Shell entwickelten Treibstoff "GTL" betriebenes Flugzeug einen kommerziellen Flug absolviert. GTL besteht zu gleichen Teilen aus erdgas- und erdölbasiertem Kerosin. Das Emirat Katar wird 2012 die kommerzielle Produktion aufnehmen und zum führenden GTL-Anbieter werden.
Quelle: focus.de vom 13.10.2009

Die Mär vom emissionsfreien Fahren
Die Bundesregierung sieht 1 Mio. Elektroautos bis 2020 und 5 Mio. bis 2030 vor. Allerdings dürften diese genauso viel Treibhausgas pro Kilometer wie Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor erzeugen, wie zahlreiche Vergleichsstudien gezeigt haben. Der Hauptgrund ist, dass ein moderner Lithium-Ionen-Akku nur rund tausendmal nachgeladen werden kann. Bei der Herstellung eines Akkus wird aber viel Energie verbraucht. Zusammen mit den Emissionen der Kraftwerke für die Erzeugung des für den Betrieb der PKW benötigten Stroms ergibt sich eine CO2-Gesamtemission von 162 Gramm pro Kilometer - und das entspricht dem Ausstoß eines Verbrennungsmotors. Zu berücksichtigen ist ferner, dass über den Benzinpreis auch der Bau und der Unterhalt von Straßen finanziert werden. Die Nutzer von Elektroautos müssten ebenfalls auf die eine oder andere Weise an diesen Kosten beteiligt werden.
Quelle: zeit.de vom 02.10.2009

Effizienter: Elektrizität aus Biomasse
John Ohlrogge von der Michigan State Universität und fünf andere Wissenschaftler haben ermittelt, dass etwa doppelt so viel Erdöl ersetzt werden könnte, wenn man Biomasse in Kraftwerken in Elektrizität umwandeln und diese zum Antrieb von Elektroautos verwenden würde, als wenn man sie zur Produktion von Ethanol oder Biodiesel einsetzen würde.
Quelle: World Future Review vom August/September 2009

Schlaue Stromsysteme geplant
In den kommenden Jahren sollen die Stromnetze modernisiert werden: Geplant sind u.a. dezentrale Energieerzeugung, Verbrauchsmanagement und intelligente Steuerung von Endgeräten. Die Internationale Energieagentur rechnet bis 2030 weltweit mit Investitionen von mehreren Billionen Dollar.
Quelle: spiegel.de vom 23.09.2009

NYK stellt Studie für Super Eco Ship 2030 vor
Die japanische Reederei NYK will das 8.000-TEU-Containerschiff mit Wasserstoffzellen, Solarenergie und Windsegeln betreiben. Die Solarfläche soll 31.000 m2 und die Segel 4.000 m2 umfassen. In der Nacht oder bei ausbleibendem Wind soll auf die Brennstoffzellen zurückgegriffen werden.
Quelle: verkehr.co.at vom 10.09.2009

Energie aus dem Eis
Unter den Dauerfrostböden und in Meeressedimenten befinden sich große Mengen von Methan im festen Zustand - wegen der niedrigen Temperatur hat sich hier eine Hydratstruktur gebildet. Schätzungen zufolge könnten mindestens 3.000 Mrd. Tonnen Methan gefördert werden, das Dreifache der weltweiten Erdgasreserven aus konventionellen Lagerstätten. Die Vorkommen im Meer könnten von Schiffen aus abgebaut werden, von denen aus ins Sediment gebohrt und das Hydrat noch in der Lagerstätte so weit erwärmt wird, dass es zu Gas wird und abgepumpt werden kann. Die Methanschmelze könnte mithilfe von CO2 aus Kohle- und Gaskraftwerken ausgelöst werden, dass dann selbst eine feste Hydratstruktur bilden würde, oder mithilfe kleiner Reaktoren in den Lagerstätten, die zur Wärmeerzeugung direkt das Methan nutzen. Einen industriellen Abbau von Methanvorkommen wird es aber zuerst auf dem Festland geben, da dies weniger kompliziert ist. In fünf Jahren könnte es in Alaska losgehen.
Quelle: zeit.de vom 24.08.2009

Automatisierte Erfindungen
In Zukunft werden immer mehr Erfindungen mit Hilfe "evolutionärer" Computerprogramme gemacht werden, wie sie schon jetzt z.B. von der NASA verwendet werden. Das zu entwickelnde Produkt wird genau definiert. Der Computer produziert dann eine erste Generation möglicher Produkte nach dem Zufallsprinzip. Mit Hilfe von Simulationen wird erfasst, inwieweit sie den Spezifikationen entsprechen. Dann werden - wie bei der Evolution - die ungeeigneten Produkte eliminiert ("natürliche Auslese"), und bessere Versionen werden variiert ("Mutationen") oder miteinander verschmolzen ("Paarung"). Dieser Prozess wird fortgesetzt, bis die Simulationen ergeben, dass das Endprodukt "perfekt" ist. Da die Software nicht mit so vielen Voreinstellungen wie menschliche Erfinder arbeitet, können ganz überraschende Designs zustande kommen und neuartige Materialien verwendet werden.
Quelle: The Futurist vom Juli/August 2009

Das menschliche Gehirn optimieren
Von den Wissenschaften wird das Gehirn nicht nur als ein biologisches Organ untersucht, sondern zunehmend auch als ein technologisch nachzugestaltendes und zu verbesserndes Objekt. Da 50% der Gehirnentwicklung vor der Geburt erfolgen, schlägt Stephen Hawking die Entwicklung eines künstlichen Uterus vor, in dem die intrauterine Entwicklung über den normalen 9-Monats-Zeitraum hinaus verlängert werden kann. Charles Laughlin geht davon aus, dass das Gehirn immer mehr technologisch aufgewertet werden wird, z.B. durch Schnittstellen, über die es mit Computern, Maschinen oder künstlichen Gliedmaßen verbunden werden kann, durch Bio-Chips, mit denen kognitive und emotionale Prozesse verbessert werden können, oder durch Vorrichtungen, welche die Sinneswahrnehmung ausweiten, z.B. in den infraroten Bereich hinein. Nach Laughlin sollten solche technologischen Verbesserungen schon in der frühen Kindheit vorgenommen werden, damit Kinder direkt in ihre Cyborg-Natur hineinwachsen. Zugleich könnten auf diese Weise Probleme wie ADHS oder Legasthenie behoben werden. Da die kognitive viel leichter als die emotionale und moralische Entwicklung beeinflusst werden kann, dürfte aber die Gefahr psychischer Störungen steigen.
Quelle: World Future Review vom Juni/Juli 2009

Risiko wird sozialisiert
Derzeit wird im Bundesrag ein Gesetz zur Regelung von Abscheidung, Transport und dauerhafter Speicherung von CO2 beraten, obwohl Anlagen die technische Machbarkeit und ökonomische Sinnhaftigkeit dieser Maßnahmen noch nicht dauerhaft demonstrieren können und große Widerstände in der Bevölkerung gegen die Einlagerung von Kohlendioxid im Boden bestehen. Der Gesetzentwurf sieht vor, dass für den Bau von CO2-Pipelines Grundstücke enteignet werden können. Auch sollen die Betreiber eines CO2-Speichers 30 Jahre nach dessen Stilllegung einen Anspruch darauf erhalten, dass dann das jeweilige Bundesland die Verantwortung übernimmt - schließlich bleibt das Gas "ewig" erhalten. Da bei der CO2-Abscheidung der effektive Wirkungsgrad eines Kohlekraftwerks um etwa 10% sinkt, erwarten die Energiekonzerne Subventionen - nach einer Studie des Unternehmensberaters McKinsey seien bis 2030 in der EU 10 Mrd. Euro an öffentlicher Förderung notwendig. Auch ist mit einem Anstieg des Strompreises zu rechnen.
Quelle: heise.de vom 06.05.2009

Die Zukunft: Algen
Da Algen zu 30-60% Öl enthalten und sowohl in Süß- als auch in Salzwasser gezüchtet werden können, lassen sich mit ihrer Hilfe gleich mehrere Probleme lösen: (1) Aus Algen können Biodiesel, Ethanol, Biogas und Hydrogen CO2-neutral gewonnen werden. (2) Für die Algenzucht könnten sowohl Abwässer (z.B. aus der Landwirtschaft) als auch Abgase von mit Kohle betriebenen Kraftwerken verwendet werden. (3) Algen ließen sich auf landwirtschaftlich nicht oder nur wenig genutzten Flächen züchten - auch in Wüstenregionen nahe der Küsten (Nord-/Ostafrika, Mittlerer Osten, Südwesten der USA usw.). (4) Viele Arten von Algen sind essbar oder könnten als Tierfutter verwendet werden. (5) Aus Algen können wie aus Erdöl Plastik und Grundstoffe für die chemische Industrie gewonnen werden. Laut dem US Department of Energy könnten auf 22.000 Quadratmeilen so viel Algen in Teichen gezüchtet werden, dass die USA im Jahr 2030 kein Erdöl mehr importieren müssten. Das wären 15% der Fläche, auf der derzeit Mais angebaut wird.
Quelle: The Futurist, März/April 2009

2050: Acht Millionen Elektroautos sind realistisch
Forscher des Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung haben zwei Szenarien für Hybrid- und Elektroautos im Jahr 2050 entwickelt. Laut dem optimistischen Szenario würden bis dahin alle 45 Mio. Autos mit Verbrennungsmotoren ersetzt, was zu einem zusätzlichen Strombedarf von 70-90 Terawattstunden (TWh) pro Jahr führe. Für deren Produktion seien z.B. acht mittelgroße Kohlekraftwerke notwendig. Beim zweiten Szenario bleibt die Elektromobilität auf kleine Fahrzeuge und Leichttransporter im Stadtverkehr sowie auf Elektroroller beschränkt. Dann gäbe es 8 Mio. Elektro- und Hybridfahrzeuge, die den derzeitigen Fahrzeugbestand um 17% reduzieren würden. Die dafür nötigen 10-15 TWh Energie könnten schon jetzt aufgebracht werden. Welches der beiden Szenarien eintritt, hänge z.B. von der Ladezeit und Lebensdauer der Akkus und der Reichweite der Autos, von der Kostenentwicklung (z.B. bei Benzin/Diesel) und der Klimapolitik ab.
Quelle: meinklassiker.com vom 02.02.2009

Die Pflegeroboter
Während an der Hochschule Niederrhein in Krefeld der Pflegeroboter Rhoni programmiert wird, arbeitet das Fraunhofer Institut am "Care-O-bot 3". Der Roboter kann Getränke holen, perfekt bedienen und den Mülleimer leeren. Gesteuert wird er rein mit der Stimme des Menschen. In Japan gibt es in vielen Heimen schon elektronische Haustiere, die den Bewohnern Gefühle wie Zuneigung und Wärme vermitteln sollen. Auch Bewegungs- und Fitnesskurse für Senioren werden schon von Robotern angeleitet.
Quelle: tz-online.de vom 20.01.2009

Visionen der Wissenschaft
Mehr als 150 Antworten von Wissenschaftlern sammelte John Brockman von der Organisation "Edge" auf die Frage "Welche Entwicklung könnte zu Ihren Lebzeiten alles ändern?" In ihnen taucht der Mensch als hybrides Mensch-Maschinen-Wesen auf oder muss intelligenteren Maschinen weichen, die sich Quantencomputer zunutze machen. Informatiker wollen lebende Organismen als digitale Einheiten erfassen, was sie dann galaxisweit versendbar machen würde. Genetiker glauben, dass die Reorganisation von Genen es zunehmend erlauben wird, die Evolution in die eigene Hand zu nehmen. Häufig wird auch eine Steigerung der Leistungsfähigkeit von Menschen durch Tiefenhirnstimulation, genetische Modifikation oder Medikamente erwartet. Auf diese Weise könne man auch schwere Krankheiten heilen - inklusive der Depressivität. Durch Gehirn-Computer-Schnittstellen könnten Informationen übertragen und Gedanken gelesen werden. Der weitreichende Einsatz von Lügendetektoren könnte zu einer aufrichtigen Gesellschaft führen. Auch wird die Lebensverlängerung bis hin zur Unsterblichkeit angestrebt.
Quelle: faz.net vom 11.01.2009

Strom aus dem trockenen Süden
Der spanische Konzern Abengoa hat das weltweit größte Solarkraftwerk gebaut. Die Anlage wird 20 Megawatt (MW) Strom erzeugen - genug für 11.000 Haushalte. 1.255 bewegliche Spiegel mit einer Fläche von 120 Quadratmetern konzentrieren das Sonnenlicht auf einen Brennpunkt in einem Solarturm und erhitzen so Wasser auf über 1.000 Grad. Mit dem erzeugten Dampf wird eine konventionelle Turbine angetrieben. Noch größere Anlagen werden in den kommenden Jahren ans Netz gehen. So wurden in Spanien mehr als 50 Projekte genehmigt. Ab 2015 sollen zwei Gigawatt Strom auf diese Weise erzeugt werden.
Quelle: neues-deutschland.de vom 22.12.2008

Hotelzimmer der Zukunft
Im Duisburger Forschungszentrum Inhaus-2 werden intelligente Hotelzimmer entwickelt. Hier registrieren Sensoren jede Bewegung und steuern die Beleuchtung entsprechend. Das Fenster wird abends zu einem überdimensionalen Fernsehbildschirm. Im Spiegel können die Morgennachrichten verfolgt werden. Und das Bett passt sich dem Körper des Gastes an und wiegt ihn durch leichte Schaukelbewegungen in den Schlaf.
Quelle: merkur.de vom 18.12.2008

Fleisch aus dem Reagenzglas
Laut der Welternährungsorganisation FAO nahm die Zahl der Hungernden weltweit um 40 Mio. auf 963 Mio. Menschen zu. Gleichzeitig prognostiziert die FAO, dass die Menschen im Jahr 2050 doppelt so viel Fleisch wie heute essen werden. Das dürfte einerseits den Nahrungsmangel verschärfen, da für jedes Kilogramm Muskelfleisch die vier- bis achtfache Menge an Getreide verfüttert wird, und andererseits wird die Atmosphäre belastet, da die weltweite Nutztierhaltung ebenso viel Klimagase wie der Verkehrssektor erzeugt. Eine Lösung wäre Fleisch aus Bioreaktoren auf industriellem Niveau. So wird mit künstlichem Fleisch schon seit Jahren experimentiert. Allerdings würde beim jetzigen Stand der Technologie ein Pfund Laborfleisch etwa 2 Mio. $ kosten. In fünf bis zehn Jahre könnte aber Kunstfleisch schon in Würsten oder Hackfleisch zu finden sein.
Quelle: focus.de vom 15.12.2008

Staat fördert E-Autos: Fünf Millionen bis 2030?
Nach dem "Nationalen Entwicklungsplan Elektromobilität" will die Bundesregierung die Entwicklung von Elektroautos fördern - mit dem Ziel, dass bis 2030 fünf Millionen Elektro- und Hybridfahrzeuge in den Städten unterwegs sind und bis 2050 in der Stadt nur noch elektrisch gefahren wird.
Quelle: autobild.de vom 27.11.2008

