Martin R. Textor
 

Multimediawettbewerb "tell.a.vision: Jung und Alt in 2050"

Die Fakten sind klar. Die Alten werden immer mehr, die Jungen immer weniger: Der Demografische Wandel – ein Schreckensszenario oder eine Chance? Werfen Sie einen Blick in die Zukunft, der zeigt, welche Auswirkungen der Demografische Wandel auf die Gesellschaft im Jahr 2050 haben könnte. Was heißt Alt- und Jungsein im Jahre 2050? Wie werden Junge und Alte zusammenleben und -arbeiten? Kommt es zu einem Kampf der Generationen oder zu neuen Formen des Zusammenlebens von Jung und Alt?

Arbeit, Schule, Politik und Freizeit im Jahr 2050

Wenn Deutschland langsam vergreist, stellen immer mehr Alte ein immer größeres Wählerpotenzial. Handeln die Politiker dann also nur noch im Sinne der Alten? Sind die Alten dann so etwas wie die neue Elite und werden von Politik und Wirtschaft hofiert? Werden Alte im Krankenhaus zuerst behandelt, im Supermarkt zuerst bedient, im Job zuerst befördert? Bleiben die Jungen auf der Strecke? Oder begehren sie auf, starten eine Revolution – und fordern beispielsweise das Wahlrecht ab 12, die Gleichberechtigung von Jung und Alt und mehr Toleranz gegenüber Jugendlichen?

Was machen Alte und Junge im Jahr 2050 beispielsweise in ihrer Freizeit? Gibt es überhaupt noch Clubs für unter 25-Jährige oder haben infolge der Überalterung Rentnerdiskos und TV-Shows wie "Deutschland sucht den Super-Senior" die so genannte Jugendkultur längst abgelöst? Wie sieht die Schule aus –oder ist diese längst abgeschafft, weil sich der Aufwand für die jugendliche Minderheit gar nicht mehr lohnt? Wenn es nur noch so wenige junge Leute gibt, werden diese dann behütet wie ein kostbarer Schatz? Oder sind sie im Gegenteil die Außenseiter der Gesellschaft, werden im Berufsleben gemobbt, im Sportclub belächelt, in der hippen Oldie-Szenebar erst gar nicht reingelassen?

Alles nur Schwarzmalerei?

Und was – wenn die gängigen Horrorszenarien erst gar nicht eintreffen und es im Gegenteil zu einem neuen Baby-Boom kommt? Stellen wir uns vor: Junge Frauen kriegen im Jahr 2050 Kinder und erobern gleichzeitig die Chefpositionen, weil Unternehmen und Gesellschaft die Voraussetzungen für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf geschaffen haben. Die Wirtschaft in Deutschland boomt, weil altersgemischte Produktionsteams, in denen junge innovative Hochschulabsolventen mit erfahrenen, gelassenen Managern zusammenarbeiten, sich zu einem Erfolgsrezept entwickeln. Im Osten entstehen dort, wo ehemals verlassene Städte und Landstriche waren, neue exklusive Naturparks mit Kinderspielplätzen für junge Familien und Ruheinseln für ältere Menschen.

Oder denken wir an die Kultur: Aufgrund der vielen jungen Einwanderer, die zum Arbeiten nach Deutschland kommen, wird Deutschland zu einem lebendigen Schmelztiegel von Sprache, Musik, Kultur und Innovation und erlebt eine kulturelle Blüte. Die neuesten Trends in der Popmusik kommen aus Deutschland, das einen ganz eigenen Stilmix aus europäischer, afrikanischer, asiatischer und amerikanischer Musik hervorbringt und damit die internationalen Charts erobert.

Gesucht: Filme, Fotos, Audios

Das sind nur einige der möglichen Szenarien über das Leben im Jahr 2050. Welche Ideen und Visionen haben Sie vom Zusammenleben von Jung und Alt in 2050? Mitmachen beim ARD-Multimediawettbewerb kann jeder, schließlich geht der demografische Wandel alle an. Senden Sie uns ein Bild, ein Hörstück oder einen Film, die mögliche Zukunftsszenarien zeigen. Den Formaten sind keine Grenzen gesetzt: Ob Bild, Foto, Kurzfilm, Audio-Collage, Musik-Clip, Hörspiel, Interview oder Reportage. Die Länge der Audio- und Video-Beiträge darf jedoch drei Minuten nicht überschreiten.

Alle eingesendeten Videos, Audios und Bilder nehmen an einem bundesweiten Wettbewerb teil und werden nach einer redaktionellen Prüfung auf der Website zur ARD-Themenwoche "themenwoche2008.ARD.de" veröffentlicht. Der Wettbewerb findet in fünf Kategorien statt:

1. Video (Preis: 750 Euro)
2. Audio (Preis: 750 Euro)
3. Foto (Preis. 750 Euro)
4. Publikumspreis (Preis: 750 Euro)
5. Sonderpreis "Schule" für die beste Gemeinschaftsarbeit einer Schul- oder Jugendgruppe (Preis: Zuschuss z.B. zu einer Klassenfahrt im Wert von 1.500 Euro)

Alle Preise werden durch eine ARD-Jury bestimmt. Eine Ausnahme ist der Publikumspreis: Er wird in direkter Abstimmung im Internet durch die Onlinenutzer bestimmt.

Einsendeschluss für Beiträge, die am Wettbewerb teilnehmen sollen, ist der 20. April 2008. Dessen ungeachtet können auch danach noch Bilder, Audios und Videos hochgeladen werden. Diese nehmen dann jedoch nicht am Wettbewerb teil. ACHTUNG: Vorab gelieferte Wettbewerbsbeiträge können bereits im März im Web veröffentlicht werden und haben damit unter Umständen eine größere Chance auf den Publikumspreis.

Die Teilnehmer können ihre Beiträge entweder direkt auf der Website zur ARD-Themenwoche hochladen und einstellen oder per Post bzw. per E-Mail an die Redaktion ARD.de schicken:

Redaktion ARD.de
Stichwort "tell.a.vision2050"
Am Fort Gonsenheim 139
55122 Mainz
E-Mail: tell.a.vision@daserste.de

Quelle: ARD.de vom 14.01.2008