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Dritter Teil des UN-Klimaberichts
Hier steht der Verkehr im Zentrum: Experten befassen sich mit dem CO2-Ausstoß bei Autos, Flugzeugen und Schiffen.
Pkw und Lkw: Ihre Zahl hat von 50 Millionen Fahrzeugen im Jahr 1950 auf 580 Millionen im Jahr 1997 zugenommen. So liegt ihr Beitrag zum Treibhauseffekt bei rund 18%. Im Jahr 2030 könnte es schon 1,3 Milliarden Pkw auf der Erde geben und 2050 sogar 2 Milliarden, wobei fast der gesamte Zuwachs in den Schwellen- und Entwicklungsländern erwartet wird. Zur Zunahme des CO2-Ausstoßes hat aber auch die graduelle Steigerung der Größe, des Gewichts und der Leistung von Pkw beigetragen. Deshalb könnten Einsparungen durch ein geringeres Gewicht und eine schwächere Motorisierung verbunden mit sparsameren Motoren (direkt einspritzende Turbodieselmotoren, verbrauchsarme Hybridantriebe, Brennstoffzellen-Fahrzeuge) erreicht werden. So könnte die Autoindustrie die Treibhausgasemissionen von Pkw bis zum Jahr 2030 halbieren. Weitere CO2-Reduktionen seien u.a. durch einen Ökofahrstil, bessere Verkehrslenkung und reibungsärmere Reifen möglich.
Schifffahrt: Die meisten der fast 100.000 Handels- und Passagierschiffe verfeuern schadstoffreiches Schweröl. Wie viel Kohlendioxids sie ausstoßen, ist allerdings nicht ganz klar. Der IPCC reiht sie hinter dem Flugverkehr ein; andere Studien gehen mit 600 bis 800 Millionen Tonnen pro Jahr von mehr aus. Außerdem bringen Schiffe große Mengen Schwebstaub in die saubere Ozeanluft ein, woraus sich künstliche Schichtwolken in der bodennahen Atmosphäre bilden. Diese kühlen die Erdoberfläche, indem sie das Sonnenlicht reflektieren. Dieser Effekt ist u.U. größer als der Erwärmungseffekt durch das CO2. Allerdings werden sich die CO2-Emissionen von Schiffen ohne Gegenmaßnahmen bis 2050 verdoppeln. Am stärksten ließe sich CO2 durch niedrigere Fahrtgeschwindigkeiten reduzieren, aber auch durch große Zugdrachen.
Luftfahrt: Passagierjets und Frachtmaschinen tragen mit schätzungsweise 3% zum Treibhauseffekt bei. Doch wächst der weltweite Flugverkehr jährlich um 5%; der Passagierverkehr wird sich innerhalb von 15 Jahren verdoppeln. So wird der CO2-Ausstoß von knapp 500 Millionen Tonnen Kohlendioxid im Jahr 2002 auf über eine Milliarde im Jahr 2025 ansteigen - trotz des aufgrund der technischen Fortschritte reduzierten Treibstoffverbrauchs um 70% gegenüber vor 40 Jahren. Problematisch ist auch, dass durch die Kondensstreifen Eiswolken entstehen, die Wärme in der Atmosphäre zurückhalten. Der damit verbundene Treibhauseffekt wurde aber wohl stark überschätzt. Zu einer Reduktion des Treibstoffverbrauchs könnten u.a. leichtere Faserverbundstoffe, Nurflüglern ohne Heckleitwerke und der verstärkte Einsatz von modernen Propellermaschinen auf kurzen und mittleren Strecken beitragen. Kondensstreifen ließen sich durch veränderte Reiseflughöhen spürbar verringern.
Quelle: Finanztreff.de vom 19.03.2007
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