Starke Konkurrenz für Wasserstoff
Die Max-Planck-Institute sehen viele Alternativen zur Wasserstofftechnologie, bei der Herstellung und Transport noch nicht effizient genug seien. Dazu gehören Lithium-basierte Batteriesysteme, Methan aus Abfällen und die Schmelzcarbonat-Brennstoffzelle. Mit lokalen Bioreaktoren könnte etwa 1% der Deutschen über die Erdgasleitungen mit Energie versorgt werden.
Quelle: ATZonline.de vom 15.10.2008

EU-einheitliche Zulassung von Wasserstoffautos kommt Ende 2010
Dann werden Wasserstofffahrzeuge nach einheitlichen Kriterien zugelassen. Ein entsprechendes Gesetz wurde bereits mit den EU-Staaten und der EU-Kommission abgestimmt und könnte Ende des Jahres in Kraft treten. Dann kann ein in einem EU-Staat zugelassenes Wasserstofffahrzeug überall in der Union verkauft werden. Die Kommission erhofft die Marktreife von Wasserstoffautos bis spätestens 2020. Laut einer von der EU geförderten Studie wird es 2030 in der EU 16 Mio. Wasserstofffahrzeuge geben, und 60 Mrd. EUR werden in den Aufbau der notwendigen Infrastruktur investiert worden sein. Bis 2050 könnte dann der Erdölverbrauch im EU-Straßenverkehr um 40% verringert werden.
Quelle: FAZ.net vom 27.08.2008

Gentechnik
Laut Horst Seehofer, Bundesminister für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, ermöglicht die Gentechnik enorme Fortschritte in der medizinischen und industriellen Anwendung. So sind in Deutschland schon mehr als 100 gentechnologisch hergestellte Medikamente zugelassen. Bei der Pflanzenzüchtung trage die Gentechnik zur Steigerung und Sicherung der Erträge bei. Während 1960 zur Ernährung eines Menschen 0,45 Hektar landwirtschaftlicher Fläche zur Verfügung standen, werden es 2025 nur noch 0,21 Hektar sein. Allerdings müsse die Sicherheitsforschung gewährleisten, dass von der Gentechnik keine Gefahren ausgehen.
Quelle: abgeordnetenwatch.de vom 31.07.2008

So stellt sich VW die mobile Zukunft vor
Bis 2028 will VW ein emissionsfreies Auto bauen und verkaufen, entweder mit Brennstoffzelle oder mit Batterien. Dann sollen PKWs mit anderen Fahrzeugen kommunizieren und per Autopilot den richtigen Weg finden können. Sie sollen neben dem Transport von Personen und Gepäck auch dank einer stärkeren Vernetzung Büro und Zuhause sein. Ferner soll jeder Einzelne entscheiden können, wie komplex oder einfach er das Auto haben möchte - Individualität sei gefragt.
Quelle: autozeitung.de vom Juli 2008

Wie die Stromversorgung der Zukunft aussieht
Sonnen-, Wind-, Wellen- und Fusionskraftwerke sollen die Stromversorgung der Welt sichern.
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Liebe, Sex und Roboter
Die Forschung auf dem Gebiet der künstlichen Intelligenz macht immer größere Fortschritte: Beispielsweise können inzwischen Schachcomputer selbst Weltmeister besiegen. Der Wissenschaftsautor David Levy geht davon aus, dass in der Mitte des 21. Jahrhunderts Roboter auch ein dem Menschen ähnliches Bewusstsein und die entsprechenden Gefühle haben werden. Emotionen ließen sich immer besser nachahmen, da sie von typischen Gesichtsausdrücken, die universell ähnlich sind, begleitet würden. So könnten bereits Wut, Liebe oder Freude täuschend ähnlich simuliert werden. Um 2050 herum werde es Roboter geben, die sich wie Menschen benehmen würden. "Wenn die Simulation perfekt ist, kommt es nicht darauf an, ob die Gefühle echt sind oder nicht", sagt Levy. Dann würden auch Menschen Robotern gegenüber Gefühle empfinden - wie schon vor einigen Jahren gegenüber den Tamagotchis. Und dann könnten sich Menschen sogar in Roboter verlieben und mit ihnen Sex haben. Levy schreibt: "Ich bin überzeugt, dass Sex mit Robotern für einige Teile der Bevölkerung die einzige Art von Sex sein wird - für Außenseiter, sehr, sehr Schüchterne und sexuell nicht Angepasste - und ich glaube, dass für die übrige Bevölkerung Sex mit Robotern etwas wird, das man sich gönnt - wenn der Partner lange von zu Hause weg ist, beispielsweise -, und zu einer Aktivität wird, die das normale Sexleben ergänzen wird."
Quelle: Tagesanzeiger.ch vom 10.04.2008

Elektroautos: Fahrzeuge der Zukunft
In der Studie "Shell Energy Scenarios to 2050" geht der Ölkonzern davon aus, dass im Jahre 2050 Elektroautos wegen ihrer Attraktivität und Kosteneffizienz zur Norm geworden sind. Diese könnten an Tankstellen wieder aufgeladen werden.
Quelle: FTD.de vom 09.04.2008

Roboter in Japan: Nimmermüder Babysitter
In Japan wurde ein Roboter entwickelt, der auf kleine Kinder aufpasst. In einem Warenhaus der Kette Aeon unterhält sich der 1,40 Meter große Roboter mit den Kinder in einfachen Dialogen. Diese tragen einen elektronischen Badge, dem der Roboter Name und Alter entnehmen kann. Das Modell soll so weiterentwickelt werden, dass es durch die Gänge führen, den Einkaufskorb tragen und Waren finden kann.
Quelle: Sueddeutsche.de vom 26.03.2008

EU-Studie: Wasserstofffahrzeuge bis 2035 wohl rentabel
Laut einer von der EU geförderten wissenschaftlichen Untersuchung wird es 2030 in der EU 16 Mio. Wasserstofffahrzeuge geben. Bis dahin werden rund 60 Mrd. EUR in den Aufbau der notwendigen Infrastruktur investiert worden sein. Setze sich die Entwicklung fort, könnte bis 2050 der Erdölverbrauch im Straßenverkehr um 40% reduziert werden. Der benötigte Wasserstoff soll aus Erdgas, Biomasse und Windenergie gewonnen werden, in einigen EU-Ländern auch mit Hilfe von Kernenergie.
Quelle: FAZ.net vom 25.02.2008

Männer bald überflüssig? Britische Biologen bereiten Umsturz in Fortpflanzung vor
Ein Forschungsteam an der Universität von Newcastle upon Tyne will Stammzellen aus weiblichem Rückenmark gewinnen und sie unter Verwendung besonderer chemischer Substanzen in Spermatozoide umwandeln. Damit könnten dann die Eizellen der Frau befruchtet werden - die Menschheit könne somit zur eingeschlechtlichen Fortpflanzung übergehen, Kinder hätten nur noch einen biologischen Elternteil. Das Verfahren wurde bereits an Mäusen getestet.
Quelle: RIA Novosti vom 01.02.2008

Bald Autos ohne Fahrer?
40.000 Menschen sterben jährlich in Europa im Straßenverkehr. Ihre Zahl dürfte in Zukunft aufgrund neuer technischer Entwicklungen zurückgehen: Fahrzeuge werden über Sensoren Gefahren erkennen, mit anderen Autos während der Fahrt Daten austauschen und mit der Straßeninfrastruktur kommunizieren. Im Jahr 2050 könnten sie wahrscheinlich ohne Mitwirkung des Lenkers fahren - so Experten bei einer Podiumsdiskussion des Studiengangs "Infrastrukturwirtschaft" der Fachhochschule Joanneum. Im Schienenverkehr soll ein EU-weites Kontrollsystem eingeführt werden, bei dem es keine Signale auf der Strecke mehr geben wird.
Quelle: KleineZeitung.at vom 16.01.2008

Große Effizienz- und Einsparpotentiale bei elektrischer Energie in Deutschland
In ihrer neuen Studie "Effizienz- und Einsparpotentiale elektrischer Energie in Deutschland – Perspektive bis 2025 und Handlungsbedarf" zeigt die Energietechnische Gesellschaft im VDE (ETG), wie und in welcher Größenordnung mit den heute verfügbaren technologischen Mitteln die Energieeffizienz in Industrie, Verkehr, Haushalten, Gewerbe, Handel und Dienstleistung gesteigert werden kann. Darüber hinaus wird ein Ausblick auf zukünftige Technologien wie Supraleiter, magnetische Werkstoffe, Magnetlagertechnik oder SiC (Siliziumkarbid)-Technik gegeben.
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Immer höhere Wolkenkratzer
Alleine in Peking werden in den nächsten Jahren 300 Hochhäuser gebaut. Ein ähnlicher Bauboom findet in Schanghai, Dubai, Seoul und vielen anderen Großstädten des Nahen und Fernen Ostens statt. Dabei geht es immer höher hinaus: Der Burj Dubai ist inwischen das größte Gebäude der Welt, obwohl er sich noch im Bau befindet: Er hat das Taipeh 101 mit 509 Metern Höhe überholt und soll 810 Meter groß werden. Aber ganz in der Nähe soll Al Burj entstehen; hier werden 1.000 Meter als Zielmarke genannt. In den anderen Ländern sollen die Wolkenkratzer aber nur ca. 600 Meter erreichen. Zugleich nehmen die Hochhäuser immer spektakulärere Formen an: runde, schräge, asymmetrische und unregelmäßige. Es werden weitgehend dieselben Baumaterialien wie früher verwendet. Jedoch tragen die Fassaden einen größeren Teil der Last. Zudem wird mehr Wert auf Klimatechnik gelegt, werden kleine Parks, öffentliche Plätze und sogar Biosphären in die Türme eingebaut.
Quelle: db mobil, Heft 01/2008

Neuroinformatik - ein neuer Forschungsbereich
Seit kurzem werden Computer eingesetzt, um das Gehirn zu kartieren und zu analysieren. Dazu werden Unmengen an Daten über neurale, molekulare und submikroskopische Prozesse benötigt, die erst in den kommenden Jahren ermittelt werden. Hilfreich sind hier neue Techniken, mit deren Hilfe z.B. gemessen werden kann, wohin Wasser im Gehirn fließt. Auf diese Weise wird der Verlauf von Axonen erfasst, die verschiedene Hirnareale miteinander verknüpfen. Auch können inzwischen die zwischen einzelnen Synapsen erfolgenden Austauschprozesse ermittelt werden, die nur Millisekunden dauern. Allerdings ist das Gehirn weiterhin ein Mysterium; es wurde erst ansatzweise erforscht.
Quelle: BrainWork, November-Dezember 2007

Das Wetter machen
In ca. 30 Ländern gibt es zivile Programme zur Wettermodifikation. Zumeist werden Wolken mit Silberjodid geimpft, sodass sie abregnen. Auf diese Weise kann Hagelschlag bei Gewittern vermieden werden. In der Region Moskau wurde die Technik 2006 auch gegen Waldbrände eingesetzt. In China sind nach amtlichen Angaben bereits zur Jahrtausendwende jährlich 250 Milliarden Tonnen Regenwasser künstlich erzeugt worden. 32.000 Mitarbeiter nutzen Flugzeuge, Raketenwerfer und Flugabwehrkanonen, um Wolken zu beschießen. Der Regen soll den Smog, der die meisten Städte einhüllt, wegwaschen und Wasser für die Landwirtschaft liefern. Allerdings wird befürchtet, dass die großen Mengen an herabregnendem Silbersalz zu Umweltschäden führen könnten.
Quelle: Focus.de vom 30.11.2007

Mit einem Ballon zum Titan
Die Europäische Weltraumagentur ESA hat aus einer Liste von 50 Vorschlägen, die von Wissenschaftlern eingereicht wurden, acht ausgewählt, auf die sich die Forschung von 2015 bis 2025 konzentrieren soll. Die technische Durchführbarkeit und Finanzierbarkeit muss aber erst noch überprüft werden. Am Ende werden zwei ein großes und ein mittleres Projekt übrig bleiben.
Eine mögliche große Mission ist TANDEM (Titan AND Enceladus Mission), mit der die Saturn-Monde Titan und Enceladus erforscht werden sollen. Bei dem Projekt XEUS ( X-ray Evolving Universe Spectroscopy) soll ein neuartiges Teleskop mit Hilfe von zwei Satelliten den Ursprung des Universums erkunden. Bei SPICA (SPace Infrared telescope for Cosmology and Astrophysics) soll mit einem Teleskop die ferne Infrarotstrahlung untersucht werden. Zu den mittleren Forschungsvorhaben gehört Marco Polo; hier würde ein Komet oder ein anderes erdnahes Objekt (NEO) erforscht. Bei Cross-Scale sollen 12 Sonden gleichzeitig Plasmaströmungen in der Nähe der Erde messen. PLATO (PLAnetary Transits and Oscillations of stars) ist eine fotometrische Mission und soll Exoplaneten entdecken. Bei Dune sollen mit einer Wide-Field-Imager Kamera und bei Space mit einem Spektroskop für nahes Infrarot die dunkle Materie und die dunkle Energie weiter erforscht werden.
Quelle: heise online vom 20.10.2007

Fernsehen nach eigenem Gusto
Auf der diesjährigen IFA in Berlin wurde eine bundesweite Vermarktungsaktion von IPTV - Fernsehen via Internet - gestartet. Hier kann der Zuschauer sein eigenes Programm gestalten, also unabhängig von vorgegebenen Sendeschemata per "Timeshift" festlegen, welche Filme er wann sehen möchte. In Deutschland gibt es bereits 500 als IPTV verbreitete Programme. In 10 bis 20 Jahren soll das gesamte Fernsehangebot in Internet-Strukturen eingebunden und interaktiv nutzbar sein. Zudem sind immer mehr virtuelle Videotheken im Internet erreichbar, aus denen man Filme herunterladen kann. Bald wird es auch virtuelle Videorecorder (nPVR) im Internet geben, auf denen man eine eigene Filmsammlung anlegen kann. Viele dieser Angebote sind aber gebührenpflichtig und werden erst dann eine weite Verbreitung finden, wenn das Highspeed-Netz VDSL ausgebaut worden ist. Auf der IFA wurden auch Bildschirme gezeigt, die Videosignale dreidimensional abbilden. Andere Displays sind flexible, können also z.B. aufgerollt werden. Auch mobiles Fernsehen ist inzwischen möglich.
Quelle: DB mobil vom September 2007

Mit Spock.com Menschen suchen
Mit der bislang nur als Beta-Version im Netz existierenden Suchmaschine kann gezielt nach Menschen gesucht werden - insbesondere in sozialen Netzwerken wie Xing, Myspace und Facebook. Inzwischen hat Spock.com schon 100 Millionen Menschen registriert. Man kann z.B. nach einem Namen oder einer E-Mail-Adresse suchen, das Alter oder den Ort eingrenzen sowie Schlagwörter angeben - also z.B. auch potenzielle Arbeitgeber, Mitarbeiter oder Kunden recherchieren.
Quelle: Stern.de vom 09.08.2007

Web 2.0: Mit Tempo in die neue Fernsehwelt
Auf dem Handy-Display kann die Tagesschau angeschaut werden. Der Fernseher ist dank Settop-Gerät ein Multimediengerät. geworden. Per Internet kann Fernsehen geschaut werden - auch zeitversetzt -, dank Breitbandanschluß, VDSL und FTTH-Technik (Glasfaser bis nach Hause). Die größeren Bandbreiten werden das Internet nachhaltig verändern, da z.B. Vereine, Verbände, Firmen und Städte via Internet TV-Angebote machen, Blogger leichter Videos ins Netz stellen und komplexere Computerspiele gemeinsam gespielt werden könnten. Die Möglichkeiten im Social Web werden noch größer. Weitere Nutzungsmöglichkeiten des Internets könnten Telearbeit, E-Learning und E-Health sein - z.B. Videokonferenzen an der Universität oder Übertragung medizinischer Daten von Klinik zu Klinik.
Quelle: FR-online.de vom 01.08.2007

BASF erwartet viel von Genkartoffel
Die Kartoffel "Amflora" soll als Rohstoff für Papier-, Textil- und Klebstofffirmen dienen, die in großem Maß die Stärke Amylopektin benötigen. Herkömmliche Kartoffeln enthalten daneben noch eine zweite Stärkeform, Amylose. Bei Amflora ist das Gen zur Amylose-Produktion abgeschaltet.
Die Kartoffel soll jährlich 20 bis 30 Mio. Euro Lizenzgebühren bringen. Für einen Konzern mit 53 Mrd. Euro Jahreserlösen ist das nicht viel. Die Kartoffel ist aber ein Prestigeprojekt in einem Feld, das BASF als Wachstumstreiber ansieht: Der Weltmarkt für Pflanzenbiotechnologie werde bis 2025 von 2,5 Mrd. auf 50 Mrd. $ anschwellen.
Quelle: Börse-online vom 25.07.2007

IT vernetzte Medizin
Laut Simensvorstand Erich Reinhardt soll die Medizin künftig eine an den Bedürfnissen des einzelnen Patienten ausgerichtete Kette von Früherkennung bis zur Therapie und Nachsorge sein, die sich aller heute nur denkbaren technischen Mittel bedient: genetische Früherkennung, ausgefeilte Labordiagnose, Krebsoperation mit Hilfe modernster optischer Analysegeräte, Nuklearmedizin, internetgestützte Nachbetreuung usw. Reinhardt möchte vom Schubladen- und Produktdenken weg zur Orientierung an Krankheitsbildern kommen.
Quelle: Handelsblatt.com vom 29.05.2007

Studie "Energieperspektive 2050"
Der Auftrag an das Expertenbüro Ellipson lautete: Wie kann die Schweiz bis 2050 zur 2000-Watt-Gesellschaft werden? Das Ergebnis: Dies ist mit der heute verfügbaren besten Technologie möglich:

  • im Wohnbereich durch Minergiehäuser nach dem Passivenergie-Standard - mit nur 1,5 Liter Heizöl pro Quadratmeter für Heizung und Warmwasser
  • beim Individualverkehr etwa durch den Toyota Prius mit einem Benzinverbrauch von 4,3 Litern pro 100 Kilometer
  • bei den Elektrogeräten mit Kühl- und Gefriergeräte der Energieklasse A+, stromsparende Wärmepumpentumbler, Warmwasserkollektoren, Fluoreszenzröhren oder Energiesparlampen.

Mit Hilfe solcher Best-Technologien aus dem Jahr 2004 könnten 40% des gesamten Energieverbrauchs eingespart werden.
Quelle: greenpeace.ch ohne Datum

IT - Next Generation
Kernthemen der IT-Forscher sind bessere Halbleiter, Speicher und Prozessoren. So sollen CPUs 2013 Petaflop-Leistung erreichen, das sind stolze 1000000 Gigaflops. Sony, IBM und Toshiba haben bereits die ersten 6-GHz-Prozessoren vorgestellt. Ferner soll die Nanotechnologien weiterentwickelt werden.
Zur Großindustrie der Zukunft könnte sich die Robotik entwickeln. Im Jahr 2025 könnte die NASA bereits den ersten humanoiden Roboter auf eine hundertjährige Mission durch den Weltraum schicken. Auch werden Roboter 2050 Menschen im Alltag unterstützen.
Quelle: Artikel aus PC Professionell Ausgabe 4/2007

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Seniorengerechtes Wohnen
Das Bauunternehmen i+R Schertler-Alge und MASSIVE ART, der Spezialist für benutzerfreundliche Software-Lösungen, führen barrierefreies Wohnen mit IT-Unterstützung zur Beobachtung der Gesundheit zusammen. So werden wichtige Gesundheitsdaten der Senioren wie Blutdruck, Puls, Blutzucker, Gewicht, Körperfett, Körperwasser und Muskelmasse überwacht. Die Messwerte werden über Funk automatisch an das System geschickt und können über einen berührungssensitiven Bildschirm im Wohnbereich abgerufen werden. Familie, Pflegepersonal, Arzt und Personen des Vertrauens erhalten mit Zustimmung des Bewohners jederzeit einen Zugang zu den erfassten Vitaldaten. Ferner gibt es automatische Notruffunktionen, eine Einbruchsalarmierung sowie eine Überwachung des Raumklimas. Letzteres führt z.B. zu Warnungen wie: "Die Luftqualität in der Wohnung sinkt. Bitte öffnen Sie für einige Minuten die Fenster."
Quelle: dailynet.de vom 05.02.2010

Fraunhofer IESE gewinnt Spitzencluster-Wettbewerb
Europas größter Software-Cluster "Softwareinnovationen für das digitale Unternehmen" wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert werden. Der Cluster gilt als "Silicon Valley" Europas und erstreckt sich über die Zentren Darmstadt, Kaiserslautern, Karlsruhe, Saarbrücken und Walldorf. In sechs Projekten sollen sowohl der Cluster selbst (Management, Vernetzung, internationale Präsenz, Aus- und Weiterbildung, Verwertung) als auch die technologische und methodische Erforschung und Entwicklung von Softwarelösungen für das digitale Unternehmen vorangetrieben werden. Weitere Ziele sind die Ausbildung von 5.000 Fachkräften in fünf Jahren, die Gründung von 30 Firmen im Kernbereich des Clusters und die Ansiedlung führender ausländischer Unternehmen in der Cluster-Region. Aktuelle Studien prognostizieren 430.000 neue Arbeitsplätze in der Softwareindustrie bis zum Jahr 2030.
Quelle: idw-online.de vom 26.01.2010

Das Passagierflugzeug der Zukunft
In 10 oder 20 Jahren werden laut EADS-Chef Louis Gallois die Fluggäste in leiseren Flugzeugen fliegen und dort Internet und Handys nutzen können. Die Flugzeuge werden umweltfreundlicher sein, da sie durch Verbundwerkstoffe leichter gemacht und die Triebwerke um bis zu 25% effizienter sein werden. Bis 2030 könnten etwa 30% des Flugzeugkraftstoffes aus Biosprit stammen.
Quelle: faz.net vom 17.01.2010

LEDs - es werde Licht
Da Energiesparlampen Spuren von Quecksilber enthalten und somit nach Gebrauch zu Sondermüll werden, könnten sie in Zukunft durch Leuchtdioden (LEDs) ersetzt werden. Allerdings lassen sich LEDs nicht allein zur Raumbeleuchtung benutzen, weil das produzierte Licht zu schwach ist. Dennoch rechnet der Hersteller Osram damit, dass sich das Marktvolumen bis 2012 verdreifachen werde. Dann könnte aber der Mangel an dem zur Herstellung benötigten Metall Gallium zum Problem werden. Jedoch werden schon organische LEDs entwickelt, auch OLEDs genannt, in denen Strom durch organische Halbleiter fließt.
Quelle: abendblatt.de vom 07.01.2010

Japanischer Forscher entwickelt Kolibri-Roboter
Der Flugroboter ist noch nicht einmal drei Gramm schwer; seine vier Flügel schlagen bis zu 30-mal in der Sekunde. Er wird über Infrarot ferngesteuert. Auch das US-Militär arbeitet an fliegenden Mini-Robotern, die Verdächtige möglichst unauffällig aus der Ferne ausspionieren sollen. Spionage- und Kampfroboter, die so klein wie eine Stubenfliege sind, könnten zukünftig auch in die Verstecke von feindlichen Kämpfern eindringen und diese beobachten.
Quelle: spiegel.de vom 28.12.2009

Gehirnforschung: Die Signale der Bösen
Eine Forschergruppe um den Verhaltensökonomen Ernst Fehr von der Universität Zürich hat wichtige Elemente der neuronalen Grundlage von gebrochenen Versprechen entdeckt. Messungen mit einem funktionellen Magnetresonanztomographen zeigten, dass Wortbrecher eine erhöhte Aktivität in Gehirnregionen aufwiesen, die eine wichtige Rolle bei Emotions- und Kontrollprozessen spielen - auch schon vor dem Wortbruch. Fehr zieht den Schluss: "Ein solcher Befund lässt folglich die Spekulation zu, dass Gehirnmessungen in ferner Zukunft nicht nur verwendet werden können, um Übeltäter zu überführen, sondern vielmehr vielleicht sogar mithelfen können, betrügerische und kriminelle Machenschaften zu verhindern." In den USA gibt es bereits Firmen, die behaupten, mit dem Hirnscanner Lügen besser erkennen zu können als klassische Lügendetektoren.
Quelle: sueddeutsche.de vom 11.12.2009

Handys für Senioren
Zunehmend werden Handys für ältere Personen entwickelt, die schlecht sehen bzw. hören oder die kleine Tasten nur schwer bedienen können. Senioren-Handys haben große Displays und Tastaturen, lassen sich leicht bedienen, haben einen extralauten Klingelton bzw. eine optische Anrufanzeige, sind zum Teil für Hörgeräte geeignet oder besitzen eine Notruffunktion. So ist z.B. beim Modell Emporia Life Plus eine Notfalltaste vorhanden, über die automatisch eine vorher festgelegte Telefonnummer angewählt wird. Meldet sich dort niemand, wird die nächste der fünf gespeicherten Nummern angerufen.
Quelle: n-tv.de vom 10.12.2009

Das Internet wird schneller und sozialer
Der Studie "Zukunft und Zukunftsfähigkeit der Informations- und Kommunikationstechnologien und Medien - Internationale Delphi-Studie 2030" zufolge, wird 2020 im Internet eine Geschwindigkeit von 100 Megabit pro Sekunde Standard sein. 2025 werden es schon 195 und 2030 knapp 400 Megabit pro Sekunde sein. Dank Cloud Computing werden immer mehr Programme über das Internet genutzt und immer mehr Daten online gesichert werden. In 10 Jahren wird jeder zweite Deutsche seine Kontakte über soziale Online-Netzwerke pflegen.
Quelle: focus.de vom 08.12.2009

Je heißer der Dampf, desto weniger Kohlendioxid
Beim größten deutschen Kohlekraftwerk, das derzeit in der Nähe der Stadt Datteln gebaut wird, soll mit einem Wirkungsgrad von 45,5% ein bisher unübertroffener Spitzenwert erreicht werden. Dies soll durch den Einstieg in die 600-Grad-Kraftwerkstechnologie geschehen, bei der auch weniger CO2 als bisher frei gesetzt wird. Damit die den Dampf transportierende Rohre und die Turbine die hohen Temperaturen auf Dauer aushalten, wird zum ersten Mal in Deutschland Chrom-Nickel-Stahl P 92 verwendet.
Quelle: faz.net vom 07.12.2009

Kernfusionstechnologie im Experimentierstadium
Mit der National Ignition Facility (NIF) im Lawrence Livermore Laboratory in Kalifornien verfügen die USA über einen weitgehend fertiggebauten Forschungsreaktor. Dieser wird kaum radioaktive Abfälle erzeugen, deren Halbwertszeit zudem nur 12 Jahre beträgt. Doch wird die Kernfusion kaum zur Lösung der heutigen Energie- und Klimaprobleme beitragen, da sie vor 2040 wohl nicht in größerem Maße genutzt werden wird.
Quelle: nzz.ch vom 23.11.2009

Komprimierte Luft als Energiespeicher
Wissenschaftler der Sandia National Laboratories haben vorgeschlagen, in Kraftwerken erzeugte Energie bei zu geringer Nachfrage zur Komprimierung von Luft zu nutzen, die dann in unterirdische Speicher gepumpt wird. Bei hohem Bedarf könnte die Luft zur Energieerzeugung verwendet werden.
Quelle: The Futurist vom November/Dezember 2009

Obst und Gemüse rechtzeitig verkaufen
Die Fraunhofer Gesellschaft entwickelt Sensoren, die von Obst und Gemüse abgegebene Gase messen und auf diese Weise deren Reifegrad ermitteln. So können diese Produkte in Geschäften zum richtigen Zeitpunkt angeboten werden.
Quelle: The Futurist vom November/Dezember 2009

Die triumphale Rückkehr des Propeller-Antriebs
Die Flugzeuge der Zukunft werden wieder mit Propellern angetrieben werden, da dann bis zu 30% weniger Treibstoff verbraucht würde. Sie wären dann aber nicht mehr ganz so schnell wie heute - und vermutlich lauter. Beispielsweise will MTU Aero Engines 2025 einen Turboprop-Antrieb mit gegenläufigen Propellern auf den Markt bringen; fünf Jahre später soll dieser mit Wärmetauschern bestückt sein, der die Abgaswärme an die Ansaugluft weitergibt, um nochmals effizienter und sauberer zu verbrennen.
Quelle: welt.de vom 02.11.2009

Das Regenerative Kombikraftwerk
Der Kasseler Forscher Dr. Kurt Rohrig erhielt den Deutschen Klimaschutzpreis 2009 für die Entwicklung und Realisierung des Konzepts "regeneratives Kombikraftwerk". Hier wurden 36 über ganz Deutschland verstreute Wind-, Solar-, Biomasse- und Wasserkraftanlagen miteinander verknüpft und dann nachgewiesen, dass dieses zentral gesteuerte Kombikraftwerk genauso zuverlässig und leistungsstark wie ein herkömmliches Großkraftwerk ist. Schon heute ist also eine bedarfsgerechte Vollversorgung mit Strom aus erneuerbaren Energieträgern in Deutschland möglich.
Quelle: presseportal.de vom 26.10.2009

Impfstoff aus Zellkulturen
Bisher wurde der Impfstoff für Grippeschutzimpfungen aus Hühnereiern produziert. Nun baut Novartis in North Carolina eine Fabrik, die Zellkulturen verwenden und ab 2012 etwa 150 Mio. Dosen innerhalb von sechs Monaten produzieren wird - viel schneller als auf dem traditionellen Weg.
Quelle: The Futurist vom September/Oktober 2009

Brennstoffzelle vor dem Serienstart
Acht Autohersteller wollen die Serieneinführung von PKWs mit Brennstoffzellen weltweit voranbringen. So will z.B. Mercedes den F-Cell schon ab 2015 verkaufen. Inzwischen wurde eine Übereinkunft mit den Energieversorgern, den Mineralölgesellschaften und der Politik erreicht, die für die kommenden Jahre den Aufbau einer Wasserstoff-Infrastruktur vorsieht.
Quelle: ADACmotorwelt 10/2009

PKW: die Elektrifizierung kommt nur langsam voran
Da bei PS-starken Elektromobilen selbst die besten Akkus in kurzer Zeit leer wären, wird es in absehbarer Zeit nur Kleinwagen mit Elektroantrieb geben. Die ersten Prototypen haben nur Reichweiten von rund 100 Kilometern - falls relativ langsam gefahren wird und keine weiteren Stromverbraucher wie Heizung oder Klimaanlage eingeschaltet werden. Hinzu kommt, dass Lithium-Akkus mit 20 Kilowattstunden derzeit an die 20.000 Euro kosten. Nur wenn sie dreimal so gut und dreimal so billig werden wie heute, werden Elektroautos eine Zukunft haben.
Quelle: spiegel.de vom 14.09.2009

Smartphones belasten Mobilfunknetze
Da die neuen Smartphones z.B. Videos empfangen und versenden, Fernsehprogramme abrufen und ihre Internetverbindung mit einem Computer teilen können, werden immer größere Datenmengen transportiert. Im Jahr 2010 werden laut Cisco Systems sechsmal so viele Daten wie 2008 die Mobilfunknetze belasten und 2012 fünfmal so viele wie 2010.
Quelle: Fortune vom 14.09.2009

Hightech-Metalle werden knapp
Für die Produktion von Mikrochips, Leuchtdioden und Dünnschicht-Solarmodulen wird Gallium, für die Lasertechnik und Permanentmagneten wird Neodym und für Displays und Solarzellen Indium benötigt. Während die Nachfrage nach solchen und ähnlichen seltenen Metalle zunimmt, stagnieren das Angebot und wegen der hohen Kosten die Prospektion neuer Lagerstätten. So könnten die Weiterentwicklung der Informations- und Kommunikationstechnik, die Produktion moderner Technologien und der Umschwung von der fossilen zur regenerativen Energie ins Stocken geraten. Mit einem "Peak Metal" - analog zum "Peak Oil" - wird aber nicht gerechnet, da die Metalle recycelt werden können. Problematisch könnten aber politische Entwicklungen werden: Beispielsweise stammen 97% der weltweiten Neodym-Produktion aus China, und dieses Land hat den Export jetzt weitgehend gedrosselt, um so sehr günstige Elektromotoren (z.B. für PKW) anbieten zu können.
Quelle: welt.de vom 29.08.2009

Ein nachhaltiger Kernreaktortyp
Das Unternehmen "Intellectual Ventures" hat laut dem Magazin Technology Review einen so genannten "Laufwellen-Reaktor" entwickelt, der aus nicht angereichertem Uran 238 seinen eigenen Brennstoff erbrüten und theoretisch 100 Jahre laufen könnte. Uran 238 ist weltweit in großen Mengen vorhanden und könne 10 Mrd. Menschen mit einem Pro-Kopf-Verbrauch an Energie wie zurzeit die US-Bürger für rund 10.000 Jahre mit Energie versorgen. Auch sei die Betriebssicherheit größer als bei herkömmlichen Reaktoren. Beim Betrieb falle kein Plutonium 239 mehr an. Der erste Laufwellen-Reaktor könnte um das Jahr 2040 herum ans Netz gehen.
Quelle: presseportal.de vom 26.08.2009

Drohnen steuern statt Flugzeuge fliegen
Bei den US-Luftstreitkräften lernen mehr Soldaten, Drohnen fernzulenken als Flugzeuge zu fliegen. Die Flotte unbemannter Fluggeräte soll stark ausgebaut werden - bis 2015 sollen 15% des 230 Mrd. $ umfassenden Haushalts in die Waffentechnik der Zukunft investiert werden. Auch in einem quasi-intelligenten Schwarm fliegende Drohnen und "Nano-Drohnen" in der Größe von Motten sollen entwickelt werden.
Quelle: heise.de vom 23.08.2009

Mit dem Handy neue Freunde finden
Da im Internet immer mehr Informationen über den einzelnen Menschen vorhanden sind und über besondere Programme ausgewertet werden können und da über eingeschaltete Handys jederzeit der Standort einer Person bestimmt werden kann, soll die sich am MIT noch in Entwicklung befindende Anwendung Serendipity Nutzer auf fremde Menschen in der Nähe aufmerksam machen, die z.B. ähnliche Interessen haben.
Quelle: The Futurist vom Juli/August 2009

Leben in virtueller Realität
Nach Susan Greenfield könnte in absehbarer Zeit das Gehirn technologisch so verbessert werden, dass künstliche Welten mit Hilfe von Implantaten bzw. Neurotelepathie direkt im Gehirn erzeugt werden können. Viele Menschen würden dann lieber in der virtuellen Realität als in der Wirklichkeit leben; virtuelle Beziehungen würden immer mehr menschliche Kontakte ersetzen. Auch die meisten menschlichen Bedürfnisse könnten dann künstlich befriedigt werden. Die Unterscheidung von Realität und Fiktion werde immer schwieriger werden.
Quelle: World Future Review vom Juni/Juli 2009

Mini-AKWs entwickelt
In ca. fünf Jahren sollen die ersten Hyperion Power Modules (HPM) auf dem Markt sein - kleine, sich selbst regulierende und in der Fabrik versiegelte Atomkraftwerke, die rund fünf Jahre lang eine kleine Stadt oder eine Universität mit Energie versorgen können, bevor die Brennstäbe ausgetauscht werden müssen. Die Kosten der von dem Los Alamos National Laboratory entwickelten HPMs werden zwischen 25 und 30 Mio. $ liegen.
Quelle: The Futurist vom Mai/Juni 2009

Studie der TU München zum Sparpotential von Wärmepumpen
Im Jahr 2008 wurden in Deutschland rund 62.500 Heizungs-Wärmepumpen verkauft - über ein Drittel mehr als im Jahr zuvor. Würden bis 2030 rund 1 Mio. zusätzliche Wärmepumpen in Betrieb gehen, könnten laut der Studie von Professor Ulrich Wagner jährlich 2,3 Mio. Tonnen CO2 eingespart werden. Da dann die neueren Modelle rund 50% weniger Primärenergie benötigen würden, reduziere die Wärmepumpe die Abhängigkeit von Energieimporten. Allerdings benötigten 1 Mio. zusätzliche Wärmepumpen für den Betrieb rund 0,7% des Nettostromverbrauchs von 2006.
Quelle: baulinks.de vom 27.04.2009

Die Welt ohne Erdöl
Im Ölreport der "Energy Watch Group" wird davon ausgegangen, dass die maximal mögliche Fördermenge bereits im Jahr 2006 erreicht wurde. Die Reserven würden immer weiter schwinden, da schon seit mehr als 20 Jahren mehr Erdöl verbraucht werde als neues gefunden. Erdöl muss also zunehmend ersetzt werden - nicht nur als Heiz- und Kraftstoff (90% der derzeitigen Nutzung), sondern auch als Grundstoff für Kleidung, Kosmetik- und Medizinprodukte, Plastik, Spielzeug, Computer usw. So enthalten rund 40% aller Textilien Erdöl. Kunstfasern könnten z.B. durch Naturfasern aus Baumwolle und Hanf, aber auch durch biotechnologisch hergestellt Fasern (etwa aus Milchsäure) ersetzt werden. Ferner könnten viele Ausgangsprodukte für die chemische Industrie mit Hilfe der Biotechnologie erzeugt werden, z.B. durch Bakterien- und Hefeenzyme aus organischen Abfällen. So könnte der Anteil von Bioplastik bis zum Jahr 2030 von heute 0,2% auf 15-20% steigen. Auch in der Landwirtschaft müsste Erdöl ersetzt werden - hier wird es für Düngemittel, Pestizide, Produktion, Kühlung und Transport benötigt. So dürfte die Ernährung saisonaler, regionaler und teurer werden - zumal die Landwirtschaft auch zunehmend Flächen für die Erzeugung von Biomasse benötigen wird. Diese soll ja nicht nur Grundstoffe für die chemische Industrie liefern, sondern auch Treibstoff für Autos...
Quelle: br-online.de vom 13.03.2009

Erstes Fusionskraftwerk
Derzeit wird im französischen Cadarache ein riesengroßes Fusionsexperiment - Iter genannt - gebaut. Das Forschungszentrum in Jülich soll nun einen neuen Supercomputer erhalten, mit dem die komplexen Mechanismen in dem 100 Millionen Grad heißen Plasma im Innern von Iter simuliert werden können. Kostspielige Großexperimente könnten so durch Computermodelle ersetzt bzw. ergänzt werden.
Quelle: az-web.de vom 29.01.2009

Die Zukunft: Wasserstoff aus dem eigenen Abfall produzieren
Die Firma Biowaste2Energy hat ein Verfahren entwickelt, wie mit Hilfe von zwei Tanks mit unterschiedlichen Bakterienkulturen Wasserstoff aus Haushaltsabfällen hergestellt werden kann. Auf diese Weise könnte ein Privathaushalt bis zu 30% seines Energiebedarfs decken. In Costa Rica werden in einigen Dörfern schon jetzt Haushaltsabfälle und Tierexkremente in einen gemeinsamen Tank geworfen und das dort von Bakterien erzeugte Gas für Heizen und Kochen verwendet.
Quelle: The Futurist, Januar/Februar 2009, S. 18

Elektro-Tanken
Noch ist offen, wie Elektroautos in Zukunft mit Energie versorgt werden können: über die Steckdose oder durch Wechselakkus. Während das Stromtanken bis zu acht Stunden dauern könnte, ließen sich Batterien in wenigen Minuten wechseln. Allerdings müsste die Autoindustrie zuvor die Standardisierung der Akkus erreichen.
Wegen der langen Tankzeiten kommen zentrale Stromtankstellen nicht in Frage - Zapfsäulen müssten in Parkhäusern, an Haltebuchten und in Garagen eingerichtet werden. Durch die Kabel entständen aber gefährliche Stolperfallen. Außerdem ist unklar, wie in öffentlichen Räumen der Stromverbrauch abgerechnet werden kann. Würden die meisten Batterien abends aufgeladen, könnte auch das Stromnetz zusammenbrechen.
Quelle: focus.de vom 22.12.2008

Leben auf dem Wasser
Im Rahmen des Projekts "Floating City Ijmeer" wird eine schwimmende Stadt im Ijsselmeer geplant, die irgendwann Amsterdam und Almere miteinander verbinden soll. Die Häuser stehen auf Pontons, die über ebenfalls schwimmende Wege miteinander verbunden werden. Sie sollen mit Strom und Wärme durch Wärmepumpen, Windturbinen und die Nutzung des Sonnenlichts oder des Spannungspotentials zwischen dem Süßwasser des Ijsselmeers und dem salzigen Wasser der Nordsee versorgt werden.
Quelle: rundschau-online.de vom 21.12.2008

ispo Studie zur Zukunft des Skisports
Der Skimarkt muss in den kommenden Jahren auf die Alterung der Bevölkerung, die abnehmende Schneesicherheit in vielen Skigebieten, die höheren Kosten für Aufstiegsanlagen bzw. die künstliche Beschneiung von Pisten sowie auf ein verändertes Umweltbewusstsein reagieren. Laut einer ispo Studie könnten sich die Sportartikelhersteller mehr auf neue Absatzmärkte in China, Russland, Osteuropa usw. einstellen, stärker unterschiedliche Zielgruppen wie naturbegeisterte, technik-interessierte oder lifestyle-orientierte Wintersportler ansprechen sowie Skifahren durch multifunktionale Gleitarenen in Städten oder durch Skisimulatoren in virtuellen Bergwelten ermöglichen. Im Bereich Sportstyle könnten neue Absatzmärkte durch modische Sportbekleidung im urbanen Lifestyle, multifunktionale Jacken mit integriertem GPS-Gerät, trendige Ohrenschützer mit integriertem iPod, für künstliche Oberflächen geeignete Skiern oder leicht einstellbare verleihbare Stiefel und Bindungen entstehen.
Quelle: seilbahn.net vom 18.12.2008

Storm: Wir fördern das Internet der Zukunft
Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung, Andreas Storm, hat am Donnerstag in Darmstadt das Projekt Germany-Lab gestartet. G-Lab ist die nationale Forschungsplattform, die sich mit der Zukunft des Internets beschäftigt: Neue Internet-Dienste und -Anwendungen stellen wachsende Ansprüche an Sicherheit, Zuverlässigkeit und Qualität der Netze. Ein wichtiger Trend wird das "Internet der Dinge" sein. In den Bereichen Automatisierung, Automobilindustrie, Logistik und Medizintechnik spielen innovative Produkte mit integrierter Informationstechnik eine immer größere Rolle, beispielsweise in der Logistik: Die Distanzen werden immer größer, die Warenflüsse immer komplexer. Entscheidend ist, dass man stets weiß, wo und in welchem Zustand sich die Waren befinden, dass sie also miteinander kommunizieren.
Quelle: Pressemitteilung des BMBF vom 30.10.2008

Roboter im Haushalt
In wenigen Jahren werden Roboter Einkäufe nach Hause tragen, die Wohnung reinigen und am Abend mit Musikdarbietungen unterhalten. So hat Toyota bereits Roboter entwickelt, die Trompete oder Violine spielen können - die aber auch in Unternehmen als Empfangsdame, in Krankenhäusern als Pfleger oder im Sozialbereich als Transporteure gehbehinderter Menschen eingesetzt werden können. In den nächsten drei Jahren will Toyota insgesamt 200 Ingenieure im Bereich Robotik einsetzen. Das Unternehmen sieht hierin eine wichtige Zuzkunftsbranche - bis 2025 sollen in der Roboterindustrie rund 50 Mrd. $ umgesetzt werden.
Quelle: Toyota Magazin 3/2008

Über den Wolken mit Algen im Tank
In Zeiten des Klimawandels und steigender Ölpreise sucht die Luftverkehrsbranche nach alternativen Treibstoffen. Bei Testflügen wurden Triebwerke bereits mit einer Mischung aus Kerosin und einem aus Erdgas gewonnenen synthetischen Flüssigkraftstoff (GTL) und mit einer Mischung aus Kokosnuss- und Babassu-Öl betrieben. In diesem Jahr will Air New Zealand erstmals einen Biokraftstoff der zweiten Generation einsetzen: ein Öl aus der Jatropha-Palme, die auch in nicht landwirtschaftlich nutzbaren Zonen wächst. Noch erfolgversprechender sind Treibstoffe aus Algen, da ihre Produktion nicht in Konkurrenz mit der Herstellung von Nahrungsmitteln steht und wenig "Anbauflächen" benötigt. Laut Airbus könnte 2025 bereits ein Viertel der Flugkraftstoffe alternativer Herkunft sein.
Quelle: PR-inside.com vom 21.08.2008

Maschinen mit Kulleraugen wirken menschlich
Schon bald könnte im Hotel der Rezeptionist ein bläuliches Gesicht auf einem schwarzen Monitorhintergrund sein, meinen die Softwareentwickler von Microsoft Research. Mit Hilfe einer Gesichts- und Spracherkennung könnte der Computer erkennen, was der Gast möchte. Menschen würden solche Gesichter bzw. Roboterköpfe als besonders menschlich sehen, wenn sie übertrieben dargestellt werden - etwa mit runden Kulleraugen und einer warmen und tiefen Stimme. Roboter könnten schon jetzt mit Hilfe der Klangfarbe ihrer Stimme Gefühle wie Wut, Freude oder Trauer ausdrücken.
Quelle: kurse.focus.de vom 01.08.2008

Zelle statt Power-Pack?
Für das Jahr 2015 kündigt Nissan einen PKW mit Brennstoffzelle an - den Nissan FCV. Ferner werden die Produktion eines Drei-Liter-Fahrzeugs, die Förderung von Clean-Diesel- und Flex-Fuel-Konzepten sowie die Entwicklung eines eigenen Hybridmodells angezielt. Aber auch die Konkurrenz hat bereits Brennstoffzellenfahrzeuge in der Erprobung.
Quelle: sueddeutsche.de vom 28.07.2008

Das traditionelle Auto lebt noch bis 2025
Laut einer Studie des Center of Automotive Research (CAR) an der Fachhochschule Gelsenkirchen werden in Europa ab dem Jahr 2025 PKWs nur noch als Elektroautos, Parallel-Hybrid- oder Seriell-Hybrid-Fahrzeuge verkauft werden. Schon in sieben Jahren sollen Elektroautos ein Massenphänomen sein; derzeit sind nur rund ein Prozent aller weltweit verkauften PKWs Hybrid-Fahrzeuge.
Quelle: WirtschaftsBlatt.at vom 26.06.2008

Olympia: China will Wolken vom Himmel schießen
In China wird wie in den USA und rund 25 weiteren Ländern seit langem Regen gemacht oder Hagel abgewehrt: Die China Meteorological Administration sorgt mit 32.000 Mitarbeiter/innen, 35 Flugzeugen, 7.000 Kanonen und 5.000 Raketenwerfern dafür, dass bei Bedarf Wolken abregnen und zusätzliches Wasser auf die Felder kommt. Diese Technik wird jetzt auch bei den Olympischen Spielen eingesetzt, um sonnige Tage zu gewährleisten. Bei lokalen, schwachen Wettermustern können relativ gute Ergebnisse erzielt werden; bei großen, dicken Wolken, die eine große Region bedecken, kann aber Regen nicht völlig abgewendet werden.
Quelle: DiePresse.com vom 19.06.2008

Vom Menschen zum Cyborg
Schon heute können Menschen mit Hilfe der Technik für sie neue Fähigkeiten dazugewinnen: Blinde können dank Sehprotese, Sehchips oder elektronischem Auge sehen, Taube können dank eines Neuroimplantats wieder hören, körperlich Behinderte können Prothesen zunehmend direkt vom Gehirn aus steuern. Bei einem neu entwickelten Hightech-Arm ist die Hand fast so beweglich wie eine Menschenhand. Die Entwicklung hin zur Mensch-Maschine (Cyborg) wird sich sicherlich beschleunigen, wenn künstliche Gliedmaßen oder Neuroimplantate genutzt werden können, um Menschen (am Arbeitsplatz) leistungsfähiger zu machen. Ramez Naam, Zukunftsforscher und Software-Ingenieur bei Microsoft, sieht in der Entwicklung hin zum Cyborg einen Erfolgsfaktor im globalen Wettbewerb. Mit Hilfe von Biotechnologie und Minichips könnten intelligentere, stärkere und perfekte Menschen entstehen.
Quelle: Tagesanzeiger.ch vom 10.04.2008

Für den Futurologen Ray Kurzweil sind virtuelle Welten real
Im Rahmen der GDC 2008 in San Francisco sagte Kurzweil, dass virtuelle Realität echte Realität sei - ein Treffen von Online-Avataren sei genau so wirklich wie ein Telefonat. In Zukunft würden Menschen immer mehr Zeit in virtuellen Welten verbringen. Gleichzeitig würden sie dort selbst kreativ werden: Ein Multiplayer-Spiel oder ein HD-Film könnten auf einem 1.000-US-Dollar-Laptop erstellt werden.
Bereits 2010 können Bilder direkt auf die Retina projiziert werden. Wenige Jahre später könnten Computer so klein sein, dass sie z.B. in Brillen oder in der Kleidung untergebracht werden. Dann könne das vollständige Eintauchen in audio-visuelle virtuelle Welten Realität werden.
Schon heute kann man laut Kurzweil Parkinson-Patienten erbsengroße, von außen programmierbare Minicomputer in den Kopf implantieren, die bestimmte Hirnfunktionen erhalten oder übernehmen können. In weniger als drei Jahrzehnten dürfte sich diese Technik so weit entwickelt haben, dass blutzellengroße Computer durch unsere Körper wandern, die uns gesund halten oder unsere Gehirnleistung erweitern. Dann könnte virtuelle Realität auch von unseren eigenen Nervenzellen erzeugt werden.
Quelle: golem.de vom 28.02.2008

A380 fliegt mit alternativem Kraftstoff
Erstmals in der Geschichte der Zivilluftfahrt ist ein Passagierjet mit dem aus Erdgas gewonnenen Flüssigkraftstoff GTL geflogen. Dieser Treibstoff wird ab 2011 in größeren Mengen zur Verfügung stehen, wenn die derzeit von Shell gebaute GTL-Pearl-Anlage in Katar in Betrieb geht. Airbus will in Zukunft auch andere alternative Kraftstoffe verwenden, um die Abhängigkeit von dem immer teurer werdenden Erdöl zu verringern und das Klima zu schonen. Aber auch Boeing sucht nach Alternativen zu Kerosin: Im Februar 2008 soll eine 747 erstmals mit Bio-Treibstoff starten. Bis 2030 soll etwa ein Drittel des Treibstoffs in der Luftfahrt aus Bio-Kraftstoff der zweiten Generation (z.B. aus Algen) stammen.
Quelle: DieZeit.de vom 01.02.2008

"Den künstlichen Menschen wird es nicht geben"
Laut Professor Dieter Falkenhagen, Leiter der Abteilung für Klinische Medizin und Biotechnologie an der Donau-Universität Krems können immer mehr Organfunktionen schon heute erfolgreich ersetzt werden - zum einen durch Systeme aus Materialien wie Kunststoff oder Metallen, zum anderen durch bio-artifizielle Systeme, für die biologische Materialien technisch bearbeitet werden. Falkenhagen geht davon aus, dass die Funktionen des Herzens, der Nieren und des Pankreas bis Mitte des 21. Jahrhunderts längerfristig von künstlichen Systemen übernommen werden können. Die Funktionen von Lunge und Leber seien hingegen sehr komplex und werden wohl auch im Jahr 2050 nicht komplett substituiert werden können. Den kompletten "künstlichen Menschen" werde es wohl nie geben.
Quelle: Aerztezeitung.de vom 18.01.2008

Kohlefaser macht das Rennen
Sowohl in der Flugzeug- als auch in der Automobilindustrie muss der Spritverbrauch reduziert werden. Dies kann auch durch ein geringeres Gewicht erreicht werden. Beispielsweise will Nissan bis 2015 das Gewicht der einzelnen Fahrzeuge um 15% reduzieren. Dies soll vor allem durch den Einsatz von neuen Materialien wie der Kohlefaser geschehen. Im Verbund mit Harz oder Kunststoffen können mit ihnen eine hohe Stabilität, Zug- und Reißfestigkeit sowie Korrosions- und Hitzebeständigkeit bei geringem Gewicht erzielt werden.
Quelle: Stock-World.de vom 02.01.2008

2050: Mit Robotern eine Ehe führen?
In einem Interview prognostizierte der Brite David Levy, der seit 30 Jahren auf dem Gebiet der künstlichen Intelligenz forscht, dass Menschen sich in Roboter verlieben und sie sogar heiraten werden. Er sagte: "2050 wird es Roboter geben, die wir uns heute noch nicht vorstellen können. Sie werden so lebensecht in Aussehen, Funktion und Persönlichkeit sein, dass sie vom Mensch nicht mehr zu unterscheiden sind. Wir können heute schon Roboter entwickeln, die anhand der Klangfarbe der menschlichen Stimme mit Gefühlen wie Wut, Freude oder Trauer reagieren. Vor nur 40 Jahren wurde der erste primitive Roboter in der Industrie eingesetzt, in den nächsten 40 Jahren kann noch sehr viel passieren".
Quelle: Sueddeutsche.de vom 09.12.2007

2040 zum Mars - die russische Raumfahrt hat fantastische Pläne
Unter Präsident Putin wurde in den letzten Jahren die Finanzierung des Weltraum-Sektors verdoppelt und beträgt nun 1,2 Milliarden Dollar. Bis 2015 soll der Bau des russischen Teils der Internationalen Raumstation beendet und eine wieder verwendbare Raumfähre mit einem eigenen Weltraumbahnhof entwickelt werden. In den folgenden zehn Jahren ist eine bemannte Plattform im Orbit vorgesehen. Zwischen 2025 und 2040 sollen Flüge zum Mond und Mars stattfinden. Ferner ist ein Verteidigungssystem gegen Asteroiden geplant. Ab 2028 könnte auf dem Mond eine permanent in Betrieb befindliche Station eingerichtet sein. Um 2040 sollen Kosmonauten auf dem Mars landen. Die russische Raumfahrtagentur sucht bei diesen Bestrebungen internationale Kooperationen - neben den USA und China auch mit Europa oder Japan.
Quelle: derStandard.at vom 21.09.2007

2050: Jedes dritte Auto mit Wasserstoff?
Beim vom Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie veranstalteten "A3-Symposion" wurde prognostiziert, dass bei Kraftfahrzeugen die Verbrennungsmotoren die nächsten 20 Jahre noch dominieren werden. Der Brennstoffzellen-Anteil könnte aber schon 2050 in der Größenordnung von 20 bis 30% der neuverkauften Autos liegen. Die EU forciert seit zwei Jahren die Forschung in diesem Bereich. Das größte Problem: Die Tankinhalte bieten eine noch zu kurze Reichweite.
Quelle: science.orf.at ohne Datum

BASF zur Gentechnik: "Präzise und sicher"
Aus Sicht von BASF geht es bei der Gentechnik um "Pflanzen für eine effizientere Landwirtschaft, für eine gesündere Ernährung sowie für die Nutzung als nachwachsende Rohstoffe". Für 2025 rechnet man weltweit mit einem Markt von rund 50 Milliarden US-Dollar.
Laut BASF-Sprecherin Susanne Benner werden gentechnisch veränderte Pflanzen weltweit auf einer Fläche von mehr als 100 Millionen Hektar angebaut - das ist etwa so viel wie Europa an Agrarfläche hat. Es handele sich hier um Produkte der Generation 1, die hinsichtlich ihrer Resistenz gegenüber Insektiziden und Herbiziden manipuliert wurden. Nun gehe es um die Entwicklung von der Generation 2 - Pflanzen, die z.B. gegenüber der weltweit zunehmenden Trockenheit widerstandsfähiger sind oder verbesserte Inhaltsstoffe enthalten. Beispielsweise wird gerade versucht, den Stoffwechsel von Ölpflanzen mit Hilfe von aus Algen stammenden Genen zu optimieren, um Omega-3 Fettsäuren herzustellen. Ferner wird eine Kartoffel entwickelt, die gegen die so genannte Kraut- und Knollenfäule geschützt ist. Da Pflanzen in Zukunft vermehrt als Energiequelle dienen werden, sollen bei ihnen mit Hilfe der Gentechnik Ertragssteigerungen von mehr als 20% erreicht werden.
Laut BASF werden seit mehr als zehn Jahren gentechnisch veränderte Pflanzen vermarktet. In Deutschland wird allerdings nur Mais angebaut. Die Entwicklung der Pflanzen erfolgt unter Einhaltung vieler Sicherheitsbestimmungen. Beispielsweise sollen laut dem Entwurf für das neue Gentechnikgesetz 150 Meter Abstand zwischen Gen-Feldern und normalen Feldern sein, und 300 Meter zwischen Gen-Feldern und Bio-Feldern.
Quelle: n-tv.de vom 02.08.2007

Bemanntes Brennstoffzellenflugzeug in Sicht
Ende letzten Jahres haben Wissenschaftler der Universität Stuttgart mit dem Entwurf des zweisitzigen Brennstoffzellenflugzeugs Hydrogenius den renommierten Berblinger Preis der Stadt Ulm gewonnen. Das geplante Leichtflugzeug mit etwa 18 Metern Spannweite und acht Metern Länge wird seine Antriebsenergie aus der kalten Reaktion von Wasserstoff und Sauerstoff beziehen, weder Abgase noch Lärm produzieren und kann dennoch bei den Flugleistungen mit herkömmlichen Leichtflugzeugen konkurrieren. Die größte Herausforderung dabei ist die Integration des Brennstoffzellensystems in den Flieger. Wenn alles planmäßig läuft, wird Hydrogenius das weltweit erste bemannte Brennstoffzellenflugzeug, das bei den Flugleistungen mit herkömmlichen zweisitzigen Flugzeugen konkurrieren kann. Nun hat ein Team am Institut für Flugzeugbau der Universität Stuttgart mit der Detailkonstruktion des Fliegers begonnen.
Quelle: Pressemitteilung der Universität Stuttgart vom 24.07.2007

IT-Kenntnisse werden immer wichtiger
Selbst für einfache Arbeiten werden in Zukunft sehr gute IT-Kenntnisse erforderlich sein. Die Virtual Reality, das Web 2.0 und Pervasive Games werden zukünftig mehr und mehr unsere Freizeitgestaltung bestimmen. Bereits jetzt besucht mehr als die Hälfte der Menschen eher virtuelle als physische Museen. Auch das soziales Leben wird zunehmend durch virtuelle Plattformen bestimmt, über die sich leicht viele Kontakte knüpfen lassen.
Quelle: Readers-Edition.de vom 08.06.2007

VDE: Für Energieforschung gibt Japan siebenmal so viel aus wie Deutschland
Im internationalen Vergleich schneiden Deutschland und Europa bei der Energieforschung schlecht ab. Während Japan für die Energieforschung pro Kopf der Bevölkerung über 30 US-Dollar ausgibt und die USA 10 Dollar, sind es in Deutschland nur 6,20 Dollar. Mit jährlich 3,9 Milliarden US-Dollar investiert Japan 7,6-mal so viel Geld in die Energieforschung wie Deutschland, die USA investieren absolut fast sechsmal so viel wie die Bundesrepublik. Noch nimmt die deutsche industrielle Energietechnologie im internationalen Vergleich nach einer Umfrage unter den 1.250 VDE-Mitgliedsunternehmen einen Spitzenplatz ein. Stark ist die Bundesrepublik in der Forschung bei Fusionskraftwerken und erneuerbaren Energien.
Die im Koalitionsvertrag für die Energieforschung ursprünglich vorgesehenen Mittel von jährlich circa 400 Millionen Euro bewertet der VDE als unzureichend; sie sollten auf 1 Milliarde Euro p.a. gesteigert werden. Grundlage für die Vergabe und den Einsatz der Gelder müsse laut VDE ein konsistentes, langfristig angelegtes energiepolitisches Gesamtkonzept sein.
Quelle: Pressemitteilung des VDE vom 13.04.2007

Verkehrmittelnutzung in der Zukunft
In den nächsten Jahren wird das Autofahren immer stärker automatisiert werden. Schon jetzt bietet Lexus LS von Toyota Assistenzsysteme, die beim Parken, Lenken, Geradeausfahren, Bremsen, Gefahrenerkennen und Wachbleiben helfen. Und Mercedes-Benz hat schon vor Jahren LKW entwickelt, die elektronisch gekoppelt hintereinander fahren - nur der Fahrer des ersten LKW muss steuern. Mit einer zunehmenden Automatisierung ist schon wegen der vielen alten Fahrer/innen zu rechnen - 2050 wird ein Drittel der Bevölkerung älter als 60 Jahre sein.
Das Angebot an Treibstoffen wird in den nächsten Jahrzehnten immer breiter werden: Biodiesel aus Raps oder Soja, Benzin aus Kohle, Ethanol aus Mais, vollsynthetischer Diesel aus Stroh oder Holz usw. Wasserstoffbetriebene Brennstoffzellen wird es aber wohl erst ab 2050 serienmäßig geben.
Da Treibstoffe immer teurer werden, könnte in den nächsten Jahrzehnten Car-Sharing häufiger werden. Derzeit nutzen nur 80.000 Autofahrer diese Möglichkeit; unter bestimmten Umständen wären zwischen 4,8 und 6,6 Millionen interessiert - insbesondere wenn die bisherigen Systeme vereinfacht und nutzerfreundlicher würden. Vermutlich werden Ältere häufiger kurze Strecken zu Fuß gehen, während Jüngere öfters das Fahrrad nutzen werden.
Das Autofahren könnte aber auch dadurch teurer werden, dass das zunächst für Lkw konzipierte Mautsystem Toll Collect Pkw-Nutzer zur Kasse bittet. Derzeit gibt es wohl noch keine definitiven Pläne der Bundesregierung - aber fast in jedem anderen europäischen Land gibt es schon Straßenbenutzungsgebühren für Pkw.
Die Deutsche Bahn wird sich wahrscheinlich immer mehr auf die profitablen Hochgeschwindigkeitsstrecken konzentrieren. Ländliche Regionen werden weitgehend "abgehängt" werden - und das dürfte auch für den öffentlichen Nahverkehr gelten: Bis 2020 könnte sich das ÖPNV-Angebot im ländlichen Raum halbieren.
Im Luftverkehr könnten in einigen Jahrzehnten Massentransporter auf Kurzstrecken eingesetzt werden, in denen es unter Umständen nur noch Stehplätze gibt. Eine intelligentere Steuerung der ankommenden und abfliegenden Maschinen wird Warteschleifen vermeiden helfen.
Quelle: ZEIT Wissen 06/2006

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Die Kraft der zwei Zellen
Roboterforscher vom Göttinger Bernstein Zentrum Computational Neuroscience haben einen sechsbeinigen Roboter entwickelt, der den amerikanischen Kakerlaken nachempfunden ist. Seine Fortbewegung wird nur von zwei künstlichen Gehirnzellen gesteuert, die selbständig anhand eines Chaosprozesses lernen. Die Programmierer mussten nur die Regeln festlegen, nach denen Korrektursignale gegeben werden. Diese basieren auf dem Input von 18 elektronischen Fühlern.
Quelle: zeit.de vom 21.01.2010

Hautenge Marsanzüge
Obwohl die NASA frühestens 2030 die ersten Menschen auf den Mars schicken wird, wurde schon ein Anzug für sie entwickelt. Der Overall ist ein hautenges Leichtgewicht, mit dem Astronauten wie gut angezogene Motorradfahrer aussehen. Der Stoff kann je nach Außentemperatur Wärm- und Kühlprozesse in Gang setzen: Registrieren die Sensoren Kälte, bläst er sich ein wenig auf und schafft einen dämmenden Luftraum. Bei Hitze schmelzen in die Fasern eingelassene Mikrokapseln, und die darin enthaltenen Kristalle reflektieren die Sonnenstrahlen weg.
Quelle: pm-magazin.de/de/wissensnews/wn_id2088.htm

Passivhäuser
Neue Gebäude können laut dem Vater des Passivhauses, Wolfgang Feist, ca. 90% weniger Heizenergie verbrauchen als herkömmliche Häuser - dank verbesserter Wärmedämmung, verbesserten Fenstern und einer weitgehenden Wärmerückgewinnung. Zugleich bleiben sie im Sommer kühler. Energieautarke Häuser werde es aber in unseren Breiten nicht geben.
Quelle: diepresse.com vom 16.01.2010

So könnte der Verkehr wieder fließen
In immer mehr Großstädten droht Stillstand auf den Straßen - z.B. kommt in Rio de Janeiro der Verkehr täglich zum Erliegen, liegt die Durchschnittsgeschwindigkeit in manchen asiatischen Großstädten bei weniger als 10km in der Stunde. Deshalb entwickelt Siemens Verkehrsleitsysteme, die Ampelphasen optimieren, Umleitungen empfehlen, Warnmeldungen direkt von Autos an andere Autos weitergeben und Fahrer direkt zu freien Parkplätzen führen. Eine Lösung für den Personenverkehr sind auch vollautomatische Metrosysteme, bei denen sich die Kapazität jederzeit an die Nachfrage anpasst. In New York können die Taktzeiten in der Rushhour schon auf 1,5 Minuten verkürzt werden.
Quelle: welt.de vom 10.01.2010

Roboter erobern den japanischen Alltag
In Japan kann man seine Einkaufsliste einem Supermarkt senden, und schon flitzt ein Roboter durch die Regalreihen und scannt die Produkte. Kommt der Kunde, begrüßt der Roboter ihn am Eingang und führt ihn zu den Produkten. Zugleich macht er Vorschläge zum Einkauf. In Japan wischen Roboter Fußböden, servieren Essen, schneiden Gemüse oder überwachen ein Gebäude bzw. Gelände. Neu entwickelte Roboter können sogar Patienten bei der Rehabilitation helfen.
Quelle: derstandard.at vom 01.01.2010

Intelligente Häuser und Autos
Laut der Studie "Zukunft und Zukunftsfähigkeit der Informations- und Kommunikationstechnologien und Medien - Internationale Delphi-Studie 2030" wird das intelligente Haus, das alle Geräte selbständig steuert, nicht vor dem Jahr 2024 Realität werden. Es wird etwa 30% weniger Energie als heutige Häuser verbrauchen. Aber schon in sechs Jahren wird man mit Haushaltsgeräten über das Internet interagieren können. Vor dem Jahr 2030 werden Autos sich nicht selbst steuern können. Aber bereits in fünf Jahren werden Fahrer über das Internet Informationen zu Routenplanung und Verkehrslage erhalten; 10 Jahre später wird zumindest die Hälfte aller Fahrzeuge untereinander Daten austauschen.
Quelle: focus.de vom 08.12.2009

Digitale Identität und Datenschutz im Internet
In den kommenden Jahren wird die eindeutige Identifizierung von Personen im Internet immer wichtiger werden - sie ist eine wesentliche Voraussetzung für eine sichere digitale Kommunikation. So dürften zunehmend biometrische Verfahren wie Iris- oder Fingerabdruckscanner zum Identitätsnachweis verwendet werden. Wenn Menschen immer häufiger das Internet benutzen und dort Spuren hinterlassen, steigt zudem die Gefahr von Identitätsdiebstahl, Fälschung oder Betrug. Zudem stellt sich die Frage nach dem Datenschutz - die Deutschen müssten deshalb mehr Kompetenzen im Umgang mit eigenen Daten entwickeln. Es wird aber nie möglich sein, die völlige Kontrolle über die Verwendung und Weitergabe der eigenen Daten zu behalten.
Quelle: focus.de vom 08.12.2009

Solarenergie aus dem All
Bis zum Jahr 2030 will die japanische Raumfahrtbehörde mehrere Quadratkilometer große Kollektoren im Weltall installieren, von denen aus Solarenergie zu Parabolantennen auf der Meeresoberfläche gesendet werden soll. Die Kapazität der Anlage soll der eines mittelgroßen Atomkraftwerks entsprechen. Der Strom soll nur etwa ein Sechstel des aktuellen Strompreises kosten.
Quelle: stromtarife.com vom 07.12.2009

Perfekte Kinder als Norm
In 20 bis 25 Jahren könnten laut Arthur Caplan von der University of Pennsylvania dank Gentechnik und künstlicher Uteri "perfekte" Babys geschaffen werden. Gefahren seien, dass nur reiche Menschen die Kosten schultern und damit ihren Kindern Vorteile verschaffen könnten oder dass Kinder wie Objekte behandelt und von ihren Eigenschaften immer ähnlicher werden würden. Abtreibungen würden nicht mehr zum Tod des Fötus führen, da dieser sich in einer künstlichen Gebärmutter weiter entwickeln könne.
Quelle: The Futurist vom November/Dezember 2009

Zukünftige Kriege: Soldaten bleiben in Deckung
In den USA werden immer mehr unbemannte Dronen, Fahrzeuge und Roboter entwickelt, die aus der Ferne gesteuert werden. Sie können z.B. Aufklärungsaufträge ausführen, (kleine) lokale Ziele treffen, Minen suchen und Ausrüstungsgegenstände oder Munition an unzugängliche Orte bzw. eingeschlossene Truppenteile liefern. Laut der U.S. Air Force nahm die Zahl unbemannter Gefechtseinsätze in den letzten sechs Jahren um 600% zu.
Quelle: The Futurist vom November/Dezember 2009

Der "sehende" Blindenstock
An der Central Michigan University wird ein Blindenstock erprobt, der Hindernisse auf dem Weg vor dem Blinden mit Hilfe von Ultraschall entdeckt. Ein Navigationssystem, das in einer Tasche mitgenommen wird, hilft bei der Orientierung.
Quelle: The Futurist vom November/Dezember 2009

Verkehrsträger bald besser vernetzt
Im öffentlichen Nah- und Fernverkehr wird das Handy in absehbarer Zeit zum digitalen Lotsen werden, der die Kunden durch den Dschungel aus Fahrplänen und Tarifen hilft. Über den Mobilfunk lässt sich aber auch der Individualverkehr steuern, indem z.B. bei Staus automatisch andere Routen empfohlen werden.
Quelle: tagesspiegel.de vom 01.11.2009

Risiken und Chancen der Nanotechnik
In Zukunft könnten immer mehr Nanoteilchen in der Umgebungsluft vorhanden sein. Forscher fanden nun heraus, dass die Lunge kleinere Mengen an Nanopartikeln verarbeiten und unschädlich machen kann. Die EU will die Registrierungspflicht nach dem Chemikalienrecht REACH auf Nanomaterialien ausweiten und eine Kennzeichnungspflicht für Nanobestandteile in Kosmetika und Lebensmitteln ab 2012 einführen. Chancen liegen in der Nanomedizin und in der Nutzung von Nanotechnologien zur Reduzierung des Energieverbrauchs. Einer Studie der Universität Stuttgart zufolge könnten die 15 untersuchten Technologien, die alle eine Nanokomponente haben, den Endenergieverbrauch bis 2030 um bis zu 6,7% gegenüber dem Jahr 2005 senken.
Quelle: taz.de vom 23.10.2009

Energiewende
In Deutschland wird in den kommenden Jahren das Energienetz der Zukunft erprobt und erforscht: So sollen Privathaushalte durch Mini-Kraftwerke im Keller oder durch Solarpanels auf dem Dach Energie produzieren, die auch auf Energiebörsen verkauft werden kann. Beispielsweise wollen Volkswagen und der Stromerzeuger Lichtblick ab 2010 bis zu 100.000 Blockheizkraftwerke in den Kellern regulärer Wohnhäuser installieren. Ferner soll der Verbrauch durch schlaues Energiemanagement so gesteuert werden, dass sich z.B. Haushaltsgeräte dann von selbst einschalten, wenn Strom besonders billig ist. Außerdem sollen die Zähler anzeigen, welches Gerät wieviel Energie verbraucht. Wenn besonders viel ökologisch erzeugte Energie zur Verfügung steht, könnte diese auch in den Batterien von Elektroautos gespeichert werden. Oder Kühlhäuser könnten stärker abgekühlt und Schwimmbäder kräftiger geheizt werden, sodass die Kühl- und Heizgeräte zeitweise abgeschaltet werden können, wenn Wind- und Sonnenenergie knapp sind. Schlaue Stromnetze sollen die Stromübertragung - und eventuell auch die Preise - in Millisekundenabständen justieren, je nachdem, wieviel Energie gerade aus ökologischen Quellen oder Kleinkraftwerken erzeugt und wieviel nachgefragt wird. Nach Schätzungen der Regierung könnte durch ein effizienteres Management der Jahresverbrauch von 2,5 Mio. Haushalten eingespart werden.
Quelle: spiegel.de vom 01.10.2009

Alternativen zu Air-Conditioning
Anstatt von energieintensiven Klimaanlagen kann warme Luft durch Schächte über das Dach abgeleitet und durch kühlere Luft aus Bodennähe ersetzt werden. Auch Springbrunnen oder Wasserbecken können die Luft kühlen, insbesondere wenn der Wind "eingefangen" und über sie geleitet wird oder wenn Ventilatoren eingesetzt werden.
Quelle: World Future Review vom August/September 2009

Den Atommüll lange vergraben
Der gefährlichste Atommüll - hoch radioaktives Material, das Wärme entwickelt (rund 10% des Mülls) - muss eine Million Jahre sicher gelagert werden, da erst dann die Strahlung auf ein nahezu natürliches Niveau abgeklungen sein wird. Bis zum Jahr 2040 wird nach heutigen Erkenntnissen ein Müllwürfel mit etwa 30 Meter Kantenlänge zusammenkommen (je nach Schätzung zwischen 27.390 und 29.000 Kubikmetern). Noch immer ist unklar, wo der radioaktive Müll gelagert werden soll - in altem Salzgestein, in Granit oder Ton. In Gorleben wurden seit 1979 mehr als 200 Bohrungen vorgenommen, die den Stromverbrauchern 1,3 Mrd. Euro kosteten (bezahlt über den Strompreis). Und noch immer wird bezweifelt, ob die Erdschichten über dem Salzstock dicht genug sind. So wird der hoch radioaktive Müll vermutlich noch bis 2030 im Abklingbecken ruhen.
Quelle: stuttgarter-zeitung.de vom 05.09.2009

Vernetzte Städte
In der erste Phase des Internets ging es um die Erhöhung der Produktivität, in der zweiten um Zusammenarbeit und soziale Vernetzung. Nun hat das Unternehmen Cisco die dritte Phase eingeläutet: die Industrialisierung des Internets. In den Städten sollen Straßen und Gebäude, Wohnungen und Geräte miteinander vernetzt werden. Dann könnte man z.B. wissen, wo es in der Stadt gerade Staus gibt oder wann Strom besonders billig ist, so dass dann die Waschmaschine (automatisch) eingeschaltet werden kann.
Quelle: Fortune, 31.08.2009

Noch zahlreiche Hürden für Elektroautos
Die Bundesregierung erwartet bis 2020 eine Million und bis 2030 fünf Millionen Fahrzeuge mit elektrischem Antrieb (knapp ein Zehntel der heute zugelassenen 55 Mio. Fahrzeuge). Allerdings gibt es noch viele Probleme: Batteriekosten (bis zu 15.000 Euro für kleine Autos mit einer Reichweite von 100 km), Veränderungen am Stromnetz, internationale Normung und mögliche Engpässe bei wichtigen Rohstoffen wie Lithium, Kobalt, Kupfer oder seltenen Erden. Auch soll die Autoflotte der Zukunft in eine auf erneuerbaren Energien basierende Stromversorgung eingebunden werden: Die Batterien sollen aufgeladen werden, wenn viel Strom im Netz ist, und angezapft werden, wenn Wind und Sonne Flaute haben. Das Anfahren teurer Kohle- oder Gaskraftwerke würde damit vermieden.
Quelle: faz.net vom 10.08.2009

Cybersecurity - die neue Herausforderung
Je mehr Daten von Wirtschaft und Staat im Rahmen des "cloud computing" in zentralen Datenzentren gespeichert werden, umso verletzlicher werden Unternehmen und Behörden.
Quelle: The Futurist vom Juli/August 2009

Internetnutzung in der Medizin
In Zukunft wird immer häufiger via Internet der Gesundheitszustand chronisch Kranker in der eigenen Häuslichkeit kontrolliert, werden Ärzte und Chirurgen während Behandlungen und Operationen per Internet Spezialisten an anderen Orten konsultieren.
Quelle: The Futurist vom Juli/August 2009

Das nanotechnologisch nachgebaute Gehirn
Ray Kurzweil geht davon aus, dass das menschliche Gehirn schon in wenigen Jahren nicht mehr den Ansprüchen einer immer komplexer werdenden, hoch technisierten Welt genügen wird. Dann könnte das Gehirn Atom für Atom mit Hilfe der Nanotechnologie nachgebaut und dabei die Zahl der Neuronen und Synapsen erhöht sowie zusätzliche sensorische und intellektuelle Fähigkeiten ermöglicht werden. Da bisher die Gehirnentwicklung in hohem Maße durch soziale Interaktionen und Erfahrungen geprägt wird, diese aber bei nanotechnologisch nachgebauten Gehirnen keine Rolle spielen, bleibt für Charles Laughlin offen, ob es dann noch ein menschliches Bewusstsein, Empathie oder andere Gefühle geben wird. Laut Kurzweil würden Menschen mit künstlichen Gehirnen aber auch keine psychischen Krankheiten oder Ängste mehr kennen. Über das Gehirn könnte dann auch direkt auf das Internet und die dort gespeicherten Wissensbestände zurückgegriffen werden. Nick Bostrom geht davon aus, dass in einigen Jahren auch der menschliche Geist in Computer downgeloaded werden könnte und somit über den körperlichen Tod eines Menschen erhalten bliebe.
Quelle: World Future Review vom Juni/Juli 2009

Fliegen und Umweltschutz
In den letzten Jahren konnte der Kerosinverbrauch schon auf knapp drei Liter pro 100 Kilometer und Passagier gesenkt werden. Nun werden 1,5 Liter angezielt, z.B. indem Düsentriebwerke durch Propellerantriebe (Open Rotor) oder Düsentriebwerke mit Getriebe (Getriebe-Turbofan) ersetzt werden.
Quelle: ftd.de vom 30.05.2009

EU fördert Zukunftsforschung für die Wissenschaft vom Messen
So werden über sieben Jahre hinweg 200 Mio. Euro für Projekte zu hochgenauen Messungen in den Bereichen Gesundheit, Energie, Umwelt und Spitzentechnologie zur Verfügung gestellt.
Quelle: presseecho.de vom 27.04.2009

NRW und Niederlande entwickeln gemeinsam den längsten Brennstoffzellenbus
Es soll ein 18 Meter langer Gelenkbus mit Brennstoffzellen-Batterie-Hybridantrieb entstehen. Nordrhein-Westfalen wird dafür 1,4 Mio. Euro bereitstellen. Insgesamt vier Busse sollen die neue Antriebstechnik probeweise im Linienverkehr testen. Sie werden schadstofffrei und besonders geräuscharm sein.
Quelle: umweltruf.de vom 18.02.2009

CSS-Technologie: Zukunft oder Humbug?
Durch "Carbon Capture and Storage" (Kohlenstoffabscheidung und -speicherung) soll das CO2 aus Kraftwerksabgasen herausgefiltert und unterirdisch gelagert werden. In den USA sollen nun fünf kommerzielle Kraftwerke gebaut werden, die mit verschiedenen CCS-Technologien arbeiten. Die Entwicklung der Technologie soll mit 2,4 Mrd. $ gefördert werden. Allerdings wird allein der Betrieb der kleinen chemischen Fabrik, die für die CO2-Abscheidung erforderlich ist, 25-30% des im Kraftwerk erzeugten Stroms benötigen. Dementsprechend mehr Kohle muss verfeuert werden. Auch ist unklar, wo und wie die Riesenmengen an CO2 gespeichert werden sollen.
Quelle: focus.de vom 30.01.2009

Plusenergiehäuser
Vom Jahr 2020 an können Neubauten mehr Energie produzieren als sie verbrauchen und so zu kleinen Kraftwerken werden. Diese Meinung vertreten Mitarbeiter des Fraunhofer-Instituts für Bauphysik. Durch Vakuumisolation, durch in den Baustoff eingebrachte Mikrokapseln, die eine Energieproduktion erlauben, durch Solarzellen auf dem Dach und an der Fassade sowie durch Wärmepumpen könnten Plusenergiehäuser geschaffen werden. Eine ganze Siedlung ist in Freiburg bereits in Betrieb. Zugleich könnte bis 2020 der heutige Energiebedarf für das Heizen und Kühlen von Häusern um knapp ein Drittel gesenkt werden.
Quelle: fr-online.de vom 20.01.2009

Die Zukunft der Salzpflanzen
Aufgrund des Anstiegs des Meeresspiegels werden an der norddeutschen Küste in Zukunft Landteile zeitweise überflutet werden und sind dann nicht mehr für herkömmliche Landwirtschaft geeignet. Wissenschaftler aus Ländern des Nordseeraums experimentieren nun mit Salzpflanzen (Halophyten), die dann von Landwirten angebaut werden könnten. Einige Arten kann man essen und werden schon in einigen Restaurants angeboten. Andere Arten könnten eventuell zur Energiegewinnung genutzt werden. Versuche, mit Hilfe der Gentechnik salzresistente Nutzpflanzen wie z.B. Reis zu züchten, waren allerdings bislang erfolglos. Sie werden für die 400 Mio. Hektar Ackerland benötigt, die immer mehr versalzen. Sven Schubert vom Institut für Pflanzenernährung in Gießen hat jedoch zwei Maissorten auf herkömmliche Weise gezüchtet, die Salz ausscheiden und auch dann Wasser aufnehmen, wenn in ihnen bereits eine größere Salzkonzentration besteht. Sie werden derzeit in Rumänien und Indien auf zuvor unfruchtbaren Feldern getestet.
Quelle: ftd.de vom 22.12.2008

Altengerechtes Wohnen
Nach Schätzung des Robert-Koch-Instituts kommen 30% der über 75-Jährigen im Alltag nicht mehr allein klar. Im Duisburger Forschungszentrum Inhaus-2 werden nun Techniken erforscht, die alten Menschen das eigenständige Wohnen erleichtern könnten. Beispielsweise zeigen hier nachts von Bewegungssensoren gesteuerte Lichtstreifen den Weg zur Toilette. Im Medikamentenschrank leuchtet ein Licht auf, wenn es Zeit ist für die Tabletten. Der Flachbildschirm dient als Fernseher, Computer und Bildtelefon, ermöglicht also den Kontakt mit Pflegern, Ärzten und Verwandten. Zudem sind Waage und Blutdruckgerät mit dem Bildschirm gekoppelt. RFID-Chips (Funketiketten) helfen, Dinge wiederzufinden, oder warnen beim Verlassen der Wohnung, wenn der Schlüssel vergessen wurde. In der Küche können Arbeitsplatte und Herd auf die gewünschte Höhe abgesenkt werden, sodass sich selbst Rollstuhlfahrer eigenständig versorgen können. Inzwischen können auch biometrische Daten wie die Atem- und Pulsfrequenz durch Sensoren automatisch erfasst werden. Werden Toleranzwerte über- oder unterschritten, wird Alarm ausgelöst.
Quelle: merkur.de vom 18.12.2008

GM HydroGen4
Zehn Brennstoffzellenfahrzeuge HydroGen4 von GM werden jetzt in Berlin erprobt - der Gesamtfahrzeuganteil von Wasserstofffahrzeugen soll bis zum Jahr 2050 auf 70% steigen. So könnte bereits 2015 die General-Motors-Brennstoffzelle mit einem Serieneinsatz von 10.000 Fahrzeugen starten. Der Kaufpreis soll dann nicht höher als der für einen Diesel-Hybrid sein.
Quelle: focus.de vom 28.11.2008

Indisches Raumschiff erreicht Mondumlaufbahn
Die Forschungssonde "Chandrayaan-1" war am 22.10. vom Weltraumbahnhof Satish Dhawan (bei Madras) aus ins All geschossen worden. Nun wird sie den Mond in 100 Kilometer Höhe umkreisen und Daten zur Erde schicken. 2014 oder 2015 sollen die ersten indischen Astronauten ins Weltall geschickt werden; 2020 sollen die ersten Inder den Mond betreten.
Quelle: welt.de vom 10.11.2008

Tiefflug auf der Schiene
Weltweit gibt es derzeit knapp 10.000 Kilometer Hochgeschwindigkeitsstrecken - 37.000 sollen es 2025 nach Angaben des Internationalen Eisenbahnverbandes sein. Der Geschwindigkeitsrekord liegt bei 581 km/h; er wird von der japanischen Maglev gehalten. Der Bau der Hochgeschwindigkeitstrassen - die oft für den Rest des Bahnverkehrs tabu sind - kostet aber viel Geld, das oft woanders eingespart werden muss, z.B. durch die Ausdünnung der Regionalverkehre.
Quelle: sueddeutsche.de vom 17.10.2008

Weltneuheit Epson EC-O1: Druckerkonzept mit Pfand und ohne Patronenwechsel
Der Epson EC-O1 ist als erster Drucker überhaupt in ein ökologisch ausgerichtetes Recyclingsystem mit Pfand integriert, das Epson Eco-Back System. Wenn die Tinte verbraucht ist, gibt der Kunde den Drucker zurück und erhält eine Vergütung in Höhe von 50 Euro. Anschließend recycelt Epson den Drucker. Der EC-O1 enthält fest installierte Tintenpatronen mit einer Reichweite von bis zu 8.000 Seiten. Das bedeutet für den Anwender: nie mehr Patronenwechsel, kein anfallender Müll. Mit dem EC-O1 setzt Epson eines der in der "Umweltvision 2050" formulierten Ziele konkret um: ein Produkt von der Produktion bis zu seinem Lebensende so CO2 neutral wie möglich zu halten.
Quelle: Pressemitteilung von Epson Deutschland vom 29.08.2008

Das Wettrennen um alternative Antriebe
Alle Kfz-Herstellern spüren, dass die Zeit knapp wird für den Umstieg vom Otto- oder Dieselmotor auf Fahrzeuge, die ohne fossile Brennstoffe auskommen. In den kommenden Jahren könnte der Hybridantrieb eine Blütezeit erleben, bevor immer mehr Autos mit Elektroantrieb auf den Markt kommen. Das Problem bei Elektroauto ist aber, dass der Strom großteils mit fossilen Brennstoffen produziert wird. Zudem könnten die Strompreise immens ansteigen, wenn Millionen Autos mit Strom betrieben werden. Später könnte der Wasserstoffverbrennungsantrieb eine zunehmend größere Rolle spielen - BMW forscht allerdings schon seit über 30 Jahren auf diesem Gebiet. Es gibt nämlich noch viele Probleme: So kostet ein Kilogramm Wasserstoff derzeit 8 EUR; 3,6 kg verbraucht der aktuelle BMW-Hydrogen7 je 100 Kilometer. Noch kann der Kraftstoff der Zukunft nicht in großen Mengen mit Hilfe regenerativer Energie produziert werden, fehlt ein flächendeckendes Tankstellennetz - es würde laut Shell alleine in Deutschland 140 Mrd. Euro kosten. Außerdem gibt es zum Wasserstoffverbrennungsantrieb die Alternative des Brennstoffzellen-Antriebs, bei dem mit Hilfe des Wasserstoffs ein Elektromotor betrieben wird. Welcher Antrieb sich bei Wasserstoff-Autos durchsetzen wird, ist noch unklar - dennoch sollen sie ab 2025 die Otto- und Dieselmotoren endgültig ablösen.
Quelle: Augsburger-Allgemeine.de vom 03.08.2008

Biosprit aus Holz, Algen und Stroh
Im neuen Spitzenforschungszentrum der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH), dem Exzellenzcluster, arbeiten 80 Wissenschafter an maßgeschneiderten Kraftstoffen aus Holz, Stroh, Gras oder Blattwerk. Diese sollen nicht mehr in Konkurrenz zu der Nahrungskette stehen. Für den neuen Brennstoff wollen die Wissenschaftler zugleich ein neues Brennverfahren entwickeln.
Quelle: n-tv.de vom 31.07.2008

Mit Tempo 400 auf Europas Schienen
In Ländern wie Frankreich, Deutschland, Spanien, Italien, Russland und Schweden werden bis 2025 auf mehr als 10.000 Bahnkilometern neue Hochgeschwindigkeitsstrecken entstehen. Die dafür benötigen Züge werden vor allem in Frankreich und Deutschland gebaut. Der französische TGV ist schon 574,8 Kilometern pro Stunde gefahren. Planmäßig erreichen sowohl der TGV als auch der ICE 3 auf einigen Strecken bereits Geschwindigkeiten von 320 Kilometer pro Stunde. Eine längere Schnauze und Flügelstummel, Antriebe unter den Fahrgastzellen, Leichtbau und Doppelstockausrichtung könnten Geschwindigkeit und Wirtschaftlichkeit verbessern.
Quelle: ad-hoc-news.de vom 11.07.2008

Tiefensee setzt auf Wasserstoff-Autos
Bei der Vorstellung einer Studie zur Zukunft des Wasserstoffs plädierte Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee für deutlich mehr Wasserstoff-Autos. Während es bislang nur teure Demonstrationsmodelle gibt, könnten 2050 bis zu 70% der Pkw mit einem solchen Antrieb unterwegs sein. Voraussetzung wäre ein flächendeckendes Tankstellennetz, das ca. 20 Mrd. Euro kosten würde. Wasserstoff sei laut der Nationalen Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie ab einem Ölpreis von 130 Dollar je Barrel konkurrenzfähig. Allerdings müsse bis 2050 fast die Hälfte der Energie zur Wasserstoffherstellung aus Kohle erzeugt werden, die größtenteils importiert werden muss.
Quelle: n-tv.de vom 26.06.2008

EP-Ausschuss für Förderung von Wasserstoffautos
Mit Wasserstoff betriebene Autos und Motorräder, die in einem Mitgliedstaat zugelassen wurden, sollen künftig automatisch auch in allen anderen EU-Ländern akzeptiert werden. Der Binnenmarktausschuss des Europäischen Parlaments befürwortete einen entsprechenden Verordnungsvorschlag der EU-Kommission. Diese erhofft sich davon eine Kostenersparnis für die Hersteller von bis zu 124 Mio. EUR zwischen 2017 und 2025.
Quelle: FAZ.net vom 27.05.2008

Europas Stromnetze robuster machen
Die Netze sind immer öfter überfordert, da sie auf dem liberalisierten Strommarkt enorme Strommengen über Grenzen hinweg immer weiter transportieren müssen. So sollten Leitungen und Hochspannungstechnik modernisiert werden. Erstere könnten beispielsweise durch neu entwickelte Kabel des amerikanischen Technologiekonzern 3M ersetzt werden, die aus Tausenden hochreiner Endlosfasern aus einer Aluminiumoxidkeramik bestehen, die wiederum in Aluminium eingebettetet sind. Sie können bis zu dreimal so viel Strom übertragen wie herkömmliche Leitungen, können heißer werden und hängen weniger durch. Aber auch die Schalttechnik muss der wachsenden Belastung standhalten. So will z.B. Siemens den von Offshore-Windparks erzeugten Wechselstrom in Gleichstrom umwandeln und Leistungshalbleiter einsetzen, die sich bei Überlastung abschalten.
Quelle: FTD.de vom 01.04.2008

Japan erlebt eine Roboter-Revolution
Aufgrund der Bevölkerungsalterung fehlen in Japan in fast allen Bereichen Arbeitskräfte. Statt ihnen werden zunehmend Roboter in Unternehmen und Institutionen eingesetzt. Inzwischen garnieren sie Sushi-Gerichte, empfangen Besucher in Firmengebäuden, rollen mit dem Staubsauger durch Gänge oder füttern Pflegebedürftige mit dem Löffel. Laut einer Studie der Macquarie-Bank sind in Unternehmen mehr als 370.000 Roboter im Einsatz - nach einem Technologie-Zeitplan des japanischen Handelsministerium wird bis 2025 der Einsatz von einer Million Industrieroboter erwartet. Inzwischen werden Roboter für das Alltagsleben entwickelt, die auch eine Mimik haben, also auch "Gefühle" zeigen können.
Quelle: Welt.de vom 12.03.2008

Weltpremiere: Erstmals Verkehrsflugzeug mit Biotreibstoff geflogen
Die britische Gesellschaft Virgin Atlantic betrieb während des knapp einstündigen Flugs einer Boeing 747-400 eines der vier Triebwerke mit einer Mischung aus Öl der Kokosnuss- und der Babassupalme. Virgin-Gründer Richard Branson äußerte sich zuversichtlich, dass in etwa zehn Jahren Verkehrsflugzeuge vor allem durch Biotreibstoff angetrieben werden.
Quelle: FTD.de vom 24.02.2008

Mit miniaturisierter Technologie in die Zukunft
Mittels Nanotechnologie und Mikrotechnik können die einzelnen Bestandteile von Hardware (z.B. Geräten) miniaturisiert und ihre Eigenschaften verbessert werden. In Verbindung mit Software können eingebettete Systeme (d.h. kleinste Kommunikationssysteme) entwickelt werden, die spezifische Aufgaben z.B. in der Informatik, im Transportwesen oder in der Telekommunikation erfüllen. Mögliche Anwendungen liegen in den Bereichen Gesundheit (z.B. neue Verfahren für Diagnostik und Behandlung), Sicherheit (z.B. sensorenbasierte epidemiologische Überwachungssysteme) und Umwelt (z.B. Überwachungs- und Alarmsysteme). Die Schweiz wird im Rahmen des Forschungsprogramm Nano-Tera.ch in den kommenden vier Jahren 120 Millionen Franken in diesen Bereich investieren.
Quelle: Nano-Tera.ch vom 28.01.2008

Wie nah sind wir dem menschlichen Klon?
Amerikanische Forscher haben erstmals einen menschlichen Embryo aus einer erwachsenen Körperzelle geklont. In Großbritannien dürfen Forscher nun die Eizellen von Rindern mit menschlichem Erbgut bestücken. Aus den so gewonnenen Embryonen wollen sie Stammzellen gewinnen - ob das gelingt, bleibt abzuwarten. Dennoch: Prinzipiell macht es die Klontechnik schon jetzt möglich, eine verstorbene Person "nachzuzüchten".
Quelle: Focus.de vom 18.01.2008

Bis 2025 sollen Teleskope Aliens im Weltraum finden
350 Radio-Teleskope des Typs Allen Telescope Array (ATA), von denen schon 42 aufgebaut wurden, sollen ausschließlich dem Aufspüren außerirdischen Lebens dienen. Forscher der Universität im kalifornischen Berkeley und des Instituts für die Suche nach intelligentem Leben (SETI) hoffen, bis zum Jahr 2025 erste Signale von anderen Zivilisationen zu finden.
Quelle: shortnews.de vom 13.10.2007

Vertikale Bauernhöfe
Dickson Despommier von der Columbia University hat ein Konzept für ein rundes, 21 Stockwerke hohes Treibhaus entwickelt, das für ca. 84 Mio. $ in (Groß-) Städten gebaut und pro Jahr Lebensmittel im Wert von 18 Mio. $ produzieren könnte - die ohne nennenswerte Transportkosten direkt im Stadtgebiet verkauft werden könnten. Mit Hilfe von Solarzellen auf dem Dach des Gebäudes könnten die Etagen 24 Stunden am Tag beleuchtet werden. Das verdunstende Wasser würde aufgefangen und wiederverwertet. So würden die Betriebskosten nur 5 Mio. $ im Jahr betragen. Rund 20 Konzerne wie Nestlé und Kraft haben schon Interesse an dem Konzept gezeigt.
Quelle: Fortune vom 17.09.2007

Trennung zwischen hochschul- und außeruniversitärer Forschung überwinden
Im deutschen Forschungssystem wurde bisher zwischen hochschul- und außeruniversitärer Forschung und zwischen Bund und Land getrennt. Das ändert sich nun: Zum einen gründeten die RWTH Aachen und das bundeseigene Forschungszentrum Jülich die Jara (Jülich-Aachen Research Alliance). Mit 11.000 Mitarbeitern und einen Jahresetat von 908 Millionen Euro bietet Jara nun die größte Forschungskompetenz in Europa. Zum anderen planen die Technische Universität und das Forschungszentrum Karlsruhe einen Zusammenschluss unter dem Kürzel KIT (Karlsruhe Institute of Technology) - mit 8.000 Mitarbeitern und einem Budget von 600 Millionen Euro.
Quelle: Tagesspiegel.de vom 06.08.2007

Der Mond erlebt ein Revival
In den kommenden Jahren bahnt sich ein regelrechter Wettflug zum Erdtrabanten an. Den Anfang macht diese Woche Japan mit der ersten Mondmission in der Geschichte des Landes. Ein Jahr lang soll "Selene" über dem Mond kreisen und dessen Oberfläche untersuchen. Im Jahr 2025 soll dann eine bemannte Raumstation auf dem Mond errichtet werden.
China und Indien planen für die nächsten Monate ebenfalls eigene Missionen zum Mond. Im Jahr 2012 möchte China einen Rover zum Erdbegleiter schicken. Selbst Deutschland hat sich nach langem Zögern zu einer Mondmission durchgerungen.
Quelle: Spiegel online vom 12.09.2007

Japan baut Transrapid-Killer
Die dem deutschen Transrapid ähnliche japanische Magnetschwebebahn wird laut der Tageszeitung "Nikkei" billiger als angenommen: Durch einen großen technologischen Fortschritt im Bereich der Schienen könnte die Strecke von Tokio nach Osaka günstiger werden.
Das japanische Eisenbahn-Unternehmen JR Tokai entwickelt seit Jahren die Magnet-Bahn, die mit Geschwindigkeiten von bis zu 550 Stundenkilometern fahren kann. Die Technik ähnelt der des deutschen Transrapid. So wird das japanische Produkt zu einer ernsthaften Konkurrenz für die Deutschen - zumal bisher keine Strecken in Deutschland gebaut wurden und China - der einzige ernsthafte Interessent an der von ThyssenKrupp und Siemens entwickelten Technologie - nun einen eigenen Zug bauen möchte. Auf der Strecke in Schanghai konnten die Chinesen die Technik des Transrapids studieren - dessen Entwicklung dem deutschen Steuerzahler mehr als eine halbe Milliarde Euro kostete.
Quelle: t-online.de vom 03.08.2007

Die Zukunft der Fotovoltaik
Diese Technologie zur Erzeugung von elektrischer Energie aus Sonnenenergie verzeichnet gegenwärtig weltweit ein jährliches Marktwachstum von 40%. So entstehen jedes Jahr zehntausende Arbeitsplätze. Nach Meinung vieler Experten wird die Fotovoltaik mittel- bis langfristig eine wesentliche Säule der globalen Versorgung mit elektrischer Energie darstellen - insbesondere durch direkt in Gebäude integrierten Fotovoltaik-Elemente. Einzelne österreichische Unternehmen zählen bereits zu den Spitzenreitern der Technologieanbieter und könnten vor allem im Bereich der Gebäudeintegration zu den Weltmarktführern aufschließen.
Quelle: Solarportal24.de vom 02.08.2007

Pharma-Initiative für Deutschland
Durch die Biotechnologie wurden in den letzten Jahren neue Therapieansätze für viele Krankheiten identifiziert. Viele der Forschungsergebnisse stammen aus Deutschland. Aber nur sechs von 140 neu zugelassenen Wirkstoffen wurden 2005 in deutschen Pharmafirmen entwickelt. Dennoch trugen 2006 Medikamente aus Biotechnologie-Laboren mit 3,1 Milliarden Euro zu 12% des Gesamtumsatzes der Pharmaindustrie in Deutschland bei.
Der Weg vom Labor in die Apotheke dauert bei neuen Therapien etwa zehn Jahre und kostet oft mindestens 500 Millionen Euro. In dieser Zeit sind viele an der Entwicklung beteiligt: von Wissenschaftlern im Labor über die Kliniker bis hin zu Unternehmern. Es gibt aber kaum Ansätze in Deutschland, diese Partner zu vernetzen.
Um Abhilfe zu schaffen, hat das BMBF die "Pharma-Initiative für Deutschland" ins Leben gerufen. Durch sie sollen Lücken in der Wertschöpfungskette geschlossen und die Erforschung und Entwicklung von neuen Medikamenten in Deutschland gestärkt werden. Hierbei sollen auch die Strategien zur Produktion und späteren Markteinführung frühzeitig ins Visier genommen werden.
Der gesamte finanzielle Rahmen der Pharma-Initiative für Deutschland umfasst deutlich über 800 Millionen Euro, die bis zum Jahr 2011 zur Verfügung stehen. Diese Mittel stehen sowohl für grundlagenorientierte als auch anwendungsorientierte BMBF-Fördermaßnahmen in den Bereichen Gesundheitsforschung und Biotechnologie zur Verfügung. Die "Pharma-Initiative für Deutschland" setzt sich aus einer übergreifenden Entwicklungsstrategie und Maßnahmen für die gezielte Förderung von Aspekten auf dem Weg von der Forschung bis zur Marktreife zusammen.
Quelle: bmbf.de ohne Datum

2050 sollen Roboter die Fussballweltmeister schlagen
Knapp 2.000 Teilnehmer aus 39 Ländern nahmen auf dem Campusgelände des Georgia Institute of Technology in Atlanta an der 11. RoboCup-Weltmeisterschaft teil. Aus Deutschland beteiligten sich Teams der FU Berlin, der Universität Freiburg und der TU Darmstadt - und schnitten gut ab. Seit der Wettbewerb im japanischen Nagoya erstmals veranstaltet wurde, ist er kontinuierlich gewachsen - und die (zum Teil humanoiden) Roboter sind immer besser geworden. Spätestens 2050, so die International RoboCup Federation, soll ein Roboterteam den menschlichen Fußballweltmeister schlagen können...
Quelle: Abendblatt.de vom 13.07.2007

Kosmische Visionen für das nächste Jahrzehnt
Im Langzeitprogramm der europäischen Weltraumagentur ESA für den Zeitraum von 2015 bis 2025 sind folgende Schwerpunkte vorgesehen: (1) Erforschung der Grundbedingungen für Leben und Planetenentstehung, (2) Erkundung des Ursprungs und der Entwicklung unseres Sonnensystems, (3) die fundamentalen Gesetze unseres Universums sowie (4) Ursprung, Struktur und Entwicklung des Weltraums. Im März hatte die ESA Europas Wissenschaftler um Ideen für Missionen gebeten. Inzwischen sind 50 Vorschläge eingegangen, die von der Suche nach extrasolaren Planeten, der Erkundung von Jupiter und seinem Eismond Europa bis hin zum Test von Einsteins Relativitätstheorie reichen.
Quelle: Astronews.com vom 11.07.2007

Markt für LCDs wächst rasant
Laut dem niederländischen Konzern Philips wird der Markt für LEDs jährlich um bis zu 30% wachsen und um das Jahr 2025 dann 20 bis 30 Mrd. $ groß ist. LEDs werden z.B. zur Beleuchtung von Gebäuden, in Mobilfunkgeräten und LCD-Monitoren eingesetzt.
Quelle: Börse-online vom 19.06.2007

Japan entwickelt neuen kommerziellen Brutreaktor
Ein neuer schneller Brüter inklusive Wiederaufbereitungsanlage soll in Japan konventionelle Atomreaktoren bis zum Jahr 2050 ablösen. Auch Indien und China bereiten den Bau von Brutreaktoren vor. Hinter den Anstrengungen steckt der Wunsch nach einer Unabhängigkeit von Öl und der Senkung von Treibhausgasen.
Quelle: Handelsblatt vom 19.04.2007

Zukunftsvision: 2025 soll Ultra HDTV in Japan starten
Während hochauflösendes Fernsehen gerade die Startphase hinter sich bringt, arbeitet der NHK schon an der Steigerungsform Ultra High Definition Video (UHDV). 2015 sollen die ersten Tests erfolgen. Das Bildformat Super Hi-Vision ist exakt viermal so breit und viermal so hoch wie ein reguläres HDTV-Bild. Damit hat ein Bild mit 7.680 mal 4.320 Bildpunkten rund 33 Megapixel; die Bildwiederholungsrate liegt bei 60.
Quelle: DiePresse.com vom 15.04.2007